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Korrektorats- und Lektoratsservice Ka&Jott: Ein eingespieltes Team

Julia Kischkel und Franziska Junghans

Julia Kischkel (li.) und Franziska Junghans

Robinson Crusoe ist es zu verdanken, das Franziska Junghans die Faszination für Texte und das Schreiben zum Beruf machte – gemeinsam mit Julia Kischkel gründete sie den Korrektorats- und Lektoratsservice „Ka&Jott“. Im Interview mit tredition geben die beiden „Expertinnen für das geschriebene Wort“ wertvolle Tipps für die Arbeit am eigenen Buch und erläutern, welche Services sie Autoren anbieten.

 

tredition: Liebe Frau Kischkel, liebe Frau Junghans, wie kam es zu der Idee, sich gemeinsam zu einem Lektorat- und Korrekturservice zusammenzuschließen?

Julia Kischkel: Die Entscheidung, uns gemeinsam mit einem Lektorat selbstständig zu machen, haben wir bereits während des Studiums getroffen und ist eigentlich nur logisch, wenn man sich unseren Werdegang anschaut. Seit fast 20 Jahren sind wir miteinander befreundet, haben beide u. a. Literaturwissenschaften studiert und den wohl kleinsten Buchclub der Welt gegründet (Mitgliederzahl: 2). Bei uns beiden ist es die Liebe zu Büchern und zum geschriebenen Wort, die zu dem Beruf geführt hat.

Franziska Junghans: Jeder von uns hätte natürlich auch für sich arbeiten können, aber ein Zusammenschluss bringt sehr viele Vorteile mit sich. Zum einen haben wir uns schon während des Studiums und auch danach auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert. Der Fokus meiner Kollegin lag auf Interpretationen, digitalen Medien, Marketing und Werbung. Mich hingegen hat es schon immer zum Schreibprozess selbst hingezogen, zur Rhetorik und äußeren Gestaltung. Durch den Zusammenschluss sind wir in der Lage, mit einer großen Bandbreite an Kenntnissen, Fähigkeiten und Genres auffahren zu können. So können wir den Autoren einen umfassenden Service bieten und dabei trotzdem Spezialisten bleiben. Wir ergänzen uns einfach sehr und zusammen sind wir ein seit Jahren gut eingespieltes Team.

tredition: Was fasziniert Sie an der Arbeit mit Texten?

Julia Kischkel: Mich fasziniert die enorme Vielseitigkeit von Texten, die sich allein aus der Wortwahl und dem Satzbau ergibt. Kleinste Änderungen an entsprechender Stelle können große Wirkungen erzielen. Ich finde es außerdem sehr befriedigend, Fehler im Text aufzuspüren und zu beseitigen. Man kann es mit Unkrautjäten im Blumenbeet vergleichen, das Ergebnis ist jede Mühe wert.

Franziska Junghans: Als Kind wollte ich mal Tischlerin werden. Aus einem Stück Holz etwas herausschnitzen, Details herausarbeiten, überstehende Splitter entfernen und das Ganze auf Hochglanz polieren – das hat mich fasziniert. Dass ich mich nicht für Holz, sondern für Texte als Arbeitsmaterial entschieden habe, schiebe ich Robinson Crusoe in die Schuhe.

 

„Wir erstellen für Autoren konkrete und unverbindliche Angebote.“

 

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn sie Ihre Unterstützung bei Lektorat und Korrektorat in Anspruch nehmen möchten?

Julia Kischkel: Die erste Anlaufstelle ist unsere Homepage, auf der sich die Autoren einen Eindruck über uns und unsere Services verschaffen können. Hier sind auch alle Kontaktinformationen zu finden. Am schnellsten erreicht man uns telefonisch oder per E-Mail. Auf Grundlage des Manuskriptes und der Anzahl der Normseiten erstellen wir ein konkretes und unverbindliches Angebot.

Falls sich ein Autor noch unsicher ist, welcher Service für ihn der richtige ist, können wir anhand einer Leseprobe gemeinsam überlegen, was für den Text am besten ist. Auf Wunsch erstellen wir auch ein kostenloses Probelektorat, damit sich die Autoren ein besseres Bild von unserer Leistung machen können.

Bevor wir dann richtig in den Text einsteigen, erfolgt nochmal ein intensiveres Gespräch, in dem die Schwerpunkte des Lektorats festgelegt werden.

tredition: Wie viel Zeit nimmt erfahrungsgemäß das Lektorat eines 200-seitigen Romans in Anspruch?

Franziska Junghans: Das ist schwer zu sagen, da es kein pauschales Lektorat gibt. Es kommt sehr darauf an, welche Ziele gesetzt werden und wie die Qualität des Ausgangstextes ist.

Ein Lektorat ist immer eine zeit- und arbeitsintensive Angelegenheit, für beide Seiten. Der erste Durchgang kann bei dieser Länge, wenn es sich um Normseiten handelt, durchaus bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Der Autor sollte nicht unterschätzen, was nach dieser ersten Durchsicht an Nacharbeit auf ihn zukommen kann, vor allem, wenn noch an der Handlung und der Figurenausarbeitung gearbeitet werden muss.

Letztendlich nehmen wir uns lieber etwas mehr Zeit, weshalb die Autoren frühzeitig an ein Lektorat denken sollten, mitunter auch schon während der Schreibphase, damit von Anfang an Stärken herausgearbeitet und Schwächen erkannt werden können.

 

„Man sollte schon beim Schreiben den Leser im Kopf haben.“

 

tredition: Welche Kardinalfehler sollten Autoren beim Schreiben ihres Buches vermeiden?

Julia Kischkel: Bei manchen Manuskripten fällt auf, dass der Text ohne Konzept und Planung geschrieben wurde. Diese Herangehensweise ist nicht unbedingtKa & Jott schlecht, führt aber häufig dazu, dass Handlung und Figuren nicht schlüssig sind. Der rote Faden geht verloren und der Text ist voll von Abschweifungen. Dann muss meist viel gestrichen und nachgebessert werden. Der Autor sollte sich beim Schreiben fragen, ob das, was er gerade schreibt, eine Funktion hat, etwa die Handlung vorantreibt oder die Stimmung und das Setting definiert. Ein detailliertes Konzept zu Handlung und Figuren hilft nicht nur, logische Brüche zu vermeiden, sondern auch Tiefe zu schaffen.

Außerdem ist es von Vorteil, wenn Autoren schon beim Schreiben ihre Leser im Kopf haben und sich fragen: Für wen schreibe ich? Welche Wirkung möchte ich beim Leser erzielen? Je genauer die Zielgruppe definiert ist, desto eher lässt sich Sprache, Inhalt und nicht zuletzt die Vermarktung so gestalten, dass das Buch am Ende auch diese Leser erreicht.

Franziska Junghans: Viele Autoren hängen sehr an ihrem Text. Das ist auch verständlich, gerade wenn eigene Erlebnisse oder Emotionen beim Schreiben verarbeitet werden. Eine Überarbeitung des Manuskripts, besonders wenn es um Streichungen geht, wird aber schwierig, wenn der Autor nicht in der Lage ist, sich etwas vom Text zu lösen. Ähnlich problematisch ist es, wenn Autoren Veränderungsvorschläge an ihrem Text persönlich nehmen. Das ist vor allem dann sehr schade, wenn noch eine Menge Potenzial in der Geschichte steckt. Autoren sollten sich daher trauen, ihren Text schon vor dem Lektorat und selbstverständlich vor der Veröffentlichung zur Diskussion zu stellen.

Ich bin der Ansicht, dass gute Autoren keine Rechtschreib- und Grammatikprofis sein müssen. Für einen flüssigen Text ist ein gewisses Maß an Sprachgefühl natürlich unerlässlich, aber in erster Linie ist ein Autor ein Geschichtenerzähler. Für den Rest gibt es Korrektoren und Lektoren.

 

„Kein Text ist von Anfang an perfekt.“

 

tredition: Wie tragen Sie dafür Sorge, dass ein Text durch das Lektorat nicht zu sehr „verfremdet“ wird?

Julia Kischkel: Diese Befürchtung hat sicher damit zu tun, dass viele Autoren keine genaue Vorstellung davon haben, welche Aufgaben ein Lektorat hat. Wir wollen den Text ja nicht neu schreiben oder unseren Stil aufdrängen – wir sind keine Autoren oder Ghostwriter. Unsere Aufgabe ist es, Stärken und Schwächen zu erkennen, die innere Stimme und Rhetorik des Textes wahrzunehmen und ihn in diesem Sinne mit den Zielen in Einklang zu bringen.

Ganz wichtig ist es, zuvor genaue Absprachen zu treffen. Das heißt nicht, dass wir den Text unkritisch betrachten. Das wäre genau das Gegenteil von dem, was ein Lektorat zur Aufgabe hat. Es geht vielmehr darum, dass sich der Autor und wir uns darüber im Klaren sind und darüber verständigen, welche Ziele das Lektorat verfolgt. Der Text wird aus der Sicht des Autors umso weniger verfremdet, je genauer er sich Gedanken über die Stimmung, Charaktere, Handlung und Zielgruppe, und was er damit erreichen möchte, macht. Darauf aufbauend legen wir dann gemeinsam einen oder mehrere Schwerpunkte fest und bearbeiten den Text dahingehend. Ein Lektorat besteht in erster Linie nicht im Umformulieren oder Glätten der Sprache, sondern im Dialog über den Text.

tredition: Wie beurteilen Sie die Qualität der Texte von Self-Publishern?

Franziska Junghans: Die Bandbreite reicht hier von fast druckreif bis hin zu wirklich schlecht. Das muss man leider so sagen. Es gibt daher auch nicht die Self-Publisher, diese Gruppe ist extrem heterogen. Die Autoren unterscheiden sich sehr in ihrer Professionalität und in den Zielen, die sie für ihr Manuskript haben. Einigen geht es nur um die Veröffentlichung an sich, weil es ihr Lebenstraum ist, das eigene Buch in den Händen zu halten. Andere möchten möglichst viele Leser finden und dementsprechend auch gutes Geld verdienen.

Fest steht jedoch: Kein Text ist perfekt, wenn er als Manuskript abgeliefert wird. Auch ein Roman von Umberto Eco durchläuft eine Korrektur und ein Lektorat. Letztlich ist es auch nicht so wichtig, wie der Text dann ist, wenn der Autor den letzten Punkt setzt, sondern was daraus geworden ist, bis er in den Druck geht und als Buch erscheint.

tredition: Welche Hilfestellung können Sie Autoren für den Satz und Layout ihres Buches geben?

Franziska Junghans: In Fortbildungen und im Verlag haben wir gelernt, worauf es beim Satz und Layout ankommt. Der beste Text kommt beim Leser nicht an, wenn er durch seine schlechte Form unlesbar ist. Ein Autor sollte sich in erster Linie auf den Text und dessen Inhalt konzentrieren, weshalb wir Self-Publishern anbieten, ihren Text professionell von uns setzen zu lassen, damit sich das fertige Buch äußerlich nicht von dem eines Verlages unterscheidet.

Julia Kischkel: Natürlich gibt es auch Autoren, die ihre Bücher selber setzen möchten und dies auch gut umsetzen. Ihnen raten wir vor allem, Absatzformate zu benutzen, die Typografie der Textsorte anzupassen, den Satzspiegel zu beachten und Kapitel und Absätze sinnvoll zu gliedern. Auch das Genre, die Textsorte, das spätere Marketing und die Zielgruppe sollten dabei beachtet werden. Das Ziel ist die Einheit aus Inhalt und Form.

Von der Wahl der Schriftart über das Buchformat bis zum Cover sollte alles stimmig sein. Die Bedeutung des Covers auf den Erfolg des Buches wird dabei leider häufig unterschätzt. Hier lohnt es sich in jedem Fall, einen Profi zu Rate zu ziehen. Denn was nützt der beste Text, wenn das Cover die potenziellen Leser abschreckt, statt anzieht.

Mehr Informationen auf www.ka-und-jott.de

 

Erik Kinting

Lektoren im Porträt: Erik Kinting

Erik KintingHaben Sie Angst vor professioneller Textarbeit? Davor, ihr Manuskript einmal so richtig „durch die Mangel zu nehmen“, um es inhaltlich, konzeptionell und stilistisch in Topform zu bringen? Für viele Debütautoren ist dies exakt der Knackpunkt. Nach Monaten oder gar Jahren des Schreibens ist die Distanz zum eigenen Text naturgemäß gering. Gleichzeitig wird es angesichts steigender Titelzahlen immer wichtiger, im Wettbewerb um die Lesergunst mit Professionalität zu punkten. Immer mehr Self-Publisher investieren daher in Lektorats-Dienstleistungen.

Wir freuen uns, heute Erik Kinting als Gast begrüßen zu dürfen! Der freie Lektor stand bereits zahlreichen Autoren von tredition mit Rat und Tat bei der Buchveröffentlichung zur Seite. Im Interview erzählt er, wie sich Objektivität zum eigenen Text herstellen lässt und weshalb es so wichtig ist, als Autor nicht zu viel zu zögern und zu zaudern. Eine frohe Lektüre!

tredition: Lieber Herr Kinting, Sie sind seit knapp 20 Jahren als Lektor tätig. Wie vielen Autoren haben Sie in dieser Zeit zur Veröffentlichung eines Buches verholfen?
Erik Kinting: Alles in allem um die 1.000, aber darunter fallen natürlich auch reine Veröffentlichungen ohne vorheriges Lektorat sowie ‚Mehrfachtäter‘ – für einige Autoren habe ich ganze Buchreihen mit bis zu zehn Titeln lektoriert und veröffentlicht.

tredition: Ihr Dienstleistungsspektrum reicht vom Korrektorat über Lektorat und Textlayout bis zur Umschlaggestaltung. Welche dieser Dienstleistungen nehmen Autoren am häufigsten in Anspruch?
Erik Kinting: Das hält sich erstaunlicherweise die Waage. Etwa die Hälfte meiner Autoren möchte nur Hilfe bei der Veröffentlichung, dazu zählen unter anderem der Buchsatz für Druckversionen und die Umschlaggestaltung. Dadurch bleibt mein Job ausgewogen und abwechslungsreich.

tredition: Wo liegen Ihrer Erfahrung nach die größten Herausforderungen für Autoren? Und wie haben diese sich über die vergangenen 10 bis 15 Jahre verändert?
Erik Kinting: So groß sind die Herausforderungen im Zeitalter des Selfpublishings nicht mehr. Die Verlagssuche entfällt genauso wie der anschließende Kampf um das Mitspracherecht beim Lektorat. Heutzutage ist der Autor von A-Z Herr über sein Werk und die größte Herausforderung beschränkt sich eigentlich auf das Marketing – für alles andere gibt es Dienstleister wie die freien Lektoren, Illustratoren etc. und auch fürs Marketing gibt es inzwischen Hilfe, auch wenn dieses Marktsegment noch in den Kinderschuhen steckt und Autoren das am besten selbst in die Hand nehmen sollten.

tredition: Den eigenen Text zu kürzen, fällt Autoren oft schwer, da es ja um ihr lange gehegtes und gepflegtes Werk geht. Wie argumentieren Sie in so einem Fall?
Erik Kinting: Ich versuche den Autoren die Sichtweise des Lesers zu vermitteln. Das Problem ist ja die fehlende Objektivität dem eigenen Text gegenüber, das kann man erklären. In den wenigen Fällen, in denen das nicht gelingt, formuliere ich die betreffende Passage um. Oft fällt dann der Groschen, weil besagte Objektivität dem neuen ‚fremden‘ Text gegenüber wieder zum Vorschein kommt. In den ganz seltenen Fällen, in denen das nicht funktioniert, setzt sich der Autor mit seinem Wunsch eben durch – ich bin ja nur ein Berater, letztlich entscheidet der Autor.

tredition: Können Sie sich an eine besonders knifflige Angelegenheit im Laufe Ihrer beruflichen Tätigkeit erinnern? (z. B. ein Buch, das unter hohem Zeitdruck fertig werden musste, ein kompliziertes Thema, eine technische Hürde etc.)?
Erik Kinting: Eine? Wo soll ich anfangen … früher, als E-Mail-Anhänge nur winzig sein durften, hatte ich bei einem Verlag eine Autorin, die in Costa Rica lebte. Für die Buchvorstellung war ein Fernsehauftritt ergattert worden, das Buch sollte am darauffolgenden Tag im Handel sein, die Termine waren sehr knapp. Das Hin- und Herschicken der Korrekturen ging noch, dann kamen die Bilder hinzu und der Buchsatz wurde erstellt. Die Druckerei stand bereits in den Startlöchern. Nun erwies es sich als absolut unmöglich die fertigen PDF-Dateien für Umschlag und Innenteil zur letzten Prüfung durch die Autorin per E-Mail zu verschicken – zu groß, auch in Teilen. Aber im Vertrag stand, dass die Autorin den Satz vor Drucklegung noch zu sehen kriegt. Ich musste also den Webspace beim Hoster der Verlagshomepage aufräumen (damals gab es da nur 10 Mb), denn da war nicht mehr genug Platz. Letztlich habe ich die halbe Homepage gelöscht, um die PDF-Datei zum Download bereitstellen zu können. Dann haben wir gewartet, dass die Autorin uns mitteilt, dass der Download fertig war – so lange war die Homepage offline. Tja … wie das nun mal so ist, hat das mehr als einen Tag gedauert und es gab dann auch noch Änderungen, sodass alles noch mal geschickt werden musste … ich habe mir danach Urlaub genommen.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn Sie Ihre Dienste in Anspruch nehmen möchten?
Erik Kinting: Je nachdem, was dem Einzelnen lieber ist. Manche möchten zuerst telefonieren, andere klären die wichtigsten Punkte vorab per E-Mail und telefonieren dann wegen der Details … mir ist alles recht. Ich habe komplette Buchprojekte ausschließlich über E-Mail-Kommunikation abgewickelt, andere nur per Telefon und einige Autoren kommen auch vorbei. Aber am besten ist es natürlich immer, wenn ich zuerst das Manuskript und die Wünsche des Autors bekomme, dann kann man im Telefonat gleich konkret zur Sache gehen.

tredition: Welche Genres sind beim Lektorieren am spannendsten für Sie d. h. welche bevorzugen Sie bei Ihrer Arbeit?
Erik Kinting: Na ja, eigentlich sollte man meinen, dass es sich dabei um Fantasy-Romane und Krimis handelt, tatsächlich sind aber viele Autobiografien genauso spannend, insbesondere weil man ja weiß, dass es keine Fiktion ist. Gerade bei den schier unfassbaren Begebenheiten fragt man sich nicht, was der Autor sich da hat einfallen lassen und daher geht es viel mehr unter die Haut.

tredition: Welche Tipps würden Sie Autoren für die Buchveröffentlichung an die Hand geben?
Erik Kinting: Außer meine Dienste in Anspruch zu nehmen? (lacht) Na ja … trauen Sie sich einfach. Schrauben Sie Ihre Erwartungen zunächst nicht allzu hoch und wagen Sie den Schritt. Nachdem Sie Ihr Manuskript fertiggestellt haben finden Sie sowieso keinen Schlaf mehr, bis Sie den Weg nicht zu Ende gegangen sind, also warum warten? Andererseits sollten Sie natürlich auch nichts übereilen. Informieren Sie sich gründlich, überlegen Sie wie und was Sie veröffentlichen wollen und bereiten Sie es dann soweit vor, wie Sie können. Für alles was dann noch offen ist, holen Sie sich professionelle Hilfe. Grundsätzlich kann man sich ab dem Moment, da das letzte Wort geschrieben ist, alles andere abnehmen lassen, man muss also weder den Papierkrieg noch die Technik fürchten. Mich auch nicht, ich bin ganz nett. So einer mit Katze auf dem Schreibtisch.

Wenn Sie Erik Kinting kontaktieren möchten, können Sie das über unser Experten-Netzwerk tun! Ausführliche Informationen gibt es außerdem auf seiner Webseite buchlektorat.net.