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Newsletter Februar 2016

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

die Buchbranche steht auch im fast schon frühlingshaften Februar nicht still. Leipzig bereitet sich auf die Buchmesse vor, Amazon bringt wieder Unruhe in den Buchhandel mit der Ankündigung der Eröffnung von 300 Ladengeschäften (und dem darauf folgenden Dementi), ein Plagiatsfall im Self-Publishing jagt den nächsten. Autoren selbst wandern auf kreativen Pfaden, um neue Wege zu finden, sich untereinander zu vernetzen und ihre Bücher zu bewerben. Warum nicht auch einmal eine Buchpräsenz im örtlichen Supermarkt statt des Buchladens um die Ecke wagen?

Wie gewohnt erhalten Sie in unserem Newsletter viele Informationen zu aktuellen Themen der Buchbranche und Neuheiten bei tredition.

Lesen Sie diese Themen im Januar:

  • Trendthemen im Buchhandel – Sachbücher, Ratgeber und regionale Titel sorgen für Aufwind im Buchmarkt
  • Autoren im Portrait – Vom Poetryslam an den FKK-Strand mit Jenny Dorothea Horst
  • Buchvertrieb mal anders – „Rambutan“ erobert den Supermarkt
  • Branchenexperten plaudern aus dem Nähkästchen – Henri Apell vom Selfpublisher-Podcast
  • Vernetzung vorantreiben – die Schreibwerkstatt mit Michael Paul
  • „BUCH DES MONATS“ Februar 2016 – „Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi“

Wir wünschen eine gute Lektüre und senden herzliche Grüße

Ihr Team von tredition

 

Trendgenres: Sachbücher, Ratgeber & regionale Titel

Trendgenres


Trendthemen im Buchhandel – Sachbücher und regionale Titel sorgen für Aufwind

Trendthemen BuchhandelJede Zeit hat ihre Themen. Malbücher für Erwachsene fluten neuerdings die Buchläden off- und online – und scheinen den „Stress-Weg-Trend“ unserer Zeit widerzuspiegeln. Oft ist es zunächst ein Buch, das heraussticht und einen Nerv trifft – und im Handumdrehen fluten ganze Massen an Nachfolgern des Genres den Markt. Wir alle erinnern uns an den Erfolg von „50 Shades of Grey“, das für viele Nachahmer aber interessanterweise auch für die Entstehung einer spannenden Fanfiction gesorgt hat. Meist ist es dann aber für einen Autor zu spät, mit einem ähnlichen Buch zu punkten. Es gehört einiges Gespür – und Glück – dazu, das richtige Genre und Thema für einen Erfolgstitel, der den Zeitgeist trifft, vorauszuplanen.

 

Welche Entwicklungen bestimmen den Buchmarkt?

Sachbücher & Ratgeber im Trend

2015 liegt als wahrhaftes Katastrophenjahr hinter uns. Terroranschläge, Millionen Menschen auf der Flucht, Angst und Wüterei in deutschen Städten und entfesselter Hass in den sozialen Netzwerken. Eine Reihe von detailreichen Sachbüchern bilden die Entwicklungen in unserer Gesellschaft ab, die immer globaler werden, und bieten kenntnisreiche Lektüren. Kein Wunder, dass das Sachbuch aktuell eins der erfolgreichsten Genres ist!

Trend zur Regionalität

Der Trend zum regionalen Produkt setzt sich nicht nur in der Lebensmittelbranche immer stärker durch. Auch Buchtitel mit regionalem Bezug, mit lokalem Einschlag oder Dialekt werden immer beliebter und glänzen bei Buchhändlern und Lesern.

Kinderbücher setzen auf aufwendige Gestaltung

Kinderbücher konnten 2015 zwar kein Umsatzwachstum verbuchen, liegen aber nach wie vor im Trend. Leser und Buchhändler legen bei diesen Titeln aber zunehmend Wert auf eine originelle Umsetzung und liebevolle Bebilderungen.

Im tredition-Blog steilen wir aktuelle Neuerscheinungen aus unserem Programm aus den Bereichen Sachbuch & Ratgeber, regionale Titel und Kinderbücher vor.

Hier geht’s zum Blogbeitrag

Autorin Jenny Dorothea Horst – vom Poetryslam an den FKK-Strand

Jenny Dorothea Horst

Poetry-Slammerin legt amüsante Komödie vor

Mit dem Poetry-Slamhit „Ich wohne in Eppendorf“ machte sich die talentierte Poetry Slammerin Jenny Dorothea Horst unter dem Künstlernamen Horst Slammer in Hamburg und darüber hinaus einen Namen. Jetzt hat die Autorin unter dem Pseudonym Runnah von Spielfeldt die herrlich amüsante Komödie „Blondinen bitte anlegen“ in Buchform herausgebracht. Darin entführt sie ihre Leser nach Hamburg, Sylt, St. Tropez – und setzt sie sich auf sehr amüsante Weise mit den benachbarten Stadtteilen, Liebe und Liebesfrust und dem Leben in der Großstadt auseinander.

Vorhang auf, Spot an … Wir freuen wir uns sehr, mit der vielseitigen Autorin in einem unterhaltsamen Gespräch über das Schreiben, über das Slammen – und ihr neues Buch zu sprechen.

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Buchvertrieb mal anders – „Rambutan“ im Supermarkt

Rambutan im Supermarkt

Branchenexperten im Interview: Henri Apell vom Selfpublisher-Podcast

Henri Apell„Denn Self-Publisher haben eine Stimme“

Branchenkenner Henri Apell ist seit 2007 freiberuflich als Berater und Fachautor tätig. Vielen Self-Publishern ist er als Begründer des Selfpublisher-Podcast bekannt. Sein Podcast, den es seit einigen Jahren gibt, ist eine Pflichtsendung für jeden Self-Publisher. Darin unterhält sich Apell regelmäßig mit interessanten Autoren, zudem stehen spannende Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Self-Publishing-Markt und Tipps zur besseren Vermarktung von Büchern zur Debatte. Auch einige tredition-Autoren wie Yvonne Holthaus oder Eike Rappmund waren in seinem Podcast schon zu Gast. Ganz aktuell steht tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz im Selfpublisher-Podcast Rede und Antwort.

Im Gespräch mit der tredition-Redaktion erzählt Henri Apell uns, was ihn an der Self-Publishing-Branche reizt, welche Entwicklung der Markt seiner Einschätzung nach nehmen wird und weshalb Autoren noch einiges in Bezug auf das eigene Marketing lernen können.

Hier geht’s direkt zum Gespräch

Die Schreibwerkstatt – Vernetzung voranbringen!

Bild: Fotolia

Bild: Fotolia

Schreiben, diskutieren, jubeln, verwerfen … vernetzen!

Sie arbeiten zurzeit an Ihrem Buch – und Ihnen fällt bei der ganzen einsamen Schreibarbeit die Decke auf den Kopf, sie wünschen sich einfach mal mit anderen Autoren und Autorinnen über die eigenen Texte zu reden? Eine effektive Möglichkeit der Vernetzung ist die Teilnahme an einem Autoren- oder Schreibworkshop. Dieser Rahmen bietet tolle Vorteile.

Sie können dabei:

  • andere Autoren kennenlernen
  • einen fantasieanregenden Rahmen für das Schreiben genießen
  • an den eigenen Texten feilen
  • sich  untereinander über die eigenen Texte austauschen oder
  • sich mit anderen Autoren gemeinsam weiterentwickeln.

tredition-Autor Michael Paul („Wimmerholz“) schafft Abhilfe für Schreibblockaden mit einem Projekt, das die Vernetzung unter Autoren voranbringt. In diesem Jahr organisiert er drei „Schreibwochen“ für Autoren in der Toskana. Die Idee dahinter: Autoren finden sich zusammen, fahren in die Toskana und verbringen dort eine Woche gemeinsam und vernetzen sich.

Im tredition-Blog mehr erfahren

 

 

„BUCH DES MONATS“ Februar 2016

Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi

„Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi“

Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi – neues Jugendbuch entführt auf eine fantasievolle Zeitreise in die Welt von Antonio Vivaldi

Sabine E. Toliver zeichnet mit „Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi“ nicht nur ein unterhaltsames Portrait einer vergangen Zeit, sondern vor allem das einer der schillerndsten Persönlichkeiten der Musikgeschichte. …

„Wir müssen junge Menschen wieder mehr an klassische Musik heranführen“, wünscht sich die Sängerin und Gesangspädagogin Sabine E. Toliver und hat sich dafür die Reihe „Stimmgabelgeschichten“ erdacht, in der sie auf humor- und phantasievolle Art das spannende Leben bedeutender Komponisten erzählt.

Sabine Toliver präsentiert ab sofort den 1. Band aus der Reihe: „Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi“. Als unterhaltsame Plaudertasche wird einer der wichtigsten Komponisten der Welt in diesem frisch-frechen Jugendbuch lebendig. Das amüsante Werk nimmt Leser von 10 bis 100 Jahren mit auf eine humor- und fantasievolle Zeitreise in das turbulente Leben des Komponisten Antonio Vivaldi. Toliver gelingt mit ihrer Geschichte ein Geniestreich. Sie präsentiert Jung und Alt nicht nur beste Unterhaltung, sondern auch einen faszinierenden Einstieg in die Welt der klassischen Musik. „Ben-Edward Picks & Antonio Vivaldi“ von Sabine E. Toliver ist dabei so unterhaltsam wie das Leben des Komponisten, der bereits mit einem Erdbeben in das eigenen Leben gestartet ist.

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“ Februar 2016

 

Henri Apell

Branchenexperten im Interview: Henri Apell vom Selfpublisher-Podcast

„Denn Self-Publisher haben eine Stimme“

 

Henri Apell

Berater, Autor und Podcast-Betreiber Henri Apell gibt Self-Publishern eine Stimme.

Der Branchenkenner Henri Apell ist  freiberuflich als Berater und Fachautor tätig. Vielen Self-Publishern ist er als Begründer des Selfpublisher-Podcast bekannt. Sein Podcast, den es seit einigen Jahren gibt, ist eine Pflichtsendung für jeden Self-Publisher. Darin unterhält sich Henri Apell regelmäßig mit Selfpublishern, zudem stehen spannende Informationen zu aktuellen Entwicklungen im Self-Publishing-Markt und Tipps zur besseren Vermarktung von Büchern zur Debatte. tredition-Bestseller-Autorin Yvonne Holthaus und Eike Rappmund waren bereits bei ihm zu Gast. Im aktuellen Podcast spricht Henri Apell mit tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz.  Bei der Frankfurter Buchmesse konnten wir uns bereits mit ihm unterhalten. Umso mehr freuen wir uns, Herrn Apell jetzt zum Interview im tredition-Blog begrüßen zu können!   Im folgenden Gespräch erzählt er uns, was ihn an der Self-Publishing-Branche reizt, welche Entwicklung der Markt seiner Einschätzung nach nehmen wird und weshalb Autoren noch einiges in Bezug auf’s Marketing lernen können.

 

tredition: Lieber Herr Apell, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen nehmen. Sie sind als  selbstständiger Berater für Onlinemarketing, Fachbuchautor sowie Blogger tätig und geben mit ihren Podcasts Selfpublishern eine Stimme.  Wie ist es zu diesem schönen Auftritt gekommen?

 Henri Apell: Ich wollte schon immer gerne podcasten, leider fehlte mir das passende Thema, über das es noch nicht viele andere Podcasts gibt. Als ich mich mit dem Selfpublishing beschäftigte, fand ich nur englischsprachige Podcasts. So habe ich mir dann ganz schnell die Domain gesichert und alles eingerichtet. 2014 durfte ich mein großes Vorbild Joanna Penn auf der Frankfurter Buchmesse treffen und mit ihr eine längere Zeit über Selfpublishing und podcasten unterhalten. Das hat mich sehr motiviert.

 

Bei Selfpublishern habe ich gemerkt, dass hier ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl herrscht, man sich gegenseitig unterstützt und auch untereinander viel Networking betreibt.“

Selfpublisherpodcast Sönke Schulz

 

tredition: Was fasziniert Sie besonders an Self-Publishing?

Henri Apell: Ich arbeite schon länger mit Coaches und Trainern zusammen und berate diese vor allem bei ihren Social-Media-Auftritten. Leider herrscht hier bei vielen ein großes Konkurrenzdenken und alles soll möglichst schnell funktionieren und neue Klienten bringen. Bei Selfpublishern habe ich gemerkt, dass hier ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl herrscht, man sich gegenseitig unterstützt und auch untereinander viel Networking betreibt. Da ich ähnlich ticke, fühlte ich mich gleich ein Stück weit heimisch.

Auch bin ich fasziniert vom Tatendrang vieler Selfpublisher, ihrer Lernbereitschaft und der stetigen Neugierde. Da auch ich ein sehr neugieriger Mensch bin, kommt mit das sehr gelegen. Ferner diese Haltung „Ich nehme mein Schicksal selbst in die Hand“ beeindruckt mich sehr.

tredition: Was ist Ihre Einschätzung zum aktuellen Status Quo des Self-Publishing, es hat sich ja in den vergangen Jahren einiges getan, was die Akzeptanz von Self-Publishing-Veröffentlichungen angeht …?

 Henri Apell: Die Professionalisierung schreitet immer weiter voran und auch die Leser und Leserinnen werden anspruchsvoller. Gerade die erfolgreichsten sind auch die fleißigsten, die sich an den Schreibtisch setzen und konzentriert arbeiten. Auf der letzten Frankfurter Buchmesse konnte ich bei vielen Gesprächen und Vorträgen heraushören, dass es ohne „Sitzfleisch“ nicht geht.

Nach wie vor ist es schwer für Selfpublisher, in Buchhandlungen präsent zu sein. Aber das ist es auch für viele Verlagsautoren. Immerhin können deren Bücher bestellt werden. Manche Selfpublisher stecken darin viel Energie und Herzblut, anderen ist das egal und sie konzentrieren sich lieber auf die Vertriebswege online und wollen dort breit aufgestellt sein.

Meine Mutter hat schon immer viel gelesen und das tut sie mit über 80 immer noch. Ich habe ihr zu Weihnachten einen Liebesroman einer Selfpublisherin geschenkt. Vom Cover und von der Verarbeitung des Buches war kein Unterschied zu einem Verlagsbuch zu erkennen. Sie hat das Buch gerne gelesen und es hat sie auch nicht gestört, dass es kein Verlagsbuch war. Sie hatte eine schöne Zeit mit dem Buch und das ist doch das wichtigste.

 tredition: Welche Entwicklung erwarten Sie mittelfristig auf dem deutschen Self-Publishing-Markt?

Henri Apell

 Henri Apell: Die finanziell erfolgreichsten Selfpublisher werden über kurz oder lang auch bei Verlagen veröffentlichen. Teilweise passiert das auch schon und viele Verlage haben auch schon eine „Abteilung Selfpublishing“, die vielversprechende Talente binden möchte. Es wird auf der anderen Seite eine Fraktion „Indie-Autoren“ geben, die das strikt ablehnen und auch gar keinen Sinn darin sehen.

Im Bereich Lesegeräte warte ich noch auf „mutimediale“ Bücher. Dies wird besonders für Sach- und Fachbücher interessant werden. Ich bin Betatester eines deutschen und eines amerikanischen Anbieters und kann da eine sehr gute Entwicklung beobachten.

 

„Also dieses ganze sich ins Szene setzen, Werbung für sich machen, die Person als Autor in den Vordergrund bringen, interessante Geschichten über sich erzählen zu können: Darin sind manche Naturtalente, andere habe es erlernt und manche müssen es noch lernen.“

SP Podcast Holthaus

Erfolgsautorin Yvonne Holthaus ist nicht nur im Fernsehen zu sehen, sondern agierte kürzlich auch als spannende Interviewpartnerin für Henri Apell.

 

tredition: Welche Stärken und Schwächen von Self-Publishern haben Sie in den vergangenen Jahren beobachtet?

 Henri Apell: Schreiben ist mitunter eine sehr einsame Arbeit. Ohne die nötige Konzentration kommt man nicht voran. Gleichzeitig suchen viele den Erfahrungsaustausch mit Kollegen. Einige haben hier interessante Wege online gefunden, um das zu managen. Auch treffen sie sich in regelmäßigen Abständen in der realen Welt.

Diesen Spagat hinzubekommen, das sehe ich als eine wichtige Fähigkeit für Selfpublisher an. Dadurch erst entsteht funktionierendes Netzwerken und das gegenseitige Promoten von Büchern. Schließlich leben alle von den Verkäufen ihrer Bücher. In den USA gibt es schon Selfpublisher, die als „Speaker“ auf Konferenzen sehr viel geld verdienen und sich somit ein lukratives Zusatzeinkommen aufbauen. So etwas gibt es hierzulande (noch) nicht.

Also dieses ganze sich ins Szene setzen, Werbung für sich machen, die Person als Autor in den Vordergrund bringen, interessante Geschichten über sich erzählen zu können: Darin sind manche Naturtalente, andere habe es erlernt und manche müssen es noch lernen.

 tredition: Was war für Sie der wichtigste Moment in der Buchbranche/SP-Branche 2015?

 Henri Apell: Die Gründung des Selfpublisherverbandes im Februar.

SPPodcast Rappmund

tredition-Autor Eike Rappmund spricht im Podcast auch über seine Nominierung als Bestseller-Autor im buchreport.

 tredition: Wie wählen Sie eigentlich Ihre Interviewpartner aus?

 Henri Apell: Ganz unterschiedlich: Ich frage direkt nach oder erhalte auch Empfehlungen. Manchmal sprechen mich Autoren auch an. ich mag ja pro-aktives Verhalten und meist kommt es dann auch zu einem Interviewtermin. Ich will ja die ganze Bandbreite des Selfpublishing, da bin ich ganz offen. Aber auch die ganzen Dienstleister für Selfpublisher sind immer wieder interessante Gesprächspartner.

 tredition: Welches Gespräch hat Ihnen im Rückblick besonders Freude bereitet?

 Henri Apell: Ohne andere abwerten zu wollen: Farina de Waard. Da war es wirklich nur das wunderbare Buchcover, das mich so neugierig gemacht hat auf die Autorin. Auch die Tatsache, dass sie eben nicht zuerst mit einem E-Book gestartet ist, sondern gleich mit einem hochwertig gestalteten Papier-Buch. Darüber wollte ich einfach mehr erfahren. Das war noch vor ihrem tollen Erfolg bei der Leipziger Buchmesse, als sie den 1. Platz beim Indie-Autoren-Preis 2015 gewonnen hat.

tredition: Sie sind auch als Berater tätig. Welche Ratschläge würden Sie einem Self-Publisher für die Eigenvermarktung an die Hand geben?

 Henri Apell: Das Marketing beginnt mit dem Schreiben des Buches. Und bitte nicht verzetteln! Sich auf das konzentrieren, was Spaß macht und nur auf den Plattformen vertreten sein, die man auch gerne nutzt. Sonst wird es eine Last.

Außerdem gilt für jedes Genre das, was Hans-Peter Roentgen zu mir im Interview gesagt und was schon ein Mantra ist: Ein gut und spannend geschriebenes Buch ist das beste Marketinginstrument.

tredition: Auf welches Ereignis oder welche Marktentwicklung der Buchbranche sind Sie 2016 besonders gespannt?

Henri Apell: Auf den 3. Selfpublishingday in München im April. Kurz nach Start meines Podcasts fand der erste statt und dort konnte ich viele Selfpublisher kennen lernen und habe interessante Gespräche geführt. Der zweite war dann schön größer, sowohl von Ausstellerseite als auch von den Teilnehmern und Referenten. Der 3. wird noch größer und besser. Da leistet das Team um Andreas Hollender hervorragende Arbeit. Der Ablaufsplan ist schon mal sehr abwechslungsreich.

tredition: Lieber Herr Apell, wir bedanken uns für das Gespräch, freuen uns auf Ihre Antworten und wünschen Ihnen ganz besinnliche und wunderbare Weihnachtstage und einen guten Rutsch in das Jahr 2016!