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Björn Beermann

Hamburgs magische Welten – tredition-Autor Björn Beermann im Rampenlicht

Björn Beermann

Bild: tredition-Autor Björn Beermann führt nicht nur seine Leser in magische Welten – auch Hamburg hat hier einiges zu bieten! Copyright Bilder: Studioline Photography Patrizia Wenzlaff

Der junge aufstrebende Schriftsteller Björn Beermann lebt in Hamburg, wie er es ausdrückt: „in seiner kunterbunten und etwas chaotischen Welt“, in der es ihm mit wachsendem Erfolg gelingt, das tägliche Chaos mit Hilfe von Kreativität zu bändigen. Der Self-Publishing-Verlag tredition sitzt zufälligerweise auch in Hamburg. Die tredition-Redaktion freut sich aus diesem Grund natürlich allein schon aus Lokalpatriotismus über das Interview mit dem Hamburger Autoren.  In unserem Gespräch mit tredition-Autor Björn Beermann offenbart dieser uns die magischen Seiten Hamburgs! Diese sollten seiner Meinung nach auch nicht nur in seiner aktuellen Urban Fantasy-Trilogie „Mitra“, dessen erster Teil gerade bei tredition erschienen ist, im Mittelpunkt stehen, sondern auch in unserem täglichen Alltag. Lassen Sie sich also in unserem Autoreninterview von Björn Beermann  in magische Welten entführen!

 

Erfahren Sie im Interview alles über:

  • Björn Beermanns Wechsel vom Krimi- ins Fantasygenre
  • Das Besondere an Beermanns Fantasyreihe „Mitra“
  • Warum Hamburg ein magischer Ort ist
  • Die Vor- und Nachteile als Autor einer Buchreihe
  • Von der Notwendigkeit einer positiven Einstellung – auch im Buchmarkt
  • Die Tücken des Marketings

Das Interview

Vom Hamburger Krimi- zum Fantasyautor

Deutschland steht tatsächlich eher für Realismus als für Fantasy, was ja auch ein bisschen schade ist.

tredition: Sie haben bereits eine Krimikomödie veröffentlicht. Jetzt folgt ein Jugendbuch aus dem Bereich Fantasy. Wie kam es zu diesem Genrewechsel?

Björn Beermann

Bild: Björn Beermann hat mit „Mitra“ ein Jugendbuch im Urban Fantasy-Sektor herausgegeben!

Björn Beermann:  Dass es so ein Genre-Wechsel sein würde, ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Ich war in einer Ausstellung in dem Archäologischen Museum über die Hammaburg und da fing es an, dass ich über Mitra nachgedacht habe. Es war dann recht schnell klar, dass mein zweites Buch ein Jugendroman im Urban Fantasy-Bereich werden würde.

tredition: Können Sie den Inhalt Ihres Buches in wenigen Sätzen zusammenfassen?

Björn Beermann: Ich versuche es mal. Es geht um Mitra, die nach Hamburg zu ihr bisher unbekannten Verwandten zieht und da erfährt, dass sie Teil einer magischen Welt ist. Es gibt vier magische Völker, die verfeindet sind und Mitra ist die Einzige, die einen drohenden Krieg aufhalten kann. Zudem muss sie ihr Leben in den Griff bekommen. Also alles nicht so einfach!

 

Mitra

Bild: Cover „Mitra“ von Björn Beermann Copyright Cover: Tabea Meret Stracke

tredition: Was unterscheidet Ihr Buch von anderen Fantasybüchern?

Björn Beermann:  Ich glaube es ist eher selten in diesem Genre, dass die Protagonistin ständig in beiden Welten, in der uns bekannten in Hamburg und der magischen Welt lebt und agieren muss. Beide Welten existieren gleichzeitig. Zudem empfinde ich Mitra als sehr eigensinnig und sie kann ihre Frau stehen. Das mag ich.

tredition: Was würden Sie tun, wenn Sie Mitra in Hamburg auf der Straße treffen würden?

Björn Beermann: Das ist ja mal eine schwierige Frage. Vielleicht einfach sagen: „Toll, was Du alles kannst.“ Weil als fremder erwachsener Mann eine Sechzehnjährige ansprechen… ist schon komisch aber wie häufig trifft man schon eine magische begabte Person, die dazu noch eine Naturverbundene ist.

 Ich schreibe unheimlich gerne in Cafés, in Fernzügen oder nach einem Spaziergang bei schöner ruhiger Musik, die Glücksgefühle bei mir auslöst.

tredition: Wie kam Ihnen die Protagonistin Mitra eigentlich in den Sinn?

Björn Beermann: Mitra entwickelte sich eigentlich beim Schreiben. Ich weiß nicht die einfachste Methode. Ich würde auch lieber systematisch Charakterbögen schreiben und die Geschichte als storyline über meine Zimmerwände kleben, aber so funktioniere ich einfach nicht. Bei mir ist es chaotischer.

tredition: Ihr Buch spielt in Hamburg, reiner Lokalpatriotismus oder fehlte es in der Fantasyliteratur bislang an authentischen Schauplätzen in Deutschland?

Björn Beermann

Bild: Björn Beermann bedauert, dass Deutschland eher für sachliche Themen steht, denn fantastische Orte gibt es seiner Meinung nach jede Menge.

Björn Beermann:  Deutschland steht tatsächlich eher für Realismus als für Fantasy, was ja auch ein bisschen schade ist. Ich lebe in Hamburg und finde, dass es hier viele magische Orte gibt und es wird Zeit, dass die Menschen in dieser wunderschönen Hansestadt mehr als eine bloße Kaufmannsstadt sehen.

tredition: Erzählen Sie uns etwas über die magischen Orte in Hamburg!

Björn Beermann: Es gibt Ecken im Hamburger Stadtpark, die sehen ein wenig verwunschen aus, auf Grund der Bauten und der Vegetation. Da gehe ich gerne spazieren. Oder auch die Gegend beim Dammtor. Die alten Häuser. Irgendwie spüre ich da etwas. Ich nenne das mal Magie.

tredition: Wie schreiben Sie am Liebsten, haben Sie eine bestimmte Schreibgewohnheit?

Björn Beermann:  Ich schreibe unheimlich gerne in Cafés, in Fernzügen oder nach einem Spaziergang bei schöner ruhiger Musik, die Glücksgefühle bei mir auslöst. Das alles hat etwas Meditatives, wodurch ich mich gut in die anderen Welten „beamen“ kann.

tredition: Wie schwer ist es, eine komplexe Buchreihe auf die Beine zu stellen? Haben Sie Vorbilder?

Björn Beermann:  Es gibt ja Vor- und Nachteile von einer Reihe. Der Vorteil ist, dass man sich beim Entwickeln der Geschichte und der Figuren Zeit lassen kann. Was für Schwierigkeiten es gibt, kann ich Ihnen erst sagen, wenn ich den zweiten Teil beendet habe. Das ist ja meine erste Reihe, beziehungsweise Trilogie.

Vorbilder weiß ich jetzt nicht, aber ich liebe die Jugendbücher von Kerstin Gier und ich bin auch von Cornelia Funke sehr begeistert.

tredition: Was sind Ihre Lieblingsbücher?

Björn Beermann MItra

Bild: Beermann schaut eher positiv in die Zukunft und hofft, dass auch der Buchhandel sich wieder vom Tief erholt.

Björn Beermann:  Ich fand Jean Louis Fetjaines Elfentrilogie großartig. Genauso wie die Alte Königreich-Reihe von Garth Nix und Philipp Pullmans „His Dark Materials“-Reihe. Oh, ich merke gerade, dass das auch alles Reihen sind …

tredition: Welche Rückmeldungen haben Sie bisher von Lesern auf Ihr Buch erhalten?

Björn Beermann:  Es läuft derzeit noch eine Leserunde auf Lovelybooks. Aber auch einige Blogger haben sich bereits geäußert und bisher sind die Leser meistens sehr angetan. Gerade von der magischen Geschichte. Mit ein oder zwei Charakteren werden einige nicht warm, aber es sind eben auch nicht alle sympathisch.

tredition: Wie sind Sie zum Self-Publishing gekommen?

Björn Beermann:  Ich muss zugeben, dass ich mich zuerst bei einigen Fantasy-Verlagen beworben hatte. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem jetzigen Ergebnis. Es ist ein tolles Cover geworden, was Tabea Meret Stracke da gezaubert hat. Ich bin mit dem Endprodukt insgesamt äußerst zufrieden. Und mit einem Verlag sähe „Mitra“ nun einfach komplett anders aus und ich wäre vielleicht nicht so glücklich damit.

tredition: … und was hat Sie gerade zu tredition verschlagen?

Björn Beermann:  Ich finde es toll, dass tredition so daran interessiert ist, dass das Buch ein Erfolg ist. Die Vertriebswege sind vorhanden und es gibt eine engagierte Serviceabteilung.

Vielleicht steigt das Interesse an Geschichten ja wieder.

Björn Beermann Mitra

Bild: Leser können sich freuen, Björn Beermann arbeitet schon wieder am nächsten Teil von „Mitra“.

tredition: Wie schätzen Sie, entwickelt sich der Buchmarkt in den nächsten Jahren?

Björn Beermann:  Ich war zunächst einmal sehr überrascht von tredition zu hören, dass der E-Book-Anteil bei den Buchverkäufen ein sehr kleinen Bereich ausmacht und dass der Buchmarkt sich eher negativ entwickelt. Aber ich denke gerne positiv. Der Bund und die Länder haben ja einige Leseförderprojekte ins Leben gerufen und auch die Hamburger Bücherhalle bietet es an, dass Kindern regelmäßig vorgelesen wird. Also vielleicht steigt das Interesse an Geschichten ja wieder.

Blogartikel Björn Beermann

Bild: Der Blog angetearz liest hat Beermanns Buch bereits vorgestellt und verlost!

tredition: Haben Sie im Bereich Veröffentlichung besondere Tipps an andere Autoren?

Björn Beermann:  Besondere Tipps sind schwierig. Wir sind ja alle unterschiedlich.

Was, denke ich, bei allen wichtig ist, sind natürlich das Cover, der Titel und der Klappentext. Und wenn man nicht weiter weiß, was früher oder später der Fall sein wird, einfach nachfragen. Beispielsweise bei Facebook-Gruppen oder natürlich auch bei tredition.

Ich habe Blut geleckt. Es macht mir unheimlich viel Spaß zu schreiben und mich in die Geschichte und meine Figuren hineinzudenken.

tredition: Was sind Ihre Erfahrungen im Bereich Marketing? Wie sollte man als Autor an das Marketing für das eigene Buch herangehen?

Björn Beermann:  Marketing ist wirklich schwierig und ich bin noch dabei herauszufinden, was ein guter Weg ist. Ich habe mich deswegen mit der PR Agentur Literaturtest zusammengetan.

Ein guter erster Schritt ist es, bei Lovelybooks eine Leserunde durchzuführen und Blogger/ Vlogger anzufragen, ob sie dein Buch lesen möchten. Irgendwie muss die Geschichte ja bekannt werden.

tredition: Welche weiteren Marketingmaßnahmen haben Sie für Ihr Buch bereits vorgenommen? Verfolgen Sie einen Marketingplan?

Björn Beermann:  Ich habe einige interessierte Blogger mit Büchern und Lesezeichen von Mitra versorgt und in der Woche ab dem 05.03.2018 startet eine Blog-Tour. Da bin ich sehr gespannt, wie das laufen wird. Es gibt ein Video, in dem ich über mein Buch erzähle und ein Video, in dem ich ein bisschen aus meinem Roman vorlese. Beide Videos findet man bei youtube, auf meiner Homepage und auf meiner treditions-Autorenseite. Und ich plane Lesungen zu geben. Da gibt es aber noch nichts Konkretes. Neuigkeiten werden natürlich auf den eben genannten Seiten und auf Facebook gepostet.

tredition: „Mitra“ ist eine Fantasyreihe, Ihre Leser dürfen sich also auf weitere Bücher freuen?

Björn Beermann:  Ja auf jeden Fall. Ich habe Blut geleckt. Es macht mir unheimlich viel Spaß zu schreiben und mich in die Geschichte und meine Figuren hineinzudenken.

Und bisher haben alle Leser, die Mitra zu Ende gelesen haben, gesagt, dass sie sich schon auf den zweiten Teil freuen. Die möchte ich nicht enttäuschen.

Björn Beermann Fantasy

Bild: Auch Magie gehört zum Schreiben, sagt auch der junge „Mitra“-Autor Björn Beermann.

tredition: Lieber Herr Beermann, wir danken für das hamburgisch-magische Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit „Mitra“! 

Über den Autor

Björn Beermann, lebt in Hamburg in seiner kunterbunten und etwas chaotischen Welt und versucht mit wachsendem Erfolg dieses Chaos mit Hilfe der Kreativität zu bändigen. Am liebsten schreibt er in Cafes bei mehreren Kaffees, während er die Menschen beobachtet oder nach einem Spaziergang im Stadtpark an seinem heimischen Laptop. Hier kann er sich dann auch leidenschaftlichen Diskussionen mit seinen Figuren hingeben ohne dabei schräg angeschaut zu werden.

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