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Eine Lesung organisieren: Autorin Regina Schlager erklärt, wie’s geht

Bild: Regina Schlager plädiert mit ihrem Buch „Mutig mit dem Herzen führen“ für ein neues Verständnis von Führung aus der Sichtweise von Frauen.

Das eigene Buch erstmals und live der Öffentlichkeit präsentieren – eine aufregende Vorstellung! Womöglich haben Sie noch gar nicht mit dem Gedanken gespielt oder aber sie würden gern eine Lesung veranstalten und haben Respekt vor der Aufgabe.

Wie dem auch sei: Ratschläge von Gleichgesinnten – also anderen Autorinnen und Autoren – zu  bekommen, ist für alle Vermarktungsmaßnahmen unverzichtbar. Diese Chance sollten Sie unbedingt nutzen. Wir sprachen mit der tredition-Autorin Regina Schlager darüber, wie sie ihre erste Lesung organisierte.

Die Autorin ist zwar aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit das Reden vor Publikum gewohnt, dennoch war es natürlich auch für sie eine Herausforderung, eine Lesung zu konzipieren. Gute Planung ist dabei das A und O. Lesen Sie im folgenden Interview selbst, wie Regina Schrader dabei vorging und was sie ihren Autorenkolleginnen und -kollegen im Einzelnen empfiehlt.

Viel Freude bei der Lektüre!

 

So organisieren Sie Ihre Lesung – Tipps von Regina Schlager

Von der Idee zum Buch

tredition: Wie kam es zur Idee für Ihr Buch?

Lesung-Regina-Schlager-Auftakt-Oktober-2017

Bild: Im Oktober 2017 fand Regina Schlagers erste Dialoglesung zu ihrem Buch »Mutig mit dem Herzen führen. Gespräche mit Frauen, die ihre Berufung gestalten« statt.

Regina Schlager: 2015 habe ich eine Online-Konferenz veranstaltet. Ich führte eine Woche lang Gespräche mit Coaches, Beraterinnen und Therapeutinnen zum Thema Berufung. Sie erzählten aus ihrem Leben und gaben Hinweise, was bei der Gestaltung des eigenen Weges aus ihrer Sicht hilfreich ist. Ich bekam von vielen Zuhörerinnen das Feedback, dass die Interviews ermutigend und bestärkend waren. Das inspirierte mich dazu, die Beiträge auch in Buchform anzubieten. Im Buch wollte ich mich auch selbst mehr mit meiner eigenen Stimme einbringen als bei der Konferenz. So verfasste ich einleitende Kapitel, die einen Rahmen und roten Faden bieten.

tredition: Wann haben Sie angefangen, die ersten Lesungen zu organisieren?

Regina Schlager: Ich überlegte mir vor der Veröffentlichung, ob ich eine Buchpremiere veranstalten will. Doch es kam so viel zusammen: die Fertigstellung des Buches neben meiner Coachingtätigkeit war schon ziemlich anspruchsvoll. Ich setzte andere Marketingschwerpunkte und entschied vorerst für mich, keine Lesungen zu veranstalten. Was bald nach der Veröffentlichung stattfand, war ein Podiumsgespräch mit einer der Gesprächspartnerinnen aus dem Buch zu einem thematischen Aspekt. Da wurde ich eingeladen. Ich habe das Thema Lesung aber nicht aus den Augen verloren.

Vor ein paar Monaten war mir plötzlich klar, dass es jetzt soweit ist. Ich machte mich daran, meine erste Lesung zu organisieren. Und plötzlich war auch der Geistesblitz da: »Das wird eine Veranstaltungsreihe!«, in Form einer Mischung aus Lesung und Dialog, zu den verschiedenen Aspekten, die im Buch aufgezeigt werden. So ist das Thema beim Auftakt am 5. Oktober „Achtsamkeit mit Fokus Frausein in der Wirtschaft“. Die nächste Lesung habe ich bereits für 31. Januar fixiert, zum Thema „Charismatisches Auftreten“.

Planung und Organisation einer Lesung

tredition: Wie sollte ein Autor bei der Planung und Organisation einer Lesung vorgehen?

Lesung-Regina-Schlager-Oktober-2017

Bild: Das Aletheja – Center of Creativity in der Trittligasse in Zürich bot einen geschmackvollen und angenehmen Rahmen für die Lesung von tredition-Autorin Regina Schlager.

Regina Schlager: Ich empfehle, eine To-Do-Liste zu führen, beispielweise tue ich dies in meinem Textverarbeitungsprogramm. Zunächst halte ich in einem Dokument Ideen und Fragen fest und ergänze das auch laufend. Zusätzlich führe ich eine Presseverteiler-Liste in Excel. Und ich habe mit Trello ein Online-Tool, das sich gut fürs Projektmanagement eignet. Wichtige Termine und Fristen halte ich in meinem Online-Kalender fest, sodass ich nichts aus den Augen verliere.

Wichtig finde ich, bei den Marketingaktivitäten Prioritäten zu setzen: Was will ich tun, was ist auch realistisch angesichts der Zeit, die mir zur Verfügung steht? Was hat die größere Wirkung? Was macht mir Freude?

tredition: Welche Aspekte muss ein Autor bei der Organisation einer Lesung beachten?

Regina Schlager: Da gibt es im Einzelnen folgende Punkte zu beachten:

Die Zielgruppe: Wen will ich mit der Lesung erreichen? Das kann dann auch schon ein Faktor für den Veranstaltungsort sein.

Der Organisator: Will ich die Lesung selbst organisieren – oder gibt es vielleicht eine Institution, für die das interessant sein könnte und die mich zu einer Lesung einlädt?

Welche Kontakte habe ich bereits, durch die sich wertvolle Synergien ergeben?

Lesung-Regina-Schlager-Nicole-Stadler-Oktober-2017

Bild: Vorab gilt es festzulegen, wie man die Lesung gestalten und durchführen will, also welche Textstellen gelesen werden, ob die Zuschauer mit eingebunden werden sollen etc.

Welche Atmosphäre will ich? Ich habe mich zum Beispiel für meine ersten beiden Lesungen für einen eher kleinen Rahmen entschieden. Der Platz ist auf 20 Teilnehmer beschränkt. Ich habe über einen Kollegen einen sehr schönen Raum mitten in der Altstadt von Zürich mieten können, den ich selbst schon von Veranstaltungen kenne. Die Zusammenarbeit mit dem Kollegen rund um die Lesung läuft sehr kollegial und unkompliziert ab, das erleichtert mir den Einstieg in die Lesungen. Ich spreche momentan vor allem Leute an, die mich bereits kennen: aus meinem Netzwerk, Kunden, Kollegen, Freunde und Bekannte, von denen ich weiß, dass sie das Thema interessiert.

Dann gilt es natürlich zu beachten, wie man die Lesung gestalten will: Welche Passagen, wie viel soll gelesen werden? Werden die Zuhörer in irgendeiner Form eingebunden? Gibt es vielleicht auch ein Rahmenprogramm, z.B. Musikeinlagen? Biete ich Getränke oder sogar kleine Snacks an?

Wie möchte ich das Buch nach der Lesung präsentieren? Wie viele Exemplare liegen aus (die muss ich vorher bestellen)? Biete ich nach der Lesung an, Bücher zu signieren?

Wieviel Budget steht zur Verfügung? Das ist natürlich ein entscheidender Faktor. Verlange ich einen Eintrittspreis?

Möchte ich, dass sich die Leute anmelden? Wenn ja, wie? Ich selbst benutze mit Eventbrite ein Tool, wo man sich online anmelden kann. So habe ich einen Überblick, wann die 20 Teilnehmer erreicht sind. Und ich kann ihnen auch Erinnerungsmails schicken.

Fehler vermeiden – aber wie?

tredition: Welche Fehler sollte ein Autor unbedingt dabei vermeiden?

Regina Schlager: Gar nicht einfach zu sagen. Ich bin ja auch erst am Ausprobieren und komme sicherlich noch auf Dinge, die sich nicht bewährt haben. Auf keinen Fall sollte man bei der ersten Lesung zu hohe Erwartungen haben. Nur weil ich eine Lesung ankündige, drängen sich nicht unbedingt hunderte Menschen in einen Riesensaal, den ich teuer angemietet habe. Nicht ausgeschlossen, dass das passieren kann, sehr häufig aber wird der Andrang anfangs nicht so groß sein. Zudem ist es ein Irrglaube, dass beispielsweise eine einmalige Ankündigung der Lesung auf Facebook als Marketing ausreicht. Die Werbetrommel muss vielseitiger und lauter auf möglichst vielen Kanälen gerührt werden, damit viele Menschen auf die Veranstaltung aufmerksam werden.

Lesung-Regina-Schlager-Aletheja-Klangschale-Oktober-2017

Bild: Es ist wichtig, dass Sie bei der Organisation Ihrer Lesung die Werbetrommel auf möglichst vielen Kanälen rühren.

Der Tag der Lesung 

tredition: Was ist am Tag der Lesung besonders wichtig?

Regina Schlager: Es ist wichtig, am Tag der Lesung nicht noch zu vieles organisieren zu müssen. Am besten rechtzeitig und möglichst entspannt zur Lesung gehen. Aufregung ist sicherlich für jeden dabei. Ein wenig Bewegung, Atem- oder Stimmübungen, vielleicht auch Momente der Stille und Sammlung helfen hier.

Wenn man großes Lampenfieber hat oder eine sehr unsichere Stimme, dann kann auf Dauer z.B. Stimm- oder Auftrittstraining unterstützen. Es könnte auch sein, dass die Stimme beim Lesen sehr schnell ermüdet, man das Gefühl hat, zu leise zu sprechen oder zu undeutlich. Die wenigsten sind hier die geborenen Profis, hier ist Entwicklung erlaubt. Man muss sich nicht verstellen: Man kann authentisch sein und sich gleichzeitig weiterentwickeln, das schließt sich nicht aus.

Nicht vergessen, wichtige Materialien mitzunehmen: Buchexemplare, falls vorhanden Flyer oder Visitenkarten.

Nach der Lesung: Nicht zu kritisch sich selbst gegenüber sein. Sich feiern, dass man die Lesung abgehalten hat. Vielleicht mit anderen gemeinsam feiern. Aus der Erfahrung lernen.

Über die Autorin

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Bild: Regina Schlager im Gespräch mit einer Zuhörerin bei einer Lesung.

Regina Schlager, geboren 1970 in Wien, studierte Germanistik und Philosophie. Sie hat langjährige Erfahrung im Wissensmanagement, Learning und Development, sowohl in einem mittelständischen als auch einem internationalen Beratungsunternehmen. Eine gesundheitliche Krise im Jahr 2006 öffnete für sie eine intensive Phase der Neuorientierung. Sie zog nach Zürich und machte sich hier 2012 mit ihrem eigenen Unternehmen selbständig.

Heute unterstützt sie als zertifizierter Businesscoach, Berufungscoach und Embodied Life Guide Menschen dabei, in Kontakt mit sich selbst und ihrer Berufung zu kommen. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, den Wandel zu sinnvoller Arbeit, Zusammenarbeit und Führung mitzugestalten. Mutig und mit Herz.

2015 gründete und organisierte sie die erste Online-Berufungskonferenz, schreibt regelmäßig in ihrem Blog und gibt den Podcast »Berufung gestalten. Selbst, Sinn, Leadership« heraus.

Buchhändler Lars Baumann: Der Inhalt stimmt, das zählt!

Lars Baumann, Zweitbuch

In Lars Baumanns Buchhandlung Zweitbuch sind Literaturklassiker wie Moby Dick (hier im Bild) ebenso vertreten wie Titel junger, neuer Autoren. Auch Tim Bergs bei tredition erschienener Thriller „Baumgrenze“ liegt bei Zweitbuch aus.

tredition-Autor Tim Berg wird im Oktober in der schmucken Oberhausener Buchhandlung „Zweitbuch“ aus seinem Thriller „Baumgrenze“ lesen. Mit Zweitbuch-Inhaber Lars Baumann sprachen wir über Wohnzimmer-Atmosphäre in der Buchhandlung, Lesungen und die Bereicherung des Buchmarktes durch Autorenpersönlichkeiten wie Tim Berg.

 

tredition: Lieber Herr Baumann, mittlerweile führen Sie „Zweitbuch“ schon seit sechs Jahren. Als Sie starteten, sagten Sie dem Börsenblatt: „Die Buchhandlung ist mir eine Herzenssache. Sie soll die nächsten 30 Jahre mein Wohnzimmer sein.“ Würden Sie diesem Satz heute noch genauso zustimmen?
Lars Baumann: Wie die Zeit vergeht. Ja, das habe ich damals tatsächlich gesagt. Natürlich ist mir sowohl meine als auch jede andere Buchhandlung eine Herzenssache, denn ich bin seit meiner Kindheit ein reiner Büchermensch und habe wahrscheinlich schon viele Jahre zwischen Buchregalen verbracht. Meinen Beruf übe ich dieses Jahr seit 25 Jahren aus und die Faszination für das Medium Buch hat sich eher verstärkt. Diese Themenvielfalt, diese Autorinnen und Autoren – da tun sich wahre Wunderwelten auf! Und sind wir mal ganz ehrlich: de facto IST meine Buchhandlung mein Wohnzimmer. An keinen Ort der Welt verbringe ich mehr Zeit als hier, manchmal zum Leidwesen meiner Frau und unserer drei Kater. Hier wird gesprochen, diskutiert, rezensiert und der Kunde ist eher Gast und machmal sogar Freund, was jede Grenze einer Geschäftsbeziehung auflöst. Die Kaffeemaschine brummt fast immer, und wenn es uns einmal reitet, machen wir hier auch einen guten Rotwein oder Whisky auf. Wie zuhause – für mich sind die Übergänge fließend!

tredition:Wie hat sich die Buchhandlung in den vergangenen Jahren verändert?
Lars Baumann: Zumindest hat sie sich etabliert. Nachdem wir uns letztes Jahr auf einen Umzug des Geschäftes an einen besseren Standort eingelassen haben (von einer Seitenstraße auf die Hauptstraße), verzeichnen wir hier eine deutlich höhere Kundenfrequenz. Zugleich habe ich in den vergangenen Jahren das angebotene Sortiment gründlich überarbeitet. Natürlich sind die Bestseller auf Lager, aber der Anteil an unabhängigen und Klein- sowie Kleinstverlagen nimmt beständig zu und erfahren eine steigende Akzeptanz und Nachfrage. Ich denke, wir können uns auf das freuen, was da noch kommen wird!

tredition:Mit welchen Worten würden Sie einem Kunden einen Besuch bei Zweitbuch schmackhaft machen?
Lars Baumann: „Alles aus Liebe zum guten Buch“

Flyer Baumgrenze

„Baumgrenze“ hat das Team von Zweitbuch schon nach der Lektüre weniger Seiten begeistert

tredition:Wie würden Sie Ihre Kundenstruktur beschreiben und welche Genres und Themen werden besonders stark nachgefragt?
Lars Baumann: Die Kundenstruktur umfasst mittlerweile jede Altersgruppe. Durch unsere Onlineangebote wie mobiloptimierte Homepage, Shop sowie Einkaufs-App sprechen wir auch die Gruppe an, die eine hohe Affinität zum Internet besitzt – und das mit Erfolg. Nahezu jeder Neukunde entwickelt sich zum Stammkunden, weil unser „Leistungspaket“ bestehend aus Auswahl, Know-how und Abwicklung überzeugt. Stark nachgefragt wird natürlich der Bereich Krimi/Thriller sowie das Segment des Unterhaltungsromans – aber wir sind auf alles vorbereitet!

tredition:Was fasziniert Sie an Ihrem Beruf am meisten?
Lars Baumann: Das ist schwer zu sagen: natürlich faszinieren uns unerwartete Neuentdeckungen im Buchbereich, aber auch „Köpfe“ der gesamten Branche, die auch immer wieder neue Ideen transportieren. Man muss kreativ sein, was ein riesiger Spaß ist. Die Kunden, denen eine Buchempfehlung richtig gut getan hat…nüchtern betrachtet: bis auf den Bereich der Büroarbeit nur spannende Themen!

tredition:Mit Tim Berg haben Sie im Oktober einen Self-Publilshing-Autoren zu Gast. War das schon öfter der Fall oder ist das Premiere?
Lars Baumann: Wie ich schon oben schrieb: wir haben ein Herz für das Außergewöhnliche! Tim Berg ist eine weitere Wegmarkierung einer langen Reihe von Lesungen, die wir hier schon durchgeführt haben. Natürlich schauen wir uns zuerst kritisch an, was uns da angeboten wird. Aber mit „Baumgrenze“ sind wir sicher, dass es sich um ein Buch handelt, das ein breiteres Publikum verdient. Zudem ist Herr Berg ein unglaublich sympathischer Typ mit Charakter und Ausstrahlung. Da passen Buch und Autor wunderbar zusammen. Heutzutage sagt man „authentisch“, oder? Wie dem auch sei – wir machen keinen Unterschied, ob Selfpublisher oder renomierter Verlag. Der Inhalt stimmt, das zählt.

tredition:Weshalb hat Sie das Buch von Herrn Berg als Bereicherung für Ihr Sortiment überzeugt?
Lars Baumann: Die ersten 10 Seiten haben mich gepackt. Muss ich noch mehr sagen?

tredition:Wie werden Lesungen von Ihren Kunden angenommen?
Lars Baumann: Unsere Lesungen sind nahezu grundsätzlich ausverkauft. Diee finden in der Buchhandlung statt, maximal 30 Besucher, was eine schöne intime Atmosphäre schafft. Natürlich zieht der Krimi die meisten Zuhörer, allerdings sind unsere kulinarischen Lesungen, wie das literarische Whiskytasting im November, so gefragt, dass sie innerhalb von wenigen Stunden (!) ausverkauft sind.

Lesetipp: Jetzt wird’s eisig: Tim Berg über seinen Thriller „Baumgrenze“

Historischer Krimi: Jörgen Bracker liest bei Sautter + Lackmann in Hamburg

Binnenalster und Elbe gehören zu den Highlights eines jeden Hamburg-Besuches. Doch nicht minder sehenswert ist, das was genau zwischen den beiden Gewässern liegt. Die Fleetinsel, wo umgeben von kleinen Kanälen Geschäfte und Restaurants zum stilvollen Bummel jenseits von Jungfernstieg und Mönckebergstraße einladen. Ebendort ist die Hamburger Traditionsbuchhandlung Sautter + Lackmann angesiedelt.

Jörgen Bracker

tredition-Autor Jörgen Bracker liest am 30. August vor Hamburger Publikum

Das in zweiter Generation von Florian Sautter geführte Unternehmen hat sich mit seinen Sortimentsschwerpunkten vom Kunst- über das Architekturbuch bis zu Fotografie und Mode längst über die Grenzen der Hansestadt hinaus einen Namen gemacht. Ein Hingucker sind allein die Geschäftsräume: Sautter+Lackmann ist in einer von dem prominenten Architekten Bernhard Winking umgestalteten ehemaligen Lagerhalle angesiedelt. Das reiche Buchangebot wird dort auf wandhohen Regalen präsentiert.

Wir freuen uns, dass unser Autor Jörgen Bracker am 30. August um 20 Uhr bei Sautter + Lackmann seinen historischen Roman „Am Ruder der Tod“ vorstellen wird. Jörgen Bracker, eine amphibische Natur, schreibt zu Wasser und zu Lande seine historischen Romane und Krimis, die von Ereignissen an Nord- und Ostsee, aber auch von der europäischen Atlantikküste und den vorgelagerten Inseln erzählen. Er war 26 Jahre lang Direktor des Museums für Hamburgische Geschichte und ist Ehrenmitglied der Deutschen Seefahrtsgeschichtlichen Kommission.

Die Lesung findet im Rahmen der ersten vom Hamburger Literaturhaus organisierten „Langen Nacht der Literatur“ statt.

Aus gegebenem Anlass hat uns Geschäftsführer Florian Sautter freundlicherweise ein paar Fragen rund um seine schmucke Buchhandlung beantwortet:

tredition: Lieber Herr Sautter, die von Ihnen geführte Buchhandlung gibt es bereits seit 1970. Sind daher die meisten Ihrer Kunden Stammpublikum oder angesichts der Lage auch viele Hamburg-Touristen?

Florian Sautter: Wir haben zwar viele Stammkunden – aber es kommen auch viele Besucher aus dem In- und Ausland. Wir sind zwar alles andere als in eine Laufgegend, aber mittlerweile haben wir es in viele Reiseführer hineingeschafft… – und häufig führt die Mund-zu-Mund-Propaganda die Menschen zu uns.

tredition: Kernbereiche von Sautter + Lackmann sind Bildende Kunst und Architektur. Welche angrenzenden Themenbereiche und Genres gehören noch zum Sortiment?

Florian Sautter: Fotografie, Film, Grafik- und Produktdesign, Gärten, Landschaftsarchitektur, Kunsthandwerk, Mode, und Theater.

tredition: Derzeit wird wieder intensiv über den Onlinehändler Amazon diskutiert. Ist das bei Ihnen im Geschäft ein häufiges Gesprächsthema?

Florian Sautter: Ich glaube es gibt keinen stationären Buchhändler für den Amazon kein Thema wäre. Je mehr man allerdings drüber redet, umso mehr Raum gibt man diesem Giganten… Nur so viel: Wir erleben es zum Glück häufig, dass Kunden bei Amazon recherchiert haben und sich die Bücher dann aber bei uns ansehen und kaufen wollen.

tredition: Welche Erfolgsfaktoren heute für Buchhandlungen, um im Wettbewerb mit anderen Vertriebswegen zu bestehen?

Florian Sautter

Florian Sautter, Geschäftsführer von Sautter + Lackmann in der Fotobuch-Abteilung der eleganten Buchhandlung auf der Hamburger Fleetinsel

Florian Sautter: Der Spezialisierungsgrad, die Beratungsqualität und die Wahrnehmbarkeit im „Stadtgefüge“.

tredition: Am 30. August wird der Hamburger Autor Jörgen Bracker sein Buch bei Ihnen vorstellen. Wie werben Sie im Vorfeld dafür?

Florian Sautter: Unter anderem über die Programme der „1. Langen Nacht der Literatur“, über unsere Webseite und per Mailverteiler.