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Man using e-book reader

eBook-Reader und ihre Formate: Alles Wissenswerte übers eBook

Man using e-book reader

Bild: eBooks sind inzwischen auch in Deutschland fester Bestandteil des Buchmarkts. Rund ein Viertel der Deutschen liest eBooks – ob auf eBook-Readern, Tablets oder Smartphones. Foto: Fotolia

eBooks sind bereits seit einigen Jahren auch in Deutschland etabliert. Laut einer aktuellen Studie liest aber lediglich rund ein Viertel aller Deutschen eBooks, auf den unterschiedlichsten Geräten – iPad, Tablet, eBook-Reader, Smartphone usw. Nach wie vor gibt es viele Leser, die sich nicht ans digitale Lesen herantrauen. Rund einem Viertel aller Leser sind eBooks zu kompliziert. Wir haben dies zum Anlass genommen, die wichtigsten Punkte rund ums eBook, die Formate und eBook-Reader einmal zusammenzufassen. Also – keine Angst vor komplizierter Technik, wir erklären hier alles, was Sie über das Thema wissen müssen!

Natürlich ist es gemütlich, sich mit einem schönen Buch und einer Tasse Tee oder Kaffee aufs Sofa zu setzen, in den Lieblingssessel oder auch ins Bett – der Papiergeruch, das Rascheln beim Umschlagen der Seiten, das haptische Erlebnis, wir alle wissen um die Vorteile des Leseerlebnisses mit einem gedruckten Buch. Doch auch echte Leseratten und Bücherfans haben die guten Seiten von eBooks und eBook-Readern erkannt: kein schweres Schleppen mehr unterwegs und auf Reisen – einige Reader wiegen weniger als 200 Gramm, egal wie viele dicke Schmöker gespeichert sind –, Tausende an Büchern immer dabei und die Arme werden auch beim Lesen nicht ganz so schnell lahm wie bei einem dicken Printbuch.

Generell erkennen immer mehr Lesefans diese Vorteile, denn die Nutzung von eBook-Readern steigt, auch wenn die Wachstumsdynamik im Bereich eBook – wie Bitkom berichtet hat –  genau wie im US-amerikanischen Buchmarkt nachgelassen hat. Trotz dieses stagnierenden Wachstums werden auf Smartphones und Tablets laut Bitkom immer mehr elektronische Bücher gelesen – was vermutlich auch damit zusammenhängt, dass die Nutzung mobiler Endgeräte allgemein immer weiter zunimmt. Aber was genau machen eBooks nun aus, was braucht man für einen eBook-Reader und was muss ich beim Schreiben eines eBooks beachten? Wir haben Antworten auf die folgenden Fragen:

  1. eBook – Was ist das?
  2. Welche Vor- und Nachteile hat das Lesen mit eBooks?
  3. Wie entwickeln sich eBook-Markt und Preisgestaltung?
  4. Welche relevanten eBook-Formate gibt es zurzeit?
  5. Wie funktioniert der Kopierschutz bei eBooks?
  6. Welcher eBook-Reader ist der richtige?
  7. Was muss ich bei meinem eBook beachten?

1 eBook – Was ist das?

Ein elektronisches Buch (= electronic book = eBook) – was ist das eigentlich? eBooks bieten viel mehr als nur die digitale Textversion eines gedruckten Buches. Ein eBook ist eine Datei, die sich dem jeweiligen Lesegerät, auf dem es aufgerufen wird, anpasst. Egal ob auf dem Smartphone-Display, dem Tablet, in einer App auf dem stationären Computer oder auf einem eBook-Reader: Der Text passt sich an den Bildschirm an. Die Schriftart und -größe lassen sich individuell festlegen, über das Inhaltsverzeichnis kann man alle Kapitel direkt anwählen und es ist sogar möglich, Links und Textverweise einzufügen. Je nach Lesegerät können außerdem Lesezeichen gesetzt werden, Textstellen gesucht, markiert und gemerkt werden, Wörter nachgeschlagen und übersetzt werden und vieles mehr. Wer sich herantraut, kann also einiges ausprobieren und sich so das eigene Leseerlebnis ganz individuell gestalten.


2 Welche Vor- und Nachteile hat das Lesen mit eBooks/ebook-Readern?

Klar, eBook-Reader sind leicht und speichern unheimlich viele Bücher – das ist den meisten Lesern bewusst. Die Lesegeräte können jedoch (natürlich je nach Preis und Ausstattung) noch viel mehr:

Woman holding traditional book and e-book reader

Bild: e-Book oder gedrucktes Buch? Wir empfehlen: Veröffentlichen Sie Ihr Buch in allen Formaten und lassen Sie den Leser/die Leserin selbst entscheiden. Foto: Fotolia

  • das Layout (Schriftart und -größe etc.) lässt sich individuell anpassen
  • Leser können im eBook Lesezeichen setzen
  • eBooks können direkt über integrierte Shops auf den ebook-Readern erworben werden
  • das Anpassen der Hintergrundbeleuchtung ist möglich
  • einige eBook-Reader ermöglichen eine Anzeige der verbleibenden Lesezeit (aus der vorangegangenen Lesegeschwindigkeit berechnet sich die Zeit, die noch benötigt wird, um das Kapitel/das Buch zuende zu lesen)
  • Markierungen und Notizen sind als Zusatzfunktionen möglich
  • eine Wörterbuchfunktion ist inklusive
  • Übersetzungsmöglichkeiten sind direkt beim Lesen abrufbar
  • Leser können in ihren Readern individuelle Bibliotheken anlegen
  • die intelligente Silbentrennung ist einstellbar
  • die Papierverschwendung fällt weg

… und und und. Doch es gibt ebenso einige Nachteile, die das eBook gegenüber dem gedruckten Buch hat:

  • eBook ist Software (beim eBook erhält man nicht das Buch, sondern lediglich das Recht an der Nutzung des eBooks)
  • eBooks werden als Software mit 19 Prozent versteuert, nicht wie Bücher mit 7 Prozent (auch wenn die Bundesregierung 2016 bekräftigt hat, dass sie sich auf europäischer Ebene für einen ermäßigten Steuersatz für E-Books einsetzen werde, und hier eine Änderung in Planung ist).
  • es gibt unterschiedliche Formate (nicht alle eBooks sind auf allen Readern lesbar)
  • der Akku muss (wenn auch nach langer Laufzeit) aufgeladen werden
  • das Leseerlebnis ist für einige ungewohnt

Zu diesen Vor- und Nachteilen kommt noch, dass eBooks inzwischen potenziell weitaus mehr sind als „nur“ Bücher. Auf neuen eBook-Readern können auch weitere Medien wie bspw. Filmelemente eingebunden werden. eBooks sind somit auch interaktiv und noch weniger mit gedruckten Büchern vergleichbar.

3 Wie entwickeln sich eBook-Markt und Preisgestaltung?

Preisgestaltung eines eBooks

Bild: Wie entwickelt sich der eBook-Markt? Und wie sieht es mit den Preisen von eBooks und eBook-Readern aus? Foto: Fotolia

Auch wenn die Verkaufszahlen anteilig am Markt nicht mehr exponentiell steigen, werden von Jahr zu Jahr mehr eBooks verkauft. 2015 lag der Anteil bei 4,5 Prozent, 2016 geschätzt bei etwa 5,2 Prozent. Etwas mehr als 30 Prozent der Nichtnutzer von eBooks können sich zumindest vorstellen, zukünftig eBooks zu lesen. Da gerade junge Menschen mit eBooks aufwachsen – bereits knapp 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen lesen eBooks – ist auch davon auszugehen, dass die Nutzung weiter steigen wird.

Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt dieser Entwicklung auf den Buchmarkt ist, dass die Preise der e-Books tendenziell sinken. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass immer mehr eBooks veröffentlicht werden, die Käufer jedoch nicht mehr Geld ausgeben. Eine größere Anzahl an eBooks muss somit immer härter um die eher geringen eBook-Umsätze konkurrieren. Im Schnitt sind eBooks daher 20 % günstiger als Printbücher. Die Konsequenz für Sie als AutorInnen – eBooks verkaufen sich leider doch über den Preis, der Erlös pro verkauftem Stück sinkt jedoch. Auch Flatrate-Modelle tragen zu dieser Entwicklung bei. Gestalten Sie Ihr eBook also nicht zu teuer, wenn es am Markt bestehen soll.

4 Welche relevanten eBook-Formate gibt es zurzeit?

Wie aber liest man das eBook nun tatsächlich? Leider gibt es nach wie vor unterschiedliche Formate für die verschiedenen Geräte, kein Format lässt sich auf allen Endgeräten lesen. Einige Formate sind jedoch weit verbreitet und finden vielfältig Verwendung. Die wichtigsten stellen wir daher im Folgenden vor:

EPUB

Das epub-Format ist das gängigste eBook-Format, das viele eBook-Reader unterstützen (bspw. Tolino Shine, Kobo und Sony). Allerdings kann es nicht auf den Amazon-Kindle-Geräten gelesen werden. Außerhalb der Amazon-Welt ist es jedoch das Format, das am weitesten verbreitet ist.

Amazon Kindle / .AZW

Ebenfalls häufig genutzt werden die Formate von Amazon, die auf den Kindle-Geräten gelesen werden können. Hierbei handelt es sich um .AZW, .AZW3 und KF8. KF8 ist das neueste Format, das auf den Amazon Kindle Fire Geräten läuft, .AZW und .AZW3 werden von den herkömmlichen Kindle Geräten unterstützt. Allerdings sind die Kindle-Formate auf keinem anderen eBook-Reader lesbar.

eBook-Reader und ihre Formate

Bild: Welche eBook-Formate gibt es zurzeit auf dem Markt? Foto: Fotolia

MOBI

Die oben genannten aktuellen Kindle-Formate basieren auf dem MOBI-Format. Dieses findet nicht mehr so viel Verwendung, da nun hauptsächlich die neueren Kindle-Formate genutzt werden.

PRC / .PRC

Auch .PRC ist ein Dateiformat, das auf Kindle-Geräten Verwendung findet. Es ist dem MOBI-Format sehr ähnlich bzw. basiert dies weitgehend auf dem .PRC-Format. Auch dieses ist jedoch nicht so weit verbreitet wie .AZW und epub.

PDF

PDFs können von vielen eBook-Readern angezeigt werden. Diese entsprechen jedoch nicht dem klassischen eBook, das sich an die Lesegeräte anpasst. Ein PDF ist ein Dokument mit festem Layout, das beim Lesen auf dem Endgerät bei Bedarf herangezoomt und auf dem Bildschirm navigiert wird. Das sogenannte „Fixed Layout“ ist eine solche eBook-Variante: Diese wird bei sehr komplexen Layouts, die viele Abbildungen und Tabellen enthalten, bevorzugt verwendet. Allerdings ist es leider nur über wenige Shops zu beziehen, die wichtigsten sind hier Apple und Amazon.

Außer den genannten gibt es noch einige weitere Formate, die nur für bestimmte Hersteller Anwendung finden. Die meisten sind jedoch entweder bereits wieder eingestellt worden oder finden kaum (noch) Anwendung.

5 Wie funktioniert der Kopierschutz bei eBooks?

Damit eBooks nicht einfach kostenlos weiterverbreitet werden können, verwenden viele Anbieter einen Kopierschutz. DRM (= Digital Rights Management = Digitale Rechteverarbeitung) ist die gängige Bezeichnung für diesen Schutz. Zwei Arten des DRM sind weit verbreitet: der harte und der weiche Kopierschutz.

Urheberrecht eBook - Kopierschutz

Bild: Welche Bedeutung hat der Kopierschutz beim eBook? Foto: Fotolia

Der harte Kopierschutz verhindert dabei nicht das Kopieren des eBooks, sondern das Lesen auf einem anderen Gerät. Auch hier hat Amazon wieder einen speziellen Schutz, weshalb es nicht möglich ist, Kindle-eBooks in anderen Shops anzubieten und auf fremden Geräten zu lesen. Viele der anderen Shops wie Thalia, Weltbild, Kobo etc. setzen beim harten Kopierschutz auf den von Adobe. Obwohl im Internet immer wieder Anleitungen zum Entfernen des Kopierschutzes zu finden sind, ist davon abzuraten, den Kopierschutz zu entfernen. Um den Autor des Buches zu schützen ist dies laut Urheberrechtsgesetz nicht erlaubt.

Der weiche Kopierschutz besteht aus einem Wasserzeichen, das (meist nicht sichtbar) in das eBook integriert wird. Gibt jemand das eBook weiter oder wird es in einem Shop angeboten, lässt sich somit nachvollziehen, wer das eBook zur Verfügung gestellt hat. Da es keine Standards für den weichen Kopierschutz gibt, lässt sich dieser weniger leicht entfernen als der harte Kopierschutz und ist somit eine sinnvolle Alternative. Laut allesebook.de ist der harte Kopierschutz auch deshalb rückläufig; immer mehr Shops verwenden den weichen Kopierschutz.

6 Welcher eBook-Reader ist der richtige?

Doch wenn man nun vor der Entscheidung steht: Welchen eBook-Reader sollte man sich zulegen? Da gibt es je nach Präferenz, Preis und Einstellung natürlich unterschiedliche Empfehlungen. Wir möchten hier kurz zwei der beliebtesten Gerätereihen vorstellen, da rund 85 Prozent aller Nutzer von eBook-Readern eine Ausführung eines dieser Reader bevorzugen: der Amazon Kindle und der Tolino.

Die Kindle-Geräte kommen von Amazon, die Tolino-Reader gehören zur Allianz aus Thalia, Hugendubel, Osiander, Mayersche etc. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Ausführungen: Vom klassische Kindle Reader mit wenigen Funktionen reicht es bis hin zum Kindle Oasis, der nicht nur seine Helligkeit automatisch an das Umgebungslicht anpasst, sondern auch besonders leicht ist und ein scharfes, perfekt ausgeglichen kontrastiertes Bild aufweist.

Bild: Lesen Sie Ihr eBook auf Ihrem persönlich präferierten eBook-Reader oder alternativem Lesegerät. Foto: Fotolia

Auch die Tolino-Allianz hat Geräte für die verschiedenen Ansprüche und Budgets im Angebot: Den eBook-Reader Tolino gibt es bereits für 69 Euro, die neuste Version, den Tolino Vision 4 HD, für 179 Euro. Auch hier reichen die Features von Wörterbuch- und Übersetzungsfunktionen bis zu Helligkeitssensoren und Wasserdichtigkeit. In verschiedenen eBook-Reader-Tests liegen immer wieder mal Kindle, mal Tolino vorne. Welchen Reader man letztendlich wählt, ist also nicht nur von den Features und dem Geldbeutel abhängig, sondern auch eine Sympathiefrage, welchen Shop man bevorzugt unterstützen möchte. Wer sich nicht für den Kauf eines eBook-Readers entschließen kann, braucht sich jedoch auch keine Sorgen zu machen: Laden Sie sich einfach eine kostenlose Software oder App herunter und lesen Sie das eBook auf Ihrem Smartphone, Tablet, Laptop oder PC.

7 Was muss ich bei meinem eBook beachten?

Egal, für welches Gerät Sie sich entscheiden – wir bei tredition bieten potenziellen Lesern alle gängigen Formate zur Auswahl an. Unsere eBooks können Sie natürlich sowohl über die Shops der Thalia-Allianz als auch über Amazon beziehen. Und auch bei Apple sind die eBooks selbstverständlich erhältlich. Doch was müssen Sie als AutorIn bei der Bucherstellung beachten? Im Grunde nicht viel:

  • Wichtig ist, dass Sie beim Buchsatz die automatische Silbentrennung verwenden, nicht die manuelle. Manuelle Bindestriche werden bei der Umwandlung nicht automatisch entfernt.
  • Verwenden Sie, wenn möglich, kein allzu komplexes Layout. Bei vielen Tabellen, Grafiken und Fußnoten ist es nur möglich, das eBook als Fixed Layout zu erstellen. Um unsere Vertriebsstrukturen optimal nutzen zu können, ist dieses Format jedoch nicht geeignet.

Ansonsten können Sie Ihr Manuskript einfach bei uns hochladen – und wir erstellen aus einer Datei Hardcover, Paperback und eBook!

Wir raten Ihnen, Ihr Buch nicht allein als eBook zu veröffentlichen. So verpassen Sie nämlich einen großen Teil Absatzchancen für Ihr Buch! Lesen Sie hier mehr über den Hintergrund, welchen Anteil eBooks am Buchmarkt ausmachen. Wir freuen uns auf Ihr Buchprojekt!

Blogs im Porträt: Interview mit Booknerds.de

Christian Popp

Chris Popp, Gründer und Chefredakteur von booknerds.de

Rezensionen über Bücher, Filme, Serien, Dokumentationen oder Hörspiele – eigentlich gibt es nichts, was es auf booknerds.de nicht gibt. Die Bandbreite der besprochenen Medien und Themen ist nicht zuletzt deshalb so groß, da eine 16-köpfige Redaktion regelmäßig für neuen, spannenden Input sorgt. Wir sprachen mit Chris Popp, Gründer und Chefredakteur von booknerds.de,

tredition: Lieber Herr Popp. Sie haben vor knapp über zwei Jahren booknerds.de ins Leben gerufen. Was gab den Anlass dazu?

Chris Popp: Zuerst einmal vielen Dank für diese Interviewmöglichkeit – das war eine sehr schöne Überraschung am heutigen Tag.

Wie es zu booknerds.de kam? Da muss ich weit ausholen. Meine persönliche schreiberische Laufbahn reicht bis 2003 zurück. Alles begann eigentlich aus purer Langeweile. Arbeitslosigkeit, nichts zu tun, verkümmernde Kreativität. Ich konnte nicht einfach nur Medien konsumieren. Dann wagte ich den Sprung ins kalte Wasser. Los ging es mit Musikrezensionen für diverse Onlinemagazine, teilweise auch für etablierte. Mit der Zeit kamen auch Rezensionen zu Büchern und Filmen hinzu. All das übte ich bis Ende 2009 beim im selben Jahr eingestellten Scarred For Life-Onlinemagazin aus, welches sich stilistisch immer weiter öffnete. 2010 fing ich dann gleichzeitig bei Musikreviews.de (online) und beim booknerds.de in medialer Hinsicht gar nicht unähnlichen Printmagazin „noisyNeighbours – das magazin für musik, film, literatur und.“ an. Dort intensivierte sich dann die schreiberische Arbeit bezüglich Film und Literatur. Mir war der vierteljährliche Veröffentlichungsrhythmus allerdings zu langsam, und der begrenzte Platz, den Print mit sich bringt, war frustrierend. Ich wollte das Printmagazin zudem – mit Kollege Klaus Reckert als Rückenstärkung – auch online stärker präsent werden lassen, doch die Vorstellungen gingen dann trotz anfänglicher Begeisterung doch sehr auseinander, und die Online-Angelegenheit verlief wieder im Sande. Man war dort zufrieden mit dem, was man hatte, und das ist auch völlig in Ordnung so, da das Magazin seinen ganz eigenen Charme besitzt. Doch Herr Reckert und ich wollten mehr. Wir wollten es anders angehen, und wir wollten auch vorwärts kommen, mit der Zeit gehen – also entschlossen wir kurzerhand, doch einfach etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, bei dem wir nach unseren eigenen Vorstellungen agieren können. Und so entstand im November 2012 „booknerds.de – literatur und mehr“. Von Herrn Reckert kam auch die Namensidee booknerds.de. Im Grunde war die Gründung eine Kurzschlussreaktion. Zwischen Entschluss und Verwirklichung vergingen nur wenige Tage.

tredition: Könnten Sie kurz das Konzept der Plattform erläutern?

Chris Popp: booknerds.de zu charakterisieren ist gar nicht so einfach, auch das Konzept ist ein offenes. Denn wir sind weder ein klassisches (Literatur)Blog noch ein reines Onlinemagazin, sondern irgendetwas dazwischen. Ein Blog mit journalistischem Anspruch und Teamgedanken – oder ein Magazin mit Blogflair. Ein Hybrid aus Blog und Magazin eben. WirBooknerds wollten von Anfang an multimedial orientierte Inhalte anbieten und uns nicht ausschließlich auf Literatur begrenzen, und so sind wir auch diesbezüglich sehr offen und schreiben Rezensionen über Bücher, Hörbücher, Hörspiele, Filme, Serien, Dokumentationen – und in Zukunft vielleicht auch über Spiele oder weitere Medien. Auch Interviews, Kolumnen und Livebesprechungen kann der Leser bei uns finden.

„Wir möchten den Lesern aufzeigen, dass es jenseits der großen, mächtigen Konzerne wie amazon, Thalia und Co. auch noch andere Buchversandmöglichkeiten gibt.“

Hinzu gesellen sich noch zwei Rubriken, die uns sehr am Herzen liegen und uns vielleicht auch hinsichtlich Originalität etwas von der Masse abheben. Das wäre einmal die Rubrik „Klappe, Text!“, in welcher wir Autoren, Musiker oder sonst wie zu booknerds.de passenden Menschen (das dürfen auch Leser sein, nicht zwingend Künstler) nach dem „Carte blanche“-Prinzip einfach ein kleines Podest bieten. Hier kann man Gedichte, kleine Essays, Kurzgeschichten, Gedankengänge, Lobhudeleien, Meckereien, Nonsens oder wonach auch immer einem gerade ist,  niederschreiben. Außerdem gibt es die Reihe „Der Vinyl-Terrorist“, in welcher sich unser Redakteur Philipp Hoffmann auf originelle Weise über Exemplare aus seinem Plattenschrank des Grauens auslässt. Ebenso arbeiten wir an einer Alternativliste. Wir möchten den Lesern aufzeigen, dass es jenseits der großen, mächtigen Konzerne wie amazon, Thalia und Co. auch noch andere Buchversandmöglichkeiten gibt, zumal viele kleine Buchhandlungen mittlerweile ja auch Versand und Onlinebestellmöglichkeiten anbieten – oftmals schneller als die „Großen“.

Wichtig ist für uns die Unabhängigkeit, und auch Werbung wollen wir vermeiden. Auch möchten wir uns als eigenständige Plattform etablieren, weswegen man von uns Rezensionen bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen auch nicht parallel bei amazon, Lovelybooks etc. finden wird.

Alternativliste booknerds

Anregung zum Bucheinkauf jenseits der Filialisten: booknerds listet lokale Buchhändler und deren Onlineshops auf.

„Hinsichtlich Themen und Genres sind wir völlig offen. Wir sind die absoluten Freischwimmer.“

tredition: Setzt booknerds.de einen Schwerpunkt auf bestimmte Genres und Themen?

Chris Popp: Bezüglich Medien wird die Literatur in Schrift und Ton wohl auch in Zukunft dominieren. Hinsichtlich Themen und Genres sind wir völlig offen. Wir sind die absoluten Freischwimmer. Ob Kinderbuch, Horrorfilm, Lovestory, Comedyserie, Hochintellektuelles, Nonsens, Sachbuch, Fantasy, Science-Fiction oder Experimentalliteratur – es ist völlig egal. Wichtig ist uns nicht, was es ist, sondern wie es ist. Es gibt so viel Spannendes da draußen zu entdecken, da wäre es doch schade, sich durch selbstauferlegte Limitierungen vermeintlich Nichtpassendem zu versperren. Auch beschränken wir uns nicht auf Neuerscheinungen. Wenn jemand ein 15 Jahre altes Buch daliegen hat und unbedingt etwas dazu schreiben möchte: Nur zu. Ein Film aus dem vorletzten Jahr? Gern.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie dem Team von booknerds.de Ihr Buch vorstellen möchten?

Chris Popp: Der beste Weg ist immer der über unser Kontaktformular, wodurch die entsprechende E-Mail direkt bei mir ankommt. Diese E-Mail, in der etwas über das Buch und dessen Autor/in zu lesen sein sollte, leite ich dann an meine Mitschreiber weiter, damit diese auch davon Notiz nehmen können. Anschließend entscheiden wir demokratisch, wer genau was machen möchte (und ob überhaupt). Natürlich kann man uns auch via Facebook, Twitter oder Google+ schreiben, aber letztendlich erweist sich das als umständlich.

tredition: Booknerds.de zählt ganze 16 Redakteure. Wie konnte dieses beachtlich große Team geschaffen werden und wie organisiert Ihr Euch?

Chris Popp: Das Team wuchs von ganz alleine kontinuierlich an. Am Anfang musste durchaus noch die Werbetrommel gerührt werden, doch so langsam sprach sich booknerds.de herum und die Schreiber kamen zu einem großen Teil von selbst oder durch Mundpropaganda seitens der Kollegen. Einige von uns sind Vielschreiber und liefern wöchentlich mehrere Artikel ab, andere wiederum schreiben nur sporadisch – jeder wie er kann und möchte.

Die Organisation ist eigentlich recht simpel, wenn auch zeitaufwändig. Ich bekomme regelmäßig von Verlagen und Labels sowie diversen Promotionagenturen E-Mails. Die meisten davon weisen auf anstehende Veröffentlichungen hin oder beinhalten Vorschauen. Diese leite ich dann an alle weiter. In einer geschlossenen Facebookgruppe, sozusagen unserem Redaktionsbereich, melden wir dann kalenderwochenweise wöchentlich unsere Wünsche, einigen uns bei eventuellen Überschneidungen, und am Anfang der darauf folgenden Woche bestelle ich dann die Besprechungsexemplare. Auch Titel aus dem eigenen Fundus der Redakteure werden so angemeldet. Und eine Woche später geht das Spielchen dann wieder von vorne los.

Anschließend pflegen die Schreiber nach getaner Lektüre/getanem Hör- oder Sehgenuss überwiegend selbstständig durch ein von mir erstelltes Redaktionshandbuch ihre Artikel ein, laden Cover (und bei Filmen Szenenbilder) hoch und speichern das Ganze ab. Die Korrektur und das finale Layout übernehme ich dann selbst und veröffentliche danach die Artikel. Und selbstverständlich erhalten die uns die Rezensionsexemplare zur Verfügung stellenden Kooperationspartner nach online gestelltem Artikel den Beleglink. Obendrein teile ich unsere Artikel dann auch auf unseren Social-Network-Seiten bei Facebook, Twitter und Google+. In vielen Fällen posten wir auch auf die jeweiligen Verlags- und Künstlerpinnwände. Die Film- und Serienrezensionen werden zusätzlich noch auf ofdb.de verlinkt.

„Es gibt zahlreiche integre Selfpublisher, die ihre Arbeit ehrlich und unaufdringlich promoten.“

tredition: Der Self-Publishing-Markt in Deutschland wächst rasant. Wie seid Ihr unabhängigen Autoren gegenüber eingestellt?

Chris Popp: Grundsätzlich offen. Allerdings veröffentlichen zahlreiche Selfpublisher ihre Bücher ausschließlich als eBook, und viele unserer Schreiber (inklusive mir) sind eher Verfechter des papiernen Buches. Wer uns ein gedrucktes Buch anbietet, hat grundsätzlich bessere Chancen auf eine Rezension im Interessefall als jemand, der lediglich ein eBook anzubieten hat. Da scheinen wir im Team als Leser überwiegend konservativ veranlagt zu sein.

Wie meine Kollegen unabhängigen Autoren bzw. Selfpublishern gegenüber eingestellt sind, kann ich nicht kollektiv in deren Namen beantworten, denn da hat jeder seine eigene Einstellung und seine eigenen Erfahrungen – und unsere Redakteurin Juliane Vogler ist ja selbst Autorin und Selfpublisherin.

Ich für meinen Teil sehe in der SP-Szene mehr oder minder „solche und solche“. Es gibt zahlreiche integre Selfpublisher, die ihre Arbeit ehrlich und unaufdringlich promoten. Allerdings gibt es auch jene, die beinahe täglich ihre eBooks promoten. Da schwindet zumindest von meiner Seite aus sehr schnell das Interesse. Die individuelle Qualität, auf welche die Leseproben, die ich mir so zu Gemüte führe, schließen lassen, variiert erheblich. Da sind wirklich talentierte Vertreter unterwegs, aber auch solche, bei denen man die Hände über dem Kopf nur zusammenschlagen kann. Selbiges gilt auch für die Cover, die von billig, klischeehaft über nichtssagend bis interessant und verlockend alles zu bieten haben.

Als wirklich negativ empfinde ich allerdings zwei Dinge: Zum einen scheint es zahlreiche Autoren zu geben, die geistigen Diebstahl begehen, fremde eBooks kopieren/plagiieren, diese dann als ihre eigenen ausgeben und sie auch verkaufen. Noch schlimmer finde ich es allerdings, dass es diverse Selfpublisher gibt, die sich gegenseitig „hochrezensieren“: Gibst du mir eine 5-Sterne-Rezension, gebe ich dir auch eine. Gerade wenn dieselben Rezensentennamen immer wieder auftauchen und sich die meist kurzen, absolut nichtssagenden Rezensionen (ausnahmslos 5 Sterne) doch sehr ähneln, ist da doch etwas faul…

Gerade letztere zwei Vertreter der Spezies Selfpublisher ruinieren den Ruf all jener Selfpublisher/Indie-Autoren, die ehrlich unterwegs sind.

„Viele unserer Schreiber sind eher Verfechter des papiernen Buches.“

tredition: Was muss ein Buch auszeichnen, das Euch begeistert und zu einer Rezension veranlasst?

Chris Popp: Es muss auf irgendeine Weise interessant wirken. Das kann eine Werbeanzeige, ein Klappentext, das Cover, ein YouTube-Trailer, Mundpropaganda, ja manchmal sogar eine Rezension auf anderen Blogs oder in anderen Magazinen sein. Irgendetwas eben, das den Impuls auslöst, sich damit auseinandersetzen zu wollen.

tredition: Welche Pläne gibt es 2015, booknerds.de weiterzuentwickeln?

Chris Popp: Sagen wir es mal so: Wir möchten niemals aufhören, uns weiterzuentwickeln. Der nächste Schritt ist, den Lesern noch regelmäßiger Artikel bieten zu können, natürlich noch mehr Leser auf unsere Seite zu ziehen und irgendwann vielleicht – ohne Werbung – wenigstens ein paar Euro zur Deckung der zum Glück noch geringen Kosten für booknerds.de reinzuholen. Außerdem möchten wir versuchen, die Leser zu mehr Diskussionen anzuregen. Wir haben zwar ein Forum, doch dieses ist leider sehr, sehr ruhig. Auch wird nicht allzu viel bei uns kommentiert, was irgendwie schade ist. Also werden wir zusehen, dass die Interaktivität künftig benutzerfreundlicher ausfällt.

In nicht allzu ferner Zukunft wird booknerds.de optisch und funktionell eine deutlich erkennbare Frischzellenkur erhalten. Das Layout wird magazinlastiger und weniger „bloggy“ sein, damit der Leser auf der Hauptseite nicht nur die letzten x Artikel aus allen Genres und Medienbereichen untereinander mit angeteaserten Texten zu sehen bekommt, sondern nach Medien gegliedert: Die x neuesten Buchrezensionen, die x neuesten Filmrezensionen, die x neuesten Hörbuchrezensionen und so weiter und so fort. Auch wird die neue Seite „responsive“ sein, sprich, sie wird sich automatisch an das benutzte Endgerät anpassen. Tablet, Smartphone, PC, Phablet – überall soll booknerds.de intuitiv zu bedienen sein. Auch sind wir darum bemüht, dass unsere Smartphone- und Tablet-App auf möglichst vielen Systemen und auch langfristig verfügbar ist.

Wir schreiben, um auch gelesen zu werden. Nur möchten wir möglichst unaufdringlich auf uns aufmerksam machen. Und so schließt sich der Kreis zum Anfang unseres Interviews, für das ich nochmals danken möchte – denn es ist eine großartige Möglichkeit, den Leserkreis noch ein wenig zu erweitern.

Schmökern Sie hier (http://www.booknerds.de) direkt bei den booknerds. Der Blog ist zudem auf den einschlägigen sozialen Netzwerken vertreten:
http://www.facebook.com/booknerds.de
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Weitere Buchblogs im Porträt auf tredition.de:

Wortakzente – hier ist der Name Programm
Anima Libri – Auftritt mit Eleganz
Wo das Schreiben zelebriert wird
Bookrecession – für die Lust am Buch

Was Self-Publisher aus der neuen Studie von BITKOM lernen können

e-Book-Leserin

© contrastwerkstatt – fotolia.com

Die Anzahl der Befragungen und Datenerhebungen zum Self-Publishing nimmt in jüngster Zeit deutlich zu. Für Autorinnen und Autoren ist das – zumindest in Teilen – hilfreich, um Schlussfolgerungen für die eigene Schreib- und Marketingarbeit zu ziehen. Vor wenigen Tagen hat der Digitalverband BITKOM Ergebnisse einer Umfrage veröffentlicht, in deren Rahmen 1.300 Personen ab 14 Jahren zum Lesen von Self-Publishing-Titeln befragt wurden. Knackpunkt dabei: Es wurden ausschließlich e-Book-Leser befragt. Die Studie deckt damit bei Weitem nicht den kompletten Self-Publishing-Markt ab, bedenkt man, dass der Umsatzanteil des e-Books im belletristischen Bereich in Deutschland noch deutlich unter zehn Prozent liegt.

Dennoch sind die Ergebnisse von BITKOM in mancherlei Hinsicht aufschlussreich:

  • Bekanntheit von Self-Publishing:

    87 Prozent der befragten e-Book-Leser kennen die Möglichkeit des Self-Publishings, bei Lesern von Printbüchern sind es 52 Prozent.
    Die Wahrnehmung von Self-Publishing als noch junges, aber etabliertes Segment im Buchmarkt ist beachtlich groß – eine gute Grundlage für jegliche Werbeanstrengungen von Self-Publishern.

  • Wer liest, schreibt auch gern:

    18 Prozent der befragten e-Book-Leser haben Texte von Self-Publishing-Autoren gelesen, 11 Prozent haben eigene Texte selbst publiziert.
    Die Tatsache, dass sich die Gruppe der e-Book-Leser mit derjenigen der Self-Publishing-Autoren überschneidet, lässt sich in der Marketingarbeit nutzen, beispielsweise in Foren und Communities, in denen sich Self-Publisher austauschen. Wer selbst ein Buch veröffentlicht hat, ist im Zweifel offener dafür, Bücher von anderen Self-Publishern zu lesen oder weiterzuempfehlen. Aber Vorsicht: In einigen Foren ist offensichtliche Werbung für das eigene Buch nicht erwünscht. Es spricht aber nichts dagegen, im gegenseitigen Meinungsaustausch das eigene Buchprojekt konzeptionell vorzustellen.

  • Self-Publishing als Bereicherung?

    29 Prozent der Befragten glauben, dass die Vielfalt auf dem Buchmarkt durch Self-Publishing zunimmt. Demgegenüber stehen 15 Prozent, die meinen, dass durch Self-Publishing zu viele schlechte Bücher auf den Markt kommen.

    Tendenziell ist die Grundeinstellung gegenüber Titeln neuer, unabhängiger Autoren eher positiv. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil der Leser, die Self-Publishing als Bereicherung des Buchmarktes ansehen, künftig noch weiter zunehmen wird. Zumal auch der Buchhandel selbstverlegte Titel als frequenz- und umsatzbringende Sortimentserweiterung erachtet.

  • Individualität versus Mainstream

    25 Prozent der Befragten stimmen der Aussage dazu, dass durch Self-Publishing mehr Titel auf den Markt kommen, die ihrem persönlichen Geschmack entsprechen.

    Für Self-Publisher birgt das die Chance, mit ungewöhnlichen konzeptionellen Ideen, Themen und Umsetzungen Leser für sich zu gewinnen und Trends zu setzen. Fans von Self-Publishing-Titeln sind oft auf der Suche nach Literatur jenseits des Mainstreams.

  • Qualität ist Trumpf

    24 Prozent der Befragten vermisst bei Self-Publishing-Titeln eine Qualitätskontrolle durch Verlage

    Das zeigt einmal mehr: Ohne professionelle Umsetzung des eigenen Buchprojektes hilft alle Marketingarbeit nichts. Schlechte Qualität zu niedrigen Verkaufspreisen wird sich nicht nachhaltig erfolgreich verkaufen. Im Gegenteil: Leser werden verprellt und sehen von Empfehlungen der Bücher an Freunde und Bekannte ab.

Kritisch zu beurteilen ist die Tatsache, dass BITKOM in seiner Mitteilung zu den Umfrageergebnissen Self-Publishing als die Möglichkeit definiert, „digitale Texte und e-Books im Internet selbst zu veröffentlichen“. Dass Self-Publishing gleichermaßen die Veröffentlichung gedruckter Bücher bedeutet, fällt in dieser Definition schlichtweg unter den Tisch. tredition vertritt die Einschätzung, dass gedruckte Bücher und e-Books langfristig als sich ergänzende Ausgabeformate existieren, zumal beispielsweise die Marktentwicklung in den USA jüngst erst durch einen Aufschwung des Print-Absatzes gekennzeichnet war.