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„Früher war ich jünger“ – Herr Kofler in der Kärtner WOCHE

Bild: Cover "Früher war ich jünger"

Bild: Cover „Früher war ich jünger“

Kaerntner Wochetredition-Autor Herr Kofler kann sich über einen riesigen Erfolg freuen: Dank seines Bucherfolgs mit „Früher war ich jünger“ bekommt Herr Kofler nun seine eigene, wöchentliche Kolumne in der Kärntner Woche! Die erste ist bereits erschienen. In seinen humorvollen Kurzgeschichten sammelt er verrückte und witzige Begebenheiten aus dem Alltag. Und schreibt sie auf. Weil es ja sonst keiner macht …

Heinzi Gosch

Heinzi Gosch – 3… 2… 1… und das Leben ist deins!

Heinzi Gosch

Bild: Autor Heinzi Gosch legt eine irrwitzige Reiseodyssee vor.

Der Durchschnittstyp Heinzi Gosch entführt in seiner aberwitzigen Reiselektüre „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“ auf wilde Reiseabenteuer. In seinem irrwitzigen Reisebuch inszeniert er eine unglaubliche Backpackertour zum Rand des Wahnsinns. Der Redaktion von tredition stand der Autor hinter dem Buch Rede und Antwort über absurde und urkomische Erfahrungen, den Überindividualismus in der Backpacker-Szene und seine Marketingerfolge. Das aktuelle tredition-Autoreninterview fällt diesmal sehr  unterhaltsam aus …

 

„Von Backpackern und anderen Wilden“

 

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“ bei tredition veröffentlicht, ein Buch über eine unglaubliche Backpackertour zum Rand des Wahnsinns. Beruhen die komischen Szenen auf wahren Begebenheiten?

Heinzi Gosch: Tatsächlich beruhen etwa 90% der Geschichte auf verschiedenen wahren Begebenheiten, die ich größtenteils originalgetreu hier und da, aber natürlich auch etwas überspitzt zu einer lustigen Gesamtreise zusammengefügt habe. Insbesondere die etwas eigentümliche „Planung“ der Reise ist aber wirklich genau so passiert.

tredition: „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“ ist Ihr Debütroman. Wie ist die Resonanz auf ihr Werk?

In Anbetracht der Tatsache, dass ich mit sehr wenig Resonanz gerechnet hatte, kann ich die Entwicklung bis heute nur als „atemberaubend“ beschreiben. Insgesamt haben bis jetzt fast 30.000 Menschen mein Buch gekauft oder als e-Book heruntergeladen. Zudem habe ich für einen Debütanten sehr viele positive Rezensionen erhalten, was mich natürlich unglaublich freut.

tredition: Ihr Roman ist humorvoll und ironisch. Gehen Sie  „live“ auch mit so viel Humor ans Leben heran?

Wenn man bedenkt, dass ein Großteil der komischen Szenen meines Buchs real sind, bleibt mir nichts anderes übrig, als das Leben mit Humor zu nehmen. Ich muss tatsächlich häufig einfach schmunzeln, weil ich alltägliche Erlebnisse in meinem Kopf nur minimal verbiegen muss, um daraus etwas zu kreieren, das mich selbst amüsiert. Ich suche förmlich nach diesen Dingen. Deshalb sitze ich manchmal auch lachend in der U-Bahn und warte nur darauf, dass mir irgendeiner mal eine weiße Jacke anzieht, die man hinten zumacht.

tredition: Ihr Ziel ist es, die Lachmuskeln Ihrer Leser/innen ordentlich zu strapazieren, welche ist Ihre eigene Lieblingsanekdote?

Es gibt tatsächlich viele Szenen, über die ich immer wieder selbst lachen kann. Aber mein absoluter Favorit ist die Feuershow am Strand. Die ist übrigens auch Teil des Covers geworden, weil ich heute noch das Gefühl habe, ich würde sie immer und immer wieder live erleben.

Cover 3...2...1...

Bild: Cover „3… 2… 1… und das Leben ist deins!“

 

„Ich würde also sagen, dass mich das Lachen der Menschen inspiriert hat, Struktur in das lustige Chaos zu bringen.“

 

tredition: Was hat Sie zum Schreiben inspiriert?

Alles begann damit, dass Immi, meine Reisebegleiterin, und ich ein Reisetagebuch geschrieben haben. Daraus haben wir immer mal wieder Freunden vorgetragen und ich habe ein paar Situationen als „gespielte Witze“ zum Besten gegeben. Das kam gut an und ich dachte mir, dass daraus vielleicht ein ganzes Buch werden könnte. Ich würde also sagen, dass mich das Lachen der Menschen inspiriert hat, Struktur in das lustige Chaos zu bringen.

tredition: Wen möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?

Mein Buch ist für Leute gedacht, die sich ganz einfach unterhalten lassen möchten. Einfach ist hier der Schlüsselbegriff! Es geht nicht darum, etwas Bestimmtes zu lernen, nachzuempfinden oder zu überdenken. Wer sich dazu bekennt, gern mal etwas Amüsantes zu konsumieren, ist bei meinem Buch genau richtig. Wer trotzdem einen tieferen Sinn in meinem Buch erkennt, muss unbedingt eine Therapie machen!

tredition: Sie nehmen die Backpacker-Szene auch mal gehörig auf die Schippe. Versteckt sich hinter den witzigen Geschichten eine Gesellschaftskritik am Überindividualismus unserer Zeit?

Ich nehme ja vor allem mich selbst auf die Schippe. Aber es stimmt schon, dass ich den Überindividualismus etwas auf dem Kieker habe. Dazu gehören nicht nur die Backpacker. Letztlich fällt mir auf, dass die Bemühungen einer Vielzahl von Gruppen, anders zu sein, immer wieder dazu führt, dass nach und nach uniformes Verhalten Einzug hält. Das führt dann wiederum zu einer Steigerung des Strebens nach Individualität. So etwas gibt vor allem den vermeintlich „trendigen“ und „coolen“ Bewegungen aufgrund ihrer selbstauferlegten Zwangshandlungen und Denkmuster ein tragikomisches Gesicht. Damit spiele ich gern. Backpacker, wie ich unbedingt einer sein wollte, funktionieren besonders gut, weil eben jeder, der einen Rucksack auf dem Rücken trägt einer ist. Gleichzeitig gibt es haufenweise Möglichkeiten, gegen zahlreiche ungeschriebene Backpackergesetze zu verstoßen. Von außen betrachtet ist das ziemlich witzig.

Heinzi Gosch - Tierschutzaktion

Das Buch von Heinzi Gosch rettet Tierleben!

tredition: Sie haben zu Ihrer Veröffentlichung eine Aktion gestartet, in der Sie einem Tierschutzverein Bucheinnahmen gespendet haben. Wie kam es zu dieser Aktion?

Ich habe selbst einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert und interessiere mich sehr für die Arbeit der Vereine, z.B. in Spanien. Von meinen ersten Schritten als Autor hatte ich mir nicht viel versprochen, insbesondere kein Geld. Als dann doch die ersten Umsätze flossen, war es für mich klar, dass ich mit Geld, mit dem ich nicht gerechnet hatte, etwas Gutes tun will. Diese Aktion hat mir so viel Spaß gemacht, dass bereits weitere gefolgt sind und ich mit dem Helfen längst noch nicht am Ende bin.

tredition: Was haben Sie beim Schreiben als größte Herausforderung empfunden?

Selbstvertrauen und Zuversicht! Diese beiden Eigenschaften haben mir anfangs sehr gefehlt und es bedurfte dem guten Zureden einiger Freunde, weiter zu machen und mein Buch zu vollenden. Ich habe mich selbst nicht als Autor gesehen. Als wichtiges Kriterium für mein Schreiben habe ich mir zudem von Anfang an auf die Fahne geschrieben, dass es mir gelingen muss, die Leser mit auf die Reise zu nehmen. Sie sollten nicht einfach nur von außen beobachten, sondern das Gefühl bekommen, dass sie zu jeder Zeit ihre Hand ausstrecken und Heinzi anfassen können. Ohrfeigen, schütteln oder in den Arm nehmen, geht natürlich auch!

Matthias Gosch Zeichnung Cover

Bild: Rohfassung des Coverbildes

tredition: Haben Sie für Ihr Cover mit einem Grafiker zusammengearbeitet?

Ja. Ich habe mich im Internet über verschiedene Karikaturisten informiert und mir war schnell klar, dass es unbedingt Stefan Roth sein muss. Er hat innerhalb kürzester Zeit verstanden, wie das Bild in meinem Kopf am besten in ein Cover umzuwandeln ist.

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihren Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Ich hatte mich im Vorfeld über das Prozedere informiert, dass auf mich wartet, wenn ich versuche, einen Verlag für mein Buch zu gewinnen. Ich habe von Anfang an gewusst, dass es schwer wird, eine einzelne Person in einem Verlag oder in einer Agentur zu begeistern. Es gibt einfach zu viele Gründe, warum ein Buch abgelehnt werden kann und sei es nur, weil mein Anschreiben einen Schreibfehler enthält oder der Agent schlecht geschlafen und keine Lust auf „witzig“ hat. Dazu kommt der Aufwand für die Bewerbungen. Ich habe das einmal gemacht und genau so viel Zeit für die Bewerbungsunterlagen gebraucht wie für mindestens zwei Kapitel meines Buches. Dazu kamen die mageren Aussichten, aktiv vermarktet zu werden bzw. Geld zu verdienen. Als Rookie war für mich schnell klar, dass es nur Self-Publishing werden kann. Dafür sprachen auch einige Erfolgsgeschichten anderer Autoren. tredition wurde mir von einem Bekannten empfohlen und ich habe schnell gemerkt, dass ich hier eine sehr gute Mischung aus persönlicher Betreuung und professioneller Vermarktung erhalten kann, wenn ich aktiv mitarbeite. Ich bin nur ein kleiner Einsteiger und werde trotzdem vom ersten Infogespräch bis zum Marketing wie ein vollwertiger Partner behandelt. Das fühlt sich gut an.

Heinzi Gosch

Eine von vielen Marketingaktionen: Heinzi Gosch im Pop-Up-Store in Hamburg.

tredition: Sie haben kürzlich Ihr Buch in einem Pop-Up-Store vorgestellt? Könnten Sie beispielhaft ein paar Marketingmaßnahmen schildern, die Sie für Ihre Bücher unternehmen? Haben Sie da besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Ich habe natürlich nicht den Stein der Weisen gefunden. Den Grundstein habe ich vermutlich damit gelegt, dass ich mein Buch zunächst als kostenloses Ebook angeboten hatte. Als neuer Autor wird man eh nicht über Nacht zum Star. Da zählt zunächst einmal eine hohe Reichweite. Gleichzeitig habe ich mir eine Facebookseite eingerichtet und alle Freunde einzuladen. Die habe ich dann wiederum gebeten, ihre Freunde einzuladen usw. So habe ich in kurzer Zeit ein paar hundert Fans gewinnen können. Ich habe allerdings auch ein bisschen Geld in Anzeigen bei Facebook investiert. Die haben sich sehr schnell bezahlt gemacht. Blogs sind ebenfalls eine gute Plattform. Dabei muss es nicht zwingend ein Buchblog sein. Ich habe zum Beispiel viele neue Leser über eine Reiseseite gewonnen. Das Wichtigste ist aber auf jeden Fall, aktiv zu sein. Niemand kann dein Buch so gut vermarkten, wie du selbst.

tredition: Welche Tipps zur Buchveröffentlichung haben Sie für Autoren, die vor der Entscheidung stehen, wie und wo sie ihr Buch publizieren?

Ich würde jedem neuen Autor zunächst zum Self-Publishing raten. Es ist einfach, schnell und flexibel. Sollten die Verkaufszahlen durch die Decke gehen, melden sich die Verlage von allein. Oder man bewirbt sich dann mit „Das ist mein Buch und hier sind die bisherigen Verkaufserfolge.“ Das macht sicher mehr Eindruck als jedes noch so gute Bewerbungsschreiben. Ein Bekannter von mir versucht z.B. seit Monaten, sein Buch über einen Agenten bei verschiedenen Verlagen zu platzieren. Er glaubt an den ganz großen Erfolg, was durchaus sein kann. Aber ICH habe jetzt rund dreißigtausend Leser und ER die Hoffnung auf etwas ganz Großes. Also lieber machen als hoffen!

tredition: Dürfen wir uns auf ein weiteres Buch von Ihnen freuen?

Ich habe sicher genug Stoff für ein zweites Buch. Allerdings steht noch die Entscheidung aus, ob es eine Fortsetzung der Geschichte um Heinzi und seine Freunde wird oder etwas ganz anderes. Wer das Buch schon gelesen hat und gern schon etwas Neues sehen möchte, kann sich gern auf meiner Internetseite umschauen. Hier veröffentliche ich Beiträge rund um Heinzis lustigen Alltag, seine Reisen und auch ein paar Hintergrundinformationen.

Lieber Heinzi Gosch, wir danken Ihnen für das unterhaltsame Interview und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit Ihrem Buch!

 

„Früher war ich jünger“ in der Kärntner Woche

Bild: Cover "Früher war ich jünger"

Bild: Cover „Früher war ich jünger“

Kaerntner WocheInnerhalb von zwei Wochen hat tredition-Autor „Herr Kofler“ mit seinem Buch „Früher war ich jünger“ die Thalia-Hitliste erklommen. Nicht nur das bewog die Kärnter Woche, die größte Zeitung Kärntens, den Autor und sein Buch in einem großen Beitrag vorzustellen.

Wolfgang Kofler: Im 15-Minuten-Countdown zum eigenen Buch

Wolfgang-Kofler

Wolfgang Kofler ist Anfang der 1970er-Jahre am östlichen Stadtrand von Villach/Kärnten geboren. Es folgen: Studium der Politikwissenschaften, Traumfrau, Jobs bei diversen Zeitungen, Superkind, dieses Buch.

„Wir alle sind die Summe unserer Fehler. Na und?“ Das Motto, das Wolfgang Kofler seiner Kurzgeschichten-Sammlung „Früher war ich jünger“ voranstellt, könnte treffender nicht sein: In 41 höchst amüsanten und herrlich ironischen Episoden schildert er mal einschneidende, mal alltägliche Ereignisse aus seinem Leben, in denen er nicht nur sich selbst den Spiegel vorhält, sondern sich auch manch ein Leser wiedererkennen mag, der um die 40 Jahre alt ist und somit „statistisch gesehen die Hälfte seiner Lebenszeit hinter sich gebracht“ hat, wie Kofler es zu Beginn seines Buches formuliert. Die eine oder andere Erninnerungslücke stellte Kofler in letzter Zeit durchaus bei sich fest, deshalb entschied er sich das Erlebte doch einfach einmal niederzuschreiben.

tredition: Lieber Herr Kofler, erst einmal Gratulation zu Ihrer Buchveröffentlichung! Gibt es schon erste Resonanz auf das Buch aus dem näheren Leserkreis?
Wolfgang Kofler:
Danke. Ja, gibt es. Viele freundliche Menschen kaufen es. Ich habe die ersten Ergebnisse hochgerechnet: Wenn es so weitergeht, kann ich in 30 Jahren vom Bücherschreiben leben.

tredition: Wie lange haben Sie am Buch geschrieben?
Wolfgang Kofler:
Ich habe eigentlich an gar keinem Buch geschrieben. Ich habe eineinhalb Jahre lang einen Blog über mein Leben betrieben. Der hatte knapp 40.000 Zugriffe, nachdem mir Experten 2000-3000 prognostiziert hatten. Irgendwann habe ich dann fast alle Storys gelöscht, überarbeitet und gebündelt. Einfach, weil ich einmal ein Buch veröffentlich haben wollte.

Wobei die Entstehungsgeschichte der einzelnen Blog-Beiträge vielleicht ganz interessant ist: Ich habe einen 15-Minuten-Countdown am Smartphone eingestellt und drauflos geschrieben. War ich nach der Viertelstunde nicht fertig, habe ich die Story weggeschmissen. 80 Geschichten schafften den Cut, 20 nicht. Mit dem Zeitlimit habe ich sichergestellt, dass ich am Punkt bleibe und mich nicht verzettle. Das war das Ziel: präzise und unterhaltend zu erzählen.

tredition: Ihre Kurzgeschichten sind humorvoll und oftmals wohltuend ironisch. Liest sich dies nur im Rückblick so oder meistern sie Stresssituationen „live“ auch mit so viel Humor?
Wolfgang Kofler:
Vorweg: In meinem Leben ist viel passiert, auch viel Kacke. Mittlerweile bin ich diesbezüglich ein Routinier, also in der Lage, mit stressigen Situationen gut umzugehen, auch mit Humor. Das war nicht immer so. Deshalb sind die Tollpatsch-Geschichten vermutlich auch lustig zu lesen. Niemand findet einen coolen Hund lustig.

tredition: Wen möchten Sie mit Ihrem Buch erreichen?
Wolfgang Kofler:
Im Idealfall 100 Millionen deutschsprachige Menschen. 1.000 wären aber auch sehr ok. Das einzige Ziel des Buches ist bereits erreicht:
es ist erschienen.

Bild: Cover "Früher war ich jünger"

Bild: Cover „Früher war ich jünger“

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Wolfgang Kofler:
Ich wollte es so unkompliziert wie möglich haben. Und ich wollte mit niemanden über Inhalte diskutieren müssen. Diese 41 Kurzgeschichten sind mein Angebot. Wenn der Markt es annimmt – fein. Wenn nicht – blöd. Aber ok.

tredition: Welche Tipps können Sie anderen Autoren geben, die selbst ein erstes Buch schreiben möchten?
Wolfgang Kofler:
Hüten Sie sich vor Kollegen, die Tipps geben. Ansonsten: einfach machen. Was soll schon passieren?

tredition: Wie werben Sie für Ihr Buch?
Wolfgang Kofler:
Von der ursprünglichen Idee einer europaweiten TV-Werbekampagne habe ich aus finanziellen Gründen leider Abstand nehmen müssen. Daher informiere ich nur via Facebook und Twitter. Das funktioniert ganz gut, glaube ich. Meine Follower sind sehr geduldige und nette Menschen. Zudem habe ich ein paar Freunde in der österreichischen Medienszene. Da versuche ich etwas Lobbying. Ein paar Zeilen in einer Zeitung können nicht schaden, denke ich.

„Stoerfaktor Kunde“ von Peter Granzow erobert den Buchhandel

Der humorvolle Episodenband „Störfaktor Kunde“ von Peter Granzow liegt prominent platziert bei der Mayerschen am Kölner Neumarkt – in bester Hochfrequenzlage der Stadt. Ein Erfahrungsbericht über die Kooperation mit dem Buchhandel.

Über 11.000 Passanten pro Stunde sind im vergangenen Jahr bei einer Samstagszählung in der Kölner Schildergasse am Rande des bekannten Platzes Neumarkt gezählt worden – damit platzierte sich Köln nach zwei Münchner Straßen auf Patz 3 der meistfrequentierten Citylagen Deutschlands. Gegenüber 2013 hatte sich die Zahl der Passanten in der Kölner Schildergasse deutlich gesteigert – einer der Gründe hierfür – so mutmaßte Engel & Voelkers – dürfte die Wiedereröffnung der komplett umgestalteten Mayerschen Buchhandlung gewesen sein. Und in der Tat präsentiert sich das traditionsreiche Geschäft nach dem einjährigen Umbau deutlich großzügiger, ein Café wurde ebenso integriert wie ein Veranstaltungsbereich, der beispielsweise anlässlich von Lesungen 350 Besuchern Platz bietet.

Kurzum: Eine grandiose Kulisse für jeden Autoren und jedes Buch! Zumal die Vorzeige-Filiale der Mayerschen erfrischend offen gegenüber neuen und unbekannten Autoren ist, insbesondere wenn sie aus der Region stammen. Wer in diesen Tagen das großzügige Entrée der Buchhandlung durchstreift und den Sortimentsbereich „Humor“ ansteuert, wird dort das Buch „Störfaktor Kunde“ von tredition-Autor Peter Granzow entdecken: aufmerksamkeitsstark präsentiert direkt neben dem Episodenroman „Und dann kam Ute“ des bekannten Comedian Atze Schröder und inmitten weiterer Titel aus populären Verlagen wie Goldmann, Rowohlt und Knaur. In der Humor-Abteilung ist „Störfaktor Kunde“ auch bestens aufgehoben, meint Autor Peter Granzow, schließlich schildert er in seinem Buch auf amüsante Weise Erlebnisse in der „Servicewüste Deutschland“, etwa von Verkäufern, die fluchtartig den Raum verlassen, wenn ein Kunde erscheint oder vom Kleiderschrankaufbau mit Hindernissen mangels vollständiger Lieferung der einzelnen Möbelteile.

Peter Granzow

 

Störfaktor-Kunde-MayerscheUnerfreuliche Situationen, die wohl ein jeder in seiner Rolle als Kunde schon einmal erlebt hat. Beruflich ist Peter Granzow als Moderator tätig und weiß daher nur zu gut, dass ein angemessener Umgang mit der Kundschaft eine wesentliche Erfolgsgrundlage darstellt. Aus diesem Gedanken heraus entstand sein Buch. Auf der Facebook-Seite von tredition hatte der Wahl-Kölner Granzow gelesen, dass die Mayersche am Neumarkt regionalen und neuen Autoren gegenüber sehr aufgeschlossen ist – eine E-Mail genügte, um das Team der Buchhandlung davon zu überzeugen, zehn Exemplare von „Störfaktor Kunde“ zu bestellen. Die Entscheidung hat Filialleiterin Barbara Hammes bisher keinesfalls bereut, denn Granzows Buch ist bereits einige Male über den Tresen gegangen. Granzow ist nun vorsichtig optimistisch, dass auch weitere Mayersche-Filialen sein Buch ordern werden. Gleichermaßen ist er mit weiteren Filialisten in Gesprächen.

Anderen Autoren rät Granzow, ein Feingefühl dafür zu entwickeln, in welcher Frequenz und Intensität Buchhandlungen kontaktiert werden sollten. Und: Bei einer höflichen Absage nicht gleich die Flinte ins Korn werfen, sondern neue Kontakte knüpfen oder die eigene Argumentationslinie abwandeln. Stellen Sie sich dabei immer die Frage: Was zeichnet Ihr Buch gegenüber anderen Titeln des gleichen Genres aus? Weshalb ist es für den Kunden lesenswert, neu und außergewöhnlich? Je mehr Argumente Sie dafür in der Tasche haben, desto leichter fällt das Gespräch mit einem Buchhändler.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tredition-Autor Peter Granzow im Interview

Peter Granzow_2015„Sagen Sie sofort, was Ihnen nicht passt! Sie sind der Kunde, Sie haben das Geld und das ist es, was der Verkäufer in der Regel haben möchte“, schreibt tredition-Autor Peter Granzow in seinem Buch „Störfaktor Kunde“. Wohl wahr: Ein jeder kennt Situationen, in denen der Kundenservice zu wünschen übrig lässt und der Kunde vom Status eines Königs doch reichlich weit entfernt ist. „Störfaktor Kunde“ bespielt dieses Thema in humorvollen Episoden.

Das Presseecho auf Granzows im Dezember erschienenes Buch ist groß. Erst vergangene Woche war der medienerfahrene Autor in der Sendung Lokalzeit Köln des Westdeutschen Rundfunks zu Gast. Dort gab Granzow lehrreiche und amüsante Einblicke in das “ganz normale Treiben” in Deutschlands Einzelhandel. Und bereits am Donnerstag, den 5. März, steht der nächste Auftritt an: Um 16.30 Uhr wird Peter Granzow im MDR zu sehen sein – ganze 30 Minuten in der Sendung „Gäste zum Kaffee“. Im Interview mit tredition berichtet Granzow davon, wie er bei der Pressearbeit für sein Buch vorgeht und wie es überhaupt zu seinem Buch kam. Außerdem gibt er anderen Autoren wertvolle Tipps für die eigenen Marketingaktivitäten an die Hand.

tredition: Lieber Herr Granzow, das Medieninteresse um Ihr im Dezember erschienenes Buch ist beeindruckend! Worauf führen Sie diesen schnellen Erfolg der Medienaufmerksamkeit zurück?

Peter Granzow: Um es mit einem Wort zu sagen: Klinkenputzen! Da niemand außer dem näheren Umfeld wissen kann, dass man ein Buch geschrieben hat, muss man aktiv Akquise betreiben, was nicht immer so einfach ist. Aber, wenn man von seinem eigenen Werk nicht überzeugt ist, kann man auch nicht erwarten, dass es andere sind. Also bleibt einem nur aktiv Zeitungen und TV-Sender zu kontaktieren. Klar, hier mögen erst mehr Ab- als Zusagen kommen. Aber wenn erst einmal ein Sender angebissen hat, wie bei mir die Lokalzeit aus Köln im WDR, hat man wunderbares Material, um die Sender erneut zu kontaktieren.

tredition: Wie ergab sich die Idee zu Ihrem Buch?

Peter Granzow: Ich denke jeder, der Konsument ist, hat sich irgendwann schon einmal über eine schlechte Dienstleistung, fehlerhafte Möbellieferungen oder dergleichen geärgert. Da ich als Moderator selber Dienstleister bin und um jeden Kunden kämpfen muss, ist für mich eine gute Beratung bzw. ein guter Umgang mit meinen Kunden enorm wichtig, denn sollte ich ihn unfreundlich behandeln oder eine schlechte Dienstleistung (Moderation) bieten, so wird er mich garantiert nicht noch einmal buchen.

tredition: Wem würden Sie besonders ans Herz legen, Ihr Buch schleunigst zu lesen?

Peter Granzow: Mein Glück ist sicherlich, dass das Thema meines Buches „Störfaktor Kunde“ eine große Zielgruppe anspricht und von daher für jeden zu empfehlen ist, der sich schon mal schlecht oder gar unverschämt beraten gefühlt, oder bei z.B. Möbellieferungen sein blaues Wunder erlebt hat. Ganz wichtig ist mir zu sagen, dass es kein Ratgeber ist, vielmehr werden humorvolle Geschichten aus Kundensicht erzählt. Es ist eine leichte Kost, die den Leser zum Schmunzeln bringen und evtl. motivieren soll, sich auch mal zu wehren – mir brachte das gelegentlich tolle Aufmerksamkeiten wie Hotelgutscheine oder auch Bargeld ein. Ich denke, jeder der die täglichen schlechten Nachrichten einmal vergessen möchte, wird beim Lesen meines Buches kurz Abschalten können.

tredition: Wie gehen Sie selbst heute vor, wenn Sie mit unzureichendem Kundenservice beim Einkauf konfrontiert werden?

Peter Granzow: Da mache ich inzwischen den Mund sofort auf und spreche das Thema an. Klar, der Dienstleister/Verkäufer wird das nicht als angenehm empfinden und es ist auch nicht Störfaktor Kunde von Peter Granzowimmer leicht eine negative Kritik zu äußern. Aber ich empfinde es auch nicht als angenehm, wenn ich mir von einer Verkäuferin z.B. beim Kauf von Bettwäsche sagen lassen muss, dass Männer sich da nicht so auskennen und man lieber noch mal mit der Frau kommen soll, dann gehe ich wie das HB-Männchen in die Luft!

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing entschieden?

Peter Granzow: Es ist sicherlich nicht so leicht einen der bekannten Verlage für sein eigenes Buch zu begeistern. Klar, es gibt ja auch Unmengen von Veröffentlichungen pro Jahr. Auf tredition bin ich durch mein Lektorat aufmerksam geworden und konnte die Einstiegskonditionen erst gar nicht glauben – ehrlich gesagt habe ich zu Beginn auch immer den Haken gesucht! Aber: Es gibt keinen!

tredition: Welche Resonanz bekamen Sie bisher auf Ihr Buch?

Peter Granzow: Laut der Rezensionen bei amazon ist es u.a. „lesenswert“, „sehr lustig“, „lustig und ironisch“ … eine der schönsten Headlines war: „Lesen-Schmunzeln-Selbermachen“! Klar, man wird mit einem Buch nicht alle Geschmäcker abdecken können und es werden bestimmt auch negative Kritiken kommen. Da nehme ich mir dann aber Charlotte Roche mit Ihrem Buch Feuchtgebiete als Beispiel: Von über 2.500 Rezensionen bei amazon waren fast 60% negativ – verkauft wurde es 2 Millionen Mal!

tredition: Sie selbst haben jahrelange Expertise als Moderator. Welche Tipps können Sie anderen Autoren für den Umgang mit den Medien geben?

Peter Granzow: Meist sind die Reporter einem ja gut gesonnen, aber je bekannter man wird, desto mehr versuchen sie ja aus einem herauszukitzeln. Also, auch wenn alles sehr freundlich und locker scheint, eine gewisse Vorsicht ist immer geboten. Wer es partout nicht mag, sollte nicht zu viel Privates verraten, das kann man auch ganz klar zum Ausdruck bringen. Fotos von Interviews kann man sich heutzutage auch gleich vor Ort zeigen lassen, sollte man sich schlecht getroffen fühlen, sofort sagen, denn: Was einmal im Internet ist, das bleibt da auch!

Peter Granzow wurde 1966 in Hameln geboren und erlernte zunächst das Konditorenhandwerk. Er wechselte dann eher durch Zufall ins Show- und Eventbusiness, wo er fortan als Moderator arbeitete. Er hat inzwischen über 150 Fernsehsendungen sowie nahezu 5.000 Liveshows moderiert und geht dieser Profession bis heute nach.

„Laberaffe“ in der Backnanger Kreiszeitung

Laberaffe von tredition in der Backnanger KreiszeitungLaberaffe von Kai BoschMit nur 17 Jahren und paralell zu seinem Schulabschluss hat Kai Bosch einen Comedy-Roman veröffentlicht – der regionale Bezug des Werks zum nordöstlich von Stuttgart gelegenen Backnang war nur einer der Gründe für die Backnanger Kreiszeitung, Autor und Titel zu porträtieren.