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Newsletter März 2017

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

nächste Woche ist es wieder soweit. Die Leipziger Buchmesse läutet traditionell den Bücherfrühling ein. Am 18. März, kurz vor Messebeginn, geht auch der Indiebookday in eine neue Runde. Damit gilt das Frühjahrserwachen in der Buchbranche als initiert.

Stagnierende Zahlen im eBook-Markt vermelden indes wenig Frühlingsgefühle im Buchmarkt. Mehr Wachstumspotenzial verbirgt sich womöglich hinter der steigenden Nutzung mobiler Endgeräte, die eine eBook-Nutzung vorantreiben können. Unser März-Newsletter dreht sich neben aktuellen Trends in Leipzig deshalb ganz um die Technik, die hinter den digitalen Büchern steckt. Außerdem stehen diesmal der „Finanzwesir“ – ein Autor, der dem finanziellen Analphabetismus den Garaus machen will – und natürlich das „BUCH DES MONATS“ März 2017 im Mittelpunkt!

 

Folgende Themen erwarten Sie im März:

  • „Leipzig liest sich gut“ – Wie komme ich auf die Leipziger Buchmesse 2017?
  • eBook-Reader und ihre Formate – Alles Wissenswerte übers eBook
  • Indiebookday – Am 18. März ist es wieder soweit!
  • Autoren im Rampenlicht – der Finanzwesir: Weisheiten gegen den finanziellen Analphabetismus
  • BUCH DES MONATS“ März 2017 – „Morgen weiß ich mehr“ von Marcus Klug und Michael Lindner

Frühlingshafte Grüße

das Team von tredition

 

„Leipzig liest sich gut“ – Wie komme ich auf die Leipziger Buchmesse 2017?

Leipziger Messe

Die Leipziger Buchmesse und das zeitgleich stattfindende Lesefest „Leipzig liest“ locken vom 23. – 26. März 2017 wieder Vertreter der Branche nach Leipzig. Dort stehen literarische Neuheiten und neue Trends im Buchmarkt auf dem Programm und vor allem der Austausch zwischen Autoren, Lesern und Verlagen. Erfahren Sie in unserem Blogartikel, wofür es sich 2017 nach Leipzig zu kommen lohnt und wie Sie Ihren Messebesuch sinnvoll und effektiv gestalten.

Highlights und Schwerpunkte

  • 2017 steht in Leipzig wieder ein Gastland im Fokus: Litauen.
  • Besondere Veranstaltungsplattform ist das gleichzeitig stattfindende Lesefest „Leipzig liest“ mit Lesungen in der ganzen Stadt.
  • Diesmal stellt sich die Messe aber auch wieder politisch auf: Der Ukraine-Konflikt, der um sich greifende Populismus und die Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei stehen im besonderen Fokus der Messe. Im Café Europa wird ein freier Ideenaustausch zwischen unterschiedlichen Kulturen, Glaubensrichtungen und Weltanschauungen gefördert.
  • Jede Menge Möglichkeiten der Vernetzung, zum Austausch und zur Präsentation der eigenen Bücher bietet die Autorenplattform „autoren@leipzig“.

So gestalten Sie Ihren Messebesuch

eBook-Reader und ihre Formate: Alles Wissenswerte übers eBook

Woman holding traditional book and e-book reader

Bild: e-Book oder gedrucktes Buch? Wir empfehlen: Veröffentlichen Sie Ihr Buch in allen Formaten und lassen Sie den Leser/die Leserin selbst entscheiden. FOto: Fotolia

Rund ein Viertel aller Deutschen liest eBooks auf den unterschiedlichsten Geräten – iPad, Tablet, eBook-Reader, Smartphone usw. Allerdings gibt es nach wie vor viele Leser, die sich nicht ans digitale Lesen herantrauen. Rund einem Viertel aller Leser sind eBooks zu kompliziert.

Wir haben dies zum Anlass genommen, die wichtigsten Punkte rund ums eBook, die Formate und eBook-Reader einmal zusammenzufassen. Also – keine Angst vor komplizierter Technik, wir erklären hier alles, was Sie über das Thema wissen müssen!

 

Hier alles zum Thema eBook erfahren

 

Indiebookday – Am 18. März ist es wieder soweit!

Der Indiebookday lockt am 18. März bereits zum fünften Mal alle Bücherfans in die Buchläden, um Aufmerksamkeit für Indieautoren aus unabhängigen/kleinen Verlagen und ihre Veröffentlichungen zu gewinnen.

So läuft es ab:
Wir freuen uns darüber, wenn Sie am Indiebookday ein Foto des Indiebuchcovers, des Buches, oder sich gemeinsam mit dem Buch in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Snapchat) oder einem Blog Ihrer Wahl mit „#indiebookday“ posten.

Unterstützen Sie die Aktion und nutzen Sie die Möglichkeit, Werbung für Ihre oder andere schöne Bücher zu machen.

Posten Sie zum Indiebookday Ihre Fotos auf unserer Facebook-Seite oder im tredition Buchklub

Mehr über das Buchevent erfahren

Autoren im Rampenlicht – „Finanzwesir“ Albert Warnecke und seine Weisheiten gegen den finanziellen Analphabetismus

Albert_Warnecke Autorenportrait„Über Geld redet man nicht“, sagt ein bekanntes Sprichtwort … oder etwa doch? In einem aufschlussreichen Gespräch mit unserer Redaktion erklärt Albert Warnecke, warum wir den bekannten Ausspruch aus unserem kollektiven Gedächtnis streichen sollten.

Albert Warnecke erweist auf seinem Finanzblog und in seiner aktuellen Veröffentlichung „Der Finanzwesir“ dem ausgefuchsten Wesir aus dem Sagenschatz von „1001 Nacht“ die Ehre. Unter diesem Namen versucht der Autor gegen die grassierende finanzielle Ahnungslosigkeit vorzugehen und aufzuzeigen, wie Sie intelligent Geld anlegen, finanzielle Freiheit erlangen und eine solide Altersvorsorge aufbauen können.

In seinem cleveren Finanzratgeber präsentiert Albert Warnecke 20 Jahre Geld- und Börsenerfahrung. Profitieren Sie von diesem geballten Knowhow für Ihre eigene Finanzplanung!

 

Zum Interview

„BUCH DES MONATS“ März 2017

Morgen weiß ich mehr - Buch des Monats

Bild: „Morgen weiß ich mehr“ von Marcus Klug und Michael Lindner

Morgen weiß ich mehr – Intelligenter lernen und arbeiten im digitalen Zeitalter

Haben Sie auch das Gefühl, dass sich unsere Arbeitswelt in einem fundamentalen Umbruch befindet? Dass es gerade jetzt darauf ankommt, die Welt wieder mit einem Funkeln in den Augen zu betrachten, mit mehr Begeisterung und Leichtigkeit?

Marcus Klug und Michael Lindner setzen der Entgrenzung des Menschen durch Algorithmen und Digitalisierung den positiven Perspektivwechsel mit der Chance auf (Mit)Gestaltung des Wandels entgegen – das tredition-Team hat den intelligenten Buchtitel zum „Buch des Monats März 2017“ auserkoren.

„Morgen weiß ich mehr“ erweckt Lust, Neuland zu wagen. Auf ins gemeinsame Wissensabenteuer: das Abenteuer Digitale Zukunft kann kommen!

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“ März 2017

 

Man using e-book reader

eBook-Reader und ihre Formate: Alles Wissenswerte übers eBook

Man using e-book reader

Bild: eBooks sind inzwischen auch in Deutschland fester Bestandteil des Buchmarkts. Rund ein Viertel der Deutschen liest eBooks – ob auf eBook-Readern, Tablets oder Smartphones. Foto: Fotolia

eBooks sind bereits seit einigen Jahren auch in Deutschland etabliert. Laut einer aktuellen Studie liest aber lediglich rund ein Viertel aller Deutschen eBooks, auf den unterschiedlichsten Geräten – iPad, Tablet, eBook-Reader, Smartphone usw. Nach wie vor gibt es viele Leser, die sich nicht ans digitale Lesen herantrauen. Rund einem Viertel aller Leser sind eBooks zu kompliziert. Wir haben dies zum Anlass genommen, die wichtigsten Punkte rund ums eBook, die Formate und eBook-Reader einmal zusammenzufassen. Also – keine Angst vor komplizierter Technik, wir erklären hier alles, was Sie über das Thema wissen müssen!

Natürlich ist es gemütlich, sich mit einem schönen Buch und einer Tasse Tee oder Kaffee aufs Sofa zu setzen, in den Lieblingssessel oder auch ins Bett – der Papiergeruch, das Rascheln beim Umschlagen der Seiten, das haptische Erlebnis, wir alle wissen um die Vorteile des Leseerlebnisses mit einem gedruckten Buch. Doch auch echte Leseratten und Bücherfans haben die guten Seiten von eBooks und eBook-Readern erkannt: kein schweres Schleppen mehr unterwegs und auf Reisen – einige Reader wiegen weniger als 200 Gramm, egal wie viele dicke Schmöker gespeichert sind –, Tausende an Büchern immer dabei und die Arme werden auch beim Lesen nicht ganz so schnell lahm wie bei einem dicken Printbuch.

Generell erkennen immer mehr Lesefans diese Vorteile, denn die Nutzung von eBook-Readern steigt, auch wenn die Wachstumsdynamik im Bereich eBook – wie Bitkom berichtet hat –  genau wie im US-amerikanischen Buchmarkt nachgelassen hat. Trotz dieses stagnierenden Wachstums werden auf Smartphones und Tablets laut Bitkom immer mehr elektronische Bücher gelesen – was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass die Nutzung mobiler Endgeräte allgemein immer weiter zunimmt. Aber was genau machen eBooks nun aus, was braucht man für einen eBook-Reader und was muss ich beim Schreiben eines eBooks beachten? Wir haben Antworten auf die folgenden Fragen:

  1. eBook – Was ist das?
  2. Welche Vor- und Nachteile hat das Lesen mit eBooks?
  3. Wie entwickeln sich eBook-Markt und Preisgestaltung?
  4. Welche relevanten eBook-Formate gibt es zurzeit?
  5. Wie funktioniert der Kopierschutz bei eBooks?
  6. Welcher eBook-Reader ist der richtige?
  7. Was muss ich bei meinem eBook beachten?

1 eBook – Was ist das?

Ein elektronisches Buch (= electronic book = eBook) – was ist das eigentlich? eBooks bieten viel mehr als nur die digitale Textversion eines gedruckten Buches. Ein eBook ist eine Datei, die sich dem jeweiligen Lesegerät, auf dem es aufgerufen wird, anpasst. Egal ob auf dem Smartphone-Display, dem Tablet, in einer App auf dem stationären Computer oder auf einem eBook-Reader: Der Text passt sich an den Bildschirm an. Die Schriftart und -größe lassen sich individuell festlegen, über das Inhaltsverzeichnis kann man alle Kapitel direkt anwählen und es ist sogar möglich, Links und Textverweise einzufügen. Je nach Lesegerät können außerdem Lesezeichen gesetzt werden, Textstellen gesucht, markiert und gemerkt werden, Wörter nachgeschlagen und übersetzt werden und vieles mehr. Wer sich herantraut, kann also einiges ausprobieren und sich so das eigene Leseerlebnis ganz individuell gestalten.


2 Welche Vor- und Nachteile hat das Lesen mit eBooks/ebook-Readern?

Klar, eBook-Reader sind leicht und speichern unheimlich viele Bücher – das ist den meisten Lesern bewusst. Die Lesegeräte können jedoch (natürlich je nach Preis und Ausstattung) noch viel mehr:

Woman holding traditional book and e-book reader

Bild: e-Book oder gedrucktes Buch? Wir empfehlen: Veröffentlichen Sie Ihr Buch in allen Formaten und lassen Sie den Leser/die Leserin selbst entscheiden. Foto: Fotolia

  • das Layout (Schriftart und -größe etc.) lässt sich individuell anpassen
  • Leser können im eBook Lesezeichen setzen
  • eBooks können direkt über integrierte Shops auf den ebook-Readern erworben werden
  • das Anpassen der Hintergrundbeleuchtung ist möglich
  • einige eBook-Reader ermöglichen eine Anzeige der verbleibenden Lesezeit (aus der vorangegangenen Lesegeschwindigkeit berechnet sich die Zeit, die noch benötigt wird, um das Kapitel/das Buch zuende zu lesen)
  • Markierungen und Notizen sind als Zusatzfunktionen möglich
  • eine Wörterbuchfunktion ist inklusive
  • Übersetzungsmöglichkeiten sind direkt beim Lesen abrufbar
  • Leser können in ihren Readern individuelle Bibliotheken anlegen
  • die intelligente Silbentrennung ist einstellbar
  • die Papierverschwendung fällt weg

… und und und. Doch es gibt ebenso einige Nachteile, die das eBook gegenüber dem gedruckten Buch hat:

  • eBook ist Software (beim eBook erhält man nicht das Buch, sondern lediglich das Recht an der Nutzung des eBooks)
  • eBooks werden als Software mit 19 Prozent versteuert, nicht wie Bücher mit 7 Prozent (auch wenn die Bundesregierung 2016 bekräftigt hat, dass sie sich auf europäischer Ebene für einen ermäßigten Steuersatz für E-Books einsetzen werde, und hier eine Änderung in Planung ist).
  • es gibt unterschiedliche Formate (nicht alle eBooks sind auf allen Readern lesbar)
  • der Akku muss (wenn auch nach langer Laufzeit) aufgeladen werden
  • das Leseerlebnis ist für einige ungewohnt

Zu diesen Vor- und Nachteilen kommt noch, dass eBooks inzwischen potenziell weitaus mehr sind als „nur“ Bücher. Auf neuen eBook-Readern können auch weitere Medien wie bspw. Filmelemente eingebunden werden. eBooks sind somit auch interaktiv und noch weniger mit gedruckten Büchern vergleichbar.

3 Wie entwickeln sich eBook-Markt und Preisgestaltung?

Preisgestaltung eines eBooks

Bild: Wie entwickelt sich der eBook-Markt? Und wie sieht es mit den Preisen von eBooks und eBook-Readern aus? Foto: Fotolia

Auch wenn die Verkaufszahlen anteilig am Markt nicht mehr exponentiell steigen, werden von Jahr zu Jahr mehr eBooks verkauft. 2015 lag der Anteil bei 4,5 Prozent, 2016 geschätzt bei etwa 5,2 Prozent. Etwas mehr als 30 Prozent der Nichtnutzer von eBooks können sich zumindest vorstellen, zukünftig eBooks zu lesen. Da gerade junge Menschen mit eBooks aufwachsen – bereits knapp 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen lesen eBooks – ist auch davon auszugehen, dass die Nutzung weiter steigen wird.

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt dieser Entwicklung auf den Buchmarkt ist, dass die Preise der e-Books tendenziell sinken. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass immer mehr eBooks veröffentlicht werden, die Käufer jedoch nicht mehr Geld ausgeben. Eine größere Anzahl an eBooks muss somit immer härter um die eher geringen eBook-Umsätze konkurrieren. Im Schnitt sind eBooks daher 20 % günstiger als Printbücher. Die Konsequenz für Sie als AutorInnen – eBooks verkaufen sich leider doch über den Preis, der Erlös pro verkauftem Stück sinkt jedoch. Auch Flatrate-Modelle tragen zu dieser Entwicklung bei. Gestalten Sie Ihr eBook also nicht zu teuer, wenn es am Markt bestehen soll.

4 Welche relevanten eBook-Formate gibt es zurzeit?

Wie aber liest man das eBook nun tatsächlich? Leider gibt es nach wie vor unterschiedliche Formate für die verschiedenen Geräte, kein Format lässt sich auf allen Endgeräten lesen. Einige Formate sind jedoch weit verbreitet und finden vielfältig Verwendung. Die wichtigsten stellen wir daher im Folgenden vor:

EPUB

Das epub-Format ist das gängigste eBook-Format, das viele eBook-Reader unterstützen (bspw. Tolino Shine, Kobo und Sony). Allerdings kann es nicht auf den Amazon-Kindle-Geräten gelesen werden. Außerhalb der Amazon-Welt ist es jedoch das Format, das am weitesten verbreitet ist.

Amazon Kindle / .AZW

Ebenfalls häufig genutzt werden die Formate von Amazon, die auf den Kindle-Geräten gelesen werden können. Hierbei handelt es sich um .AZW, .AZW3 und KF8. KF8 ist das neueste Format, das auf den Amazon Kindle Fire Geräten läuft, .AZW und .AZW3 werden von den herkömmlichen Kindle Geräten unterstützt. Allerdings sind die Kindle-Formate auf keinem anderen eBook-Reader lesbar.

eBook-Reader und ihre Formate

Bild: Welche eBook-Formate gibt es zurzeit auf dem Markt? Foto: Fotolia

MOBI

Die oben genannten aktuellen Kindle-Formate basieren auf dem MOBI-Format. Dieses findet nicht mehr so viel Verwendung, da nun hauptsächlich die neueren Kindle-Formate genutzt werden.

PRC / .PRC

Auch .PRC ist ein Dateiformat, das auf Kindle-Geräten Verwendung findet. Es ist dem MOBI-Format sehr ähnlich bzw. basiert dies weitgehend auf dem .PRC-Format. Auch dieses ist jedoch nicht so weit verbreitet wie .AZW und epub.

PDF

PDFs können von vielen eBook-Readern angezeigt werden. Diese entsprechen jedoch nicht dem klassischen eBook, das sich an die Lesegeräte anpasst. Ein PDF ist ein Dokument mit festem Layout, das beim Lesen auf dem Endgerät bei Bedarf herangezoomt und auf dem Bildschirm navigiert wird. Das sogenannte „Fixed Layout“ ist eine solche eBook-Variante: Diese wird bei sehr komplexen Layouts, die viele Abbildungen und Tabellen enthalten, bevorzugt verwendet. Allerdings ist es leider nur über wenige Shops zu beziehen, die wichtigsten sind hier Apple und Amazon.

Außer den genannten gibt es noch einige weitere Formate, die nur für bestimmte Hersteller Anwendung finden. Die meisten sind jedoch entweder bereits wieder eingestellt worden oder finden kaum (noch) Anwendung.

5 Wie funktioniert der Kopierschutz bei eBooks?

Damit eBooks nicht einfach kostenlos weiterverbreitet werden können, verwenden viele Anbieter einen Kopierschutz. DRM (= Digital Rights Management = Digitale Rechteverarbeitung) ist die gängige Bezeichnung für diesen Schutz. Zwei Arten des DRM sind weit verbreitet: der harte und der weiche Kopierschutz.

Urheberrecht eBook - Kopierschutz

Bild: Welche Bedeutung hat der Kopierschutz beim eBook? Foto: Fotolia

Der harte Kopierschutz verhindert dabei nicht das Kopieren des eBooks, sondern das Lesen auf einem anderen Gerät. Auch hier hat Amazon wieder einen speziellen Schutz, weshalb es nicht möglich ist, Kindle-eBooks in anderen Shops anzubieten und auf fremden Geräten zu lesen. Viele der anderen Shops wie Thalia, Weltbild, Kobo etc. setzen beim harten Kopierschutz auf den von Adobe. Obwohl im Internet immer wieder Anleitungen zum Entfernen des Kopierschutzes zu finden sind, ist davon abzuraten, den Kopierschutz zu entfernen. Um den Autor des Buches zu schützen ist dies laut Urheberrechtsgesetz nicht erlaubt.

Der weiche Kopierschutz besteht aus einem Wasserzeichen, das (meist nicht sichtbar) in das eBook integriert wird. Gibt jemand das eBook weiter oder wird es in einem Shop angeboten, lässt sich somit nachvollziehen, wer das eBook zur Verfügung gestellt hat. Da es keine Standards für den weichen Kopierschutz gibt, lässt sich dieser weniger leicht entfernen als der harte Kopierschutz und ist somit eine sinnvolle Alternative. Laut allesebook.de ist der harte Kopierschutz auch deshalb rückläufig; immer mehr Shops verwenden den weichen Kopierschutz.

6 Welcher eBook-Reader ist der richtige?

Doch wenn man nun vor der Entscheidung steht: Welchen eBook-Reader sollte man sich zulegen? Da gibt es je nach Präferenz, Preis und Einstellung natürlich unterschiedliche Empfehlungen. Wir möchten hier kurz zwei der beliebtesten Gerätereihen vorstellen, da rund 85 Prozent aller Nutzer von eBook-Readern eine Ausführung eines dieser Reader bevorzugen: der Amazon Kindle und der Tolino.

Die Kindle-Geräte kommen von Amazon, die Tolino-Reader gehören zur Allianz aus Thalia, Hugendubel, Osiander, Mayersche etc. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen: Vom klassische Kindle Reader mit wenigen Funktionen reicht es bis hin zum Kindle Oasis, der nicht nur seine Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpasst, sondern auch besonders leicht ist und ein scharfes, perfekt ausgeglichen kontrastiertes Bild aufweist.

Bild: Lesen Sie Ihr eBook auf Ihrem persönlich präferierten eBook-Reader oder alternativem Lesegerät. Foto: Fotolia

Auch die Tolino-Allianz hat Geräte für die verschiedenen Ansprüche und Budgets im Angebot: Den eBook-Reader Tolino gibt es bereits für 69 Euro, die neuste Version, den Tolino Vision 4 HD, für 179 Euro. Auch hier reichen die Features von Wörterbuch- und Übersetzungsfunktionen bis zu Helligkeitssensoren und Wasserdichtigkeit. In verschiedenen eBook-Reader-Tests liegen immer wieder mal Kindle, mal Tolino vorne. Welchen Reader man letztendlich wählt, ist also nicht nur von den Features und dem Geldbeutel abhängig, sondern auch eine Sympathiefrage, welchen Shop man bevorzugt unterstützen möchte. Wer sich nicht für den Kauf eines eBook-Readers entschließen kann, braucht sich jedoch auch keine Sorgen zu machen: Laden Sie sich einfach eine kostenlose Software oder App herunter und lesen Sie das eBook auf Ihrem Smartphone, Tablet, Laptop oder PC.

7 Was muss ich bei meinem eBook beachten?

Egal, für welches Gerät Sie sich entscheiden – wir bei tredition bieten potenziellen Lesern alle gängigen Formate zur Auswahl an. Unsere eBooks können Sie natürlich sowohl über die Shops der Thalia-Allianz als auch über Amazon beziehen. Und auch bei Apple sind die eBooks selbstverständlich erhältlich. Doch was müssen Sie als AutorIn bei der Bucherstellung beachten? Im Grunde nicht viel:

  • Wichtig ist, dass Sie beim Buchsatz die automatische Silbentrennung verwenden, nicht die manuelle. Manuelle Bindestriche werden bei der Umwandlung nicht automatisch entfernt.
  • Verwenden Sie, wenn möglich, kein allzu komplexes Layout. Bei vielen Tabellen, Grafiken und Fußnoten ist es nur möglich, das eBook als Fixed Layout zu erstellen. Um unsere Vertriebsstrukturen optimal nutzen zu können, ist dieses Format jedoch nicht geeignet.

Ansonsten können Sie Ihr Manuskript einfach bei uns hochladen – und wir erstellen aus einer Datei Hardcover, Paperback und eBook!

Wir raten Ihnen, Ihr Buch nicht allein als eBook zu veröffentlichen. So verpassen Sie nämlich einen großen Teil Absatzchancen für Ihr Buch! Lesen Sie hier mehr über den Hintergrund, welchen Anteil eBooks am Buchmarkt ausmachen. Wir freuen uns auf Ihr Buchprojekt!

Blogs im Porträt: Interview mit Booknerds.de

Christian Popp

Chris Popp, Gründer und Chefredakteur von booknerds.de

Rezensionen über Bücher, Filme, Serien, Dokumentationen oder Hörspiele – eigentlich gibt es nichts, was es auf booknerds.de nicht gibt. Die Bandbreite der besprochenen Medien und Themen ist nicht zuletzt deshalb so groß, da eine 16-köpfige Redaktion regelmäßig für neuen, spannenden Input sorgt. Wir sprachen mit Chris Popp, Gründer und Chefredakteur von booknerds.de,

tredition: Lieber Herr Popp. Sie haben vor knapp über zwei Jahren booknerds.de ins Leben gerufen. Was gab den Anlass dazu?

Chris Popp: Zuerst einmal vielen Dank für diese Interviewmöglichkeit – das war eine sehr schöne Überraschung am heutigen Tag.

Wie es zu booknerds.de kam? Da muss ich weit ausholen. Meine persönliche schreiberische Laufbahn reicht bis 2003 zurück. Alles begann eigentlich aus purer Langeweile. Arbeitslosigkeit, nichts zu tun, verkümmernde Kreativität. Ich konnte nicht einfach nur Medien konsumieren. Dann wagte ich den Sprung ins kalte Wasser. Los ging es mit Musikrezensionen für diverse Onlinemagazine, teilweise auch für etablierte. Mit der Zeit kamen auch Rezensionen zu Büchern und Filmen hinzu. All das übte ich bis Ende 2009 beim im selben Jahr eingestellten Scarred For Life-Onlinemagazin aus, welches sich stilistisch immer weiter öffnete. 2010 fing ich dann gleichzeitig bei Musikreviews.de (online) und beim booknerds.de in medialer Hinsicht gar nicht unähnlichen Printmagazin „noisyNeighbours – das magazin für musik, film, literatur und.“ an. Dort intensivierte sich dann die schreiberische Arbeit bezüglich Film und Literatur. Mir war der vierteljährliche Veröffentlichungsrhythmus allerdings zu langsam, und der begrenzte Platz, den Print mit sich bringt, war frustrierend. Ich wollte das Printmagazin zudem – mit Kollege Klaus Reckert als Rückenstärkung – auch online stärker präsent werden lassen, doch die Vorstellungen gingen dann trotz anfänglicher Begeisterung doch sehr auseinander, und die Online-Angelegenheit verlief wieder im Sande. Man war dort zufrieden mit dem, was man hatte, und das ist auch völlig in Ordnung so, da das Magazin seinen ganz eigenen Charme besitzt. Doch Herr Reckert und ich wollten mehr. Wir wollten es anders angehen, und wir wollten auch vorwärts kommen, mit der Zeit gehen – also entschlossen wir kurzerhand, doch einfach etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, bei dem wir nach unseren eigenen Vorstellungen agieren können. Und so entstand im November 2012 „booknerds.de – literatur und mehr“. Von Herrn Reckert kam auch die Namensidee booknerds.de. Im Grunde war die Gründung eine Kurzschlussreaktion. Zwischen Entschluss und Verwirklichung vergingen nur wenige Tage.

tredition: Könnten Sie kurz das Konzept der Plattform erläutern?

Chris Popp: booknerds.de zu charakterisieren ist gar nicht so einfach, auch das Konzept ist ein offenes. Denn wir sind weder ein klassisches (Literatur)Blog noch ein reines Onlinemagazin, sondern irgendetwas dazwischen. Ein Blog mit journalistischem Anspruch und Teamgedanken – oder ein Magazin mit Blogflair. Ein Hybrid aus Blog und Magazin eben. WirBooknerds wollten von Anfang an multimedial orientierte Inhalte anbieten und uns nicht ausschließlich auf Literatur begrenzen, und so sind wir auch diesbezüglich sehr offen und schreiben Rezensionen über Bücher, Hörbücher, Hörspiele, Filme, Serien, Dokumentationen – und in Zukunft vielleicht auch über Spiele oder weitere Medien. Auch Interviews, Kolumnen und Livebesprechungen kann der Leser bei uns finden.

„Wir möchten den Lesern aufzeigen, dass es jenseits der großen, mächtigen Konzerne wie amazon, Thalia und Co. auch noch andere Buchversandmöglichkeiten gibt.“

Hinzu gesellen sich noch zwei Rubriken, die uns sehr am Herzen liegen und uns vielleicht auch hinsichtlich Originalität etwas von der Masse abheben. Das wäre einmal die Rubrik „Klappe, Text!“, in welcher wir Autoren, Musiker oder sonst wie zu booknerds.de passenden Menschen (das dürfen auch Leser sein, nicht zwingend Künstler) nach dem „Carte blanche“-Prinzip einfach ein kleines Podest bieten. Hier kann man Gedichte, kleine Essays, Kurzgeschichten, Gedankengänge, Lobhudeleien, Meckereien, Nonsens oder wonach auch immer einem gerade ist,  niederschreiben. Außerdem gibt es die Reihe „Der Vinyl-Terrorist“, in welcher sich unser Redakteur Philipp Hoffmann auf originelle Weise über Exemplare aus seinem Plattenschrank des Grauens auslässt. Ebenso arbeiten wir an einer Alternativliste. Wir möchten den Lesern aufzeigen, dass es jenseits der großen, mächtigen Konzerne wie amazon, Thalia und Co. auch noch andere Buchversandmöglichkeiten gibt, zumal viele kleine Buchhandlungen mittlerweile ja auch Versand und Onlinebestellmöglichkeiten anbieten – oftmals schneller als die „Großen“.

Wichtig ist für uns die Unabhängigkeit, und auch Werbung wollen wir vermeiden. Auch möchten wir uns als eigenständige Plattform etablieren, weswegen man von uns Rezensionen bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen auch nicht parallel bei amazon, Lovelybooks etc. finden wird.

Alternativliste booknerds

Anregung zum Bucheinkauf jenseits der Filialisten: booknerds listet lokale Buchhändler und deren Onlineshops auf.

„Hinsichtlich Themen und Genres sind wir völlig offen. Wir sind die absoluten Freischwimmer.“

tredition: Setzt booknerds.de einen Schwerpunkt auf bestimmte Genres und Themen?

Chris Popp: Bezüglich Medien wird die Literatur in Schrift und Ton wohl auch in Zukunft dominieren. Hinsichtlich Themen und Genres sind wir völlig offen. Wir sind die absoluten Freischwimmer. Ob Kinderbuch, Horrorfilm, Lovestory, Comedyserie, Hochintellektuelles, Nonsens, Sachbuch, Fantasy, Science-Fiction oder Experimentalliteratur – es ist völlig egal. Wichtig ist uns nicht, was es ist, sondern wie es ist. Es gibt so viel Spannendes da draußen zu entdecken, da wäre es doch schade, sich durch selbstauferlegte Limitierungen vermeintlich Nichtpassendem zu versperren. Auch beschränken wir uns nicht auf Neuerscheinungen. Wenn jemand ein 15 Jahre altes Buch daliegen hat und unbedingt etwas dazu schreiben möchte: Nur zu. Ein Film aus dem vorletzten Jahr? Gern.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie dem Team von booknerds.de Ihr Buch vorstellen möchten?

Chris Popp: Der beste Weg ist immer der über unser Kontaktformular, wodurch die entsprechende E-Mail direkt bei mir ankommt. Diese E-Mail, in der etwas über das Buch und dessen Autor/in zu lesen sein sollte, leite ich dann an meine Mitschreiber weiter, damit diese auch davon Notiz nehmen können. Anschließend entscheiden wir demokratisch, wer genau was machen möchte (und ob überhaupt). Natürlich kann man uns auch via Facebook, Twitter oder Google+ schreiben, aber letztendlich erweist sich das als umständlich.

tredition: Booknerds.de zählt ganze 16 Redakteure. Wie konnte dieses beachtlich große Team geschaffen werden und wie organisiert Ihr Euch?

Chris Popp: Das Team wuchs von ganz alleine kontinuierlich an. Am Anfang musste durchaus noch die Werbetrommel gerührt werden, doch so langsam sprach sich booknerds.de herum und die Schreiber kamen zu einem großen Teil von selbst oder durch Mundpropaganda seitens der Kollegen. Einige von uns sind Vielschreiber und liefern wöchentlich mehrere Artikel ab, andere wiederum schreiben nur sporadisch – jeder wie er kann und möchte.

Die Organisation ist eigentlich recht simpel, wenn auch zeitaufwändig. Ich bekomme regelmäßig von Verlagen und Labels sowie diversen Promotionagenturen E-Mails. Die meisten davon weisen auf anstehende Veröffentlichungen hin oder beinhalten Vorschauen. Diese leite ich dann an alle weiter. In einer geschlossenen Facebookgruppe, sozusagen unserem Redaktionsbereich, melden wir dann kalenderwochenweise wöchentlich unsere Wünsche, einigen uns bei eventuellen Überschneidungen, und am Anfang der darauf folgenden Woche bestelle ich dann die Besprechungsexemplare. Auch Titel aus dem eigenen Fundus der Redakteure werden so angemeldet. Und eine Woche später geht das Spielchen dann wieder von vorne los.

Anschließend pflegen die Schreiber nach getaner Lektüre/getanem Hör- oder Sehgenuss überwiegend selbstständig durch ein von mir erstelltes Redaktionshandbuch ihre Artikel ein, laden Cover (und bei Filmen Szenenbilder) hoch und speichern das Ganze ab. Die Korrektur und das finale Layout übernehme ich dann selbst und veröffentliche danach die Artikel. Und selbstverständlich erhalten die uns die Rezensionsexemplare zur Verfügung stellenden Kooperationspartner nach online gestelltem Artikel den Beleglink. Obendrein teile ich unsere Artikel dann auch auf unseren Social-Network-Seiten bei Facebook, Twitter und Google+. In vielen Fällen posten wir auch auf die jeweiligen Verlags- und Künstlerpinnwände. Die Film- und Serienrezensionen werden zusätzlich noch auf ofdb.de verlinkt.

„Es gibt zahlreiche integre Selfpublisher, die ihre Arbeit ehrlich und unaufdringlich promoten.“

tredition: Der Self-Publishing-Markt in Deutschland wächst rasant. Wie seid Ihr unabhängigen Autoren gegenüber eingestellt?

Chris Popp: Grundsätzlich offen. Allerdings veröffentlichen zahlreiche Selfpublisher ihre Bücher ausschließlich als eBook, und viele unserer Schreiber (inklusive mir) sind eher Verfechter des papiernen Buches. Wer uns ein gedrucktes Buch anbietet, hat grundsätzlich bessere Chancen auf eine Rezension im Interessefall als jemand, der lediglich ein eBook anzubieten hat. Da scheinen wir im Team als Leser überwiegend konservativ veranlagt zu sein.

Wie meine Kollegen unabhängigen Autoren bzw. Selfpublishern gegenüber eingestellt sind, kann ich nicht kollektiv in deren Namen beantworten, denn da hat jeder seine eigene Einstellung und seine eigenen Erfahrungen – und unsere Redakteurin Juliane Vogler ist ja selbst Autorin und Selfpublisherin.

Ich für meinen Teil sehe in der SP-Szene mehr oder minder „solche und solche“. Es gibt zahlreiche integre Selfpublisher, die ihre Arbeit ehrlich und unaufdringlich promoten. Allerdings gibt es auch jene, die beinahe täglich ihre eBooks promoten. Da schwindet zumindest von meiner Seite aus sehr schnell das Interesse. Die individuelle Qualität, auf welche die Leseproben, die ich mir so zu Gemüte führe, schließen lassen, variiert erheblich. Da sind wirklich talentierte Vertreter unterwegs, aber auch solche, bei denen man die Hände über dem Kopf nur zusammenschlagen kann. Selbiges gilt auch für die Cover, die von billig, klischeehaft über nichtssagend bis interessant und verlockend alles zu bieten haben.

Als wirklich negativ empfinde ich allerdings zwei Dinge: Zum einen scheint es zahlreiche Autoren zu geben, die geistigen Diebstahl begehen, fremde eBooks kopieren/plagiieren, diese dann als ihre eigenen ausgeben und sie auch verkaufen. Noch schlimmer finde ich es allerdings, dass es diverse Selfpublisher gibt, die sich gegenseitig „hochrezensieren“: Gibst du mir eine 5-Sterne-Rezension, gebe ich dir auch eine. Gerade wenn dieselben Rezensentennamen immer wieder auftauchen und sich die meist kurzen, absolut nichtssagenden Rezensionen (ausnahmslos 5 Sterne) doch sehr ähneln, ist da doch etwas faul…

Gerade letztere zwei Vertreter der Spezies Selfpublisher ruinieren den Ruf all jener Selfpublisher/Indie-Autoren, die ehrlich unterwegs sind.

„Viele unserer Schreiber sind eher Verfechter des papiernen Buches.“

tredition: Was muss ein Buch auszeichnen, das Euch begeistert und zu einer Rezension veranlasst?

Chris Popp: Es muss auf irgendeine Weise interessant wirken. Das kann eine Werbeanzeige, ein Klappentext, das Cover, ein YouTube-Trailer, Mundpropaganda, ja manchmal sogar eine Rezension auf anderen Blogs oder in anderen Magazinen sein. Irgendetwas eben, das den Impuls auslöst, sich damit auseinandersetzen zu wollen.

tredition: Welche Pläne gibt es 2015, booknerds.de weiterzuentwickeln?

Chris Popp: Sagen wir es mal so: Wir möchten niemals aufhören, uns weiterzuentwickeln. Der nächste Schritt ist, den Lesern noch regelmäßiger Artikel bieten zu können, natürlich noch mehr Leser auf unsere Seite zu ziehen und irgendwann vielleicht – ohne Werbung – wenigstens ein paar Euro zur Deckung der zum Glück noch geringen Kosten für booknerds.de reinzuholen. Außerdem möchten wir versuchen, die Leser zu mehr Diskussionen anzuregen. Wir haben zwar ein Forum, doch dieses ist leider sehr, sehr ruhig. Auch wird nicht allzu viel bei uns kommentiert, was irgendwie schade ist. Also werden wir zusehen, dass die Interaktivität künftig benutzerfreundlicher ausfällt.

In nicht allzu ferner Zukunft wird booknerds.de optisch und funktionell eine deutlich erkennbare Frischzellenkur erhalten. Das Layout wird magazinlastiger und weniger „bloggy“ sein, damit der Leser auf der Hauptseite nicht nur die letzten x Artikel aus allen Genres und Medienbereichen untereinander mit angeteaserten Texten zu sehen bekommt, sondern nach Medien gegliedert: Die x neuesten Buchrezensionen, die x neuesten Filmrezensionen, die x neuesten Hörbuchrezensionen und so weiter und so fort. Auch wird die neue Seite „responsive“ sein, sprich, sie wird sich automatisch an das benutzte Endgerät anpassen. Tablet, Smartphone, PC, Phablet – überall soll booknerds.de intuitiv zu bedienen sein. Auch sind wir darum bemüht, dass unsere Smartphone- und Tablet-App auf möglichst vielen Systemen und auch langfristig verfügbar ist.

Wir schreiben, um auch gelesen zu werden. Nur möchten wir möglichst unaufdringlich auf uns aufmerksam machen. Und so schließt sich der Kreis zum Anfang unseres Interviews, für das ich nochmals danken möchte – denn es ist eine großartige Möglichkeit, den Leserkreis noch ein wenig zu erweitern.

Schmökern Sie hier (http://www.booknerds.de) direkt bei den booknerds. Der Blog ist zudem auf den einschlägigen sozialen Netzwerken vertreten:
http://www.facebook.com/booknerds.de
http://www.twitter.com/booknerds_de
http://www.google.com/+BooknerdsDeMagazin

Weitere Buchblogs im Porträt auf tredition.de:

Wortakzente – hier ist der Name Programm
Anima Libri – Auftritt mit Eleganz
Wo das Schreiben zelebriert wird
Bookrecession – für die Lust am Buch

Was Self-Publisher aus der neuen Studie von BITKOM lernen können

e-Book-Leserin

© contrastwerkstatt – fotolia.com

Die Anzahl der Befragungen und Datenerhebungen zum Self-Publishing nimmt in jüngster Zeit deutlich zu. Für Autorinnen und Autoren ist das – zumindest in Teilen – hilfreich, um Schlussfolgerungen für die eigene Schreib- und Marketingarbeit zu ziehen. Vor wenigen Tagen hat der Digitalverband BITKOM Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, in deren Rahmen 1.300 Personen ab 14 Jahren zum Lesen von Self-Publishing-Titeln befragt wurden. Knackpunkt dabei: Es wurden ausschließlich e-Book-Leser befragt. Die Studie deckt damit bei Weitem nicht den kompletten Self-Publishing-Markt ab, bedenkt man, dass der Umsatzanteil des e-Books im belletristischen Bereich in Deutschland noch deutlich unter zehn Prozent liegt.

Dennoch sind die Ergebnisse von BITKOM in mancherlei Hinsicht aufschlussreich:

  • Bekanntheit von Self-Publishing:

    87 Prozent der befragten e-Book-Leser kennen die Möglichkeit des Self-Publishings, bei Lesern von Printbüchern sind es 52 Prozent.
    Die Wahrnehmung von Self-Publishing als noch junges, aber etabliertes Segment im Buchmarkt ist beachtlich groß – eine gute Grundlage für jegliche Werbeanstrengungen von Self-Publishern.

  • Wer liest, schreibt auch gern:

    18 Prozent der befragten e-Book-Leser haben Texte von Self-Publishing-Autoren gelesen, 11 Prozent haben eigene Texte selbst publiziert.
    Die Tatsache, dass sich die Gruppe der e-Book-Leser mit derjenigen der Self-Publishing-Autoren überschneidet, lässt sich in der Marketingarbeit nutzen, beispielsweise in Foren und Communities, in denen sich Self-Publisher austauschen. Wer selbst ein Buch veröffentlicht hat, ist im Zweifel offener dafür, Bücher von anderen Self-Publishern zu lesen oder weiterzuempfehlen. Aber Vorsicht: In einigen Foren ist offensichtliche Werbung für das eigene Buch nicht erwünscht. Es spricht aber nichts dagegen, im gegenseitigen Meinungsaustausch das eigene Buchprojekt konzeptionell vorzustellen.

  • Self-Publishing als Bereicherung?

    29 Prozent der Befragten glauben, dass die Vielfalt auf dem Buchmarkt durch Self-Publishing zunimmt. Demgegenüber stehen 15 Prozent, die meinen, dass durch Self-Publishing zu viele schlechte Bücher auf den Markt kommen.

    Tendenziell ist die Grundeinstellung gegenüber Titeln neuer, unabhängiger Autoren eher positiv. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil der Leser, die Self-Publishing als Bereicherung des Buchmarktes ansehen, künftig noch weiter zunehmen wird. Zumal auch der Buchhandel selbstverlegte Titel als frequenz- und umsatzbringende Sortimentserweiterung erachtet.

  • Individualität versus Mainstream

    25 Prozent der Befragten stimmen der Aussage dazu, dass durch Self-Publishing mehr Titel auf den Markt kommen, die ihrem persönlichen Geschmack entsprechen.

    Für Self-Publisher birgt das die Chance, mit ungewöhnlichen konzeptionellen Ideen, Themen und Umsetzungen Leser für sich zu gewinnen und Trends zu setzen. Fans von Self-Publishing-Titeln sind oft auf der Suche nach Literatur jenseits des Mainstreams.

  • Qualität ist Trumpf

    24 Prozent der Befragten vermisst bei Self-Publishing-Titeln eine Qualitätskontrolle durch Verlage

    Das zeigt einmal mehr: Ohne professionelle Umsetzung des eigenen Buchprojektes hilft alle Marketingarbeit nichts. Schlechte Qualität zu niedrigen Verkaufspreisen wird sich nicht nachhaltig erfolgreich verkaufen. Im Gegenteil: Leser werden verprellt und sehen von Empfehlungen der Bücher an Freunde und Bekannte ab.

Kritisch zu beurteilen ist die Tatsache, dass BITKOM in seiner Mitteilung zu den Umfrageergebnissen Self-Publishing als die Möglichkeit definiert, „digitale Texte und e-Books im Internet selbst zu veröffentlichen“. Dass Self-Publishing gleichermaßen die Veröffentlichung gedruckter Bücher bedeutet, fällt in dieser Definition schlichtweg unter den Tisch. tredition vertritt die Einschätzung, dass gedruckte Bücher und e-Books langfristig als sich ergänzende Ausgabeformate existieren, zumal beispielsweise die Marktentwicklung in den USA jüngst erst durch einen Aufschwung des Print-Absatzes gekennzeichnet war.

 

So wird sich der Buchmarkt 2015 entwickeln

Schlechte Perspektiven für Filialisten, wachsende Titelzahlen auf Anbieterseite und ein gebremstes e-Book-Wachstum – tredition bringt auf den Punkt, welche Tendenzen den Buchmarkt 2015 kennzeichnen werden und was das für Self-Publisher bedeutet.

 

Buchhandel

Ausgangslage

Das Weihnachtsgeschäft darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Buchhandel das Jahr 2014 nicht gut abgeschlossen hat: Gemäß Erhebungen des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ging der Umsatz im Buchhandel 2014 um 2,1 Prozent zurück. Inflationsbereinigt liegt der Rückgang sogar bei drei Prozent.

Prognose

  • Filialisten weiter unter Druck: Filialisten bleibt keine andere Wahl, als weiter Flächen zu verkleinern oder komplett zu schließen – was insgesamt wieder den Gesamtumsatz des Buchhandels drücken wird.
  • Buchhandel vor Ort profitiert: Laut Börsenvereinsstudie hat der „Buchhandel vor Ort“ (exklusive der Vertriebswege Bahnhofsbuchhandel, E-Commerce und Kauf-/Warenhäuser) 2014 mit 1,2 Prozent ein nicht ganz so starkes Umsatzminus zu verzeichnen. Es darf also die Prognose gewagt werden, dass es inhabergeführten Buchhandlungen – mit einem entsprechenden Kundenstamm und innovativen Geschäftskonzepten – am ehesten gelingen kann, neue Wertschöpfung zu generieren.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Mit 48,6 Prozent Umsatzanteil ist der Sortimentsbuchhandel gemäß den Erhebungen „Buch und Buchhandel in Zahlen“ des Börsenvereins nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Der Internetbuchhandel steht hingegen erst für 16,3 Prozent des Umsatzes – eine Zahl, die in der allgemeinen Branchendiskussion oftmals in den Hintergrund rückt. Für Self-Publishing-Autoren ist und bleibt es also unverzichtbar, den Kontakt zum „Buchhändler um die Ecke“ zu suchen, um sich im stationären Geschäft Präsenz zu verschaffen. Gerade angesichts der tendenziell rückläufigen Umsatzlage ist jeder Autor gut beraten, nicht eingleisig zu fahren, sondern sein Buch über möglichst viele Vertriebswege (stationär und online) anzubieten.

 

Buchveröffentlichungen

Ausgangslage

2014 waren in Deutschland (gemessen am Amazon-Katalog) über 300.000 e-Book-Titel lieferbar – Tendenz steigend. Auch über Print-on-Demand-Verfahren (PoD) kommen jede Menge Titel auf den Markt, darunter nicht nur Self-Publishing-Titel, sondern auch zahlreiche Backlist-Titel, die dank moderner Drucktechnologien reaktiviert werden können und neben den Novitäten um die Gunst der Leser ringen.

Prognose

  • Weiter starkes Titelwachstum: Es ist davon auszugehen, dass die Anzahl lieferbarer Bücher weiter stark ansteigen wird, sowohl auf elektronischem Wege als auch im Printbereich.
  • Höhere Volatilität bei Bestsellern: Da eine immer größere Bandbreite an Titeln zur Verfügung steht, sinken Absatz und Umsatz pro Titel. Bestseller werden sich folglich immer weniger hoch verkaufen.
  • Verlage unter „Output-Druck“: Vor allem große Verlage werden gezwungen sein, mehr Titel auf den Markt zu bringen, um auf diese Weise den Umsatz zu stabilisieren.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Es eröffnet sich die Chance, mehr eigene Titel auf den Bestsellerlisten zu platzieren. Auf diese Weise kann es gelingen, mit neuen Themen und Ideen Trends zu setzen und neue Zielgruppen zu erschließen.

 

Print versus eBook

Ausgangslage

Es kann nicht oft genug gesagt werden: Es entfallen „nur“ 3,9 Prozent des Gesamtumsatzes mit Büchern in Deutschland auf das eBook. Zugleich platzieren sich neue Anbieter im Bereich der Abo- und Flatratemodelle. Der Start von Kindle Unlimited entfachte die Diskussion neu, wie Verlage sich demgegenüber positionieren sollten. Was wird also 2015 im eBook-Markt passieren?

Prognose

  • Weiter gebremstes eBook-Wachstum: Oftmals vollzieht sich mit etwas Verspätung die gleiche Entwicklung wie im US-amerikanischen Buchmarkt, in dem die Wachstumsdynamik im Bereich eBook seit einiger Zeit wieder nachlässt. Bereits 2013 hatte sich das eBook-Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr verlangsamt. Offizielle Erhebungen zum Gesamtjahr 2014 liegen zwar noch nicht vor, doch ist die Tendenz im US-Markt eindeutig: Mit einigen Ausnahmen haben „die meisten großen eBook-Händler in den vergangenen 12 bis 18 Monaten mit stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen“ zu kämpfen, schrieb beispielsweise Mark Coker, Gründer und CEO der Self-Publishing-Plattform Smashwords, im November 2014 (siehe auch buchreport).
  • Der Print-Absatz steigt wieder: Noch einmal sei auf die Entwicklung in den USA verwiesen. Gemäß jüngster Erhebungen von Nielsen Book Scan sind die Printabsätze 2014 um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Ein vergleichbarer Effekt ist auch hierzulande zu erwarten.
  • Verlage verabschieden sich von der Flatrate: Je stärker Flatrate-Abos von Lesern genutzt werden, desto stärker leidet der tatsächliche Umsatz mit eBooks. Das werden Autoren und Verlage schmerzlich zu spüren bekommen und es ist davon auszugehen, dass mittelfristig erste Verlage den Rückzug aus den Flatrate-Modellen antreten werden.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Autoren und Self-Publishing-Dienstleister tun gut daran, auf beide Formate (print + eBook) gleichermaßen zu setzen, deren Vorteile konzeptionell auszuschöpfen (Verlinkungen, anspruchsvolles Coverdesign, Illustrationen) und damit jeder Leserpräferenz zu genügen.

 

Self-Publishing

Ausgangslage

In den vergangenen Jahren ist in Deutschland die Zahl der Novitäten im Self-Publishing kontinuierlich auf zuletzt über 40.000 Titel (print + eBook) in 2014 gestiegen. Traditionelle Verlage haben 2014 mit eigenen Plattformen reagiert (z.B. Lyx Storyboard von Egmont) bzw. Dienstleister aufgekauft (Bastei Lübbe holte Bookrix unter sein Dach).

Prognose

  • Starkes Titelwachstum: Alles spricht dafür, dass sich dieses noch junge Marktsegment auch 2015 dynamisch und wachstumsstark weiterentwickeln wird.
  • Mehr Hybridautoren: Die Zahl jener Autoren, die die Vorzüge des Self-Publishing zu schätzen wissen und zugleich klassische verlegerische Dienstleistungen (Lektorat, Illustration etc.) in Anspruch nehmen oder parallel bei traditionellen Verlagen veröffentlichen, wird weiter zunehmen.
  • Verlage unter Druck: Lektorate sehen sich plötzlich damit konfrontiert, dass ihre Stammautoren selbstbewusst entscheiden, welche Titel sie unter etablierter Verlagsmarke herausgeben möchten und welche auf dem Wege des Self-Publishing.
  • Etablierte Marktteilnehmer steigen ein: In Kürze wird ein bedeutender Vertreter der deutschsprachigen Buchbranche in den Self-Publishing-Markt einsteigen. Mehr darüber wird exklusiv auf tredition.de zu lesen sein.

Die Konsequenz für Self-Publisher: Für Self-Publishing-Autoren erweitern sich die Möglichkeiten, ihr Buch auf den Markt zu bringen und die Chancen, mittelfristig unter traditioneller Verlagsmarke zu veröffentlichen. Zugleich wird es immer schwieriger, die Aufmerksamkeit der Leser zu gewinnen. Ein Fokus sollte also darauf gelegt werden, dass das eigene Buch möglichst gut auffindbar ist (über flächendeckende Distribution, Metadaten, Rezensionen, Self-Marketing etc.).

Buchmarkt: Sönke Schulz im Sonntagsgespräch

Sönke Schulz von tredition im Sonntags-Interview bei BuchmarktIm Interview mit dem Branchenfachmagazin Buchmarkt nimmt tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz ausführlich zum Geschäftsmodell „Self-Publishing“ Stellung und erläutert, wodurch sich das Dienstleistungsangebot von tredition von anderen Marktteilnehmern unterscheidet und welche Vorteile Self-Publishing für Buchhändler hat.

e-Book-Studie: Sind elektronische Bücher ein tragfähiges Geschäftsmodell?

Der Self-Publishing Anbieter tredition kommt in einer e-Book-Studiezu dem Ergebnis, dass Self-Publishing-Geschäftsmodelle, die sich ausschließlich auf e-Books fokussieren, auch auf lange Sicht wirtschaftlich nicht tragfähig sind. Bei einem Ertrag von 11,44 € pro lieferbarem e-Book-Titel pro Jahr kann der Aufwand für IT-Infrastruktur und Autorenbetreuung nicht gedeckt werden. Eine Konsolidierung unter den Anbietern, die ausschließlich e-Book Self-Publishing anbieten, ist zu erwarten.

 

Entwicklung Umsatz pro lieferbarem e-Book Titel

Vorsicht geboten: eBooks sind wirtschaftlich nur als Ergänzung zu Print sinnvoll

In einer per Oktober 2012 durchgeführten Marktanalyse hat tredition die Angebote von bookrix, neobooks, epubli und tredition selbst untersucht. Die vier Anbieter hatten per 31.10.2012 zusammen 1.478 lieferbare eBooks im Programm. Der durchschnittliche Nettoverkaufspreis dieser e-Books beträgt 4,22 €. Bei einem Handelsrabatt für e-Book-Shops von 35 % und Auslieferungskosten von 10 % erwirtschaften die Anbieter eine Verlagsmarge von 2,32 €. Im Durchschnitt reichen die vier Self-Publishing-Anbieter davon 1,80 € an ihre Autoren weiter, so dass ihnen ein Ertrag von 0,52 € pro verkauftem eBook bleibt. Für die Deckung der Personalkosten eines Mitarbeiters i.H.v. 36.000 € sind bei diesem Geschäftsmodell rund 70.000 verkaufte e-Books pro Jahr notwendig.

e-Books: Eine Frage des Ertrages

In ihrer e-Book-Studie Studie „Marktübersicht E-Publishing“ geht die auf Medien spezialisierte Unternehmensberatung Kirchner + Robrecht (Berlin) von 12,78 Mio. verkauften e-Books im deutschsprachigen Raum für den Zeitraum 2012-2013 aus. Die Zahl der lieferbaren e-Books beträgt laut „libreka“ (e-Book-Shop des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels) 591.548 verschiedene Titel (Stand 22.11.2012). Das bedeutet, dass pro lieferbarem Titel lediglich 22 Exemplare in 2013 verkauft werden und somit die Self-Publishing-Dienstleister bei 0,52 € pro verkauftem eBook einen Ertrag von 11,44 € pro lieferbarem Titel pro Jahr erwirtschaften. Bei diesem Ertrag muss ein eBook Self-Publishing-Anbieter 3.215 Titel im Programm haben, um das Gehalt eines Mitarbeiters tragen zu können. Diese benötigte Titelzahl ist mehr als doppelt so groß als die vier untersuchten Anbieter zusammen über eBook-Shops anbieten (eigene Shops ausgeschlossen).

e-Book-Studie: Print bleibt unverzichtbar

tredition kommt in seiner e-Book-Studie zu dem Ergebnis, dass Self-Publishing-Geschäftsmodelle, die sich allein auf eBooks fokussieren, auch auf lange Sicht nicht wirtschaftlich sind und erwartet eine Konsolidierung im Bereich der Unternehmen, die nur eBook Self-Publishing anbieten. Für das benötigte Titelvolumen sind hohe Kosten für die Autorengewinnung und Betreuung erforderlich. Das Geschäftsmodell ist bei kleinen Stückzahlen defizitär und verhält sich bei Kosten und Umsätzen in etwa linear, so dass es auch bei wachsendem Titelvolumen nicht tragbar ist. Die Analyse kommt weiter zu dem Schluss, dass Self‑Publishing nur wirtschaftlich sinnvoll ist, wenn die Inhalte der Autoren auch als print-Werke veröffentlicht und vermarktet werden. tredition veröffentlicht daher jedes Werk als Paperback, Hardcover und eBook – gepaart mit der aktiven Vermarktung der Werke.

Heise online: Aufschwung für selbstverlegte e-Books

e-Book-Services von tredition auf Heise OnlineDie deutschen Self-Publishing-Anbieter rüsten auf: Seit dem Herbst 2010 gehört auch die Produktion von e-Books zum Angebot der Dienstleister. Heise Online wirft einen Blick auf die Services von tredition und weiteren Marktteilnehmern im noch jungen, aber vielversprechenden e-Book-Markt.