Beiträge

„I am bookish“: Im Gespräch mit Bloggerin Caroline

Caroline

Caroline bloggt seit Ende 2010

Schon manches Buch-Highlight hat Bloggerin Caroline bereits im weiten Feld des Self-Publishing für sich entdeckt. Also aufgepasst, liebe Autorinnen und Autoren! Im folgenden Interview schildert Caroline, für welche Themenbereiche sie sich am meisten begeistert und was ihre Seite „i am bookish“ von anderen Blogs unterscheidet. Viel Freude beim Lesen!

 

tredition: Liebe Caroline, seit wann betreibst Du Deinen Blog und wie kam es dazu?
Caroline Wagenbreth:
Meinen Blog gibt es seit dem 30.12.2010. Gelesen habe ich schon immer recht viel und natürlich habe ich zu den meisten Büchern, die ich lese, danach eine Meinung im Kopf oder Punkte, die mir eben besonders gut oder besonders wenig gefallen haben. Nachdem ich immer mal Bücher gelesen hatte, über die ich mich einfach gern mal mit jemandem unterhalten hätte, der sie vielleicht auch gelesen hatte, stolperte ich online über ein oder zwei Bücherblogs, die es damals schon gab. Mir war klar, dass dies eine tolle Möglichkeit wäre, sich mit anderen Lesern auszutauschen. Nachdem ich eine ganze Weile überlegt hatte, ob ich das auch machen möchte, habe ich dann pünktlich zum Beginn des neuen Jahres den Entschluss gefasst, meine Leselaunen und Eindrücke zu gelesenen Büchern in einem Blog festzuhalten.

tredition: In welchen Genres rezensierst Du am liebsten?
Caroline
: Ich lese an sich sehr viel durcheinander, immer wonach mir gerade ist: von Romanen über Jugendbücher hin zu Krimis, ab und an auch mal die als „Chick-Lit“ verschrienen Romane oder Bücher aus dem „Young Adult“ Bereich. Eher seltener bis gar nicht wird man auf „i am bookish“ Rezensionen zu historischen Romanen, High Fantasy Büchern oder allzu abgedrehter Sciene-Fiction finden, denn solche Bücher treffen einfach nicht mein Interesse.

tredition: Wie müssen Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension in Deinem Blog wünschen?
Caroline
: Einfach fragen, würde ich mal sagen (lacht). Ich freue mich immer sehr über Anfragen, die mich meistens per Email erreichen. Leider kann ich nicht immer jedem eine positive Zusage geben – wenn mir die Zeit fehlt oder einfach, weil sie mich nicht genug interessieren oder eben aus einem Bereich kommen, den ich schlicht und einfach nicht mag (High Fantasy zum Beispiel). Da finde ich es nur fair, wenn ich von vornherein sage, dass ich dafür nicht die richtige Leserin bin und die Rezension daher nicht objektiv schreiben könnte. An sich finde ich es nett, wenn sich Autoren daher schon vor der Anfrage „die Mühe machen“, den Blog mal ein wenig genauer anzusehen – dann kann man schon erahnen, dass manche Bücher nicht in mein Lese-Schema fallen.

„Self-Publisher trauen sich vielleicht inhaltlich mehr zu.“

tredition: Inwiefern stellen Titel von Self-Publishing-Autoren eine Bereicherung für Dich da?
Caroline
: Ich habe schon sehr gute Erfahrungen mit Self-Publishern gemacht und sogar richtige Lese-Highlights unter den Geschichten entdeckt. Meistens handelt es sich bei den angebotenen Büchern ja um e-Books, was in Ordnung ist, da ich einen e-Reader habe. An Büchern von Self-Publishern mag ich, dass sie oftmals Themen behandeln, die man nicht schon zig Mal in abgewandelter Form in anderen Büchern gelesen hat. Dadurch, dass die Autoren hier alles selbst in die Hand nehmen, trauen sie sich vielleicht auch inhaltlich einfach mehr zu, weil die Inhalte vorher nicht erst durch die Hände eines Lektoren wandern. Genau das kann manchmal aber auch zum Problem werden, beispielsweise, wenn die Rechtschreibfehler überhand nehmen.

i-am-bookish

i am bookish: In zurückhaltend elegantem Layout präsentiert Caroline ihre Rezensionen

tredition: Was fasziniert Dich am Lesen besonders?
Caroline
: Hach, das kann ich so gar nicht beantworten. Ich lese viel, seit ich lesen kann. Für mich gehört Lesen einfach immer schon dazu, daher ist das für mich gar kein „besonderes Hobby“ oder so. Es ist Bestandteil meines Lebens. Ich mag es, dass in Büchern alles möglich ist. Dass man als Leser so viel erleben kann, obwohl man nur faul irgendwo zuhause auf dem Sofa sitzt. Dass man sich gedanklich auf so viel einlassen und so viel erleben kann, was man eben im „realen Alltagsleben“ selbst nie erleben können wird. Ich finde es toll, dass Bücher einem die Möglichkeit geben, sich für einige Stunden völlig in einer Geschichte zu verlieren.

tredition: In Deinem Blog gibt es das „Lese-Bingo“. Was hat es damit genau auf sich?
Caroline
: Auf anderen Bücher-Blogs sind sogenannte Lese-Challenges ja sehr beliebt. Diese geben in einem bestimmten Zeitrahmen Lese-Aufgaben zu bestimmten Themen vor. Oftmals sind diese Challenges für meinen Geschmack aber mit zu vielen Regeln, Pflichten und teilweise sogar „Straf-Aufgaben“ versehen, wenn man ein Ziel mal nicht geschafft hat. Ich bin aus eben diesem Grund kein typischer Challenge-Leser, weil ich immer lieber nach Lust und Laune lese und mich nicht gern schon vorher festlege, was ich wann zu lesen habe. Dieses „Lesen nach Vorgabe und mit der Aussicht auf Strafen, wenn ich es nicht schaffe“ ruiniert in meinen Augen völlig den Spaß, den Bücher und das Lesen generell mit sich bringen. Das legt mich viel zu sehr fest und solche strengen Vorgaben mag ich bei meiner Lieblingsbeschäftigung Lesen einfach nicht. Das Lese-Bingo ist in meinen Augen daher eine gute Alternative, um dennoch an einer kleinen Herausforderung teilzunehmen, wenn man möchte.

tredition: Wie funktioniert das genau?
Caroline:
In diesem Lese-Bingo werden auf einem Feld voller Kästchen einige Bücherthemen vorgegeben, nach denen man seine Bücher aussuchen kann – wenn man will. Man kann aber ebenso gut einfach lesen, worauf man Lust hat, und dann rückblickend schauen, ob eins der gelesenen Bücher eine vorgegebene Kategorie erfüllt und es sich dann anrechnen. Wie beim richtigen Bingo kann man sich die gelesenen Bücher-Felder ankreuzen. Anfangs hatte das erfolgreich ausgefüllte Lese-Bingo-Feld keine wirkliche Konsequenz, weil ich es nur für mich selbst gemacht habe. Mittlerweile gibt es aber ein paar Blog-Mitstreiterinnen, sodass ich mir da vielleicht noch eine kleine Belohnung einfallen lassen werde. Es gibt recht einfach zu erfüllende Kategorien, andere sind schwerer. Im diesjährigen Lese-Bingo sind beispielsweise „Ein Buch mit einem grünen Cover“ oder „Ein Buch, das erstmalig in deinem Geburtsjahr erschienen ist“ als Rubriken vertreten. Wichtig beim Lese-Bingo war mir aber vor allem, dass es keine allzu strengen Regeln gibt, eben nicht wie bei anderen Challenges. Es ist vorteilhaft, wenn man zu einem gelesenen und fürs Lese-Bingo angerechneten Buch wenigstens eine kurze Meinung schreibt in seinem Blog – aber es ist auch nicht schlimm, wenn man das nicht tut. Das ist jedem selbst überlassen. In erster Linie soll es Spaß machen und nicht verpflichten.

„Es ist mir manchmal egal, was aktuell beliebt ist.“

tredition: Tauschst Du Dich intensiv mit anderen Buchbloggern aus?
Caroline
: Manchmal ja, manchmal weniger. Das kommt immer auf das Buch an und die Zeit, die ich habe. Mit machen Bloggern unterhalte ich mich über Kommentare unter einem Beitrag, manchmal schreiben wir auch Emails hin und her oder schreiben beispielsweise bei Facebook. Ganz toll finde ich es aber, dass ich mit manchen Bloggern mittlerweile auch über ganz andere Dinge als das Lesen und Bücher plaudern kann, das macht dann schon sehr viel Spaß.

tredition: Zu welchem Thema möchtest Du unbedingt mal ein Buch lesen?
Caroline
: Oh, die Frage kann ich nicht beantworten. Spontan fällt mir da gar nichts ein. Ich glaube, das Problem ist auch weniger, dass ein bestimmtes Thema noch nicht in einem Buch verarbeitet wurde. Ich denke, das Problem ist eher, dass man nicht weiß, dass dieses Buch vielleicht schon existiert. Manchmal stößt man ja nur durch Zufall auf die interessantesten Bücher…

tredition: Weshalb sollten Autoren und Lesefreaks Deinen Blog auf keinen Fall verpassen?
Caroline
: Ich habe auf „i am bookish“ von Beginn an versucht, das zu tun, was mich interessiert und was mir Spaß macht, und dabei versucht, auch viel von mir selbst einfließen zu lassen. Dabei ist es mir manchmal (nicht immer!) recht egal, was aktuell beliebt ist und was gerade im „Mainstream“ gelesen wird. Blogs, die tatsächlich nur Rezensionen zu aktuellen beliebten Büchern posten und an einer Blogtour nach der anderen mitmachen, mag ich nicht besonders. Aus dem Grund versuche ich auch immer mal, andere Beiträge zu bringen, die sich zwar auch mit lese-relevanten Aspekten beschäftigen, aber nicht nur, beispielsweise meine Rubrik „Die Lektüre meiner Zugnachbarn“ oder „Konzerterlebnisse“. Erfahrungsgemäß kommen die auch ganz gut an.

Buchblogs im Überblick

Als Verkaufsweg für Bücher hat das Internet den Sortimentsbuchhandel noch längst nicht überflügelt – doch Kaufentscheidungen werden zunehmend online getroffen. In den vergangenen Jahren hat sich die Anzahl der Buch- und Literaturblogs rasant erhöht. Self-Publishing-Autoren sollten die damit verbundenen Chancen nutzen:

  • Stellen Sie ausgewählten Blogs gezielt Ihr Buch vor – mit einer freundlichen E-Mail, Kurzbeschreibung und Cover des Buches
  • Verweisen Sie für Rezensionsexemplare an tredition
  • Bieten Sie zusätzlichen Content an, der für Blogs attraktiv sein könnte (Leseproben Ihres Buches, ein Autoreninterview, Hintergründe zur Entstehungsgeschichte des Buches usw.)
  • Achten Sie bei der Auswahl der zu kontaktierenden Blogs darauf, ob ihr Buch in die vom Blogger favorisierten Genres passt bzw. ob explizite Hinweise auf dem Blog zur Vorstellung von Büchern zu finden sind. Einige Blogger reagieren allergisch darauf, ungefragt Rezensionsexemplare zu erhalten.
  • Etwas mehr zeitliche Kapazität bindet eine Blog-Tour: In diesem Falle wird ein Buch auf mehreren Blogs vorgestellt. Die einzelnen Blog-Beiträge setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte (z.B. Hervorhebung einer Figur des Romans, Interview mit dem Autoren etc.). Viele Blogger sond solchen Touren gegenüber aufgeschlossen. Als Autor profitieren Sie angesichts mehrfacher Beiträge von einer hohen Wahrnehmbarkeit im Web.

Hier eine Auswahl interessanter Blogs:

Alines kleine Welten

Anima Libri

Blücher

Bookrecession

Bücherwahnsin

Buch-fresserchen.blogspot.de

Fantastische Bücherwelt

Feenfeuer

Fiction Fantasy

Kinderohren

Kulturbuchtipps

Leselink

Leser-Welt

Markt aktuell

Saphiras World

Schreibjournal

Tintenhain

Wortakzente

Viel Freude und Erfolg bei Ihren Marketingaktivitäten! Beachten Sie dazu auch unsere weiteren Tipps im tredition-Blog:

Autorenwissen: Ein Blick auf die deutsche Presselandschaft

Das eigene Buch in der Huffington Post vorstellen

Serie – Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil V

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil IV

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil III

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil II

Serie: Das eigene Buch erfolgreich vermarkten – Teil I

Blogs im Porträt: Anima Libri – Auftritt mit Eleganz

Anima Libri

Anima Libri (= die Seele des Buches) empfängt die Blog-Besucher mit einer übersichtlichen Seitenstruktur und kreativer Darstellung der Rezensionen

Klare Struktur, gute Übersicht und ein ansprechendes Layout sind wichtige Voraussetzungen dafür, dass Besucher eines Blogs Lust zum Verweilen haben. Der Buchblog „Anima Libri“ ist buchstäblich mit Herz und Seele angelegt. Kleine Symbole über jedem Buchtitel verdeutlichen das entsprechende Genre, kurze Teaser, die die Buchrezension zusammenfassen, schaffen einen schnellen Überblick und erhöhen den Anreiz, die komplette Rezension zu lesen. Interaktiv wird  der Blog zudem durch Autoreninterviews, die mit Gewinnspielen verknüpft werden. Hannah Rautenberg – die „gute Seele“ hinter Anima Libri – führt im Gespräch mit tredition das Konzept ihres Blogs näher aus.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gegründet?
Hannah Rautenberg:
Meinen Blog, Anima Libri – Buchseele, gibt es unter diesem Namen seit Ende 2010, wenn auch im Laufe der Zeit auf verschiedenen Plattformen und verschiedenen Domains. Mit dem Bloggen an sich habe ich allerdings schon einige Jahre vorher, irgendwann mit etwa 14 Jahren, damals allerdings nur sporadisch und auf wechselnden Blogs, von denen heute leider nichts mehr übrig ist.

tredition: Könnten Sie das Konzept Ihres Blogs erläutern?
Hannah Rautenberg:
In den vergangenen vier Jahren haben sich die Inhalte auf meinem Blog hauptsächlich auf Buchbesprechungen und Autoreninterviews konzentriert, für das ganze persönliche „Drumherum-Geblogge“ hatte ich irgendwie noch nie ein Händchen. So gibt es auf Anima Libri nahezu täglich Rezensionen von mir oder meinen Rezensenten, wobei ich hauptsächlich Fantasy lese und rezensiere, darunter auch vieles, was so als Young Adult oder All Age eingestuft wird, allerdings mit zunehmenden „Ausflügen“ in andere Genres. Meine Rezensenten/Co-Blogger hingegen sind allesamt eingefleischte Krimifans, sodass insgesamt eine doch recht bunte Mischung zusammen kommt.

Hannah Rautenberg - Filia Libri (c) privat

Hannah Rautenberg (© privat)

tredition: Können Autoren Ihnen Rezensionsexemplare anbieten?
Hannah Rautenberg: Ich freue mich immer, wenn mich Autoren über mein Blog finden und anschreiben (entweder über das Kontaktformular oder die E-Mail-Adresse im Impressum), um mich auf ihre Werke aufmerksam zu machen. Ich muss zwar zugeben, dass ich den Veröffentlichungen von Independent-Autoren zuweilen kritisch gegenüberstehe, weil ich damit vor Jahren, als e-Books und Selfpublishing zum ersten Mal so richtig im deutschsprachigen Raum aufkamen, einige nicht ganz so positiven Erfahrungen gemacht habe. Mittlerweile habe ich gelernt, dass Independent bei weitem nicht gleich zu setzen ist mit minderwertiger Qualität. und Rechtschreib- und Grammatikfehler findet man auch in den Veröffentlichungen großer Verlage oftmals zur Genüge. Daher finde ich es immer sehr spannend, wenn mich Independent-Autoren anschreiben und freue mich, wenn ich ihnen mit meinem Blog eine Plattform bieten kann, über die sie hoffentlich den einen oder anderen interessierten Leser für ihr Werk finden können.

tredition: Was fasziniert Sie an Büchern und an der Literatur besonders?
Hannah Rautenberg:
Generell finde ich es immer wieder faszinierend, was für unglaubliche Geschichten Autoren – egal ob nun Independent oder Verlagsautoren – erschaffen. Es ist gerade diese Vielfältigkeit, die mich so am Lesen und an der Literatur begeistert: Die Möglichkeit in die unterschiedlichsten Welten abzutauchen und die vielfältigsten Abenteuer an der Seite abwechslungsreicher Charaktere zu erleben. Daher habe ich mich nach einigem Hin und Her auch dazu entschieden, mein Hobby man zum Beruf zu machen und ein Studium gewählt, in dem Literatur keine kleine Rolle spielt – und natürlich ist das auch der Grund, weshalb ich blogge.

Blogs im Porträt: Bücherwahnsinn – wo Literatur anziehend wirkt

Alexandra KünzlerRezensionen, neue Apps von Verlagen und Literaturverfilmungen – auf dem Blog Bücherwahnsinn von Alexandra Künzler wird Literarisches in allen seinen Facetten beleuchtet. Auch Kurioses findet dabei Platz. Oder hätten Sie gewusst, dass Zeilen aus Shakespeares Hamlet Kleidungsstücke zieren? „Der Wahnsinn“ möchte man da entgegnen. Ein besonderes Charakteristikum des Blogs: Alexandra Künzler ist Legasthenikerin und hat den Blog ganz bewusst gestartet, um zu demonstrieren, dass Lesen und die Faszination für Bücher sich jedem erschließen können, auch wenn es zunächst schwer erscheint. Das nennen wir mutig, selbstbewusst und bewundernswert!

tredition: Liebe Frau Künzler, wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Alexandra Künzler: Meinen Blog habe ich 2009 eröffnet, zunächst ganz im Stillen nur für mich. Mehr damit ich festhalten kann, was ich so gelesen habe und vor allem, wie mir das Buch gefallen hat.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Alexandra Künzler: Hab ich ein Konzept? (lacht). Ich schreibe einfach über alles rund um das Thema Bücher, Lesen, Leben mit Büchern und so weiter. Also von Rezensionen bis zur Rubrik „Literatur zum Anziehen“ – über kuriose Kleidung mit Literaturaufdrucken – kann man bei mir wohl alles finden.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn Sie sich eine Rezension auf Bücherwahnsinn wünschen?
Alexandra Künzler: Die Autoren sollten am besten eine Mail schicken (auf der Site in „Über mich“ zu finden), da ich wirklich sehr viele Rezensionsanfragen bekomme. Leider werden mir Bücher auch immer wieder einfach so zu geschickt und das finde ich schade, denn meist werden diese dann nicht beachtet. Und da ich auch noch meine eigens gekauften Bücher lesen möchte, gibt es Zeiten, in denen ich einfach keine neuen Rezensionsexemplare mehr annehme.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Alexandra Künzler: Ach, ich lese querbeet, das Thema muss mich einfach interessieren. Aber es gibt schon Genres die bei mir kaum vertreten sind. Horror oder Chick-Lit zum Beispiel.

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?Der Bücherwahnsinn
Alexandra Künzler: Es ist eigentlich mehr das Mitteilen an sich als das Schreiben. Mit meinem Blog möchte ich aber vor allem anderen Legasthenikern Mut machen. Mut machen zum Lesen. Ich habe mich irgendwann geoutet, da ich viele böse Mails bekommen habe. Und ich hoffe, dass sich andere von dieser Schwäche nicht unterkriegen lassen und dennoch ab und an zu einem Buch greifen. Ja, es ist viel anstrengender für Menschen wie mich ein Buch zu lesen, aber es macht nicht weniger Spaß!! Und an der Literatur fasziniert mich, dass sie nicht nur unterhält, mich in fremde Welten entführt oder mich am Leben anderer Menschen teilhaben lässt, sondern dass man immer etwas daraus lernen kann und sich dennoch dabei entspannt.

Blogs im Porträt: Blücher – Leseratten willkommen

Eine Leseratte oder lieber fünf? Wer durch die Rezensionen des Buchblogs „Blücher“ stöbert, kann für jedes vorgestellte Buch eine Bewertung mit dem Symbol einer Ratte vergeben. Die grafisch charmant angelegte Skala reicht dabei von einer einzelnen Ratte für die Bewertung „Ab zum Flohmarkt“ bis zu fünf Ratten für „ein Buch mit Wow-Effekt“. Nicht nur daran merkt man: Dieser Blog ist mit Liebe zum Detail angelegt. Cover der rezensierten Bücher prangen großformatig auf der Homepage und ermöglichen jeder „Bücherratte“, die den Blog besucht, einen schnellen Überblick. Dafür sorgen auch Tags wie „All Age“, „Historisches“, „Vampire“ oder „österreiches“ – apropos: Die Betreiber des Blücher-Blogs stammen aus dem schönen Salzburg. „Blücher“ ist übrigens eine Wort-Kombination zwischen „Bücher“ und „Blog“. Zudem ist „Frau Blücher“ eine Figur aus „Frankenstein Junior“ und die Macher des Blogs sind verzückt von diesem Film. Deshalb gibt es unter den Rezensenten auch einen „Igor von der Nordwand“. Buecherratten_Bluecher-Blog

Bluecher_Blog

Eine Bücherratte als Markenzeichen: Homepage des Blücher-Blogs

Gabriele Gallei, die den Blog vor rund sieben Jahren startete, beantwortete uns einige Fragen zum Konzept von Blücher.

tredition: Wann haben Sie Ihren Blog gestartet?
Gabriele Gallei: Seit einem winterlichen Abend im Jänner 2007. In diesen Stunden wurde ziemlich schnell die Idee eines Bücher-Blogs geboren und tags darauf auch umgesetzt.

tredition: Wie würden Sie in Kürze das Konzept Ihres Blogs beschreiben?
Gabriele Gallei: Auf Blücher werden Bücher rezensiert. In erster Linie um gute Bücher einfach auch anderen Bücherratten zu empfehlen, aber auch um das Gelesene in Erinnerung zu behalten. Die Auswahl der vorgestellten Bücher erfolgt individuell. Manchmal stellen wir auch (junge) Autoren vor.

tredition: Können sich Autoren an Sie wenden, wenn Sie sich eine Rezension bei Ihnen wünschen?
Gabriele Gallei: Ja.

tredition: Sind Sie auf spezielle Genres beschränkt oder rezensieren Sie bunt durch die Genre-Landschaft?
Gabriele Gallei: Es gibt keine Beschränkungen… nur Vorlieben 😉

tredition: Was fasziniert Sie am Schreiben und an der Literatur besonders?
Gabriele Gallei: Die Vielfältigkeit. Bücher sind wie ein niemals zur Neige gehendes Füllhorn.

Liebe Autorinnen und Autoren, liebe Leser des tredition-Blogs, dieser Beitrag bildet den Auftakt einer neuen redaktionellen Serie, in deren Rahmen wir fortan Buchblogs vorstellen möchten. In diesem Sinne: Viel Freude bei der Lektüre!