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Buchmarketing

Wie vermarkte ich mein Buch? – Mit gezielter Werbung Aufmerksamkeit für das eigene Buch erzeugen

Wie vermarkte ich mein Buch?

Bild: Es gibt kein Geheimrezept für den universalen Bucherfolg, aber einige wichtige Regeln, die bei Buch vermarkten weiterhelfen können. Copyright: Fotolia

Über 90.000 Veröffentlichungen stoßen jährlich auf den Buchmarkt. Darunter eine Handvoll Bestseller und viele Erstlingswerke unbekannter Autoren. Das bedeutet zum einen Titelvielfalt, aber für den einzelnen Autoren vor allem eine nahezu unüberschaubare Konkurrenz. Neben einem einzigartigen Inhalt, einem professionellen Lektorat und einer ansprechenden Verpackung ist die gezielte Buchwerbung und die zielgerichtete Vermarktung für das eigene Buch ein unabdingbarer Gradmesser für den eigenen Erfolg. Sicher fragen Sie sich daher ganz zu Recht: Wie vermarkte ich mein Buch eigentlich richtig? tredition zeigt Ihnen auf, wie Sie gezielt und effektiv beim Marketing vorgehen und sich einen erfolgsversprechenden Marketingplan anlegen.

Erfahren Sie in dieser Anleitung, wie Sie Ihr Buch gezielt vermarkten, um größtmögliche Aufmerksamkeit beim Leser zu erreichen und schlussendlich mit Ihrem Buch mehr Geld verdienen.

 

Immer mehr Autoren ringen jährlich um die Lesergunst. Gleichzeitig misst die Stiftung für Zukunftsfragen regelmäßig das Freizeitverhalten der Deutschen – und fördert dabei immer  erschreckendere Ergebnisse zutage. Denn das Lesen taucht auch bei der jüngsten Auswertung aus dem Jahr 2015 nicht einmal unter den 20 beliebtesten Freizeitbeschäftigungen auf. Ganz oben auf der Rangliste stehen Fernsehen, Radio hören, Telefonieren … Die Buchlektüre? Fehlanzeige. Von e-Books gar nicht zu sprechen, die rangieren gar als zweitunbeliebteste Freizeitbeschäftigung unter ferner liefen. Ein Indie-Autor steht demnach vor der enormen Herausforderung, das eigene Buch aus dieser Masse an Neuveröffentlichungen hervorzuheben. Discoverability, die Auffindbarkeit des Buches,  ist zum zentralen Schlagwort der Stunde geworden. Denn, ein Buch, das von Buchhändlern und dem Lesepublikum nicht gefunden wird, das nicht auf sich „aufmerksam“ macht, ist quasi nicht-existent. Generell gilt, nur buchspezifische Marketingmaßnahmen, die möglichst breit auf vielen Kanälen durchgeführt werden und die spannende Geschichten erzählen, sorgen bei Buchhändlern und Lesern für Aufmerksamkeit. Wenn diese Aktionen gut geplant sind und ein Buch „sichtbar“ machen, dann stellt sich mit einem zusätzlichen Quentchen Glück auch der Bucherfolg ein.

 

1 Das A und O erfolgreicher Buchwerbung: Der Marketingplan

Wie vermarkte ich mein Buch richtig? Der Marketingplan

Fangen Sie nicht zu spät damit an, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie Sie das eigene Buch gezielt bewerben können. Sie sollten schon vor oder während des Schreibens einen „Schlachtplan“ für zukünftige Marketingmaßnahmen entwerfen. Dieser „Marketingplan“ sollte Schritt für Schritt festhalten, wann und wie Sie Werbung für Ihr Buch planen. Nicht alle Marketingmaßnahmen sind auch für Ihre Buchveröffentlichung geeignet. Ein Sachbuch erfordert andere Marketingmaßnahmen als ein Lyrikband etc. Sie sollten sich daher vorab Gedanken darüber machen, welche Maßnahmen für Ihr Buch sinnvoll sind und diese in Ihrem individuellen Marketingplan mit genauen Richtlinien und Daten für die Umsetzung festlegen. Gleichzeitig ist es sinnvoll, in dieser Zeit Kontakt zur Presse und zu Bloggern, als auch zu Lesern zu suchen, damit Sie, einmal fertig mit dem Schreiben Ihres Buches, dann auch direkt das richtige und empfangsbereite Publikum für Ihre Maßnahmen ansprechen können. Haben Sie frühzeitig eine Fanbasis aufgebaut, können Sie, wenn Ihr Werk dann endlich auf den Markt kommt, direkt eine Buchankündigung, eine Leseprobe etc. in der passenden Zielgruppe streuen.

 

2 Vor dem Start: Ihre Zielgruppe kennen

Aufmerksamkeit für Ihr Buch durch die richtige Zielgruppe - Wie vermarkte ich mein Buch richtig?

Bild: Das Leserpublikum kennen ist das A und O einer zielgerichteten Buchwerbung. Copyright: Fotolia

Bevor Sie sich ganz auf Werbemaßnahmen zu Ihrem Buch stürzen, gilt es, vorab die Zielgruppe zu Ihrer Veröffentlichung genau einzugrenzen und kennenzulernen. Betrachten Sie Ihr Buch noch einmal mit kritischem Leserauge. Welches Genre und welchen Titel haben Sie gewählt und welche Leser kommen für diese Veröffentlichung in Frage? Wen spricht der Stil und die Aufmachung des Buches an? Eventuell haben Sie bereits beim Schreiben einen Leseravatar entwickelt, also eine imaginäre Persona, die Ihren Idealleser repräsentiert. Diesen Avatar oder eine ganze Avatargruppe sollten Sie noch einmal genau analysieren und herausfinden, in welchen Kanälen sich Ihre Zielgruppe aufhält. Erst wenn diese Frage beantwortet ist, macht es Sinn gezielt bei diesem Publikum Marketingmaßnahmen zu platzieren. Ein konservativer Leser schaut sich vielleicht lieber in der täglichen Zeitung oder im Fernsehen nach geeigneten Lektüreempfehlungen um. Technikaffine Leser tummeln sich eher in den sozialen Netzwerken, auf Blogs oder in Buchcommunities. Ein Kochbuchliebhaber sucht und postet vielleicht gern Bilder auf Pinterest. Verpulvern Sie Ihre Marketingmunition nicht durch Aktionen, die Ihr Zielpublikum vielleicht gar nicht erreichen!

 

3 Kontinuität: Beharrlichkeit zahlt sich bei der Buchwerbung aus

Nachdem der oft langwierige Weg getan ist und das eigene Manuskript vorliegt, es im zweiten Schritt durch Lektorat und Satz gegangen ist und endlich das Licht der Welt erblickt hat, sind Autoren oft froh, wenn das Buch endlich auf dem Buchmarkt ist. Zu diesem Zeitpunkt  wird leider oft vernachlässigt, wie wichtig der jetzt zwingend erforderliche nächste Schritt zum Erfolg ist: die Marketingarbeit. Sicherlich ist die Neuerscheinung eines neuen Harry Potter-Bandes von Joanne K. Rowling bereits Werbung genug. Rowlings Fans sorgen schnell für eine hohe Auflage. Doch das sind leider in der Branche Einzelfälle, die man an einer Hand abzählen kann. Zu einem Longseller wird ein Buch nur, wenn Autoren kontinuierlich an Ihrem Bucherfolg schrauben und immer wieder durch das Zünden eines neuen Marketingfeuerwerks auf das eigene Werk aufmerksam machen.

 

4 Buchwerbung heißt: Geschichten erzählen auf allen Kanälen

Wie vermarkte ich mein Buch richtig? Geschichten verkaufen und für das eigenen Buch werben

Bild: Nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählung auch bei der Werbung für Ihr Buch. Copyright: Pixabay

Wenn Sie Ihren Marketingplan begonnen haben und sich über Ihre Zielgruppe informiert haben, sollten Sie sich überlegen, auf welchen Kanälen Sie Ihre Maßnahmen am besten streuen wollen. Hier gilt es, auf allen Kanälen, die für Ihr Buch sinnvoll sind, in Wort, Bild und Ton präsent zu sein. Setzen Sie crossmediale Marketingaktionen ein, also die Kommunikation zu Ihren Lesern über mehrere  verknüpfte Kanäle. Diese soll Leser unterhalten und informieren und im besten Fall zugleich  immer wieder zu Ihrem Buch führen und Kaufanreize auslösen. Bieten Sie Ihren Lesern dafür Mehrwert mit spannenden Inhalten zu Ihnen und Ihrer Veröffentlichung. Wenn Sie etwa eine knackige Pressemeldung zu Ihrem Buch geschrieben und versandt haben, können Sie den Text der Meldung auch für andere Zwecke einsetzen. Ein interessantes Autoreninterview mit Ihnen sollte nicht nur auf Ihrer Homepage versauern, sondern Sie sollten dies in allen anderen passenden Kanälen, von Social Media-Kanälen über Buchforen etc. streuen. Werden Sie nicht nur als Autor Ihrer Geschichte zum Erzähler, sondern nutzen Sie Ihr Talent zum Geschichtenerzählen auch bei der Vermarktung Ihres Buches. Interessante Fragenstellungen für den Leser könnten sein: Welche Herausforderungen und Erlebnisse habe ich beim Schreiben erlebt, welche Geschichte oder Neuheit verkünde ich in meinem Buch? Was hält mein Buch an Innovationen und Vorteilen für den Leser oder die Leserin bereit? Die hohe Kunst des Crossmedia-Marketings ist, Informationen und Beiträge über alle Kanäle zu streuen, um die größtmögliche Reichweite für Ihre Buchwerbung zu erreichen.

 

5 Buchvermarktung online oder offline? Online ist King

Als Verkaufsweg für Bücher hat das Internet den Sortimentsbuchhandel noch längst nicht überflügelt – aber Kaufentscheidungen fallen mittlerweile auch in der traditionellen Buchwelt zunehmend online. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeiten, die Ihnen digitale Plattformen, Blogs etc. bieten, unbedingt nutzen sollten, um Ihr Buch aus der Masse der Bücher herauszustellen. Von Social Media-Werbung über Blogmarketing bis zu Onlinelesungen oder Buchtrailern sind die Möglichkeiten hier nahezu unendlich – und was noch viel besser ist, mit wenigen Mitteln schnell und effektiv umgesetzt. Ihre Bekannten, Freunde und Familie, aber auch Ihre Leser können die Beiträge zu Ihnen und Ihrem Buch weitergeben und verbreiten. Und noch besser: Die Maßnahmen können dann auch besser ausgewertet werden. Nehmen Sie Ihr Buch genau unter die Lupe. Welches Genre, welches Thema behandeln Sie und welche Maßnahmen passen dazu? Und es müssen nicht immer die üblichen Werbemaßnahmen sein. Je origineller, desto höher die Aufmerksamkeit der Leser und die mögliche Verbreitung bei Ihrem Zielpublikum.

 

6 Multiplikatoren nutzen: Presse- & Blogmarketing

 

Presse

Wie vermarkte ich mein Buch? Presse- und Blogmarketing durch Multiplikatoren

Bild: Nutzen Sie für Ihre Werbung die Kraft der Multiplikatoren! Copyright: Pixabay

Auch wenn die Onlinemedien traditionellen Medien zunehmend den Rang ablaufen, Journalisten von Zeitungen, Magazinen, Radiostationen oder Fernsehkanälen sorgen nach wie vor für eine hohe Verbreitung und sind gute Anlaufpunkte für die Platzierung von Beiträgen zu Ihrem Buch. Presserezensionen ziehen zudem auch weitere Rezensionen mit sich. Oft fragen Journalisten nach Autoren oder Autorinnen aus bereits erschienenen Artikeln oder Beiträgen nach oder werden durch Kollegen erst auf Bücher und Autoren aufmerksam.

Wie geht man vor? Zunächst gilt es, seine Zielgruppe ausfindig zu machen und für diese einen passenden Presseverteiler aufzubauen. Denn je nach Genre, Thema und Leserpublikum eignen sich für ein Buchprojekt nur bestimmte Medien. Eine gute Vorbereitung ist hier das A und O. Recherchieren Sie gezielt passende Medien, Nachrichtenportale und Zeitschriften oder Special Interest-Magazine. Fertigen Sie Emailanschreiben zu Ihrem Buch mit beiliegendem Pressekit zu Ihrem Buch an. In dieses Pressekit gehört: eine Kurzankündigung zum Buch, die Pressemeldung als PDF-Datei, ein aussagekräftiges Autorenbild und ein hochauflösendes Coverbild zum Buch. Dieses Anschreiben soll im besten Fall Neugier auf Ihr Buch machen und die Journalisten dazu verführen, über Ihr Buch zu berichten. Schicken Sie dieses jedoch nicht ungefiltert raus. Achtung: Es muss hier nicht gleich die Frankfurter Allgemeine, DIE ZEIT oder die Süddeutsche sein. Der Feuilletonbereich oder der Rezensionsbereich für Bücher in diesen Medien ist stark begrenzt und auch bekannte Autoren haben es schwer, hier eine Rezension zu platzieren. Journalisten werden tagtäglich mit hunderten von Anschreiben und Büchern geradezu überrannt. Starten Sie, indem Sie auf regionale Medien zugehen und sich als „Autor aus der Region“ präsentieren. Seien Sie selbstbewusst im Auftritt, aber drängen Sie die Pressevertreter nicht. Bieten Sie diesen zusätzliches Material wie Rezensionsexemplare, Autoreninterviews oder Buchexemplare für Gewinnspiele.

Blogmarketing

Blogs haben sich zum wichtigsten Sprachrohr zum Leser im Netz entwickelt. Autoren bieten sich hier eine Vielzahl an Chancen, das eigene Buch einer großen Menge an Lesern vorzustellen und für Aufmerksamkeit für ihr Buch zu sorgen. Werden Sie kreativ: Kündigen Sie Bloggern, die thematisch zu Ihrem Buch passen, die Buchveröffentlichung mit einem Pressekit an. Bieten Sie wichtigen Literaturblogs Rezensionsexemplare im Gegenzug zu Buchbesprechungen, Leseproben, Autoreninterviews, Gewinnspiele und Kooperationen an – oder führen eine Blogtour durch. Bei einer Blogtour präsentieren unterschiedliche themengebundene Blogs innerhalb eines bestimmten Zeitraumes Ihr Buch in verschiedenen Formen: Buchbesprechung, Autoreninterview, Leseprobe, Gewinnspiel u.v.m. … Dafür ist es wichtig, vorab die richtigen Ansprechpartner zu eruieren und für das eigene Buch zu gewinnen, diese rechtzeitig mit dem Werbematerial auszustatten und vor und während der Blogtour Werbung für diese auf anderen Kanälen zu machen. Ganz wichtig ist, dass man frühzeitig eine Beziehung zu Bloggern aufbaut. Nichts hassen Blogger mehr, als einfach wahllos mit Material zugeschüttet zu werden. Will man mit einem Blogger in Austausch treten und etwas zum eigenen Buch dort platzieren, so sollte man sich genau über die Blogs und ihre Zielgruppe informieren und eine auf gegenseitigem Respekt basierende Beziehung aufbauen.

 

7 An die Zielgruppe herantreten:  Werbung auf Social Media und in Buchcommunities

Social Media Werbung

Bild: Social Mediaplattformen wie Facebook bieten viele Marketingmöglichkeitne für Autoren! Copyright: Pixabay

Social Media-Kanäle bieten für Autoren zahlreiche Möglichkeiten, die Werbetrommel zu rühren, sich mit anderen Autoren auszutauschen und zu vernetzen und den Kontakt zu Lesern aufzubauen. Sie sollten schon während des Schreibens – Ihr Marketingplan ist gezückt – daran arbeiten, eine feste Fanbasis oder Leserschaft für Ihr Buch aufzubauen, so dass diese nur noch darauf warten, dass Ihr Buch endlich in den Handel kommt.

 

Facebook

Legen Sie sich auf den sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Snapchat und Co. ein eigenes Profil und gegebenenfalls eine eigene Autorenseite an, auf der Sie mit Ihrer Leserschaft kommunizieren können. Autoren haben zudem die Möglichkeiten, die eigene Buchveröffentlichung durch eine eigene Fanseite zum Buch zu präsentieren. So sorgen Sie auf Facebook und auf Social Media für Auffindbarkeit Ihres Buchtitels. Sie selbst sollten dort regelmäßig neues „Futter“, Leseproben, Buchcover etc. anbieten, um so Leseanreize zu schaffen, wenn ihr Buch erst einmal veröffentlicht ist. Fans können sich auf Ihrer Buchseite tummeln, Fragen stellen und mit Ihnen Kontakt aufnehmen. So kann man dort gut die eigene Buchveröffentlichung „anteasern“, also schon einmal vorab ankündigen, wie man das etwa von Serien kennt, auf die schon Monate vor Ausstrahlung mit Trailern neugierig gemacht wird. Facebook bietet zudem die Möglichkeit, Anzeigen oder sogenannte Sponsored Posts, also gesponserte Meldungen über Ihre Seite, zu publizieren, um so eine konkrete Zielgruppe anzusprechen oder einfach die Reichweite für Ihre Seite oder Ihre Beiträge zu erhöhen. Die Seite bietet zudem viele Autorengruppen, die für die eigene Buchwerbung interessant sein können. Werden Sie Teil einer Gruppe und tauschen Sie sich dort mit anderen Autoren und Lesern aus. Holen Sie sich dort hilfreiche Tipps und sprechen Sie über Ihre Veröffentlichung!

 

Weitere Social Media-Kanäle bedienen: Twitter, Snapchat, Instagram, Pinterest …

Facebook ist sicherlich das beliebteste soziale Netzwerk. Aber auch beim Thema Social Media gilt wieder die goldene Regel: Nicht dort aufhalten, wo es Ihnen privat gefällt, sondern dort, wo Ihre Leser sich aufhalten. Sie haben also etwa mit Twitter so gar nichts am Hut, Ihre Zielgruppenanalyse hat aber ergeben, dass sich Ihre Leser vorwiegend über Twitter austauschen? Dann heißt es: ins kalte Wasser springen. Informieren Sie sich über dieses soziale Netzwerk und die Möglichkeiten, die sich hier für Sie bieten, die Werbetrommel für Ihr Buch zu rühren. Auf Twitter gilt es etwa, regelmäßige Tweets an das Zielpublikum zu schreiben. Bei Pinterest und der Foto-App Instagram steht weniger die gezielte textliche Kommunikation im Vordergrund, sondern eher Bilder und schöne Inhalte. Hier gilt es, Inhalte mit den richtigen Keywords zu platzieren oder auf Werbeaktionen hinzuweisen etc. Nutzen Sie die ganz verschiedenartigen Chancen für die Buchwerbung, die sich auf den einzelnen Netzwerken oder in Gruppen für Ihr Werk bieten.

 

Community-Aufbau im Vorfeld betreiben

Es gibt im Internet eine Reihe von Portalen, Foren, Autorengruppen sowie die sogenannten Buchcommunities. Diese ermöglichen Autoren, sich mit anderen Autoren zu vernetzen, über Ihr Buch zu sprechen, sich mit Lesern zu unterhalten und Ratschläge einzuholen. Nutzen Sie diese Gruppen als Möglichkeit, sich und Ihr Buch bekannt zu machen. Einige der bekanntesten Communities sind Lovelybooks, aNobii oder Goodreads. Diese zeichnen sich durch unterschiedliche Schwerpunkte aus. Jede dieser Communities ist ein schöner Treffpunkt für Leseratten. Neuerscheinungen werden hier eingestellt, bewertet, kommentiert und weiterempfohlen. Autoren sollten diese Communities gut kennen, für die eigenen Bücher dort Bücherregale erstellen, Leserunden veranstalten, Empfehlungen schreiben und in Buchgruppen aktiv sein und Empfehlungen mit Freunden austauschen. Die Communities erreichen durch die vielen Nutzer der Seiten eine große Streuung einzelner Themen oder Buchempfehlungen.

 

8 Buchhandel & Veranstaltungen

Auch wenn große Onlinehändler wie Amazon mächtig am Geschäftsmodell der stationären Buchhändler rütteln, ist der stationäre Buchhandel nach wie vor der wichtigste Vertriebsweg für Bücher in Deutschland. Autoren sollten dies wissen – und die Möglichkeiten nutzen, die der Buchhandel einem Autor bietet. Bauen Sie den Kontakt zu Buchhändlern auf und sorgen Sie für eine stationäre Auslage Ihrer Bücher in einer geeigneten Buchhandlung. Vorab heißt es also themenspezifisch zu recherchieren, welche speziellen Buchhandlungen für das eigene Buch in Frage kommen. Sind diese Buchhandlungen ausgemacht, sollten Autoren gut planen, wie sie an den oder die Buchhändler/in herantreten. Buchhändler bevorzugen regionale Titel. Halten Sie sich also als unbekannter Autor zunächst vor allem an die Buchhandlungen in Ihrem persönlichen Umfeld, in der Sie sich als „regionaler Autor“ präsentieren können. Außergewöhnlichkeit und Besonderheiten Ihres Buchthemas sorgen für Pluspunkte. Heben Sie diese im Gespräch hervor. Belletristische Werke sind zwar nach wie vor bei Autoren beliebt, erleiden aber im Buchhandel Umsatzverluste. Sachbücher und Fachbücher werden es daher in Spezialbuchhandlungen einfacher haben, den Weg in eine Auslage zu finden. Im Vordergrund steht hier neben einem inhaltlich ansprechenden, professionell aufgemachten Buch mit einem überzeugenden Cover auch Ihre Überzeugungskraft als Autor/in. Treten Sie in persönlichen Kontakt mit Ihrem Buchhändler, nehmen Sie Ihr Buch, eventuell auch eine bereits vorhandene Pressemappe mit und stellen Sie dem Buchhändler Ihr Buch vor. Eine gute Gelegenheit, um Kontakt zum Buchhandel langfristig aufzubauen, bietet auch die gemeinsame Veranstaltung einer Autorenlesung oder Buchvorstellung. Bieten Sie Buchhändlern Eigenexemplare an, um ein erstes Interesse zu wecken und verweisen Sie auf die Bestellwege, zu denen Ihr Buch geordert werden kann (Buchgroßhandel, Verlagsauslieferung).

 

Die Autorenlesung

Eine Autorenlesung ist ein schöner Moment, um ganz persönlich in Kontakt zu Ihren Lesern zu treten. Doch eine erfolgreiche Lesung will sorgsam vorab organisiert werden. Sie sollten sich genau überlegen, welche Buchhandlung für eine Lesung in Frage kommen könnte. Haben Sie eine geeignete Buchhandlung gefunden und alles nötige mit dem Händler vor Ort besprochen, stellen Sie das Programm des Abends zusammen. Überlegen Sie gut, wie der Abend ablaufen soll. Wann kommt welcher Eventpunkt? Autorenvorstellung, Lesung welcher Textstellen, soll Musik dabei sein? Eine schöne Methode, um Leser an sich zu binden und das eigene Buch zu verkaufen, ist eine an die Lesung anschließende Signierstunde. Zudem ist es wichtig, die Veranstaltung vorab bei Ihrem Lesepublikum bekannt zu machen und für ausreichend Publikum zu sorgen. Aufmerksamkeit erreichen Sie aber auch durch Lesungen an ungewöhnlichen Orten. Seien Sie kreativ und überlegen Sie sich, ob es auch andere Veranstaltungsorte für Ihr Buch geben könnte.

 

Onlinelesung

Das Internet bietet viele Möglichkeiten für die Marketingarbeit. Eine ganz neue Möglichkeit sind Onlinelesungen. Sie können mittlerweile ganz entspannt zu Hause eine Lesung veranstalten und diese via Kamera auf YouTube, den Google Hangouts oder über die Apps Periscope oder den Streaming-Dienst YouNow, der vor allem jüngere Nutzer anlockt,  im Netz übertragen. Durch diese Online-Plattformen oder Apps wird es für Autoren immer einfacher, eine Lesung zu organisieren, zu finanzieren und durchzuführen. Gleichzeitig ist es so dennoch möglich, enorme Reichweiten zu erreichen. Zudem tummelt sich hier bislang noch ein eher kleineres, technikaffines Publikum. Die große Masse hat diese Instrumente noch nicht für sich entdeckt. Einzelne herausragende Aktionen können dadurch momentan noch für viel Marketingbuzz , will heißen Aufmerksamkeit, sorgen.

 

9 Verlagsexpertise nutzen – Auf das Verlagsmarketing aufbauen

tredition Marketingmaßnahmen für Ihr Buch

Bild: Bauen Sie Ihre Marketingmaßnahmen auf dem Marketing Ihres Verlages auf!

Holen Sie Ihren Verlag mit ins Boot, wenn es um das Marketing zu Ihrem Buch geht. Erkundigen Sie sich dort, was für Ihr Buch an Marketingmaßnahmen geleistet wird – und bauen Sie im Idealfall auf diesen Maßnahmen auf.

Unser Marketing schließt u.a. Pressearbeit (eine Pressemeldung zu jedem Buch, Versand kostenfreier Rezensionsexemplare), Social Media-Marketing, Blogmarketing, Veröffentlichung Ihres Buches in Buchcommunities, Buchmarketing speziell für Sach- und Fachbücher und die Auffindbarkeit in Suchmaschinen mit ein. Im tredition-Blog verbreiten wir zudem regelmäßige detaillierte Beiträge zu Marketingthemen, Autoreninterviews oder Berichte zu Autoren im Buchhandel, die Ihnen ganz viel Ratschläge und Tipps für die Aufbereitung des eigenen Marketingplans liefern können. Profitieren Sie hier von  unserer Verlagsexpertise!

 

Viel Freude bei der Umsetzung unserer Tipps und viel Erfolg für Ihr Buch!

Buch schreiben Tipps Autor werden

Erfolgsfaktoren beim Schreiben – In 10 einfachen Schritten zum eigenen Buch

Buch schreiben Tipps

Bild: Wie schreibe ich das erste eigene Buch? Es gibt viel zu bedenken, wenn Sie sich als Autor an Ihr erstes Buchprojekt wagen.

Wollten Sie schon immer mal ein Buch schreiben, wissen aber nicht so recht, wie Sie anfangen sollen? Wir liefern Ihnen eine einfach umsetzbare Anleitung zum eigenen Buch, die Ihnen schnell zeigt, auf welche Erfolgsfaktoren es beim Schreiben ankommt. Schritt für Schritt leiten wir Sie von der Ideenfindung bis zum eigentlich Schreibprozess an. Lernen Sie, was Sie beim Planen und Schreiben beachten müssen, und was Sie lieber vermeiden sollten, um ein erfolgsversprechendes Manuskript fertigzustellen.

Erfolgsfaktoren beim Schreiben:

  1. Vor dem Schreiben des Buches: Lesen, Inspirationen und Ideen sammeln
  2. Bauen Sie Ihre Schreibroutine auf
  3. Thema und Genre ausfindig machen – Trends aufspüren
  4. Kreatives Schreiben lernen
  5. Buchinhalt konzipieren und strukturieren
  6. Arbeitsziele festlegen und Schritte definieren
  7. Beim Schreiben an den Leser denken
  8. Das Marketing nicht vergessen: Ihr Marketingplan garantiert den Bucherfolg
  9. Der Feinschliff – Lektorat und Format
  10. Kritik einholen – und umsetzen

Für viele ist es ein unerreichbarer Traum: irgendwann das eigene Buch in den Händen zu halten. Aber muss dieser Wunsch wirklich immer ein Traum bleiben? Vielleicht ist Ihnen ja sogar schon einmal die eine oder andere Buchidee durch den Kopf gegeistert. Sie sind aber unsicher, ob Sie überhaupt Talent zum Schreiben haben und sie wissen nicht, wie Sie das eigene Buchprojekt richtig angehen sollen. Was Ihnen fehlt, ist sicherlich nicht die Motivation, sondern die richtige Strategie, wie Sie Ihre Buchidee anpacken und in die Tat umsetzen können. Denn: Schreiben ist ein Handwerk, das Sie wie jedes andere erlernen können. tredition bietet Autoren und Autorinnen in einer ausführlichen Anleitung zum Schreiben die wichtigsten Tipps und Erfolgsfaktoren, damit Sie Ihren Traum „Wie schreibe ich ein Buch“ in die Wirklichkeit umsetzen können. Wie Sie Ihr Buch im Anschluss schnell und einfach als Paperback, Hardcover und e-Book veröffentlichen können, erfahren Sie hier.

1 Vor dem Schreiben des Buches: Lesen, Inspirationen und Ideen sammeln

Buch schreiben Anleitung

Bild: Wenn Sie Autor werden wollen: Inspirationen warten überall auf Sie. Halten Sie Ihr Notizbuch stets bereit.

Viele berühmte Autoren waren wahre Leseratten und haben sich tagelang in Bibliotheken rumgetrieben, um in den Lieblingsbüchern ihrer großen Vorbilder zu schmökern. So sind auch die bekanntesten Werke voll von Inspirationen und Ideen aus früher verfassten Texten und von vorangegangen Autoren. James Joyce arbeitet sich in seinem über 1000-seitigen bekannten Werk „Ulysses“ an Homers „Odyssee“, Mary Shelleys „Frankenstein“ bezieht sich auf die antike Prometheus-Sage, Shakespeares „Hamlet“ diente nicht nur Johann Wolfgang von Goethe als  Vorbild für den „Faust“ . Diese Liste könnte man unendlich fortsetzen.

Natürlich bleiben Sie der alleinige Schmied Ihres Buchglücks, aber vergessen Sie nicht, dass ein guter Schriftsteller zuallererst ein fleißiger und passionierter Leser ist. Lesen Sie also, so viel Sie können. Seien Sie bei der Lektüre wachsam und lassen Sie sich von Ihren Lieblingsautoren inspirieren. Werfen Sie einmal einen kritischen Blick in Ihr Bücherregal, greifen Sie erneut zu Ihren Lieblingsbüchern und beurteilen Sie diese aus der Warte des Lesers – und des angehenden Autors. Und welche Themengebiete und Genres üben dabei die größte Faszination auf Sie aus? Widmen Sie sich Ihren Lieblingsautoren und schreiben Sie sich auf, was Ihnen bei diesen besonders gut gefällt. Sind es die interessanten Charaktere, die innovative Umsetzung oder der mitreißende und Emotionen erweckende Erzählton? Bei einem Sach- oder Fachbuch sollten Sie bei der Lektüre darauf achten, wie es kommt, dass Ihr Lieblingsautor so verständlich, klar und interessant schreibt, ohne dass die geringste Langeweile aufkommt. Schauen Sie in die Bücherregale Ihrer Bibliotheken und stöbern Sie durch die Buchhandlungen. Inspirationen warten überall. Ein umfangreiches Spektrum an Leseerlebnissen beflügelt die Fantasie und kann Sie vor und während des Schreibens zu Ideen für Ihr Buch anregen.


 

2 Bauen Sie Ihre Schreibroutine auf

Schreibroutine

Bild: Eine tägliche Schreibroutine ist fundamental für das erfolgreiche und regelmäßige Schreiben.

Schon Thomas Mann war dafür berühmt, mit seinen nahezu beamtischen Schreibzeiten eisenharte Disziplin an den Tag gelegt zu haben. Um täglich im Rhythmus zu bleiben und auch größere Textmengen flüssig zu meistern, ist es wichtig, feste Rituale beim Schreiben einzuführen. Eine tägliche Schreibroutine zu entwickeln hilft, um das unproduktive und frustrierende Starren auf das weiße Blatt zu vermeiden. Thomas Edison hat das in seinem bekannten Ausspruch „Genie ist ein Prozent Inspiration und 99 Prozent Transpiration“ aus dem Jahr 1932 wunderbar auf den Punkt gebracht. Talent ist sicherlich von Vorteil, wenn es darum geht, das eigene Buch zu verfassen. Die wichtigste Herausforderung, die es sich beim Schreiben aber zu stellen gilt, ist, dass nur durch eine disziplinierte Schreibroutine und harte Arbeit und Engagement auch gute Ergebnisse erzielt werden können. Auch um Schreibblockaden zu umgehen hilft es, sich feste Zeiten zum Schreiben zu setzen und diese einzuhalten. Ein ruhiger Raum zum Schreiben und eine entspannte und kreative Atmosphäre tun das ihre dazu, dass Sie sich ganz auf Ihren Text und auf die Entwicklung Ihres Buchprojektes konzentrieren können.

3 Thema und Genre ausfindig machen – Trends aufspüren

Buchideen

Bild: Tipp zum Schreiben: Laufen Sie nicht den Trends hinterher, sondern erkennen Sie diese frühzeitig.

Seien Sie kreativ, was die Themenfindung angeht. Fragen Sie sich einmal, was Sie selbst oder Ihre Freunde und Bekannten gerne lesen würden? Versetzen Sie sich in die Lage Ihres Lesers. Es muss nicht immer der 100. Krimi oder ein neuer Harry Potter-Roman sein. Trauen Sie Ihren Leser etwas zu und geben Sie Ihnen neues Denk- und Lesefutter. Es besser als die Originale zu machen, ist in den meisten Fällen sowieso nicht möglich. Warum sich dann nicht gleich die Mühe machen, sich etwas komplett Neues auszudenken.

Generell sollten Sie sich genügend Zeit für die Themenrecherche nehmen – die ist manchmal sogar umfangreicher als das “Herunterschreiben” des eigentlichen Textes. Analysieren Sie im selben Schritt auch die Konkurrenz ganz genau. Vom wem können Sie hier vorab etwas lernen? Fragen Sie sich und notieren Sie sich, welche Bücher Ihnen im anvisierten Genre oder Themenraum gefallen, was andere Autoren gut oder besser machen als Sie und was Sie sich im positiven Sinn „abschauen“ können. Bei welchen Genrezuordnungen und Themen ist das Lesepublikum schon mehr als gesättigt?

Belletristik oder Sachbuch?

Jede Zeit hat ihre besonderen Thematiken und bringt entsprechende Bucherfolge hervor.  Der Zukunftsforscher Horst Opaschowski spricht vor allem von den „3K“, Kriege, Krisen und Katastrophen, die aktuell das Epizentrum der gesellschaftlichen Diskussion ausmachen werden. Kein Wunder, dass das Sachbuch eindeutig im Trend liegt und Sachbücher sich besonders gut verkaufen. Es muss daher nicht immer gleich ein Roman werden. Die Belletristik ist nach wie vor bei Autoren beliebt, wird aber weiterhin mit Umsatzverlusten im Buchhandel konfrontiert. Lesen Sie hier, welche  Entwicklungen und Trends den Buchmarkt aktuell bestimmen und wie sich dies auf die besonders gefragten Sachgruppen auswirkt.

Themenwahl

Und wie kommt man nun im auserwählten Genre an das Thema heran? Denken Sie voraus. Schauen Sie in die aktuellen Nachrichten und wälzen Sie Magazine, um zukünftige Trends aufzuspüren. Es gibt viele Blogs, Zeitschriften, Portale oder Messen, die aktuellen Trends aber auch zukünftigen Entwicklungen nachgehen. Seien Sie informiert und wachsam. Gehen Sie auf eine Spurensuche, welches die Themen der Zukunft sein könnten, die so bislang noch nicht in Literatur oder Sachbücher umgesetzt worden sind. Leser wollen sich mit kreativen neuen Ideen beschäftigen und etwas lernen. Bei der Recherche heißt es einfach, Gehirnzellen anschalten und aktuelle Trends seismografisch vorab erfassen. Vielleicht stoßen Sie ja auf das ein oder andere Thema, das Sie interessiert und wozu es noch keine Veröffentlichung gibt. Einige Magazine, bei der Themenrecherche für den Anfang weiterhelfen könnten: Das Handelsblatt, The Guardian, Financial Times, Time, Economist, New York Times. Das Zukunftsinstitut etwa ist eine gute Adresse, wenn man durch die Arbeit von Think-Tanks über Trends von morgen informiert sein will. Hier kann man sich online informieren oder für den Newsletter anmelden. Nehmen Sie dafür an Zukunftsmessen teil, gehen Sie zur Cebit, dem Future Day in Frankfurt und anderen Trend- und Zukunftsmessen. Verpassen Sie außerdem keinen Beitrag in unserem tredition-Blog, auf dem wir regelmäßig über Trendthemen im Buchmarkt berichten. Sie werden schnell merken, dass die Themenrecherche sehr aufregend sein kann es gar nicht so schwer ist, spannende Themen ausfindig zu machen.

4 Kreatives Schreiben lernen

Schreibkurs

Bild: Kreatives Schreiben kann man lernen!

Schreiben kann eben nicht jeder! Schreiben ist ein Handwerk, das gewisses Rüstungszeug verlangt. Bevor Sie sich ans Schreiben Ihres Buches machen, sollten Sie sich um das Erlernen dieses Rüstzeugs kümmern. Nehmen Sie an Schreibkursen teil, besuchen Sie Kurse für Kreatives Schreiben oder besorgen Sie sich selbst Standardwerke zum Selberlernen. Nehmen Sie von dort mit, wie man Ideen in Texte umsetzt, Bücher strukturiert und vieles mehr und setzen Sie dieses Wissen in Ihrem Schreiballtag um. Dabei lernen Sie im besten Fall, die eigenen Stärken beim Schreiben zu erkennen und die eigene Kreativität wach zu kitzeln. Nutzen Sie dazu Methoden wie das Ideen-Clustering oder Brainstorming, bei dem Sie zunächst Ihren Ideen freien Lauf lassen und diese im Folgeschritt gruppieren und zu einem Text ausbauen können. Beschäftigen Sie sich vorab damit, wie Sie Schreibblockaden umgehen oder begegnen, wie Sie Gefühle und Emotionen und Ideen umsetzen, wie sie verschiedene Textarten angehen. Vor und beim Schreiben sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass es vor allem darum geht, eine Idee in eine Geschichte oder bei einem Sach- oder Fachbuch in Kernthemen umzusetzen, die den Leser sofort packen und nicht mehr loslassen. Egal, ob es sich um einen Roman oder ein Sachbuch handelt, der Leser oder die Leserin soll sich auf keinen Fall langweilen, sondern unterhalten und informiert werden. Lernen Sie dafür, Geschichten zu erzählen und die eigenen Ideen in Geschichten auszudrücken. So begeistern Sie im Anschluss auch Verlage – und Leser für sich.

5 Buchinhalt konzipieren und strukturieren

Exposé

Bild: Ein gut durchdachtes Konzept oder ein Storyboard vorab erleichtern die Schreibarbeit.

Plot, Handlung, Themenaufbau. Das klingt zunächst alle sehr kompliziert und nach viel Arbeit. Wenn es an die eigentliche Umsetzung von Ideen in Texten geht, scheitern viele Autoren. Nicht durch mangelndes Talent, sondern oft, weil sie unstrukturiert vorgehen oder sich vorab nicht um einen detaillierten und gut durchdachten Aufbau ihres Textes gekümmert haben. Legen Sie sich also vor dem Schreiben ein Konzept zu, in dem Sie genau planen, wie Ihr Buch strukturiert werden soll. Definieren Sie eine Art Gerüst des Buchtextes vor, das Sie beim Schreiben immer im Hinterkopf haben, wenn es um die Umsetzung einzelner Teilschritte geht. So können Sie Ihre Geschichte und auch Ihre einzelnen Arbeitsaufgaben Schritt für Schritt organisieren, Handlungszusammenhänge planen und den Text anhand dieser Struktur aufbauen. Sie können sich hierbei mit einem Exposé für Ihr Buch oder einem Storyboard behelfen, das Ihnen stetig während des Buchschreibens zeigt, an welchem Punkt Sie sich befinden. Dabei ist es ratsam, immer wieder beim Fortschreiten Ihres Textes nachprüfen, ob die Kausalzusammenhänge stimmen, keine logischen Brüche vorliegen und der Gesamtaufbau im Ganzen Sinn ergibt.

6 Arbeitsziele festlegen und Schritte definieren

Haben Sie erst einmal eine gute Struktur gefunden, gilt es die einzelnen Arbeitsschritte festzulegen und einen Plan zu erstellen, der die Umsetzung Ihrer Textarbeit festlegt. Nichts ist schlimmer, als einfach loszulegen und mitten im Projekt zu scheitern, weil das Projekt nicht in einzelnen machbaren Schritten angelegt wurde – oder Sie als Autor die Umsetzung des Buches mangels vorangegangener Organisation ewig vor sich herschieben. Sie sollten Ihre Ziele daher vorab schriftlich definieren und mit einer Deadline versehen. Ein bisschen Druck kann nie schaden, um zu vermeiden, dass das Fertigstellen des eigenen Buches immer weiter nach hinten rutscht. Die Durchsetzung der gesamten Arbeit fällt wesentlich leichter, wenn Sie Teilziele festlegen und diese wiederum in kleinere Ziele unterteilen. Legen Sie sich eine Zeitplanung an und machen Sie sich zudem eine Checkliste mit allen Punkten, die Sie bei der Umsetzung bedenken müssen. Wenn Sie Ziele erfolgreich erreicht haben, können Sie sich auch einmal belohnen.

7 Beim Schreiben an den Leser denken

Was erwarten Sie selbst von einem guten Buch? Es soll unterhalten, Ihnen etwas beibringen, Sie überraschen? Denken Sie daran, Sie schreiben Ihr Buch nicht nur für sich selbst, sondern für Ihre Leser. Empfehlenswert ist dabei, einen sogenannten Leseravator zu entwickeln, also eine imaginäre Persona, die ihren Idealleser repräsentiert. Diesen Avator können Sie beim Schreiben auch immer weiter verfeinern oder ganze Avatorengruppe anlegen. Haben Sie diesen Leser also beim konkreten Schreiben immer im Hinterkopf. Machen Sie sich am besten ein konkretes Bild von Ihrem Idealleser, malen Sie dieses auf oder fassen Sie dieses in Worte, damit Sie beim Schreiben immer wieder das Bild Ihres Lesepublikums vor sich sehen können und Ihren Text dahingehend bearbeiten können. Überlegen Sie, welche Lesevorlieben diese Person hat, welche Erwartungen sie an Ihr Buch stellen könnte. Setzen Sie beim Schreiben diese Erwartungen um. Überlegen Sie ganz genau, wie Sie Ihr Buch schreiben und dabei die Lesererwartung erfüllen. Langweilen Sie Ihre Leser nicht, sondern überraschen Sie ihn oder sie durch einen noch nicht dagewesenen Inhalt. Seien Sie kreativ und provozieren Sie den Leser auch mal durch unvorhergesehene Wendungen oder indem Sie die Lesererwartung auch mal komplett brechen.

8 Das Marketing nicht vergessen: Ihr Marketingplan garantiert den Bucherfolg

Wie vermarkte ich mein Buch

Bild: Fangen Sie rechtzeitig mit dem Marketing an und legen Sie sich schon beim Schreiben einen Marketingplan zurecht.

Das Schreiben und Veröffentlichen eines Buches ist die eigentliche Arbeit für einen Autoren. Die Kür ist das Marketing. In Zeiten von Social Media und Bloggern und erfolgreichen Self-Publishern wird das Marketing, die Werbung für das eigene Buch, immer wichtiger. Für einen Indie-Autor oder einen Autor, der noch keinen großen Namen hat, ist es noch ratsamer, sich auch mit dem Thema Marketing frühzeitig zu beschäftigen und sich einen individuellen Plan zu machen, welche Marketingmaßnahmen für das eigenen Buch in Frage kommen. Die Kunst eines erfolgreichen Buchprojektes ist, nicht erst nach der Veröffentlichung an das Marketing zu denken, sondern dieses bereits vorab vor oder während des Schreibens mit einzuplanen. Erstellen Sie, während Sie an der Textstruktur, am Storyboard etc. basteln, gleich auch einen Marketingplan zu Ihrem Buch. Sie als Autor/in kennen das eigene Buch am besten. Schon vorab sollten Sie sich überlegen, welche Maßnahmen bei Ihrem Genre und Titel Sinn machen. Die Maßnahmen und Möglichkeiten dafür sind nahezu unendlich. Kreativität ist gefragt. Von der Ankündigung bei der lokalen Presse oder einer Fachzeitschrift bis zur eigenen Blogtour oder einer Lesung in einer Buchhandlung. Jedes Buch verlangt individuelle und stetige Marketingarbeit. Bauen Sie also beim Konzipieren und Schreiben bereits Kontakte zur Presse, Bloggern aber auch zu Ihren Lesern auf – und tauschen Sie sich mit anderen Autoren aus. Im Idealfall haben Sie zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon ein Netzwerk an Journalisten, Bloggern aber auch Lesern aufgebaut, die nur darauf warten, dass Ihr Werk endlich auf den Markt kommt. Lesen Sie hier mehr über das umfangreiche Buchmarketing von tredition, das für gute Auffindbarkeit Ihres Buches und dafür sorgt, dass Ihr Buch aus der Masse hervorsticht.

9 Der Feinschliff – Lektorat und Format

Wenn der Text steht, ist für das Buch und Autor dennoch die Zielgerade noch nicht ganz erreicht. Wer glaubt, dass der Text so direkt in den Druck gehen kann, hat sich noch nie über Fehler in einem Buch, Rechtschreibfehler, Logiksprünge, stilistische oder inhaltliche Fehler bei der Lektüre eines Buches geärgert. Nach dem Schreiben eines Buches kommt nämlich der nicht zu unterschätzende Endspurt auf den Autor, die Autorin zu. Und dieser ist fast so wichtig wie das Buch Schreiben selbst. Es gilt, das Buch hübsch und vor allem fehlerfrei zu machen: mit einem professionellen Korrektorat und Lektorat.  Wer keinen Deutschlehrer an der Hand hat, sollte auf eine/n professionelle/n Lektor/in zurückgreifen. Diese wissen genau, worauf sie achten müssen und beseitigen in Ihrem Text Fehler, überprüfen stilistische Brüche, Fehler in der Argumentation etc.

Denken Sie daran, Ihr Buch konkurriert mit einer enormen Anzahl an regelmäßigen Neuerscheinungen, die jährlich auf den Buchmarkt kommen. Vermutlich haben Sie noch nicht den Bekanntheitsgrad von Joanne K. Rowling oder Dan Brown, wenn Sie Ihr Buch veröffentlichen, der sie bei Fehlern schützt. Leser sind kritisch und wollen einen spannenden und vor allem fehlerfreien Text. Tun Sie Ihren Lesern den Gefallen und legen Sie ein Buch vor, das durch ein professionelles Korrektorat gegangen ist. Ihre Leser werden es Ihnen danken und vielleicht beim nächsten Buch wieder zugreifen. Zudem sparen Sie sich auch die zeitintensive baldige Neuauflage Ihres Buches.


 

10 Kritik einholen – und umsetzen

Es ist vollbracht. Ihr Werk ist beendet, das Buch ist geplant, geschrieben, auf Fehler untersucht worden und kann jetzt eigentlich auf die Welt losgelassen werden. Halt! Bevor Sie Ihr Buch auf den Buchmarkt geben, sollten Sie es noch einmal auf Herz und Nieren prüfen lassen. Engagieren Sie Testleser – aus dem eigenen Bekannten-, Familien- und Freundeskreis, die Ihr Buch lesen und bei denen Sie sich darauf verlassen können, eine ehrliche Meinung zum Buch zu erhalten. Wenn Sie dort keine ehrliche Meinung erwarten können, sollten Sie aber auch auf fremde Testleser zurückgreifen. Nur so können Sie testen, ob Ihr Buch das Zeug hat, auch eine größere Menge von Lesern zu begeistern.

 

Wir hoffen, unsere Anleitung zum Schreiben hat Ihnen bei der Umsetzung Ihres Buches geholfen. Wenn Sie es geschafft haben, heißt es für uns, Ihnen herzlich zu gratulieren. Viel Erfolg und viele treue Leser!

 

Weiterführende Lesetipps

Sie brauchen noch zusätzliches Lesefutter und Anregungen? Im Folgenden haben wir noch einige Lektüretipps zum Thema „Wie schreibe ich ein Buch“ für Sie:

tredition-Autorn Stefanie Fischer-Fernandez legt in ihrer Publikation eine umfangreiche Anleitung vor, die aufzeigt,  wie Sie in nur 5 Schritten Ihren eigenen Ratgeber schreiben und veröffentlichen können.

Die Autorin, Ulrike Dietmann, arbeitet seit vielen Jahren als Schreibdozentin und Schreibcoach und leitet die von ihr gegründete Pegasus Schreibschule, wo Autoren das Handwerk des Romanschreibens lernen. In ihrem Werk erklärt Sie das Handwerk der Inspiration.

Durch ihre Arbeit als  Lehrerin für Englische Sprache und Literatur sowie den Unterricht von Unikursen für Kreatives Schreiben aber auch ihre Tätigkeit als Autorin weiß Elizabeth George, wovon sie spricht. Ihr Buch hält viele nützliche Ratschläge für das Schreibhandwerk bereit.

Roy Peter Clark ist Vizepräsident des Poynter Institute, St. Petersburg, Florida, eine der renommiertesten Journalistenschulen der Welt. Er hat 14 Bücher zum Thema Schreiben und Journalismus herausgegeben und geschrieben. In seinem Buch fasst er die wichtigsten Instrumente für gutes Schreiben zusammen.