Beiträge

Die Schreibwerkstatt – Autorenideen, um Vernetzung voranzubringen!

Die Schreibwerkstatt mit Michael Paul

Bild: Fotolia

 

Autorenworkshop – die Schreibwoche mit Michael Paul

Schreiben, reden, diskutieren, erfinden, verwerfen, jubeln, verzweifeln … vernetzen!

 

 

Sie arbeiten zurzeit an Ihrem Buch – und Ihnen fällt bei der ganzen einsamen Schreibarbeit die Decke auf den Kopf, Sie wünschen sich einfach mal mit anderen Autoren und Autorinnen über die eigenen Texte zu reden? Die Vernetzung durch die digitale Welt und Social Media ist heute viel einfacher als noch zu Zeiten Gutenbergs oder Goethes – und stellt bei der eigenen Buchveröffentlichung das A und O dar, nicht nur für den Austausch zwischen Autoren und für frische Ideen zum eigenen Buch, sondern auch, wenn es um Fragen um Lektorat oder den Satz, den Kontakt zum Leser oder gar die eigene Marketingstrategie geht. Self-Publisher professionalisieren sich  zunehmend – und dabei spielt die Vernetzung untereinander eine immer signifikantere Rolle.

Eine schöne Möglichkeit der Vernetzung ist die Teilnahme an einem Autoren- oder Schreibworkshop. Dieser Rahmen bietet eine gute Möglichkeit, andere Autoren kennenzulernen, an den eigenen Texten zu feilen und sich hernach über die eigenen Texte auszutauschen oder diese mit anderen Autoren gemeinsam weiterzuentwickeln.

Michael Paul

Der erfolgreiche Buchautor Michael Paul führt Autoren in der Schreibwerkstatt zusammen!

tredition-Autor Michael Paul („Wimmerholz“) schafft Schreibblockaden Abhilfe mit einem Projekt, das die Vernetzung unter Autoren voranbringt: einer Schreibwerkstatt für Autoren und Autorinnen. In diesem Jahr organisiert er daher drei „Schreibwochen“ für Autoren in der Toskana. Die Idee, die dahintersteckt: Autoren finden sich zusammen, fahren in die Toskana und verbringen dort eine Woche gemeinsam und vernetzen sich. Michael Paul organisiert die Autorenworkshops über einen gemeinnützigen Verein, daher sind die Workshops kein gewerbliches Angebot wie von Schreibschulen, sondern eher eine Art selbstorganisierte „Autoren-WG“ in traumhafter Umgebung.

Sie können zu diesem Workshop einen Plot mitbringen, an einem neuen Manuskript arbeiten oder eine Idee entwickeln. Immer steht aber auch der Austausch zwischen Autoren im Fokus. Tagsüber arbeitet jeder für sich alleine oder gemeinsam mit anderen Autoren. Sie schreiben im Haus, im Saal, im Olivenhain, am Fluß oder im Wald, sitzen auf der Terrasse mit Blick in das weite Tal bis Segginao und schauen hinauf zum Monte Amiata … Wenn da nicht die Ideen nur so heraussprudeln …

Die Termine für die Autorenworkshops liegen im Mai, Juni und Ende September.

Die Schreibwochen in der Toskana 2016:

  • 07.05. bis 14.05.2016
  • 11.06. bis 18.06.2016
  • 24.09. bis 01.10.2016

Newsletter Juli 2015

Unsere Themen im Juli:

  • „Die Große Self-Publishing-Studie 2015“ – tredition verfehlt Platz 1 um Haaresbreite!
  • Werben Sie mit Flyern für Ihr Werk – Professionelle Flyer zu Ihrem Buch bei tredition buchbar!
  • Unsere Autoren im Indie-Novitäten-Katalog von buchreport
  • International platziert – „Wimmerholz“ von Michael Paul im skandinavischen Buchhandel
  • „BUCH DES MONATS“ Juli 2015 – „Herrscher der Wüste“ von Josi Saefkow

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

der Juni war ein ereignisreicher Monat für die Self-Publishing-Szene. Es häufen sich die Zeichen dafür, dass sich Self-Publishing zunehmend als gewichtiger Marktteilnehmer und Ideenfabrikant in der Buchbranche etabliert hat. „… die Nische von gestern ist zum Mainstream geworden.“, urteilt etwa buchreport, der ganz aktuell in seinem neu präsentierten Indie-Katalog Self-Publishern viel Raum einräumt. Auch die große Umfrage der Selfpublisherbibel hat ergeben, dass sich Autoren nicht nur zunehmend professionalisieren, sondern ihre Zukunftsaussichten als Self-Publisher dieses Jahr „sehr viel besser“ einschätzen als noch im letzten Jahr. Wir freuen uns über diese positive Entwicklung und über die großartige Aufmerksamkeit für unsere Autoren und tredition im Indie-Katalog – überzeugen Sie sich selbst.

Informieren Sie sich über Marktentwicklungen sowie alle Neuheiten bei tredition in unserem aktuellen Juli-Newsletter.

Herzliche Grüße sendet

Ihr Team von tredition

„Große Self-Publishing-Studie 2015“ – tredition verfehlt nur knapp Platz 1 der SP-Dienstleister!

"Große Self-Publishing-Studie 2015" – tredition verfehlt nur knapp Platz 1 der SP-Dienstleister!

Die Selfpublisherbibel hat Ende Juni/ Anfang Juli alle Ergebnisse der „Großen Self-Publishing-Studie 2015“ veröffentlicht und aufschlussreiche Resultate ans Licht befördert.

Wir freuen uns über Platz 2 unter allen Self-Publishing-Dienstleistern, denkbar knapp hinter Amazon. Da Amazon keinen Buchverkauf im Buchhandel ermöglicht, freuen wir uns, dass wir bei den „Full-Service“-Dienstleistern mit Abstand das beste Unternehmen sind. Unsere hohen Druckstandards, schnelle Lieferzeiten, Vermarktung und umfassender Support wurden mit Bestnoten bewertet. tredition erhielt nach Schulnoten eine 2,31 und verbessert sich noch einmal deutlich zu 2014 und reduziert den Abstand zu Amazon auf hauchdünne 0,06. Die Abstände zu Books on Demand (2,65) und epubli (3,3) sind deutlich.

Bewertungen der Dienstleister nachlesen

Weitere interessante Ergebnisse:

  • Zwei Hauptargumente führen die befragten Autoren auch dieses Jahr wieder für Self-Publishing an: Freiheit und Kontrolle, die 2015 noch stärker gewichtet werden. Eine Absage vom Verlag scheint immer mehr als Motivation in den Hintergrund zu rücken. „Unbedingt“ in einem Verlag veröffentlichen will heute nicht einmal mehr jeder Zehnte.
  • Hybridstrategien setzen sich immer mehr durch, d.h. Autoren veröffentlichen sowohl im Verlag als auch in Eigenregie.
  • Self-Publisher professionalisieren sich zunehmend, gerade was professionelle Covergestaltung und Lektorat betrifft.
  • Insgesamt verstärkt sich die Tendenz zu Print; 32 Prozent der Teilnehmer haben 2014 Taschenbücher und 5 Prozent Hardcover herausgebracht, Diese Tendenz ist auf 42 respektive 12 Prozent, die sich für dieses Format entschieden haben, angestiegen
  • Hörbuch und App sind absolute Nischenprodukte.

Alle Ergebnisse nachlesen

Werben Sie mit Flyern für Ihr Werk – Professionelle Flyer zu Ihrem Buch ab sofort bei tredition buchbar!

Flyer Layout Beispiel 1 Vorderseite

Flyer für Ihr Werk

Unsere Erfahrung zeigt, dass eine gute Presse- und Marketingarbeit zum Erfolg eines Buches wesentlich beitragen. Daher vermarkten wir jedes bei tredition veröffentlichte Buch aktiv. Zusätzlich haben wir wieder an der Ideenschraube gedreht, um unsere Marketingleistungen für Sie zu erweitern.

Nutzen Sie ab sofort unser neues Marketingtool: professionelle Flyer zu Ihrem Buch. Mit Flyern können Sie ganz einfach und wirkungsvoll für Ihre Veröffentlichung Aufmerksamkeit erzeugen – ob über die Presse, bei Lesungen, im Buchhandel vor Ort oder bei Ihren Lesern.

tredition erstellt jeden Flyer individuell mit einer auf Ihr Buchcover abgestimmten Farbgebung, einer von Ihnen gewünschten Kurzbeschreibung zum Buch sowie allen wichtigen Daten und Fakten zu Ihrem Buch (ISBN, Preis, Bestellmöglichkeit, Kontaktdaten). Unser Flyer-Paket zum Preis von 149,90 Euro enthält 500 Exemplare, die Ihnen direkt nach Hause geliefert werden.

Schauen Sie sich hier gern unsere Beispiellayouts an

Und so einfach geht’s:

  • Buchung des Flyer-Pakets ganz unkompliziert über Ihr Autorenkonto > Meine Bücher > Weitere Leistungen
  • Kurz nach Zahlung erhalten Sie eine E-Mail mit Link zu einem Onlineformular, in dem Sie die erforderlichen Daten zu Ihrem Buchangeben.
  • tredition erstellt Ihre individuellen Flyer.
  • Versand der Flyer direkt zu Ihnen nach Hause!

Direkt hier Flyer für Ihre Buchvermarktung buchen

Bühne frei für Autoren – tredition-Autoren im Indie-Novitäten-Katalog von buchreport/ auf indiepublishing

tredition-Autoren auf neuer buchreport-Webseite: indie publishingbuchreport lanciert Indie-Novitäten-Katalog
Um eine Brücke zwischen verlagsunabhängigen Autoren und dem Buchhandel zu bauen, erscheint künftig regelmäßig der sogenannte „Indie-Noviäten-Katalog“ sowie die Webpräsenz www.indie-publishing.de. In der Herbst-Ausgabe, die mit dem buchreport.magazin 7/2015 erschienen ist, stehen als Premiere erstmals auch Selfpublishing-Titel im Fokus.

Unsere Autoren im Buchhandel
Wir freuen uns sehr darüber, dass sich dieses Sonderformat in einem großangelegten Beitrag zum Thema „Zusammenarbeit Self-Publisher und Buchhandel“ tredition-Autoren widmet. Gleich drei Autoren von tredition präsentiert das Magazin als Erfolgsbeispiele für eine gelungene Kooperation zwischen Self-Publishern und dem Buchhandel: Stephanie Arndt, Pierre Sommet und Anika Limbach. Weitere tredition-Autoren werden in Kurzrezensionen oder der Bestsellerliste präsentiert.

Bestsellerlisten
Ein spannendes Novum stellen auch die Bestsellerlisten für Self-Publishing dar, die der buchreport an den stationären Buchhandel verbreitet. Natürlich ist auch tredition mit einer Liste für Belletristik und einer für Sachbuch für den Zeitraum Januar bis Mai 2015 vertreten.

Hier geht’s zum Indie-Katalog

Hier geht’s zur Webseite von indie publishing

International platziert – tredition-Autor im skandinavischen Buchhandel

„Wimmerholz“ von Michael Paul im „Eksjö bokhandel“ in Schweden

Eksjoe WimmerholzImmer öfter gelingt auch Self-Publishing-Autoren die Ausstellung des eigenen Buches im nationalen Buchhandel. Ganz aktuell schafft tredition-Autor Michael Paul ein Novum: sein Buch „Wimmerholz“  – eine Geschichte um Liebe und Hoffnung, Leben und Tod nach einer wahren Begebenheit – wird im skandinavischen Buchhandel präsentiert, nämlich in der schwedischen Stadt Eksjö.

Bei einer Recherchereise zu seinem Buch war Michael Paul an den Originalschauplätzen seiner Geschichte, in Småland und Gotland, vor Ort – und sammelte reichlich Informationen für sein Buch. Über diese spannende Recherchereise hat sich der Autor mit uns unterhalten. In einem Interview in unserem Blog erzählt er außerdem, wie es dazu kam, dass sein Buch nun in der schwedischen Buchhandlung „Eksjö bokhandel“ ausgestellt wird

Hier geht’s zum Interview

 

„BUCH DES MONATS“ Juli 2015

"BUCH DES MONATS" Juli 2015
Herrscher der Wüste – bildgewaltiges Wüstenszenario entblättert spektakuläres Abenteuer

Josi Saefkow entführt uns in „Herrscher der Wüste“ in eine fantasievolle und mythische Welt mitten in der goldgeben, sonnendurchfluteten Wüste – das tredition „BUCH DES MONATS“ Juli 2015.

In einer ganz fremden Wüstenwelt zwischen Sand und sagenumwobenen Wesen erzählt man sich von einem tief schwelenden Familienkonflikt zwischen den Völkern der Tatshura und Nutsharu, die sich bereits seit langer Zeit feindlich gesinnt sind. Die Feindschaft der beiden Völker spitzt sich zu, als es zu einem Mord kommt. Die Protagonistin Jiraya hat einen einzigen Wunsch: den Mörder ihrer Mutter ausfindig zu machen. Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Täter begibt sie sich auf eine bedrohliche Reise, bei der sie der Gefahr mehr als einmal ins Auge blicken wird. Um die Antwort zu finden, wandelt sie bei Tag und Nacht durch ihre Heimat – die mal traumhaft schöne, mal bedrohliche Wüste.

In Josi Saefkows imposantem Wüstenroman „Herrscher der Wüste“ tauchen wir mit der Protagonistin in ein Meer aus Steinen, Sand und Ewigkeit ein. Gleißendes Sonnenlicht, sandige Hügel und eine unermessliche Weite nehmen uns vom ersten Augenblick an gefangen und enthüllen uns ein spektakuläres, poetisches Wüstenspektakel, dessen Bann man sich bis zur letzten Seite kaum entziehen kann.

Hier geht’s zum „BUCH DES MONATS“ Juli

Michael Paul: Prominent platziert in Schweden

Eine 15-tägige Recherchereise nach Schweden, zahlreiche Bekanntschaften mit den gastfreundlichen Einwohnern und jede Menge Anregungen für den eigenen Roman: Michael Paul kam mit einem Koffer voller Inspiration zurück von seinem Trip nach Skandinavien. Im Gespräch mit tredition erzählt er von seinen Erlebnissen auf der Recherche an Originalschauplätzen seine Romans im Jahr 2012 – und wie es dazu kam, dass sein Buch nun auch im schwedischen Buchhandel ausliegt!

tredition: Lieber Herr Paul, Ihr bei tredition erschienener Roman Wimmerholz liegt in der schwedischen Stadt Eksjö im Buchhandel aus! Wie kam es dazu?

Autor Michael Paul

Michael Paul: Diese kleine süße Stadt in Småland ist einer der Hauptspielorte meines Romans, neben Gotland. Ich war 2012 dort und habe gesehen, dass dort auch Bücher in Deutsch angeboten werden. Viele Schweden sprechen deutsch. So habe ich die Buchhandlung angemailt, ob sie nicht Bücher von mir anbieten wollen. Und schon nach wenigen Tagen kam die Antwort mit der Bestellung der ersten 5 Bücher. Toll, oder?

tredition: Was war für Sie der Anstoß, einen Roman mit historischem Bezug zum „Blutigen Freitag“ bzw. allen damit verbundenen Ereignissen in Schweden zu verfassen?

Michael Paul:Meine Geschichte fängt ja in Königsberg an, also Ostpreußen. Dort war mein Großvater Soldat und geriet in Gefangenschaft. Auf die dramatischen Ereignisse in Schweden stieß ich dann während meiner ersten Recherchen und konnte diese Motive so perfekt miteinander verbinden. Den Hinweis gab mir übrigens zufällig Walter Sittler, der Schauspieler in der Serie „Der Kommissar und das Meer“. Die Serie spielt auf Gotland und der Sportplatz, den 1945 die deutschen Soldaten dort bauten, war der Tatort in einer der Krimifolgen. Auf der Buchmesse habe ich lange mit ihm darüber gesprochen, er kennt die Ereignisse dort sehr genau und hat mein Buch dann sogar gelesen.

tredition: Wie lange  waren Sie auf Recherchereise? Wie haben Sie diese im Vorhinein geplant? Auf welchem Wege haben Sie mit Museen usw. Kontakt aufgenommen?

Michael Paul:Ich war 15 Tage in Schweden mit dem Wohnmobil unterwegs, auf Gotland, in Südschweden und auch in Stockholm. Die Leute in Schweden sind einfach klasse! Ich habe damals einfach per E-Mail viele mir interessant erscheinende Personen, Institutionen, Museen etc. angemailt. Da die Ereignisse 1945 in Schweden sehr bekannt sind, fand ich gleich offene Ohren, bekam helfende Hinweise und weitere Kontakte. Am Ende hatte ich 12 Termine mit Historikern, Buchautoren, in Museen, dem Reichsarchiv in Stockholm und sogar Zeitzeugen bzw. deren Nachkommen. Und alle Termine haben geklappt, das war großartig. Sicher klappt das aber nicht in allen Ländern so perfekt, ich hatte auch Glück dabei. Seitdem liebe ich nicht nur die Toskana, sondern auch Schweden, das Land und die Leute dort.

Emotionales Highlight: Treffen mit einem 95-jährigen Zeitzeugen

tredition: Was war das schönste Erlebnis für Sie auf der Reise?

Michael Paul:Also das mystische Gotland alleine ist eine Reise wert! Highlight war aber sicher mein überraschendes, nicht geplantes Treffen mit dem 95-jährigen Fotografen Jan Rosenlöf in Eksjö. Er war damals der einzige zugelassene Fotograf. Das Foto, das ich für das Cover verwendet habe und mir vorher schon ausgesucht hatte, hat er im November 1945 geschossen. Unfassbar, oder? Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich an das Gespräch denke. Er erzählte von der dramatischen Lagerräumung und dann liefen ihm die Tränen herunter. Wow, so einen emotionalen Moment vergisst man nicht. Inspiriert davon gibt es in meinem Roman übrigens nicht ganz zufällig einen Fotografen mit ähnlichem Namen…

tredition: Haben Sie während der Reise bereits weiter am Roman geschrieben oder erst hinterher?

Michael Paul:Nein, geschrieben habe ich erst hinterher. Während der Reise habe ich viele phantastische Orte entdeckt, die genauso im Roman vorkommen und beschrieben sind. Den Plot hatte ich skizziert und im Kopf, aber richtig entstanden ist die Geschichte erst während und nach der Reise. Ohne die Reise wäre mein Roman nicht möglich gewesen. Auf gleichem Grund fliege ich für meinen neuen Roman im Juli für fünf Tage nach Kaliningrad. Das gehört bei mir unbedingt dazu, geht gar nicht ohne, ist eine Zeitreise.

tredition: Inwiefern hat die Reise Ihr Schreiben beeinflusst oder verändert?

Michael Paul:Genau an den Orten zu stehen, an denen die tatsächlichen Ereignisse vor 70 Jahren stattgefunden haben, ist für mich magisch. Dann läuft die Geschichte wie in einem Film vor mir ab. Man spürt diese Energie, als wäre sie noch da. Auch meine in die Geschichte eingefügten Protagonisten sind dann real und ganz nah bei mir, ich sehe ihnen zu. Das brauche ich, damit reale Begebenheiten und Fiktion perfekt ineinanderfließen können.

Marketing: Lesungen und Feilen an der Autoren-Webseite

tredition: Welchen Zeitraum umfasste die Erstellung Ihres Romans von der ersten Planung bis zum fertigen Buch?

Michael Paul:Fünfzehn Monate dauerte die reine Recherche damals, inkl. der Reise. Wenn man in der Zeit nach dem Krieg schreibt, muss man sich mit jedem kleinen Detail beschäftigen, das kostet enorm Zeit, gerade beim ersten Roman. Beim nächsten, an dem ich gerade arbeite, fällt das dann schon leichter und man profitiert davon. Da ich – noch nicht – hauptberuflich schreibe, verteilte sich das Schreiben dann auf rund neun Monate. Nach einem weiteren Vierteljahr hatte ich dann das erste Buch von tredition in der Hand.

tredition: Was würden Sie im Rückblick evtl. anders machen?

Michael Paul:Puh, gute Frage. Ich schreibe beim neuen Roman in größeren zeitlichen Blöcken. Gerade war ich für drei Wochen in der Toskana, ganz alleine mit unseren beiden Hunden. Dort habe ich über 200 Seiten des neuen Manuskripts geschrieben. Das ist deutlich effektiver als immer nur abends oder am Wochenende quasi zwischen Job, Familie und anderen Dingen zu schreiben. Zumal ich ein Frühaufsteher bin, abends oder gar nachts kann ich nicht gut arbeiten.

tredition: Welche Marketingaktivitäten stehen dieses Jahr auf dem Plan?

Michael Paul:Gerade habe ich meine Website komplett überarbeitet. Die kommt toll an. Nun stehen einige Lesungen im Kalender und weitere Termine möchte ich noch für dieses Jahr festmachen. Außerdem habe ich mir eine größere Tingeltour zu diversen Buchhändlern vorgenommen. Meine Erfahrung ist, dass die Buchhändler nach einem persönlichen Besuch des Autors und mit einem ordentlichen Lieferschein in der Hand gerne auch ein paar Hardcover von einem Selfpublisher ins Regal oder sogar den Angebotstisch legen. Die Bücher verkaufen sich dann auch wirklich gut. Auch wenn das zeitlich noch nicht effektiv ist, beim nächsten Buch wird es dann umso einfacher. Das muss man längerfristig betrachten.

 

Nachgefragt: Wie finden tredition-Autoren den neuen „Leseclub“ von Mark Zuckerberg?

„Like“ oder „Dislike“ – in Zeiten von Social Media hat ein einziges Wort große Schlagkraft. Auch im Falle von Büchern: Wer vertraut nicht auf die Bewertungen und Empfehlungen der eigenen Freunde und Bekannten? Mit Facebook, Twitter und Co ändert sich die Art wie Lese- und Kaufentscheidungen getroffen werden und auch deren Agilität: Ein Blick aufs Smartphone statt tiefergehender Lektüre des FAZ-Feuilletons – und zack ist ein Buch gekauft oder eben nicht. Das mag nicht für jeden und in jeder Situation gelten, aber Fakt ist: Social Media beeinflusst den Literaturgeschmack in hohem Maße.

Aktuellste Neuerung in diesem Kontext: Facebook-Chef Mark Zuckerberg richtete einen virtuellen Leseclub namens „A Year of Books“ ein. Alle zwei Wochen will er auf der gleichnamigen Facebook-Seite ein Buch besprechen und zur Diskussion darüber anregen. Den Anfang machte Zuckerberg mit dem Sachbuch „The End of Power“ von Moisés Naím, dessen Nachfrage bei Amazon auch prompt rasant anstieg.

tredition hat einmal bei Autoren nachgefragt, wie sie die Initiative von Zuckerberg bewerten und wie effektiv Facebook bei der Bewerbung ihrer eigenen Bücher gewesen ist:

„Denke ich an Mark Zuckerberg, frage ich mich leider zuerst automatisch ‚Na, welchen Nutzen wird er daraus wieder ziehen wollen?‘. Generell ist es natürlich schön, wenn das Lesen nicht in Vergessenheit gerät und unterstützt wird. Peter GranzowIch persönlich freue mich über jedes Schulkind, dass, anstatt bunte Kugeln auf einer Spiele-App zu sortieren, neben seinen Schulbüchern auch mal ein anderes Buch liest … und sei es „nur“ Harry Potter, es muss ja nicht ständig etwas Tiefgründiges sein … da wären wir auch schon bei meinem Titel „Störfaktor Kunde“, auch das ist einfache Kost, in der sich aber bestimmt jeder wiederfinden wird und beim Lesen hoffentlich Schmunzeln muss. Was die Ankündigung meines Buches angeht, so muss ich gestehen, war Facebook geradezu ideal.“

Peter Granzow veröffentlichte im Dezember 2014 das humorvolle BuchStörfaktor Kunde bei tredition

 


Richard-Koechli„Generell ist jedes soziale Medium eine Chance mehr, die man nutzen kann und soll bei der Vermarktung eines Werkes. Man darf sich dabei allerdings keine falschen Hoffnungen machen. Es ist sozusagen einfach eine neue Art, Flyers zu verteilen; auch auf der Straße reagiert schließlich nicht jeder gleich begeistert auf einen Handzettel… Man soll die „virtuellen Zettel“ einfach verteilen, als eine von sehr vielen Aktionen, kann sogar ein beschränktes Budget für gesponserte, Zielgruppen-orientierte FB-Beiträge ausgeben – und möglichst nichts Konkretes erwarten dabei. Es ist die Gesamtheit der investierten Vermarktungs-Energie, die ausschlaggebend ist und dem Werk hilft, den Weg zur Leserschaft zu finden. Ein guter Teil dieses Weges – das habe ich gelernt im Musik-Geschäft – bleibt dann ohnehin geheimnisvoll, man kann die Dinge nicht erzwingen. Der neue Facebook-Leseclub wiederum muss seinen Weg erstmal gehen und sich behaupten; neu ist die Idee ja keineswegs. Aber why not? Die Gefahr, dass nur populäre Titel berücksichtigt werden, besteht sehr wohl – aber wie bei allen Gefahren muss man sich ja nicht gleich einschüchtern lassen. Probieren! Allerdings würde ich erst abwarten, bis der Club auch unmissverständlich eine Ecke für deutschsprachige Literatur eingerichtet hat – vorher macht das m.E. kaum Sinn.“

Richard Koechli widmet sich mit seinem im November 2014 erschienenen RomanDem Blues auf den Fersender Musikgeschichte


Michael Paul_Blog„Es gibt bereits genug etablierte Facebook-Gruppen dieser Art. Ich glaube nicht, dass Self-Publisher so was von Facebook vorgesetzt brauchen… schon gar nicht in englischer Sprache. Die Qualität in diesen Gruppen ist doch meist eher schwach. Für interessierte Leser sind lovelybooks und Co sicher die bessere Adresse.“

Michael Paul schrieb den historischen und spannungsgeladenen RomanWimmerholz„, erschienen im März 2014

 

 


Yvonne Holthaus„Dass Mark Zuckerberg einen immensen medienstarken Einfluss hat, ist unbestritten. Dass er ihn auch hinsichtlich eines Buchclubs und damit zusammenhängender Einflussnahme auf Verkaufszahlen von Büchern hat, wurde bereits mit seiner ersten Empfehlung ‚The End of Power‘ von Moisés Naím belegt. 44.000 Rangplätze bei Amazon aufzusteigen, ist schon eine Hausnummer, die ihresgleichen sucht.

Da Zuckerberg angibt, Buchtitel-Vorschläge anzunehmen, sehe ich hier für die Self-Publisher eine große Chance. Wie die Rädchen im Hintergrund laufen, was die Parameter für eine Aufnahme in sein Programm sind und ob er selbst schlussendlich die Buchauswahl für seinen Club trifft, ist unklar. Zumindest läuft es unter seinem Namen, was massivst werbewirksam ist.

Virales Marketing über die diversen Social Media-Plattformen ist und bleibt die erfolgreichste Marketingstrategie, die ein Unternehmen oder Autor betreiben kann. Dass Facebook sich als ein Faktor von Vielen hierfür anbietet, sollte mittlerweile auch jedem klar sein. Viel wichtiger, als das Wissen DASS es so ist, sollte aber auch das WIE sein. Denn ein falscher, zu aggressiver Werbeauftritt wirkt eher gegenteilig und lässt so manchen potenziellen Leser sich schon im Vorfeld genervt anderen Dingen zuwenden.“

Yvonne Holthaus veröffentlichte 2013 bei tredition ihre ergreifende BiographieMit dem Gesicht zur Sonne

Beatrice-Schmidt_Web„Ich vermarkte meine Ernährungsratgeber in erster Linie über Facebook und Co, aber auch über meinen eigenen Blog. Daher stehe ich diesem neuen Projekt von Mark Zuckerberg offen gegenüber. Ich bin gespannt wann er den Leseclub für den deutschsprachigen Raum in deutscher Sprache anbietet und was wir Autoren dann tatsächlich tun müssen, um dort besprochen zu werden.

Spannend für mich ist auch immer die Frage: „Habe ich als Fachbuchautorin überhaupt eine Chance dort besprochen zu werden oder sind es dann nicht doch eher die vielen wundervollen Bücher aus der Belletristik, die genannt werden?“

Bis der Leseclub auch für uns deutschsprachige Autoren interessant wird, warte ich einfach ab und schreibe weiter an meinem nächsten Projekt.

Beatrice Schmidt gab bei tredition 2013 bzw. 2014 die beiden Ernährungs-Fachbücher „Ich stell dann mal um“ und „Abnehmen ohne Achterbahn“ heraus.

Liebe tredition-Autoren, was ist Ihre Meinung zu dem Leseclub „A Year of Books“`? Wir freuen uns wenn Sie unsere Kommentarfunktion in diesem Blog nutzen!

Zuckerbergs Initiative wurde bereits in diversen Medienberichten kommentiert, u.a.:

DIE ZEIT: Achtung #longread
DIE WELT: Facebook und Bücherlesen schließen sich aus
BILD-ZEITUNG: Mark Zuckerberg sorgt für irren Bücher-Hype
FORBES: Mark Zuckerberg Starts A Book Club As His New Year’s Resolution
THE INDEPENDENT: Mark Zuckerberg’s book list has Oprah effect with sales soaring on Amazon

 

„Wimmerholz“ in der Lahrer Zeitung

Buchcover - "Wimmerholz" von Michael Paul"Wimmerholz" in der Lahrer ZeitungEingebettet in historische Ereignisse entwickelt „Wimmerholz“ eine packende Geschichte um Liebe und Hoffnung, Leben und Tod – und hält den Leser bis zur letzten Seite gefangen. Die Lahrer Zeitung hat Michael Pauls Roman „Wimmerholz“ und einer ganz besonderen Schulstunde einen ausführlichen Artikel gewidmet.