Beiträge

Deutscher Drucker: SDK steigt ins Self-Publishing ein

podbook von tredition im Deutschen DruckerDie Digitaldruckerei SDK Systemdruck Köln, ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Rudolf Müller, trägt der wachsenden Bedeutung des Self-Publishing Rechnung und betreibt seit Ende Januar 2014 die neue Plattform www.podbook.de. Kooperationspartner für das Angebot is tredition. Im Interview mit dem Fachmagazin „Deutscher Drucker“ erläutert SDK-Geschäftsführerin Nicole Royar, wie es zur Entwicklung von podbook.de kam, was das Angebot ausmacht und weshalb tredition der richtige Kooperationspartner ist.

Beyond Print: Selfpublishing-Plattform podbook am Start

podbook von tredition auf Beyondprint.deBücher jeden Genres können Autoren seit Anfang 2014 auf podbook.de  veröffentlichen. Die Plattform arbeitet nach dem „Print on Demand“-Prinzip: Alle Bücher werden erst auf Nachfrage gedruckt. Über das neue Self-Publishing-Portal berichtet beyond-print.de., das Nachrichtenportal für Druck, Medien und Technologie.

Print on Demand in Perfektion: Das neue Portal podbook der Verlagsgruppe Rudolf Müller

Ein Beispiel dafür, welche Vorzüge das Print on Demand-Verfahren (PoD) mit sich bringt: Als führender Fachinformationsanbieter in den Bereichen Bauen, Immobilien und Handelsmarketing und Spezialist für PoD, erweitert die Kölner Verlagsgruppe Rudolf Müller ihr Portfolio. Über ihr Tochterunternehmen SDK Systemdruck Köln steigt die Verlagsgruppe in das Self-Publishing ein. Kooperationspartner für die neue Plattform www.podbook.de ist der Hamburger Verlagsdienstleister tredition.

Produktion auf Nachfrage: Alle Bücher von podbook werden im Print on Demand-Verfahren gedruckt

Das neue Self-Publishing-Portal www.podbook.de

Die Möglichkeit, Bücher im Self-Publishing-Verfahren herauszugeben, wird von immer mehr Autoren in Anspruch genommen. 2013 hatte Self-Publishing bereits einen Anteil von 23 Prozent an der Zahl der gedruckten Neuerscheinungen im deutschen Buchmarkt – Tendenz steigend.

Nachfragegerechte Produktion

Die Digitaldruckerei SDK Systemdruck Köln, ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Rudolf Müller, trägt dieser Entwicklung Rechnung und betreibt ab sofort die neue Self-Publishing-Plattform www.podbook.de. Autoren können über das Portal Bücher jeden Genres veröffentlichen. podbook arbeitet nach dem „Print on Demand“-Prinzip: Alle Bücher werden erst auf Nachfrage gedruckt. Jedes Buch von podbook ist auf dem gesamten deutschen Buchmarkt (stationärer Buchhandel und Online-Stores) und weltweit erhältlich – jedoch nur virtuell. Erst wenn ein Buch bestellt wird, wird es – innerhalb von 12 Stunden – produziert und anschließend ausgeliefert. Dabei greift SDK-Systemdruck auf langjährige Erfahrungen in diesem Bereich zurück. Das Unternehmen bietet Kunden die Möglichkeit, Drucksachen in Kleinauflagen oder nach Bedarf im Print on Demand-Verfahren zu produzieren.

Komplettservice für Autoren

In nur wenigen Schritten kann der podbook-Nutzer im Veröffentlichungsprozess sein Buch selbst gestalten und in gedruckter Form oder als e-Book veröffentlichen. Gemeinsam mit dem Hamburger Verlagsdienstleister tredition bietet SDK Systemdruck Köln ein Self-Publishing-Angebot, das sich durch einen Komplettservice von der Bucherstellung bis zu Marketing und Vertrieb auszeichnet. tredition prüft Inhalte und Format der Bücher vor der Veröffentlichung, übernimmt die Autorenbetreuung und stellt eine flächendeckende Erhältlichkeit der Bücher auf dem deutschen Buchmarkt sowie den internationalen Vertrieb sicher. Eine aktive Vermarktung erhöht darüber hinaus die Verkaufschancen der Bücher. Zu den Marketingleistungen zählen professionelle Pressemitteilungen, die Präsentation auf Buchvorstellungsportalen und der Versand an Bibliotheken. SDK Systemdruck Köln übernimmt die Herstellung der Bücher und sichert eine hohe Druckqualität mittels des Print on Demand-Verfahrens. Für die Buchveröffentlichung inklusive all dieser Services fallen einmalig 179,90 Euro für ein gedrucktes Buch oder 149,90 Euro für ein e-Book an.

„Diese ganzheitliche Lösung von tredition ist im deutschen Buchmarkt einzigartig und ermöglicht uns, risikofrei in das Self-Publishing einzusteigen und vom Wachstum des Segmentes zu profitieren“, sagt SDK-Geschäftsführerin Nicole Royar. „tredition ist damit für uns der ideale Kooperationspartner“.

Hinterfragt: Wie objektiv ist ein Literaturwettbewerb?

Aus den Teilnahmebedingungen des „Sir Walter Scott-Preis für herausragende historische Romane“, vergeben durch Quo Vadis Autorenkreis: „…Book-on-Demand-Veröffentlichungen können ebenfalls nicht für den Preis eingereicht werden.“

Sind die Teilnahmebedinungen von Literaturwettbewerben wirklich tragfähig?

Bei Literaturwettbewerben wird mit zweierlei Maß gemessen: Print-on-Demand-Titel dürfen nicht teilnehmen, obwohl dieses Druckverfahren auch renommierte Verlage nutzen.

Dass Print-on-Demand- Titel bei einem Literaturwettbewerb ausgeschlossen werden, ist keine Ausnahme. Wer darf also nicht teilnehmen? Ein Blick auf Referenzkunden von Books-on-Demand, ein Schwesterunternehmen des Barsortimentes Libri, offenbart einen kleinen Einblick in die Liste der Schwarzen Verlagsschafe. So dürften Suhrkamp, die Springer Fachverlage und de Gruyter nicht teilnehmen. Na klar, der Vergleich hinkt, die Letzteren sind ja Fachverlage. Dennoch darf man die Bedingungen infrage stellen.

Ein etabliertes Druckverfahren

Print-on-Demand ist ein intelligentes, wirtschaftliches Herstellungsverfahren für Bücher. Nicht ohne Grund bieten neben dem Unternehmen Books-on-Demand auch das Barsortiment KNV und Amazon diese Dienstleistung für Verlage an. Auch große Druckereien in Deutschland bieten Verlagen Auflagen-Management mit Print-on-Demand an. Vielleicht hätte einer der Gewinner des Preises in 2012, der insolvent gegangene Eichborn Verlag, dieses Verfahren nutzen sollen, dann wäre es vielleicht nicht so schlimm gekommen. Aber dann hätte er ja nicht teilnehmen dürfen.

Nicht alles über einen Kamm scheren

Wahrscheinlich ist aber bei den Teilnahmebedingungen etwas anderes gemeint. Autoren, die nicht bei einem traditionell agierenden Verlag verlegt wurden, sondern einen Self-Publishing-Dienstleister gewählt haben, dürfen nicht mitmachen. Viel sinnvoller wäre, in Literaturwettbewerben die Qualitätsmaßstäbe von Self-Publishing-Verlagen zu berücksichtigen und nicht alle Angebote über einen Kamm zu scheren. So werden beispielsweise Buchtitel des Self-Publishing-Angebotes „Norddeutsche Reihe“ des Hamburger Abendblattes oder des tredition Verlages vor Veröffentlichung durch Lektorate nach vorgegebenen Qualitätskriterien geprüft.

Wenn die Anzahl von derartigen Self-Publishing-Angeboten und deren Buchtiteln weiter wie in den vergangenen Jahren wächst, werden hoffentlich auch die Teilnahmebedingungen von Literaturwettbewerben aktualisiert. Welche Bedeutung hätte ein Preis sonst noch, wenn die Hälfte der Autoren nicht teilnehmen darf?