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„Ent-hüllt!“ auf maennerwege.de

maennerwege.de Kleiner Schnitt, GEWALTige Wirkung – Eine folgenreiche Entscheidung, ein Buch und ein Interview

Clemens Bergner gibt in seinem aufrüttelndem Buch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Betroffenen von Beschneidung eine bislang wenig gehörte Stimme. Der Autor enthüllt darin  Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. Auf dem Portal maennerwege.de äußert sich Redakteuer Alexander Bentheim zur Veröffentlichung von Clemens Bergner und dem Thema Beschneidung. Zudem publiziert das Portal ein Interview mit dem Autor.

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„Ent-hüllt!“ auf socialnet

Logo socialnetClemens Bergner gibt in seinem aufrüttelndem Buch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Betroffenen von Beschneidung eine bislang wenig gehörte Stimme. Bergner enthüllt darin  Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. Das Netz für die Sozialwirtschaft, socialnet, stellt „Ent-hüllt!“ vor. Der  Geschlechterforscher Hans-Joachim Lenz fällt in seiner Rezension ein äußerst positives Urteil zu Bergners Veröffentlichung: „Manches davon geht ziemlich unter die Haut. Eine wichtige, längst überfällige und sehr berührende Veröffentlichung!“

Newsletter Januar 2016

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

das neue Jahr ist mittlerweile einige Tage alt. Dennoch nutzen wir gern noch einmal die Gelegenheit, Ihnen einen erfolgreichen Start in das neue Jahr zu wünschen! Gemeinsam mit Ihnen blicken wir von tredition 2016 einem ereignisreichen Jahr entgegen. Erfahren Sie im Januar-Newsletter alle Neuigkeiten aus der Buchbranche und aus unserem Verlagshaus.

Lesen Sie diese Themen im Januar:

  • Quo vadis Buchmarkt 2016? – Das erwartet Sie im neuen Jahr!
  • Wohin entwickelt sich der Self-Publishing-Markt? – tredition im Indie-Katalog 1/2016
  • Autoren im Portrait – Clemens Bergner kämpft für das Recht auf körperliche Unversehrtheit
  • Self-Publishing-Autoren erobern den Buchhandel – Herbert Noack, Hans-Ueli Regius, Claus Kröger und Susanne Fuß zeigen, wie’s geht
  • Erfolgreiches Videomarketing – mit Creative Director Milan Grünewald zum eigenen Buchtrailer
  • „BUCH DES MONATS“ Januar 2016 – „Blondinen Bitte Anleinen“

Ein erfolgreiches neues Jahr 2016 wünscht Ihnen

Ihr Team von tredition

 

Neuerscheinungen für ein prickelndes Jahr 2016

Neuerscheinungen für ein prickelndes Jahr 2016

 

Januar-Neuerscheinungen 2016

 

Quo vadis Buchmarkt 2016? – Das erwartet Sie im neuen Jahr!

E-Commerce und Mobile Shopping werden weiter zunehmen, mit 49,2 Prozent Umsatzanteil bleibt der Sortimentsbuchhandel aber nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Auch wenn sich die Situation für den Buchhandel durch die Konkurrenz von Amazon weiter zuspitzen wird. Amazons Pläne für stationäre Shops und einen eigenen Zustelldienst verdeutlichen dies. Die Buchändler müssen neue Konzepte erarbeiten, um die Attraktivität des stationären Buchhandel für Leser und Käufer zu erhöhen. Self-Publishing-Titel gewinnen daher an Bedeutung für den Buchhandel, da diese zusätzliche Umsätze generieren können. Kein Umsatzwachstum in Sicht

Kann 2016 der Buchumsatz angekurbelt werden – und wenn ja wie? Die Prognosen sind wenig vielversprechend. Das Weihnachtsgeschäft darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Buchhandel das Jahr 2015 mit einem Minus von 0,5 Prozent abgeschlossen hat. Ein Blick auf erste Zahlen zum Jahresergebnis des Buchhandels zeigt 2015 über alle Vertriebswege einen Umsatzrückgang von 1,7 Prozent zum Vorjahr. 2016 wird sich dieser Trend wahrscheinlich fortsetzen. Zudem wird laut der Auswertung von Freizeitmonitor immer weniger gelesen, somit entfällt auf den einzelnen Titel trotz steigender Titelzahlen immer weniger Gewinnmarge. Das Buch wird es auch 2016 schwerhaben, sich gegen Demandfernsehen und andere Freizeitaktivitäten durchzusetzen.

Stationärer Handel unter Zugzwang

E-Commerce und Mobile Shopping werden weiter zunehmen, mit 49,2 Prozent Umsatzanteil bleibt der Sortimentsbuchhandel aber nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Auch wenn sich die Situation für den Buchhandel durch die Konkurrenz von Amazon weiter zuspitzen wird. Amazons Pläne für stationäre Shops und einen eigenen Zustelldienst verdeutlichen dies. Die Buchändler müssen neue Konzepte erarbeiten, um die Attraktivität des stationären Buchhandel für Leser und Käufer zu erhöhen. Self-Publishing-Titel gewinnen daher an Bedeutung für den Buchhandel, da diese zusätzliche Umsätze generieren können.

Digitale Formate versus Print

Der Trend zum Printformat war bereits 2015 deutlich absehbar. Es ist davon auszugehen, dass das e-Book auch 2016 nicht das Potenzial haben wird, für Wachstum im Buchmarkt zu sorgen, sondern Print-Verkäufe lediglich substituiert. Autoren sollten daher nicht nur auf das e-Book setzen, sondern immer alle Buchformate anbieten.

Sachbücher/ Regionale Titel im Trend

Ein Trend hat sich in der Branche besonders deutlich abgezeichnet. Sachbücher haben laut Branchenmonitor ein Umsatzplus von 1,6 Prozent im Vergleich zu 2014 verzeichnet, während andere Sachgruppen wie Reise oder Kinderbücher Umsatzrückgänge hinnehmen mussten. Laut Aussage vieler Buchhändler konnten auch regionale Titel punkten. Belletristiktitel werden es aller Voraussicht nach auch 2016 schwerhaben.

Konsequenz für Self-Publisher: Auffindbarkeit zählt!

Was gilt es bei diesen Trends für die eigene Buchveröffentlichung zu bedenken? Der größte Erfolgsfaktor für Self-Publisher in den kommenden Jahren ist die Auffindbarkeit Ihrer Bücher. Das betrifft zum einen den Vertrieb, hier gilt es für flächendeckende Verfügbarkeit des Titels überall im Buchhandel zu sorgen (stationärer Buchhandel und Onlinehandel). Zum anderen gilt es, Auffindbarkeit der Titel in den Suchmaschinen zu gewährleisten. Zentrale Bedeutung nimmt hier das Thema Metadaten ein. Achten Sie darauf, Ihre Bücher mit passenden Schlagwörtern zu versehen, mit einem prägnanten Titel und einer aussagekräftigen Kurzbeschreibung (die zentralen Aushängeschilder für Ihre Veröffentlichung in den Shops). Last but not least: das Buchmarketing (Presse, Social Media etc.) wird immer unerlässlicher. Profitieren Sie hier von unserer Expertise!

Gern beraten wir Sie zu diesen Themen!

Neuerscheinungen zum Jahresstart

Zu Beginn des neuen Jahres möchten wir Ihnen zudem die passenden Bücher zu Ihren guten Vorsätzen präsentieren. Es erwarten Sie Neuerscheinungen aus den Bereichen Spannung, Wellness und Unterhaltung. Erfahren Sie in unserem Blog, welche Bücher Sie zum Jahresstart auf keinen Fall verpassen dürfen!

Neuerscheinungen im Januar

Wohin entwickelt sich der Selfpublishing-Markt? – tredition im Indie-Katalog 1/2016

Indie-Katalog 1/2016Der buchreport präsentiert zu Jahresbeginn die aktuelle Ausgabe vom „Indie-Katalog“ 1/2016, der auch auf der dazugehörigen Webseite www.indie-publishing.de einsehbar ist. In der Januar-Ausgabe stehen wieder Self-Publishing-Titel und -Dienstleister im Fokus.

Hier geht’s direkt zum Indie-Katalog

tredition und seine Autoren im Indie-Katalog

In der aktuellen Ausgabe beschäftigt sich tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz mit der Frage „Wohin entwickelt sich der Selfpublishing-Markt?“. Lesen Sie seinen Kommentar und die umfassende Berichterstattung zu unserem Verlag und vielen tredition-Büchern!

Hier geht’s direkt zum Artikel

tredition-Autoren im Portrait – Clemens Bergner

Clemens Bergner

Ein Plädoyer für das Recht auf körperliche Unversehrtheit

Clemens Bergner gibt in seinem aufrüttelndem Buch „Ent-hüllt!“ Betroffenen von Beschneidung eine bislang wenig gehörte Stimme. In dem mutigen Werk kommen Männer zu Wort, die über ihre meist im Kindesalter erfolgte Beschneidung erzählen. Diese Betroffenen berichten offen und ehrlich über die negativen Folgen, unter denen sie ihr Leben lang leiden. Folgen, die sie sowohl körperlich, als auch seelisch beeinträchtigen. Bergners Buch, das bereits ausführlich von der Frankfurter Rundschau und anderen Medien vorgestellt wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zu einer noch immer unterdrückten Debatte.

Bergner hat sich zum Anlass seiner Buchveröffentlichung mit der tredition-Redaktion unterhalten. Das beeindruckende Interview mit dem tredition-Autor können Sie auf unserem Blog nachlesen.

Hier geht’s zum Interview

Self-Publishing-Autoren erobern den Buchhandel

Driving Phil Clune bei Thalia

Auch zum Jahresende bzw. -beginn 2016 konnten wieder einige neue Autoren einen Regal- oder sogar Schaufensterplatz im Buchhandel ergattern. Darunter Herbert Noack, Claus Kröger, Susanne Fuß und Hans-Ueli Regius, die ihre Bücher in den Auslagen von der Blass Erlebniswelt, bei einem ausverkauften Auftritt in der Buchhandlung am Rösslitor, in der Ahlmannschen Buchhandlung oder bei Thalia in Bonn präsentieren konnten. Auch wenn Buchhändler Self-Publishing-Titeln oftmals zunächst noch skeptisch gegenüberstehen. Immer öfter zeigt sich, Self-Publishing-Dienstleister erobern die Regalplätze und Schaufenster der Buchhandlungen!

Diese Erfolgsbeispiele zeigen, dass Self-Publishing-Autoren immer öfter mit guten Inhalten, einem guten Marketingplan und Überzeugungskraft im stationären Buchhandel punkten können. Auch für Buchhändler lohnt sich das! Sie können zusätzliche Umsätze erschließen – und profitieren vom Werbeeffekt durch tredition.

Darauf legen Buchhändler Wert:

  • Aktuelle/saisonale Themen
  • Authentische(r) Autor/in aus der Region
  • Nachfrage von Kundenseite/ vorhandene Fanbasis
  • Präsenz im Internet (Social Media, Homepage etc.)
  • Berichterstattung in Presse/Fernsehen und Radio

Profitieren Sie vom umfangreichsten Vertrieb im Buchmarkt

Erfahren Sie, wie Sie in die Buchhandelsauslage kommen

Erfolgreiches Videomarketing – Creative Director Milan Grünewald zeigt den Weg zum eigenen Buchtrailer

Milan Grünewald

Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Buch bekannter zu machen: durch Pressearbeit, eigene Social Media-Seiten zum Buch, Buchverlosungen auf Literaturblogs … oder das Videomarketing mit dem eigenen Trailer zum Buch – eine herausfordernde Aufgabe, die aber viele Werbemöglichkeiten bietet. Der Creative Director und Diplom Medienkünstler Milan Grünewald verhilft Autoren zu einem aussagekräftigen Spot zum Buch. Für tredition hat Grünewald bereits die erfolgreichen Trailer zu den Büchern von Jens Thaele, Maik Jungfleisch und Hans-Dieter Kreuzhof verantwortet. Ein weiterer Trailer zu einem tredition-Buch ist zurzeit in Arbeit …

Wie geht man bei der Trailerproduktion vor?

Die Kernessenz des Buches in weniges Schnitten in ein Video zu verpacken, ist auf den ersten Blick nicht leicht. Es gilt, geeignete Textstellen herauszusuchen, das Genre und die Zielgruppe zu bedenken … Im besten Fall schafft der Trailer visuell einen Vorgeschmack auf das Buch und weckt Neugier.

So geht’s:

  • Exposé oder Inhaltsangabe zum Buch verfassen
  • Material zum Buch vorbereiten: Cover, Bild zum Autor etc.
  • Ideen für die Umsetzung machen
  • Absprache des Konzepts
  • Sprechtext entwickeln und ein visuelles Konzept mit dem Creative Director absprechen
  • Youtube- oder Vimeo-Kanal einrichten
  • Plan für die Bewerbung des Trailers nach Produktion erstelle
  • Auf eigener Homepage, Facebook-Seite einbetten, im Youtube-Kanal bekanntgeben etc. – Fertig!

Im tredition-Blog mehr erfahren

 

„BUCH DES MONATS“ Januar 2015

Blondinen Bitte Anleinen

Blondinen Bitte Anleinen – eine himmlisch verrückte romantische Komödie

Runnah von Spielfeldt entführt ihre Leser in „Blondinen Bitte Anleinen!“  nach HAMBURG – SYLT – ST. TROPEZ – und in das Loch, in dem ihre herrlich chaotische Protagonistin gerade versinken will.

Lotte ist Deutschlands erfolgreichste Klatschreporterin. Dabei wäre sie viel lieber eine ernstzunehmende Journalistin. Als ihre Zeitschrift „Jet Set“ an das amerikanische Unternehmen WANG de la Roche verkauft werden soll, scheint sich ihr Traum zu erfüllen: ihr Chefredakteur will sie für die Leitung des Magazins. Erstmal fährt Lotte aber in den langersehnten Urlaub auf die Nordsee-Insel Sylt. Alles scheint in bester Ordnung. Wäre da nicht dieser unglaublich gutaussehende Kerl, mit dem Lotte gleich am ersten Tag am Hundestrand aneinander gerät, und der sie völlig durcheinander bringt. Schlimmer noch, kaum hat sich Lotte darüber gefreut, diesem Mann nie wieder begegnen zu müssen, stellt sich heraus: Er ist Marc de la Roche, der Ehemann von Suzanne Wang! Und Lotte hat ihn eben gerade vor versammelter Mannschaft als „Vollidioten“ bezeichnet …

Die stadtbekannte Hamburger Poetry-Slammerin Jenny Dorothea Horst bringt unter dem Pseudonym Runnah von Spielfeldt die herrlich amüsante Komödie „Blondinen Bitte Anleinen“ in Buchform heraus. Darin setzt sie sich auf humorvolle Art mit den benachbarten Stadtteilen, Liebe und Liebesfrust und dem Leben in der Großstadt auseinander, frei nach dem Motto „Wer in Lokstedt wohnt, hat es nicht nach Eppendorf geschafft“.

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“ Januar 2016

 

 

Clemens Bergner

Clemens Bergner – ein Plädoyer für das Recht auf körperliche Unversehrtheit

Clemens Bergner

Autor Clemens Bergner spricht unter Pseudonym über die fatalen Folgen von Beschneidung.

Clemens Bergner gibt in einem aufrüttelndem Buch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Betroffenen von Beschneidung eine bislang wenig gehörte Stimme. In seinem mutigem Werk kommen Männer zu Wort, die über ihre meist im Kindesalter erfolgte Beschneidung erzählen. Diese Betroffenen berichten offen und ehrlich über die negativen Folgen, unter denen sie ihr Leben lang leiden. Folgen, die sie sowohl körperlich, als auch seelisch beeinträchtigen. Bergners Buch, das kürzlich auch ausführlich von der Frankfurter Rundschau vorgestellt, aber auch von vielen anderen Medien bereits besprochen wurde, leistet einen wichtigen Beitrag zu einer noch immer unterdrückten Debatte.

 

tredition: Lieber Herr Bergner, Sie sprechen mit Ihrem Buch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“  ein Tabuthema an. Betroffene packen über die oft fatalen Folgen von Beschneidung aus. Sie berichten darin  über Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. War es schwierig, dieses Buch zu schreiben – auch als persönlich Betroffener?

 

„Menschen und ihren Schicksalen eine Stimme verleihen“

 

Clemens Bergner: Nein, eigentlich nicht – ganz im Gegenteil. Was meine eigene Geschichte betrifft, war es eine große Befreiung für mich, dies alles einmal loszuwerden. Und bei den Berichten der direkt und indirekt Betroffenen wiederum trieb mich mein Vorhaben an, diesen Menschen und ihren Schicksalen eine Stimme zu verleihen. Ich hatte das Gefühlt, dass viele von ihnen froh waren, endlich ihre Geschichte erzählen zu dürfen und ernst genommen zu werden. Die spätere Phase des Korrigierens, Kürzens und Redigierens dagegen empfand ich als weitaus anstrengender und aufreibender. Insofern war nicht das Schreiben schwierig, eher das Fertigwerden.

tredition: Viele der Berichte sind sehr dramatisch. Wie sind Sie damit umgegangen und wie ergeht es Ihren Lesern? Kann und soll man derartige Grausamkeiten einem breiten Publikum zumuten?

Clemens Bergner: Man MUSS es sogar! Unsere Gesellschaft mutet unseren Jungen und Männern Tag für Tag genau diese Dinge zu und ignoriert dabei ihre Leiden. Solange dazu geschwiegen wird, kann und wird sich daran auch nichts ändern. Anfangs hatte ich in der Tat einige schlaflose Nächte, während ich die Flut an Zuschriften und Berichten sichtete. Obwohl ich schon Monate zuvor viel Kontakt zu Betroffenen hatte und viele ihrer Schicksale kannte, traf mich die Wucht der Aussagen und Schilderungen doch sehr. Im weiteren Arbeitsfortschritt wurde das dann jedoch zum Glück besser. Aus den zahlreichen Rückmeldungen von Lesern weiß ich, wie intensiv die Lektüre meines Buches wirkt und nachwirkt. Manche Leser – vor allem selbst Betroffene – sprechen davon, dass sie immer nur seitenweise lesen können und das Buch dann wieder weglegen müssen. Ich bin hier hin- und hergerissen. Einerseits tut es mir leid, Menschen derart mit diesen Wahrheiten zu konfrontieren. Doch andererseits ist leider genau dies nötig, um aufzurütteln und Mitgefühl und Verständnis zu schaffen.

tredition: Was ist Ihr Beitrag zur Beschneidungsdebatte?

Zweierlei: Erstens möchte ich den Betroffenen eine Stimme geben. Während der gesamten Debatte im Jahr 2012 wurden wir von den „offiziellen“ Diskussionen konsequent ausgeschlossen, unsere bloße Existenz in Frage gestellt. Diese Ignoranz möchte ich überwinden. Zweitens geht es mir darum, die zahlreichen zwangsläufigen und möglichen negativen Folgen des nur scheinbar harmlosen und kleinen Schnittes aufzuzeigen. Noch immer muss ich hören und lesen, dass negative Folgen ausschließlich als Folge von Komplikationen auftreten können. Die Operation müsse nur unter optimaler Hygiene von einem Profi durchgeführt werden, dann sei doch alles in Ordnung. Doch das ist ein großer Irrtum! Um es mit den Worten eines bekannten deutschen Kinderurologen zu sagen: Die Komplikationsrate der Zirkumzision beträgt 100%!

 

Ent-hüllt

Bild: Cover „Ent-hüllt“

„Recht auf körperliche Unversehrtheit wahren“

 

tredition: Was sind Ihre Ziele und wen möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Clemens Bergner: Ich will ein breites Verständnis dafür schaffen, dass das Recht auf unversehrte Genitalien nicht nur für Mädchen gelten darf, sondern für alle Kinder, unabhängig vom Geschlecht. Es muss zur Selbstverständlichkeit werden, dass Erwachsene an den Genitalien von Kindern nichts zu suchen haben, zu keiner Zeit, es sei denn, dies ist dringend medizinisch geboten. Dazu ist es notwendig, die möglichen Folgen auch scheinbar kleiner und vor allem tradierter Eingriffe in die Intimsphäre von Kindern zu kennen.
Ich richte mich dabei vor allem an Eltern, deren Kind „beschnitten“ werden soll. Sie sollen wissen, was sie ihrem Kind damit antun. Ansprechen möchte ich aber auch Betroffene und sie anregen, über sich und ihre Situation nachzudenken. Viele „beschnittene“ Männer wissen gar nicht, was sie verloren haben, wie sehr sich ihr Körper, ihre Körperwahrnehmung und auch ihre Sexualität mit all ihren Facetten im Vergleich zu intakten Männern verändert haben.  Je mehr Betroffene dies erkennen und sich vor allem dazu äußern, desto weniger Chancen hat das „Argument“, die Amputation der Vorhaut habe keine Nachteile und es gäbe keine Männer, die sich beklagen.

tredition: Das Buch ist inzwischen sehr erfolgreich. Kürzlich hat sogar die Frankfurter Rundschau in ihrer Printausgabe großflächig darüber berichtet. Was sagen Sie zu der Resonanz auf das Buch?

Clemens Bergner: Das positive Presseecho freut mich natürlich sehr. Vor allem finde ich es interessant, dass ich bisher noch keine negative Stimme dazu gehört und gelesen habe. Es gab bislang keine ablehnende Kritik. Ich deute das als wichtigstes Indiz dafür, dass ich richtig liege. Am meisten jedoch freuen mich die zahlreichen Mails von Lesern, die mich direkt anschreiben und mir ihre Gefühle während und nach der Lektüre des Buches schildern. Dieses Feedback ist für mich die wichtigste Bestätigung.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?

Clemens Bergner: Ich wollte vor allem nicht fanatisch wirken und nicht den Fehler begehen, der den Befürwortern und Verteidigern des Eingriffs immer wieder unterläuft: Einseitig zu verallgemeinern. Gerade bei meinem Konzept, mich auf die negativen Folgen und Auswirkungen zu konzentrieren, war dies wichtig. Ebenso wichtig war mir, die Berichte unabhängig zu werten, auch unabhängig von Religion oder Tradition. Aber ich denke, dies ist mir recht gut gelungen.  Mir ist sehr wohl bewusst – und darauf weise ich auch immer wieder hin – dass manche unter ihrem Zustand leiden, während andere keinen Unterschied feststellen können und einige sogar überaus zufrieden damit sind. Doch eben diese Fülle an möglichen Empfindungen macht es so wichtig, eine derart gravierende Entscheidung ausschließlich dem Betroffenen selbst zu überlassen, nach reiflicher Überlegung und vor allem ehrlich und ausreichend informiert. Doch genau dies geschieht noch immer viel zu wenig, sei es bei rituellen, rein kosmetischen oder bei scheinbar oder tatsächlich medizinisch indizierten „Beschneidungen“.

tredition: Gab es einen Moment, an dem Sie die Veröffentlichung zu diesem Thema bereut haben oder würden Sie alles genau so wieder machen?

Clemens Bergner: Nein, bereut habe ich diese Veröffentlichung zu keinem Zeitpunkt, ganz im Gegenteil. Die Zeit für dieses Buch war überreif und die Resonanzen darauf bekräftigen mich täglich in dieser Einschätzung.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Clemens Bergner: Ich habe viel Zeit verloren bei der Suche nach einem klassischen Verlag, der sich überhaupt traut, ein Buch zu diesem Thema und mit dieser Konzeption zu veröffentlichen. Als ich endlich einen gefunden hatte, musste ich mich mit zahlreichen Änderungswünschen herumschlagen, die für einen Moment sogar das gesamte Projekt infrage stellten. Aus dieser Situation heraus entschied ich mich dazu, das Buch selbst zu veröffentlichen, ohne Einmischung, ohne Einschränkung, ohne Kompromisse. Und diese Entscheidung war richtig. Ich hätte sie schon viel eher treffen sollen.

tredition: Welche Tipps zur Buchveröffentlichung haben Sie für Autoren, die vor der Entscheidung stehen, wie und wo sie ihr Buch publizieren?

Clemens Bergner: Es gibt sicher nicht DIE richtige Art, ein Buch zu veröffentlichen. Je nach Konzeption und Ausgangssituation kann auch ein klassischer Verlag die bessere Lösung darstellen. Aber wenn es darum geht, ein Buch zügig zu veröffentlichen, wenn man von Inhalt und Konzept des eigenen Manuskriptes überzeugt ist und die Mühen des Marketings nicht scheut, ist das Self-Publishing sicher die ideale Alternative.

tredition: Wie gehen Sie bei der Bewerbung Ihres Buches vor?

Clemens Bergner: Da ich unter Pseudonym veröffentlicht habe, scheidet leider eine eigene Webseite aufgrund des nötigen Impressums aus. Doch ich nutze diverse Onlineauftritte und soziale Medien. Seit kurzem gibt es z.B. eine eigene Seite meines Buches auf Facebook. Von Anfang an bemühte ich mich um Rezensionen und Kommentare von Juristen, Medizinern und Journalisten. Diese Kritiken waren und sind eine sehr wichtige Unterstützung für mich.
Für sehr wertvoll halte ich auch die Möglichkeit, gedruckte Flyer zu verteilen.

tredition: Bleibt es bei einem Buch oder können Ihre Leser mit einem weiteren Werk von Ihnen rechnen?

Clemens Bergner: Im Moment nimmt mich die Vermarktung dieses ersten Buches noch voll in Beschlag. Grundsätzlich könnte ich mir weitere Arbeiten durchaus vorstellen. Aber das ist im Moment alles noch Zukunftsmusik.

tredition: Lieber Herr Bergner, wir danken Ihnen recht herzlich für das Gespräch!

 

Abgeblogged

„Ent-hüllt“ auf Abgeblogged

Abgeblogged Clemens Bergner gibt in seinem aufrüttelndem Buch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Betroffenen von Beschneidung eine bislang wenig gehörte Stimme. Clemens Bergner darin  Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. Der Blog Abgeblogged hat ein detailreiches Interview mit Autor Clemens Bergner geführt.

„Ent-hüllt!“ in der Saarbrücker Zeitung

In einem ausführlichen Artikel stellt die Saarbrücker Zeitung zwei Männer vor, die sich öffentlich über die im Kindesalter durchgeführte Beschneidung äußern und über das ihnen dadurch zugefügte Leid sprechen. tredition-Autor Clemens Bergner findet in dem Artikel als Buchempfehlung zum Thema Erwähnung, da in seinem Sachbuch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ ebenfalls Männer über ihre Erfahrungen sprechen und offen von Angst, Scham und Schmerzen berichten.

dissoziation-und-trauma.de

„Ent-hüllt!“ auf DISSOZIATION UND TRAUMA

dissoziation-und-trauma.deBetroffene packen aus über Verlust – Schmerzen – Scham

Clemens Bergner offenbart in seinem Sachbuch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ kommen Männer zu Wort, die über ihre meist im Kindesalter erfolgte Beschneidung erzählen. Sie offenbaren darin ihre Ängste, Schmerzen, Scham- und Schuldgefühle und das zwanghafte Bemühen, den vermeintlichen Makel vor anderen zu verbergen.  „Ent-hüllt!“ wurde detailliert von der überregionalen Informationsplattform DISSOZIATION UND TRAUMA besprochen.

 

 

 

Self-Publishing Artikel über tredition in der Frankfurter Rundschau

„Ent-hüllt!“ – in der Frankfurter Rundschau

Self-Publishing Artikel über tredition in der Frankfurter RundschauViel mehr als eine Kleinigkeit

Clemens Bergner offenbart in seinem Sachbuch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ kommen Männer zu Wort, die über ihre meist im Kindesalter erfolgte Beschneidung erzählen. Sie offenbaren darin ihre Ängste, Schmerzen, Scham- und Schuldgefühle und das zwanghafte Bemühen, den vermeintlichen Makel vor anderen zu verbergen. Die Frankfurter Rundschau widmet dem Buch in der Rubrik Wissen & Campus eine ausführlichen Reportage.

 

 

 

„Ent-hüllt“ im Humanistischen Pressedienst

Humanistischer PressedienstEnt-hüllt

„Ent-hüllt!“ ist „im wahrsten Sinne des Wortes eine Enthüllung“, schreibt der Humanistische Pressedienst über das gleichnamige, bei tredition erschienene Buch von Autor Clemens Bergner .  Von anderen Publikationen oder Diskussionen zum Thema differenziere sich das Buch vor allem durch seine „brutale Ehrlichkeit“, mit der die Betroffenen sich äußern. Auch Clemens Bergner als Selbst Betroffener legt in dem Buch ausführlich und bewegend seine Geschichte dar.

Ent-hüllt! im Blog der Frankfurter Rundschau

Bronski FR BlogEnt-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?

Clemens Bergner offenbart in seinem Sachbuch „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ Schmerzen, Verlust und Scham von Betroffenen. In „Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen – Nur ein kleiner Schnitt?“ kommen Männer zu Wort, die über ihre meist im Kindesalter erfolgte Beschneidung erzählen. Sie offenbaren darin ihre Ängste, Schmerzen, Scham- und Schuldgefühle und das zwanghafte Bemühen, den vermeintlichen Makel vor anderen zu verbergen. Lutz „Bronski“ Büge berichtet im Blog de Frankfurter Rundschau ausführlich über die Neuerscheinung.