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Jahresrückblick und Vorschau 2017

Rückblick und Vorschau 2017

Bild: Gemeinsam mit Ihnen blicken wir auf das „Buch-Jahr“ 2016 zurück und natürlich auch nach vorn auf das neue Jahr 2017!

Wie immer geht es schneller als gedacht und in Riesenschritten eilt der Countdown zum Jahreswechsel voran. Nun ist es bald wieder soweit – wir hoffen, Sie, liebe Autorinnen und Autoren, tredition-Freunde und Geschäftspartner, haben bereits alle Weihnachtsgeschenke zusammen und können die Adventszeit und den Jahreswechsel entspannt genießen. Gern möchten wir zu diesem Anlass mit Ihnen noch einmal gemeinsam auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zurückblicken und noch einmal die Ereignisse, Highlights und Neuerungen der vergangenen Monate Revue passieren lassen.

 

Self-Publishing-Markt dünnt sich aus

Self-Publishing Autor

Bild: Der Self-Publishing-Markt hat 2016 drastische Veränderungen erlebt.

Self-Publishing war 2016 kein neues Thema mehr, sondern zeigt zunehmend eine feste Verankerung im Buchmarkt. Der Self-Publishing-Markt boomt seit Jahren, während die Buchbranche sich mittlerweile seit geraumer Zeit mit einem stagnierenden Umsatz zufriedengeben muss – die Tendenz scheint ebenfalls wenig positiv. Doch trotz anhaltenden Wachstums im Self-Publishing-Markt fordern die Marktgegebenheiten auch in diesem Segment Federn. Das Feld der Print-on-Demand-Dienstleister scheint sich zu lichten. Wir haben mitansehen müssen, wie bekannte Dienstleister wie die e-Book-Plattform Txtr oder das Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat vom Markt gedrängt wurden. Als Gründe werden drastische Veränderungen in der Branche angeführt, aber auch die Rückzahlungen an die VG Wort, die dieses Jahr für Wirbel gesorgt und Verlage in die Knie gezwungen haben. Es verbleiben einige zentrale Anbieter, oftmals Konzerne mit starkem Mutterkonzern im Hintergrund – und tredition, ein inhabergeführtes Unternehmen mit wachsendem Erfolg, das durch anhaltende Servicequalität überzeugt. Es wird sich 2017 herausstellen, wie es mit der Buchbranche weitergeht. Ein Blick über den Tellerrand zu anderen Branchen ist ratsam. Wachsam zu sein, sich in anderen Marktsegmenten Ideen und Inspirationen zu holen und an neuen Konzepten zu arbeiten, könnte der Buchbranche gut tun, damit Menschen wieder mehr für Bücher begeistert werden – und das Lesen Netflix, Onlinegames und dem Internet Paroli bieten kann.

tredition belegt Platz 1. der Self-Publishing-Dienstleister

tredition belegt 1. Platz in großer SP-Studie 2016

Bild: tredition schafft es 2016 auf den 1. Platz in der „Großen SP-Studie 2016“.

Gerade unter diesen Umständen wissen wir es umso mehr zu schätzen, dass es dieses Jahr nicht nur Hiobsbotschaften zu vermelden gibt. Wir haben uns Mitte des Jahres sehr über die Ergebnisse der „Großen Self-Publishing-Studie 2016″ gefreut, die wie jedes Jahr von der Self-Publisher-Bibel ermittelt wurden.

tredition ist dieses Jahr aufgrund umfassender Serviceleistungen das erste Mal auf den ersten Platz der Self-Publishing-Dienstleister gerückt. 2006 sind wir gestartet. Nach 10 Jahren können wir mittlerweile auf eine große Anzahl an Autoren zurückblicken, darunter viele hochkarätige Autoren, die mit ihren Titeln vier- und fünfstellige Absatzzahlen erzielen. Unser Titelwachstum haben wir dieses Jahr sogar um 50 % steigern können. Woran das liegt? Gern verweisen wir auf die vielen Rückmeldungen, die zu unserem Service über TRUSTPILOT, aber auch per Mail oder Telefon eingehen und uns bestätigen, dass wir in Sachen Autorenbetreuung und Veröffentlichungsservice vieles richtig machen. Diesen Service möchten wir Ihnen durch stetige Verbesserungen natürlich auch im neuen Jahr bieten! Wir freuen uns schon drauf!

 

tredition auf internationalem Parkett

Englische Seite Homepage

Bild: tredition bietet seinen Service ab sofort auch für Self-Publisher in Großbritannien und den USA!

Nach 10 sehr erfolgreichen Jahren hat tredition mit seinem Team und zwei neuen Mitarbeiterinnen, Sylvia Anderson und Johanna Eyasu, auch internationale Pfade beschritten. Seit kurzem haben auch englische und amerikanische Autoren die Chance, auf unseren englischen Ablegern tredition.com und tredition.uk das eigene englischsprachige Buch dem passenden Markt anzubieten. Unsere Leistungen, die AutorInnen die Freiheiten des Self-Publishing und gleichzeitig auch die Service- und Produktqualität eines Verlages bieten, gelten natürlich auch für internationale Werke. Wir sind schon gespannt auf alle neuen englischsprachigen Bücher!

 

 

Self-Publisher: Die neue Autonomie

Nasar mit KeksViele Erstlingswerke, die beim herkömmlichen Verlag nie eine Chance gehabt hätten, mausern sich als Self-Publishing-Veröffentlichung zum Bucherfolg. Kein Wunder, dass immer mehr große Verlage auf die erfolgreichen Self-Publisher aufmerksam werden. Immer öfter ist es zu beobachten, dass unbekannte Debütautoren mit steigenden Verkaufszahlen oder erfolgreiche Self-Publisher ganz genau von herkömmlichen Verlagen unter die Lupe genommen werden. Aber auch Autoren prüfen die Verlage, bei denen sie unter Vertrag sind, mittlerweile genau. Immer öfter gibt es  AutorInnen, die sich über langfristige Verträge, über mangelndes Mitspracherecht und wenig Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Buches beim herkömmlichen Verlag beschweren. Aufgrund dieser Nachteile und der neu gewonnenen Freiheit beim Self-Publishing entscheiden sich immer mehr Verlagsautoren dafür, als Hybridautor neben Verlagstitel auch im Self-Publishing zu publizieren oder wechseln komplett vom Verlag zum Self-Publishing. Angebote von Verlagen an erfolgreiche Self-Publisher werden genau geprüft – und immer öfter sogar ganz abgelehnt. Wie etwa das Beispiel der erfolgreichen Self-Publisherin Stephanie Arndt zeigt. Als ein namhafter Verlag auf die Autorin aufmerksam geworden ist und die Self-Publisherin abzuwerben suchte, hagelte es statt großer Freude eine Absage von ihr. Die Autorin hat sich auch für ihre zweite Buchveröffentlichung wieder für das Self-Publishing entschieden. Die Vollblut-Self-Publisherin schätzt ihre Freiheit und die Eigenbestimmung bei der Veröffentlichung ihrer tierisch unterhaltsamen Bücher. Nur eine von vielen Geschichten, die zeigt, wie autonom, selbstbewusst und erfolgreich Self-Publisher 2016 geworden sind.

 

 

Self-Publisher im Buchhandel: Die Trendwende

buchhandelSelf-Publishing hat sich von einer Randerscheinung mittlerweile zu einer festen Größe im Buchmarkt entwickelt. Self-Publishing-Titel verheißen immer öfter ein großes Erfolgspotenzial, das nicht nur Verlage auf erfolgsversprechende Self-Publisher aufmerksam macht. Auch der traditionell eher konservative Buchhandel verhielt sich bislang oft noch zurückhaltend, wenn es um unbekannte Autoren und Self-Publisher geht. Denn der Buchhandel scheut oft das Risiko und setzt lieber auf die bekannten Kandidaten.

Gerade 2016 ist aber selbst im üblicherweise konservativen Buchhandel eine Trendwende zu beobachten. Buchhändler geben auch unbekannten Autoren immer häufiger die Chance auf eine Präsenz in der Buchhandlung. Und das nicht in der hintersten Ecke ihrer Buchläden. Viele Beispiele von tredition-Autoren zeigen, dass Self-Publisher und Indieautoren durch selbstbewusstes Auftreten und den Glauben an das eigene Werk eine prominente Präsenz im Buchhandel erreichen können – und das gerade auch in bekannten Ketten wie der Mayerschen Buchhandlung, Hugendubel oder Thalia.

ramuschkat_deciusDabei überzeugen selbstbewusste Self-Publisher gerade durch originelle und professionell verfasste und umgesetzte Buchprojekte. Buchhändler profitieren bei der Vielzahl an spannenden und interessanten neuen Titeln von einem enormen zusätzlichen Wachstumspotenzial, die diese Titel dem Buchhandel einbringen. Dabei reicht die Vielfalt an Titeln von Belletristiktiteln wie den amüsanten Anwältinnenroman „Paragrafen und Prosecco“ von Janine Achilles und Katharina Mosel (bei Heymann, der Mayerschen Buchhandlung und bei stories!) oder Birte Stährmanns Buch „Der Duft nach Vanille“, der in der Stuttgarter Buchhandlung buchhaus wittwer glänzt, bis zu Sachbüchern wie Natalie Wintermantels Ratgeber „Schnecken sind nicht langsam“, der Hugendubel bereichert. Ganz aktuell haben wir eine neue spannende Autorin im Programm: „Deine Finanzista“ präsentiert ihr Workbook „Mein Geldplaner2017“ in der Decius Buchhandlung und anderen Buchhandlungen in Hannover.

 

 

Ein bekanntes Gesicht bei tredition

joja wendtWer sich auch nur ein kleines bisschen für (klassische) Musik interessiert, kennt seinen Namen: Joja Wendt. Der bekannte Pianist, der während einer Session in einer Hamburger Musikkneipe von Joe Cocker entdeckt und als Vorprogramm für dessen Tournee verpflichtet wurde, begleitete schon Chuck Berry auf dessen Deutschland-Tournee, spielte solo in der ausverkauften Arena auf Schalke, beim renommierten Montreux Jazzfestival und komponierte die Filmmusik zur Komödie von Otto Waalkes „7 Zwerge – Männer allein im Wald“. Er wurde mit dem Louis-Armstrong-Gedächtnispreis ausgezeichnet und vom Traditionshaus Steinway & Sons in den erlesenen Kreis der Steinway-Künstler aufgenommen. Auf seinen Tourneen bereist er die ganze Welt und ist im TV ein regelmäßiger Gast. Sein erklärtes Ziel ist es, die Hemmschwelle der Menschen, in ein Klavierkonzert zu gehen, herabzusetzen. Sein Motto lautet „Klavierspielen macht Spaß“.Ulrike Gaate

Gemeinsam mit der international erfolgreichen Pianistin Ulrike Gaate hat er 2016 „Das kleine Blues & Boogie Buch“ bei tredition veröffentlicht, mit dem die beiden Autoren die Herzen von Musikliebhabern für die faszinierende Welt des Boogie-Woogies erobern wollen. Joja Wendt und Ulrike Gaate haben mit diesem Buch ihrer Leidenschaft für die Welt des Boogies freien Lauf gelassen und bieten Lesern und Leserinnen einen einzigartigen Einstieg in die Welt dieser faszinierenden Musikrichtung. Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass diese beiden Musikgrößen sich für eine Veröffentlichung in unserem Haus entschieden haben.

Prognose für 2017

2016 tredition JahresrückblickWir blicken im Dezember zurück auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr 2016. Wie immer bastelt tredition natürlich bereits an den nächsten Neuerungen und Entwicklungen, um für unsere AutorInnen die Veröffentlichung und die Handhabung unserer Webseite noch einfacher zu gestalten. Bleiben Sie gespannt – auch 2017 werden wir Ihnen wieder viele Neuerungen präsentieren.

Wir halten Sie natürlich über unseren Newsletter und den Newsticker auf der Startseite immer auf dem Laufenden!

 

 

Joja Wendt und Ulrike Gaate – zwei Starpianisten und der „Boogie Woogie“

joja wendt

Bild: Der Starpianist Joja Wendt wurde am Anfang seiner Karriere von Joe Cocker entdeckt. Bild: Joja Wendt

Sich spontan ans Klavier setzen, mit rasanten Boogie-Woogies die Zuhörer in den Bann ziehen und gute Laune pur zu verbreiten, das ist der Traum vieler Klavierspieler. Für den Pianisten Joja Wendt, der während einer Session in einer Hamburger Musikkneipe von Joe Cocker entdeckt und als Vorprogramm für dessen Tournee verpflichtet wurde, war die Boogie-Woogie-Musik der Einstieg zu seiner inzwischen über 30-jährigen, erfolgreichen Karriere. Gemeinsam mit der international erfolgreichen Pianistin Ulrike Gaate widmet er dieser Musikliebe ein Buch: „Das kleine Blues & Boogie Buch“, mit dem sie im Sturm die Herzen von Musikliebhabern für die faszinierende Welt des Boogie-Woogies erobern wollen.

Joja Wendt begleitete schon Chuck Berry auf dessen Deutschland-Tournee, spielte solo in der ausverkauften Arena auf Schalke, beim renommierten Montreux Jazzfestival und komponierte die Filmmusik zur Komödie von Otto Waalkes „7 Zwerge – Männer allein im Wald“. Er wurde mit dem Louis-Armstrong-Gedächtnispreis ausgezeichnet und vom Traditionshaus Steinway & Sons in den erlesenen Kreis der Steinway-Künstler aufgenommen. Auf seinen Tourneen bereist er die ganze Welt und ist im TV ein regelmäßiger Gast. Sein erklärtes Ziel ist es, die Hemmschwelle der Menschen, in ein Klavierkonzert zu gehen, herabzusetzen. Sein Motto lautet „Klavierspielen macht Spaß“.

Mir liegt vor allem am Herzen, Klavier begeisterten Menschen einen Einstieg in die Welt der Improvisation zu ermöglichen.“

Ulrike Gaate

Bild: Pianistin Ulrike Gaate Foto: Ulrike Gaate

Ulrike Gaate gehört in Europa zu den wenigen Pianistinnen dieser Stilrichtung, die fast ausschließlich von Männern gespielt wird. Ihre Liebe zum Boogie-Woogie & Blues Piano erwachte schon früh, nachdem sie als Kind bei ihrem Großvater auf alte Plattenaufnahmen von Albert Ammons, Pete Johnson und Meade „Lux“ Lewis gestoßen war. 2011 gewann sie mit ihrem „Ulrike Gaate Trio“ den C. Bechstein-Preis.

Aktuell zur Buchveröffentlichung von „Das kleine Blues & Boogie Buch“ stehen uns die beiden Starpianisten in einem musikalischen Interview Rede und Antwort und erzählen von ihrer Liebe zum Boogie Woogie, der gemeinsamen Zusammenarbeit und warum sie sich für ihr aktuelles Buch für Self-Publishing entschieden haben.

tredition: Lieber Herr Wendt, Sie sind momentan auf Tour, Frau Gaate, auch Sie sind eine vielbeschäftigte Pianistin und Dozentin. Wann haben Sie beide eigentlich noch Zeit für das Schreiben?

Joja Wendt:  Für so ein tolles Projekt stanzt man sich jede Zeit aus seinem Terminkalender!
Ulrike Gaate:  Kleine Zeitblöcke eignen sich gut zum Schreiben, Urlaube, Wochenenden, konzertfreie Phasen. Außerdem hatte ich das Glück, mich über einen stressresistenten, immer gut gelaunten Co-Autoren freuen zu können, der auch an den entlegensten Orten der Welt und sogar bis kurz vor Konzertbeginn für Fragen erreichbar war, obwohl sich im Hintergrund schon unruhige Veranstalter bemerkbar machten …

tredition: Sie sind beide gefeierte Pianisten weltweit, woher stammt Ihre Liebe zum Boogie-Woogie & Blues?

Joja Wendt

Bild: Jojas Leidenschaft ist das Piano und dafür entfacht er bei jedem seiner Konzerte auch seine Zuschauer.

Joja Wendt: Richtig gepackt hat es mich als Teenager, als ich ein Konzert von Vince Weber im Berliner Musikclub „Flöz“ besucht habe. Meine ältere Schwester hat mich mitgenommen. Ich war begeistert von seinem kraftvollen Solopiano-Stil.
Ulrike Gaate: In meiner Familie gibt es einige Profi-Musiker, so kam ich schon früh mit Musik in Berührung. Als Kind stieß ich dann bei meinem Großvater auf alte Schallplatten von Albert Ammons, Pete Johnson und Meade „Lux“ Lewis und hatte mich sofort unheilbar mit dem Boogie-Woogie-Virus infiziert.

tredition: In Ihrem Buch „Das kleine Blues & Boogie Buch“ wollen Sie Hobbypianisten für den Blues und Boogie Woogie begeistern. Wie entflammen Sie Menschen, die mit diesen Genre gar nichts anfangen können?

Joja Wendt: Boogie-Woogie ist eine aus der Tastatur geborene Solopiano-Stilistik, erschaffen von Leuten, die häufig keine Note lesen konnten. Man kann sie ohne Notenkenntnisse lernen. Die klare harmonische Struktur und der Rhythmus erschließt sich auf intuitive und spielerische Art und Weise. Die Grundregeln des Improvisierens lassen sich schnell erfassen. Nicht umsonst haben viele berühmte Jazz-Improvisatoren mit Blues und Boogie-Woogie angefangen.

 

Bild: Die Neuerscheinung "Das kleine Blues &Boogie Buch" von Ulrike Gaate und Joja Wendt.

Bild: Die Neuerscheinung „Das kleine Blues & Boogie Buch“ von Ulrike Gaate und Joja Wendt.

Ulrike Gaate: Der Spaß, in Boogie-Woogie-Sessions mit mehreren Pianisten zu spielen, ist mit nichts zu vergleichen. Überhaupt mit anderen Menschen spontan musizieren zu können, die man vielleicht noch nie gesehen hat, erzeugt eine ganz besondere Magie, die einen nicht mehr loslässt, wenn man sie erst einmal erlebt hat.

tredition: Was liegt Ihnen bei Ihrem Buch besonders am Herzen, wie würden Sie Ihr Buch in fünf Sätzen beschreiben?

Ulrike Gaate

Bild: Ulrike Gaate performt live.
Foto: Michael Schmid

Joja Wendt: Mir liegt vor allem am Herzen, Klavier begeisterten Menschen einen Einstieg in die Welt der Improvisation zu ermöglichen. Genau so, wie es auch bei mir losging. Wir haben einige Anekdoten und Erlebnisberichte hinzugefügt, um die Lektionen an Hand meines Karriere-Wegs authentisch zu begleiten. Es enthält Insiderwissen, das auf Sessions von Pianist zu Pianist direkt weitergegeben und bislang noch nicht in Büchern aufgezeichnet wurde.

Ulrike Gaate: Leider gibt es in Europa nur sehr wenige Frauen, die sich an das Boogie & Blues Piano heranwagen. Vielleicht können wir mit dem Buch mehr Frauen für diesen Musikstil begeistern.

tredition: Wie ist eigentlich Ihre gemeinsame Zusammenarbeit erwachsen?

Joja Wendt: Ulrike erzählte mir während der Arbeit an ihrer CD in meinem nullviernull-Studio in Hamburg von ihrer Buchidee und fragte, ob ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen könnte. Ich habe die Chance sofort erkannt und von da an haben wir uns intensiv des Themas angenommen.

tredition: Angenommen, Sie treffen jemanden, der eine Hemmschwelle hat, in ein Klavierkonzert zu gehen. Was würden Sie ihm oder ihr sagen wollen?

Ulrike Gaate: Besuchen Sie unbedingt ein Konzert von Joja Wendt und Sie werden alles vergessen, was Sie jemals an negativen Klischees über Klavierkonzerte gehört haben!

Joja Wendt

Bild: Joja Wendts Leidenschaft gilt dem Klavier – und dem Boogie-Woogie!


ttredition: Sie sind als Pianisten und Autoren in zwei kreativen Bereichen zugleich tätig. Profitieren beide Domänen voneinander? Kommen Ihnen beim Musizieren Ideen für die Konzeption und die Themen Ihrer Bücher und umgekehrt?

Joja Wendt: Auf jeden Fall. Das eine bedingt das andere. Die Geschichten haben einen autobiografischen Hintergrund und kommen aus der eigenen Historie, den eigenen Erlebnissen.

Ulrike Gaate: Unbedingt. Gerade so ein Buch wie dieses ergibt sich in erster Linie auf der Basis eigener Erfahrungen.

tredition: Freuen Sie sich schon auf ein Konzert in der Hamburger Elbphilharmonie, die ja ab 2017 öffnen wird?

Joja Wendt: Um ehrlich zu sein, liebe ich mein „Wohnzimmer“, die Hamburger Laeiszhalle. Das war der Ort an dem ich immer spielen wollte, und an dem ich seit vielen Jahrzehnten auftrete. Ich werde die Elbphilharmonie mit Freuden besuchen und aufmerksam beobachten, wie die Künstler und das Publikum dort wirken. Die „Philharmonie“ ist auch in den anderen Städten eher ein Ort, der hauptsächlich auf das reine Klangerlebnis ausgelegt ist. Meine Konzerte leben jedoch auch von der Interaktion und da ist ein Theater- oder Konzert-Haus besser geeignet.

Joja Wendt

Bild: Joja Wendt ist zurzeit wieder auf Livetour! Verpassen Sie nicht, ein Konzert von ihm zu besuchen!

tredition: Sie haben bereits Bücher herausgebracht, waren in der Spiegel Bestseller-Liste vertreten – wie kam es, dass Sie sich diesmal für eine Veröffentlichung als Self-Publishing-Titel entschieden haben?

Joja Wendt: Das Buch ist eine Herzensangelegenheit, denn es richtet sich konkret an Pianisten oder diejenigen, die es werden wollen. Ich bin mir sicher, dass diese uns über tredition finden werden. Wir haben hier den Vorteil der größtmöglichen Gestaltungsfreiheit. Es ist zwar mehr Arbeit, sich um alles selbst zu kümmern, aber es gefällt mir, selbst zu entscheiden und auf jeden Produktionsschritt Einfluss nehmen zu können.

tredition: Und wie sind Sie auf tredition gekommen?

Ulrike Gaate: Das Angebot und der Service von tredition passten im Vergleich zu anderen Verlagen am besten zu uns.

tredition: Viele unbekannte Autoren sind sicherlich gespannt auf Marketingtipps von einem langjährig erfolgreichen Künstler: Wie gehen Sie im Bereich Marketing und Bewerbung Ihres Buches vor?

Joja Wendt: Ein Künstler, der schon viele Jahre kontinuierlich auf Konzert-Tournee ist, kann sich auf seine langjährige Medienerfahrung und eine treue Zuhörerschaft verlassen. Früher spielte das Fernsehen und das Radio, also die linearen Medien eine große Rolle. Heute hat Social Media gerade für Nischen-Produkte eine große Bedeutung gewonnen.

Starpianisten Wendt und Gaate

Bild: Ulrike Gaate

Ulrike Gaate: Da mich Medienarbeit sehr interessiert, habe ich u. a. ein Studium „PR und Fachjournalismus für Kultur“ abgeschlossen, darauf kann ich für das Marketing als Musikerin und Autorin zurückgreifen. Es muss aber nicht gleich ein Studium sein, es gibt zu Marketing und PR viele gute Bücher auf dem Markt. Seminare oder Workshops kann ich ebenfalls empfehlen, und natürlich die vielen Tipps auf den Webseiten von tredition, die ich sehr gelungen finde.

tredition: Können Ihre Leser sich auf ein weiteres gemeinsames Buchprojekt von Ihnen freuen?

Ulrike Gaate: Die Zusammenarbeit mit Joja hat großen Spaß gemacht und war sehr inspirierend, sodass ich tatsächlich schon ein paar Ideen für ein neues Buchkonzept im Kopf habe. Joja weiß allerdings noch nichts davon …

 

Liebe Ulrike Gaate, lieber Joja Wendt, wir haben uns sehr über das Gespräch gefreut und danken Ihnen herzlich für Ihre Zeit!

„BUCH DES MONATS“ Juni 2016

„Das kleine Blues & Boogie Buch“

Ulrike Gaate und Joja Wendt

Bild: Die Neuerscheinung "Das kleine Blues &Boogie Buch" von Ulrike Gaate und Joja Wendt.

Bild: Die Neuerscheinung „Das kleine Blues &Boogie Buch“ von Ulrike Gaate und Joja Wendt.

Das kleine Blues & Boogie Buch – Joja Wendt und Ulrike Gaate präsentieren ein faszinierendes, musikalisches Universum

Die Starpianisten Joja Wendt und Ulrike Gaate begeistern Nachwuchspianisten für die Welt des Boogie & Blues Pianos.

Sich spontan ans Klavier setzen, mit rasanten Boogie-Woogies die Zuhörer in den Bann ziehen und gute Laune pur zu verbreiten, das ist der Traum vieler Klavierspieler. Wie das geht, erklärt Joja Wendt in der Neuerscheinung „Das kleine Blues & Boogie Buch“, das in einer Gemeinschaftsproduktion mit der Pianistin und Dozentin Ulrike Gaate verfasst wurde. Boogie-Woogie ist Musik, die mitten ins Herz trifft und gute Laune erzeugt.

Für den Pianisten Joja Wendt, der während einer Session in einer Hamburger Musikkneipe von Joe Cocker entdeckt und als Vorprogramm für dessen Tournee verpflichtet wurde, war diese Musik der Startschuss zu einer inzwischen über 30-jährigen, erfolgreichen Karriere. Joja Wendt und Ulrike Gaate, die in Europa zu den wenigen Pianistinnen in diesem männerdominierten Genre gehört, haben in diesem Buch ihre gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse zusammengetragen, um Hobby-Klavierspieler und Nachwuchspianisten für die faszinierende Welt des Boogie & Blues Pianos zu begeistern. Ihr gemeinsames Buch enthält viele Profitipps und wertvolles Insiderwissen und ist sowohl für fortgeschrittene Klavierspieler, als auch für Anfänger geeignet. Acht Original-Transkriptionen verschiedener Schwierigkeitsgrade, viele Fotos, Erlebnisberichte und Anekdoten runden das Werk ab und machen die Lektüre zum musikalischen Lesevergnügen.