Beiträge

Blogs im Porträt: Wortakzente – hier ist der Name Programm

Wortakzente_ScreenshotWer die Buchblogs von Daniela Dreuth aufruft, dem wird schnell bewusst: Hier ist eine Dame am Werk, die gern mit Sprache umgeht und sich für das Schreiben begeistert: Die Namen ihrer beiden Blogs „Wortakzente“ und „Kinderohren“ sind fein gewählt und bleiben im Gedächtnis. Büchern und Geschichten widmet sich Daniela Dreuth nicht nur als Bloggerin, sondern auch beruflich als freie Lektorin. Im Interview mit tredition berichtet Daniela Dreuth, welche Genres sie als Bloggerin bevorzugt.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Daniela Dreuth: Der erste Artikel in meinem Blog „Wortakzente“ erschien im November 2009.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Daniela Dreuth: Hauptsächlich rezensiere ich Romane und Sachbücher, aber zwischendurch berichte ich über alles Mögliche, was mir gerade wichtig ist, beispielsweise eine Besichtigung einer neuen Jugendjustizvollzugsanstalt. Ab und zu nehme ich auch gerne an einer Blogtour teil.

tredition: Können sich Autoren an Sie wenden, wenn Sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?
Daniela Dreuth: Ja, das können sie gerne machen. Sie sollten nur nicht zu enttäuscht sein, wenn ich eine Absage erteile. Manchmal passt es thematisch nicht oder es springt beim Lesen der Inhaltsangabe einfach kein Funken über. Meist liegt es aber daran, dass ich schlicht zu viele Anfragen bekomme – ich muss die vielen Bücher ja auch irgendwann lesen. Außerdem habe ich noch ein zweites Buchblog, Kinderohren, in dem ich Kinderbücher bespreche.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Daniela Dreuth: Ich lese zeitgenössische Literatur, Fantasy, auch mal einen historischen Roman oder Krimi. Außerdem Sachbücher, aber da interessiert mich natürlich auch nicht jedes Thema. Ich mag vor allem Biografien und Bücher über Sprache(n).

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?
Daniela Dreuth: Am Lesen liebe ich die Möglichkeit, alles um mich herum zu vergessen und in fremde Zeiten und Welten abzutauchen. Das Schreiben macht mir einfach Spaß, außerdem finde ich es schön, wenn durch mich Bücher, die mir gefallen haben, weitere Leser finden.

Übrigens: Auf ihrer Webseite gibt Daniela Dreuth wertvolle Schreibtipps. Lesenswert für alle Autoren!

Blogs im Porträt: Wo das Schreiben zelebriert wird

Der Blog Schreibjournal

Die Lust am Schreiben wird im „Schreibjournal“ in Wort und Bild zelebriert

Da sage noch einer, ein schmuckes Lederetui mit Spiralbindung sei in Zeiten der Digitalisierung antiquiert. Als Hintergrund-Layout in einem Blog macht sich das Motiv hervorragend und bildet eine Einheit mit dem Namen des Blogs: „Schreibjournal“. Welches Konzept hinter dem Blog steckt, erläutert Gründerin Helen Power-Englert im Interview mit tredition.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Helen Power-Englert: Seit Juni 2009 ist mein Blog „Schreibjournal“ online. Damals wollte ich gerne das Bloggen einmal ausprobieren. Zudem gab es nur wenige Blogs oder Websites, die sich mit dem Tagebuchschreiben beschäftigten.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Helen Power-Englert: In einem Schreibjournal werden allerlei Gedanken, Notizen und Texte gesammelt. Mein Schreibjournal im Internet orientiert sich an diesem Prinzip, wobei das persönliche Schreiben im Vordergrund steht, sei es in Form von einem Tagebuch oder Journal. Hinzu kommen weitere Schreibthemen und Tipps für Autoren. Ich möchte die Themenauswahl nach und nach erweitern. Generell möchte ich Schreibanregungen geben und andere Menschen zum Schreiben motivieren.

tredition: Können sich Autoren an Sie wenden, wenn Sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?
Helen Power-Englert: Ja, Anfragen von Autoren sind willkommen, aber ihr Buch sollte thematisch zu meinem Blog passen, zum Beispiel Ratgeber und Sachbücher zu den Themen Kreatives Schreiben, Autobiografisches Schreiben, Ratgeber für Autoren, Webtexte, Bloggen etc. Eventuell auch mal ein Buch zum Thema Lebensführung. Wenn mir ein Buch gefällt, dann stelle ich es gerne auf mein Blog vor. E-Books bespreche ich allerdings nicht. Ich bevorzuge Print-Bücher.

tredition: Schreiben mehrere Personen für Ihren Blog?
Helen Power-Englert: Nein, ich erstelle selbst die Beiträge. Bisher habe ich lediglich einen Gastbeitrag auf meinen Blog veröffentlicht. Alle anderen Artikel habe ich verfasst.

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?
Helen Power-Englert: Die vielen Möglichkeiten, die das Schreiben mit sich bringt, faszinieren mich immer wieder. Beim Schreiben kann ich Gedanken und Gefühle einordnen und es eröffnen sich neue Perspektiven. Viele Gedanken oder Ideen entfalten sich während des Schreibens. Literatur ist spannend, abwechslungsreich und anregend.

tredition: Welches Augenmerk legen Sie auf Bücher von Independent-Autoren?
Helen Power-Englert: Die Buchqualität ist für mich stets ausschlaggebend. Independent-Autoren schreiben nicht nur ein Buch, sondern tragen die Verantwortung für die Veröffentlichung, beispielsweise für das Lektorat, die Buchgestaltung und die Vermarktung. Die Qualität des Buches hängt von dem Engagement des Autors ab. Deshalb werden die Bücher von Independent-Autoren zuweilen kritisch betrachtet. Am Ende entscheiden die Leser, ob ein Buch gelungen ist oder nicht. Bisher habe ich erst ein paar Bücher von Independent-Autoren gelesen. Ich lese Bücher, die mich ansprechen, ob von bekannten oder unbekannten Autoren.