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Jens Thaele auf indie-publishing

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

indie-publishingtredition-Autor Jens Thaele befasst sich in seinem Handbuch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ praxisnah mit der richtigen Strategie im Umgang mit Technologie und der Digitalisierung. Auf Indie-Publishing erklärt der Berater und Autor, warum die Buchmesse in Leipzig aktuell ein so voller Erfolg ist und wie dies mit der Digitalisierung zusammenhängt. In einem ausführlichen Artikel stellt er die Messe vor und erläutert, warum man als Besucher von der Messe profitieren kann.

„Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ auf indie-publishing

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

indie-publishingDie Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Unternehmenskommunikation

Digitale Revolution – was ist das eigentlich? Was müssen Unternehmensentscheider in Sachen Digitalisierung beachten? Jens Thaele erklärt in seinem Handbuch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ praxisnah die richtige Strategie im Umgang mit Technologie. Im funkschau-Expertenkommentar erklärt Jens Thaele, Consultant und Autor des Buches „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ den digitalen Wandel und fasst die wichtigsten Grundbegriffe und Regeln des Marktes und eine Methodik, wie Sie Ihre ganz persönlichen Anforderungen gewinnbringend umsetzen können, zusammen. Das Self-Publishing-Portal vom buchreport, indie-publishing, widmet dem Autor ein ausführliches Autoreninterview!

Newsletter November 2015

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

die Temperaturen fallen immer weiter … aber das tut der Freude am Lesen keinen Abbruch – im Gegenteil. Laut einer aktuellen Umfrage ziehen sich insgesamt 84,5 Prozent der Deutschen in der kalten Jahreszeit besonders gern auf das heimische Sofa zurück – und was gibt es da Schöneres als ein gutes Buch zur Hand. Bringen Sie Ihr Buch daher rechtzeitig zu Weihnachten in den Handel – und auf den Gabentisch. Nicht überall geht es jedoch so gemächlich zu. In der Buchbranche ist auch nach der Buchmesse einiges los. Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen startet, Amazon eröffnet den ersten Buchladen in Seattle, die ewige Autorenfrage hallt wie ein Echo durch die Medien: Verlag oder Self-Publishing? Dabei stehen vermehrt Self-Publisher im Rampenlicht, während immer mehr Autoren sich von den klassischen Verlagen abwenden. Passend zu dieser Debatte blickt Technologieexperte Jens Thaele mit einer aufschlussreichen Außenperspektive auf die Buchbranche.

Lesen Sie diese Themen im November:

  • Frankfurter Buchmesse 2015 – Was war los?
  • Ihre Buchveröffentlichung zum Fest – Wie funktioniert’s?
  • Einmal Cyberspace und zurück mit Jens Thaele – Warum muss Technik immer so schwierig sein?
  • „Driving Phil Clune“ im Buchladen – Wie kommt Ihr Buch in den stationären Buchhandel?
  • Marketingtipp für Autoren: Rezensionen im Buchblog – Wer steckt hinter Bookrecession?
  • „BUCH DES MONATS“ November 2015 – „Keine Angst vorm Fliegen“

Herzliche Grüße

Ihr Team von tredition

Nachbericht Frankfurter Buchmesse 2015

Frankfurter Buchmesse 2015 - wir danken Ihnen für Ihren Besuch!Insgesamt sind 275.791 Besucher auf die diesjährige Frankfurter Buchmesse gepilgert, gefühlt waren es ebenso viele auch am tredition-Stand … Neben dem Thema Meinungsfreiheit stand natürlich auch das Thema Self-Publishing wieder im Fokus der Messe.

Das Allerwichtigste auf der Messe aber waren und sind die Autoren und ihre Bücher! Wir haben uns sehr über die zahlreichen Besuche unserer Autorinnen und Autoren am Stand, bei unseren Vorträgen und bei den Meet & Greets gefreut! Wir sind stolz auf die vielen positiven Rückmeldungen, die wir erhalten haben. Es war ein einmaliges Erlebnis für das gesamte Team.

Wir danken allen Autoren/innen für eine produktive Zeit in Frankfurt!

Hier gibt es einen bildreichen Eindruck von der Messe

Ihre Buchveröffentlichung zum Fest – Wie funktioniert’s?

Ihre Buchveröffentlichung zum Fest – Wie funktioniert's?Sie haben noch ein Buch in der Pipeline und möchten es gern jemand ganz Besonderem unter den Weihnachtsbaum legen, haben aber immer noch einige Fragen zur Buchveröffentlichung offen? Nutzen Sie unsere Verlagsexpertise und bringen Sie mit unserer Hilfe Ihr Buchprojekt einfach und schnell in den Buchhandel und zu Ihren Liebsten nach Hause – pünktlich zum Weihnachtsfest.

So geht’s:

  • Vereinbaren Sie ein persönliches Gespräch mit uns!
  • Ihr Buch mit einem Klick als Taschenbuch, Hardcover und e-Book einreichen.
  • Professionelle Buchumschläge & Cover nutzen!
  • Schnelle und unkomplizierte Buchprüfung und Hilfe vor Veröffentlichung.
  • Ihr Buch innerhalb weniger Tage überall im Buchhandel vor Ort und weltweit veröffentlichen.
  • Von unserer Expertise in Presse & Marketing profitieren.
  • In wenigen Tagen ist Ihr Weihnachtsgeschenk bereit!

Rufen Sie uns gern für ein persönliches Gespräch an oder schreiben Sie uns eine Mail! Wir freuen uns auf Ihr Werk!

Hier Ihr Buch einreichen!

So erreichen Sie uns für ein persönliches Gespräch

Einmal Cyberspace und zurück mit Jens Thaele – Warum muss Technik immer so schwierig sein?

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

„Die virtuose Kunst der Lösungsfindung“

Die digitale Revolution verändert unsere Welt in einer Geschwindigkeit und Dimension, die es in der gesamten Entwicklung der Menschheit noch nicht gegeben hat. Technologieexperte Jens Thaele zeigt in seiner Publikation „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ die richtige Strategie im Umgang mit Technologie und welche ungeahnten Möglichkeiten sich für Sie daraus ergeben. Begeben Sie sich in den Fahrersitz und bestimmen Sie selbst über Ihre Zukunft, anstatt diese anderen zu überlassen.

In einem informativen und fesselnden Gespräch mit unserer Verlagsredaktion erzählt der Consultant und Autor, wie wir den digitalen Wandel souverän meistern können, was sich die Buchbranche von der Technologiewelt noch abgucken kann, gibt Insider- und Marketingtipps und offenbart die Gründe, warum er sich bei seiner Buchpublikation für Self-Publishing entschieden hat.

Hier geht’s zum Interview

 

So kommt Ihr Buch in den Buchhandel – „Driving Phil Clune“ von Susanne Fuß

Driving Phil Clune im Buchhandel

Trotz aller Unkenrufe und Shopschließungen ändert sich nichts daran, dass der stationäre Buchhandel als größter Vertriebsweg im Buchhandel bestehen bleibt. Der Anteil am Gesamtmarkt ist 2014 sogar wieder gestiegen – auf 49,2 Prozent. Damit bleibt das Sortiment der wichtigste Vertriebskanal für Bücher. Einen deutlichen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent hat der Onlinebuchhandel zu verbuchen. Der Umsatzanteil lag 2014 bei 16,2 Prozent, das entspricht einem Gesamtumsatz von 1,51 Mrd. Euro.

Deshalb ist es umso wichtiger, dass Autoren weiterhin nicht nur das e-Book, sondern auch die Printformate in den Buchhandel bringen. Immer öfter sind Buchhändler zudem auch Self-Publishing-Titeln gegenüber aufgeschlossen und übernehmen diese auch in eine stationäre Auslage. Ein weiteres aktuelles Beispiel ist Susanne Fuß mit ihrem Buch „Driving Phil Clune“, das es kürzlich in die stationäre Auslage bei Bücher Bosch und in die Parkbuchhandlung in Bonn geschafft hat.

 

Erfolgsfaktoren für eine Auslage im Buchhandel:

  • Originelle Buchumsetzung (z. B. Layout, Format, Inhalt)
  • Professionelles Cover als Eyecatcher
  • Buchhandlungen im regionalen Umfeld kontaktieren
  • Direkte Kontaktaufnahme vor Ort
  • Persönlich mit den Geschäftsleuten in Kontakt treten und diese  überzeugen, dass regional vor Ort genügend Interesse am Buch durch eine eigene Fanbasis oder den Verwandtenkreis gegeben ist
  • Auf bereits erschienene Berichterstattung hinweisen.
  • Auf den Werbeeffekt für die Buchhandlung hinweisen: Redaktionelle Erwähnung durch tredition möglich

Interessante Hinweise für das Ziel einer Schaufensterauslage gibt auch das Magazin Publishers Weekly in einem aktuellen Artikel zu diesem Thema.

Hier geht’s zum Interview

 

Hier mehr zu einem professionellen Lektorat erfahren

Marketingtipp für Autoren: Rezensionen im Buchblog

Melanie DöringAls Verkaufsweg für Bücher liegt das Internet weiter hinter dem Sortimentsbuchhandel – Kaufentscheidungen hingegen werden zunehmend online getroffen. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant erhöht – eine wahre Fundgrube für Self-Publishing-Autoren, denn durch die Zusammenarbeit mit Blogs ergeben sich viele Chancen, das eigene Buch einer großen Anzahl von Lesern zu präsentieren. Heute möchten wir Euch daher wieder einen interessante Blog vorstellen.

Bookrecession – für die Lust am Buch

„Bloß keine Flaute aufkommen lassen“, so könnte das Motto des Blogs „Bookrecession“lauten. Denn der Name des Blogs ist originell gewählt: In Zeiten, in denen Bücher im Wettbewerb mit TV, Online-Videotheken, Apps und Social Media um die Freizeit der Mediennutzer ringen, wird das Schmökern im Roman für viele eine Seltenheit – befindet sich der Buchmarkt also in einer Flaute, einer „Rezession“. Das deutet Melanie Döring augenzwinkernd mit dem Titel ihres Blogs an. Und freilich soll ihr Blog dazu beitragen, die Lust am Buch zu fördern. Erfahren Sie im tredition-Interview mit der Bloggerin allerhand interessante aus dem Blognähkästchen.

Hier geht’s zum Interview

 

 

„BUCH DES MONATS“ November 2015

Keine Angst vorm Fliegen

Bild: Cover „Keine Angst vorm Fliegen“

Achim, ein erfolgreicher Arzt, und Ellen, eine umtriebige Managerin, fühlen sich magisch voneinander angezogen und alles ist fast wie immer, wenn ein Mann und eine Frau sich begegnen. Aber Achim ist 57 und Ellen 25, als sie zum ersten Mal aufeinandertreffen. Auf den ersten Blick scheint alles wie pure Klischees: Forever-Young-Syndrom, Torschlusspanik oder gar Vater-Komplex? Doch die beiden lassen sich auf etwas ein, was eine ungeahnte Entwicklung nimmt …

In einem gewitzten autobiografischen Roman erzählt das sympathische Autorenpaar nicht nur eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, sondern entführt Leser und Leserinnen an Schauplätze rund um die gesamte Welt. Ellen Kuhn und Joachim Materna stellen eine spritzige Geschichte zum Mit-Erleben, Mit-Fühlen und Mit-Träumen vor. „Keine Angst vorm Fliegen“ ist beste Unterhaltungslektüre, die ans Herz geht und Lesern Mut macht, die eigenen Entscheidungen gegen alle Widrigkeiten zu treffen.

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“ November 2015

 

Jens Thaele leger

Jens Thaele: Einmal Cyberspace und zurück – eine Anleitung zum Glücklichsein

Consultant und Autor erklärt digitale Strategien

Consultant und Autor erklärt digitale Strategien

Die digitale Revolution verändert unsere Welt in einer Geschwindigkeit und Dimension, die es in der gesamten Entwicklung der Menschheit noch nicht gegeben hat. Entdecken Sie mit Technologieexperte Jens Thaele ungeahnte Möglichkeiten in diesen stürmischen Zeiten! In seinem Buch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ zeigt er die richtige Strategie im Umgang mit den modernen Kommunikationstechnologien. Im Gespräch mit unserer Verlagsredaktion erzählt er, wie wir den digitalen Wandel souverän meistern können, was die Buchbranche von der Technologiewelt noch lernen kann, gibt Insider- und Marketingtipps und offenbart die Gründe, warum er sich bei seiner Buchpublikation für Self-Publishing entschieden hat.

 

tredition: Sie sind als Berater und Autor in der digitalen Branche tätig, die sich nahezu täglich ändert. Wie beeinflusst das Ihre Arbeit?

Jens Thaele: Sie müssen neuen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen sein und bereit, die Entwicklungen der Märkte möglichst vorurteilsfrei zu beurteilen. Viel Informationssichtung, Auswertung sowie Networking in (sozialen) Medien ist ebenfalls ein absolutes Muss und nimmt daher regelmäßig einen Teil des Tages ein.

 

„Die virtuose Kunst der Lösungsfindung“

 

tredition: Und wie sind Sie dazu gekommen, Ihre Erkenntnisse in Buchform festzuhalten?

Jens Thaele: Viele Fragen von Kunden, Bekannten und Freunden haben mir sehr klar vor Augen geführt, wie groß bereits die Wissenskluft zwischen den Insidern der New Economy und allen anderen Menschen geworden ist! Der Wandel in die digitale Gesellschaft vollzieht sich in einer so rasanten Geschwindigkeit, dass große Teile der Gesellschaft hilflos zurück bleiben.

Um dieser gesellschaftlichen Spaltung entgegen zu wirken, habe ich dieses Buch geschrieben, das die wichtigsten Grundlagen und Hintergründe zu der Entwicklung liefert und Menschen einen einfachen und praktischen Leitfaden bietet, wie sie mit dieser Art von Technologie umgehen sollten.

tredition: Sie eröffnen Lesern in Ihrem Buch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ die richtige Strategie im Umgang mit Technologie. Was sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse aus Ihrem Buch?

Jens Thaele: Wer nicht handelt wird behandelt – und meist nicht zu seinem Vorteil. Mit den Erkenntnissen aus meinem Buch wird der Leser selbstbewusster handeln, kann Technik zu seinem Vorteil nutzen und stärker selbst über seine (digitale) Zukunft bestimmen können.

 

„Eine Anleitung zum Glücklichsein“

Vom Yin und Yang der digitalen Revolution

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

 

tredition: Sie nennen Ihr Buch auch eine „Anleitung zum Glücklichsein“. Was ist damit genau gemeint?

Jens Thaele: Jeder kennt doch den Ärger mit „modernen“ Kommunikationsmitteln, wenn unsere schöne neue, vernetzte Welt plötzlich merkwürdige Dinge tut – jedenfalls nicht das, was wir möchten. Wir gehen in Fachgeschäfte und bekommen etwas über neueste Techniktrends erzählt, verlassen das Geschäft in Siegerpose und im Bewusstsein, die ergatterte Zukunftstechnik würde nun alles einfacher und besser machen. Spätestens, wenn beim Installieren der Geräte erste Fehlermeldungen auftauchen und eventuell auch noch zum Austausch nicht kompatibler, veralterter Hard- und Software geraten wird, bemerken wir den Trugschluss – zu spät.

Und genau da setze ich in meinen Erzählungen im Buch an. Ich drehe den Spieß um und stelle niemals eine spezielle Technologie in den Vordergrund, sondern die Menschen mit ihren unterschiedlichen Anforderungen und beurteile danach dann verschiedene Technologien auf deren Tauglichkeit. Der Held in meinem Buch ist der Leser mit seinen individuellen Wünschen, nicht irgendeine Technologie. Technik hat sich unseren Bedürfnissen anzupassen. Wir dürfen keinesfalls Sklaven der Technik werden. Nur dann sind wir tatsächlich zufrieden mit neuen Technologien. Daher rührt meine Aussage „Eine Anleitung zum Glücklichsein“.

tredition: Angenommen, Sie treffen jemanden, der den digitalen Wandel pessimistisch gegenübersteht. Was würden Sie dieser Person raten?

Jens Thaele: Zunächst kann ich derartige Haltungen sehr gut nachvollziehen, da sie durchaus einen sehr ernsten Hintergrund haben. Meist ist das hervorgerufen von den vielen Skandalen im Zusammenhang mit Abhöraffären, also der ganzen NSA-Snowden Thematik und natürlich auch eigenen negativen Erfahrungen, sowie düsteren Science-Fiction Abenteuern, die das Schlimmste erwarten lassen. Selbst der neueste James Bond thematisiert genau diesen Zeitgeist – ein mächtiges Netzwerk, nicht greifbar und die Frage, was tatsächlich noch richtig und falsch ist, wer ist gut und wer böse, die Fronten verschwimmen.

Und gerade deshalb ist die Beschäftigung mit dem Thema so immens wichtig! Mein Rat daher, sich eingehend zu informieren (z.B. mit meinem Buch, lacht) und sich damit persönlich ein sicheres Fundament in der Beurteilung von Technologietrends zu schaffen. Neben den negativen Begleiterscheinungen gibt es auch jede Menge positive Zukunftschancen, die wir unbedingt nutzen sollten. Aufhalten kann die Entwicklung niemand – jedoch – am Ende entscheiden wir Menschen selbst darüber, ob die Digitalisierung aller Lebensbereiche Fluch oder Segen wird. Und ich habe mich eindeutig auf die Seite des Segens geschlagen, wofür ich arbeite und schreibe.

 

„Der Autor ist mit seinem Input der wichtigste Treibstoff des Verlages!“

 

tredition: Sie blicken von der ICT-Branche als Insider auf den digitalen Wandel, von dem auch die Buchbranche ergriffen ist. Was ist Ihre Prognose für die Entwicklungen in der Bücherwelt und welche Maßnahmen oder Ideen könnte sich die Buchbranche von der ICT-Branche abgucken?

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

Jens Thaele: Zum besseren Verständnis kurz der Blick zurück: In der ICT-Branche regierten einst mächtige, traditionsreiche Unternehmen mit langer Geschichte. Für die schnelllebige Zeit, die rasante Entwicklung des Internets, erwiesen sich viele der Dinos jedoch als viel zu träge. Auf notwendige Marktentwicklungen wurde mit Arroganz und Abwehrstrategien reagiert – mit fatalen Folgen. Viele sind heute vom Markt verschwunden oder fristen noch ein jämmerliches Nischen-Dasein.

Was ist passiert? Die Marktgesetze haben sich verändert: Nicht der Große schlägt den Kleinen, sondern der Schnelle, Quirlige schlägt den Langsamen. Und noch etwas war signifikant. Die „Game-Changer“ waren die Erfolgreichsten. Nicht nachmachen, sondern völlig neue Ansätze wählen.

Kein Wunder also, dass für Amazon, ein Unternehmen aus der New Economy, die Buchbranche mit ihrem Anachronismus ein gefundenes Fressen war und ist. Nicht nur die Vertriebswege revolutionierten sich durch den Onlinehandel, sondern Amazon war auch als einer der Ersten so clever, E-Books samt Reader anzubieten. Und damit nicht genug: Statt potentielle Autoren vor den Kopf zu stoßen, bietet man eine kostenlose Plattform zur Veröffentlichung von E-Books an. Man nutzt gnadenlos alle Chancen moderner Kommunikationstechnik, die zu einer notwendigen Demokratisierung im Buchhandel führt. Jeder kann mitmachen, wenn er möchte.

Und wie reagiert (ein Teil) der Verlagswelt? Fast identisch wie damals die Dinos der ICT-Branche. Abwehrstrategien, Arroganz und >das haben wir schon immer so gemacht< geben den Ton an. „Senden Sie Ihr Manuskript bitte nur in ausgedruckter Form zu“. Ein Satz, über den ich ganz zu Anfang meiner Verlagsrecherche stolpern durfte. Im Jahr 2015 soll ein Autor also allen Ernstes einen riesigen Stapel Papier erzeugen und den dann per Post auf nimmer Wiedersehen zu einer Adresse senden, wo sein mit Herzblut entstandenes Werk irgendwann und ungelesen von einem pickligen Studenten im Schredder entsorgt wird? Hier ein zweites Beispiel: „Wir bringen nur im Frühjahr und Herbst neue Bücher auf den Markt!“ „Warum denn das?“, war meine reflexhafte Frage, auf die ich fast unisono deftig abgewascht wurde. „Es seien alle Prozesse im Buchhandel darauf eingeschworen, nur Anfänger (und Trottel) fragen so etwas!“ Aha, dachte ich, eine Art Brauchtum, wie niedlich – bislang kannte ich nur Lemminge, die sehenden Auges in den Abgrund springen. Die Frage ist doch nicht (mehr) was das Verlagswesen möchte, sondern muss doch lauten: Was möchten die Kunden und wie komme ich an die Autoren heran? Der Autor ist mit seinem Input der wichtigste Treibstoff des Verlages! Auch wenn zu viele Bewerber da sind, sollte Respekt gerade in einer Branche mit so hohen eigenen Wertvorstellungen doch selbstverständlich sein!

Spätestens die letzte Buchmesse in Frankfurt müsste alle „Traditionalisten“ alarmiert haben. Das Self-Publishing in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen ist stark im Kommen, hat längst das einstige Schmuddelimage verlassen und professionalisiert sich. Wer hier Genaueres erfahren möchte und besser könnte ich es hier nicht beschreiben, sollte die Keynote von Ralph Möllers zur Frankfurter Buchmesse 2015 nachlesen. Einfach wunderbar, wie da ein Verleger die Situation ziemlich perfekt und äußerst humorvoll auf den Punkt bringt.

Verlage, und damit meine ich auch Selbstverlage, sollten nun keinesfalls versuchen dem Trend durch einfaches Nachmachen hinterher zu laufen, z.B. den hundertsten Reader mit eigener Plattform aufzubauen. Me-too Produkte sind selten erfolgreich und das Original ist bei deren Markteinführung schon wieder einen Schritt voraus, setzt den nächsten Standard und lässt sich feiern. Aber was macht Amazon denn beispielsweise nicht so gut? Statt sich mit dem Handelsprofi in seiner Kernkompetenz anzulegen, gilt es, die eigenen Stärken auszuspielen. Autoren und Kunden möchten verstanden, individuell beraten und respektvoll behandelt werden. Autoren benötigen eine Plattform um ihren Content möglichst zielgerichtet an die richtigen Lesergruppen zu bringen und sich möglichst auch noch mit dieser zu vernetzen. Denn Kunden möchten etwas über den Autor, das Buch, das Thema erfahren und das möglichst authentisch, ehrlich und möglicherweise persönlich. Ja, wir nutzen moderne Technologie, um Produktion und Handel zu vereinfachen und können damit die freiwerdende Energie viel mehr in der direkten Kundenkommunikation einsetzen. Und die wird auch künftig in Buchhandlungen stattfinden, die sich immer mehr von Bücherständern in eine Art Erlebniswelt rund um Schreiben, Bücher und Literatur wandeln. Die Ansätze sind in einigen pfiffigen Buchhandlungen ja bereits zu sehen. Das Buch als Produkt wird dann in naher Zukunft ggf. innerhalb weniger Minuten vom 3D-Drucker bereitgestellt. E-Books sind sicher toll, aber nach der Übertreibungsphase kommt die Retrophase – gedruckte Bücher sind doch auch sehr schön … In unserer digitalen Zukunft werden Menschen danach dürsten mit Menschen und nicht mit Maschinen zu sprechen. Und Sie haben es vielleicht schon bemerkt: Amazon als Händler würde in meiner kleinen Zukunftsvision plötzlich ersatzlos gestrichen sein! In meinem skizzierten Eco-System aus Verlagen, Autoren, Kunden und „Buchhandlungen“ benötigen wir dank moderner Technik keinen Postversand von Büchern.

Solche Szenarien hat der Handelsriese, der zwar groß aber auch schnell/innovativ ist, natürlich längst erkannt und bastelt selbst an neuen Ideen, um anderen hier zuvor zu kommen. Die erste eigene stationäre Buchhandlung mit neuem Konzept wurde bereits eröffnet. Warum wohl nur…?

Der Erfolg liegt daher im Erfinden und Umsetzen neuer Marketingideen unter Nutzung aller technologischen Möglichkeiten, nicht im Nachahmen und/oder Schlechtreden anderer Marktteilnehmer. Das macht momentan einen Teil des Erfolges der Self-Publisher Branche (und einigen innovativen Verlagen) aus.

tredition: Könnten Sie beispielhaft ein paar Marketingmaßnahmen schildern, die Sie für Ihre Bücher unternehmen? Haben Sie da aufgrund der Kenntnisse aus Ihrer Branche besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Jens Thaele: Eine Autorenhomepage, wo sie etwas über sich als Autor berichten können, gehört heute ebenso dazu, wie ein Autorenportrait bei Amazon. Damit alleine wird sich als Self-Publisher jedoch noch sehr wenig bewegen lassen, es sei denn, sie sind bereits bekannt. Für Sachbuchautoren sind Beiträge in den jeweiligen Fachmedien sinnvoll, ergänzt durch Aktivitäten in verschiedenen sozialen Medien. Aktuelle, interessante Tipps auf ihrer Webseite schaffen bei Lesern vertrauen, gerade wenn diese nützlich sind und zum Buchthema passen. Video gewinnt ständig an Bedeutung in der Vermarktungsstrategie, ich selbst arbeite gerade an einem Buchtrailer, der in Kürze live geht. Jeder muss für sich bzw. sein Buchgenre den eigenen Weg der Vermarktung finden. Auf der Seite von tredition sind so ziemlich alle wichtigen Tipps zur Selbstvermarktung aufgeführt. Weiterhin kann ich die „Self-Publishing“ Facebook Seite als Informationsquelle und zum Austausch untereinander sehr empfehlen, auf der auch der Branchenexperte Matthias Matting viele seiner Beiträge aus seiner Self-Publisher-Bibel einstellt. Damit ist man bestens informiert.

 

„Schluss mit lustig war dann immer beim Vertrieb, denn der gibt heute in der Regel die Richtung im Verlag vor und die suchen den Mainstream und wollen kein Risiko.“

 

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Jens Thaele: Das klingt oben im Blick auf die Buchbranche bereits an. Meine Verlagssuche war recht kurz und äußerst lehrreich für mich. Ich kaufte mir kurz nach Fertigstellung meines Manuskriptes ein „Autorenhandbuch“ und befolgte die Ratschläge darin; schrieb ein gutes Exposé, suchte Verlage, die zu meinem Buch passen etc. und dann ging es hoffnungsvoll los, etliche Verlagslektoren bekundeten Interesse. Mit den Lektoren/innen kam ich in der Regel gut klar, die suchten meist wirklich neue Ideen und kreative Texte. Schluss mit lustig war dann immer beim Vertrieb, denn der gibt heute in der Regel die Richtung im Verlag vor und die suchen den Mainstream und wollen kein Risiko. Dieser Umstand und die Erkenntnis, dass ich auch nach einem Verlagsvertrag noch sehr lange auf eine Veröffentlichung warten müsste, ließen mich nach Alternativen suchen. Ich wollte ein Buch in Verlagsqualität, gedruckt und als E-Book, zu einem angemessenen Preis, mit ISBN-Nummer und über alle gängigen (Web-) Shops kostenlos bestellbar. tredition war für mich an der Stelle daher nahezu perfekt! Ein Lektorat hatte mein Buch eh schon genossen, das Coverdesign nach eigenen Ideen und den Satz kaufte ich mir vom treditions-Expertennetzwerk dann noch entsprechend dazu. Das Ergebnis ist wirklich ausgezeichnet; selbst meine eingefleischte (freie) Verlagslektorin, die bis dato nichts vom Self-Publishing hielt, war sehr positiv überrascht und könnte sich mittlerweile vorstellen, ihre eigenen Bücher auf diese Weise auf den Markt zu bringen.

tredition: Die wichtigste Frage zum Schluss! (Wann) wird es ein weiteres Buch von Ihnen geben?

Jens Thaele: Das hängt entscheidend auch vom Erfolg des vorliegenden Werkes ab. Mein vorliegendes Buch hat sehr viel Zeit gekostet. Dabei war die reine Schreibarbeit mit ca. 3-4 Monaten inklusive sehr vieler Nachtschichten nur ein kleiner Teil. Sachbücher erfordern meist viel Recherchearbeit, die auch, trotz langjähriger Erfahrung in einem Themengebiet, immer notwendig ist. Jetzt kümmere ich mich als „Verleger“ intensiv um die Vermarktung und dann sehen wir weiter …

tredition: Lieber Herr Thaele, wir danken für ein informatives und fesselndes Gespräch!

„Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ in der funkschau

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

FunkschauEin jeder kennt es aus dem privaten und beruflichen Umfeld: Die rasante digitale Entwicklung stellt immer wieder neuen und große Anforderungen an den Alltag. Jens Thaele widmet sich in seinem bei tredition erschienenen Buch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ den Strategien und Konzepten, die Privatpersonen und Unternehmer dienlich sind, um die digitale Revolution zu meistern. Im Rahmen eines Expertenkommentars in der Sonderausgabe „Made in Germany“ der Funkschau schildert Thaele einige seiner Empfehlungen.