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Max & Fine: Ein tierisch gutes Buchprojekt

Ein „Must have“ für jedes Kinderzimmer, „warmherzig geschriebene Geschichte“, „auch für Erwachsene zum Vorlesen“ – das Presse-Echo auf das Kinderbuch „Max & Fine“ ist durchweg positiv und auch die Resonanz von Veranstaltern, mit Autor Marco Mehring Buchpräsentationen durchzuführen, ist äußerst positiv. Im Interview mit tredition erklärt Mehring, wie er bei der Vermarktung seines Buches vorgeht und wie er um das Buch herum eine ganze Erlebniswelt aufbaut. Ein Projekt mit Vorbildcharakter!

tredition: In den kommenden Wochen sind Sie auf zahlreichen veganen Märkten oder Festen unterwegs, um Ihr Buch vorzustellen. Das ist ja eine richtige Lesetournee! Was ist genau das Thema Ihres Buches?
Marco Mehring: Erstmal: „Max & Fine“ ist kein reines „veganes“ Kinderbuch, sondern ein Buch über Freundschaft, Mut, Selbstvertrauen, Freiheit und die Milch für alle Menschen, die gerne einmal eine andere Art von Kinderbuch kennenlernen wollen.
Es ist aus der Sicht eines sehr aufgeweckten fünfjährigen Mädchens geschrieben, das durch Zufall hinter den Vorhang der Milchindustrie und der Bauernhofidylle blickt und erkennt, dass nicht alles so rosig ist, wie es überall dargestellt wird.
Wir setzen uns kritisch mit den Begriffen „Haus-“ bzw. „Nutz“-Tier auseinander. Wir erheben aber nicht den Zeigefinger, sondern wollen aufzeigen, dass es keine Unterschiede hinsichtlich dem Lebenswillen und dem Grund „auf dieser Welt zu sein“ zwischen, sagen wir einmal einer Kuh und einem Hund, gibt.
Wie wir mit den Tieren umgehen und in welche Kategorien wir Menschen die Tiere einteilen, lernen wir alle schon von klein auf und gehen so damit durch das Leben.
Aber jedes Lebewesen auf der Welt hat ein Recht auf ein Leben. Fine, unsere Hauptdarstellerin, hat eine beste Freundin, die „Milch“kuh Luise und als die ihr erstes Kälbchen Max bekommt, das nach der Geburt von ihr getrennt wird, weil die Menschen die Milch trinken wollen, die eigentlich dem Kälbchen gehört, und dann in die Kälbermast muss, stellt sich Fine Fragen:
Warum wurde Max nach der Geburt von Luise getrennt? Warum darf das Kälbchen nicht Luises Milch trinken? Was haben die Erwachsenen zu verbergen? Warum streicheln wir die einen und essen die anderen?
Das ist der Ausgangspunkt unserer Geschichte, dass die Erwachsenen nachdenklich zurücklässt, denn Fine stellt Fragen, die wir verlernt haben zu fragen: Warum dürfen die einen unbeschwert leben und die anderen nicht? Durch Fines Augen lernen große und kleine Leser/innen und Zuhörer/innen verstehen, welches Schicksal dem Kälbchen Max, nach der Trennung von seiner Mutter zugedacht ist – und das es sich lohnt, gegen das scheinbar Unausweichliche anzukämpfen. Da das Buch kritisch mit unserem Fleisch- und Milchkonsum umgeht, liegt es natürlich nahe, es denen zu präsentieren, die dieser Lebensweise offen gegenüber stehen, aber natürlich nicht nur denen: Ich habe am 25.07. eine Lesung im Münstertal im Schwarzwald (auf dem Kaltwasserhof, oder besser bekannt als „Schwarzwaldhaus 1902“), nur für die dortig ansässigen Landfrauen, die tagtäglich mit dem Thema zu tun haben.

„Ich will mit einer spannenden Geschichte aufklären.“

tredition: Und wie gelang es Ihnen, so viele Veranstalter für eine Buchpräsentation zu begeistern?
Marco Mehring:
Einige kamen von ganz alleine auf mich zu, weil sie von dem Buch gehört hatten, bei anderen habe ich mich beworben.
Geholfen hat mir hierbei natürlich, dass es noch kein derartiges Buch auf dem Markt gab und viele neugierig darauf waren.
Kinderbuchlesungen sind da auch was ganz Neues und die Veranstalter sind froh, den Menschen mal etwas anderes präsentieren zu können, insbesondere weil ich als Dipl. Schauspieler die Lesungen sehr anschaulich gestalte, d.h. ich mache spannende, inszenierte Lesungen draus, statt nur auf einem Sessel zu sitzen und den Leseonkel zu mimen.
Ich hatte aber auch vorher schon Kontakte, die ich einfach mal wieder akquirieren musste. Also, es war ein Mix aus beidem.

tredition: Ist „Max & Fine“ das erste gemeinsame Buchprojekt von Ihnen und Ihrer Illustratorin Frau Falkenstein?
Marco Mehring: Ja, „Max & Fine“ ist unser erstes gemeinsames Buchprojekt.
Besonders Spaß hat der ganze Entstehungsprozess an sich gemacht. Von dem ersten Manuskriptentwurf bis zum druckfertigen lektorierten Text (Das Lektorat hat Frau Katharina Grabowski gemacht, unbedingt empfehlenswert), von den ersten Rohzeichnungen bis zu den fertigen Illustrationen. Am Ende hatten wir sogar zu viele Illustrationen und mussten erstmal aussieben. Das war eine richtig spannende Zeit, in der wir viele wertvolle Erfahrungen – mit vielen Tassen Kaffee – gesammelt haben.

tredition: Wie sind Sie bei der Erstellung des Buches vorgegangen? Haben Sie parallel gearbeitet oder nacheinander?
Marco Mehring: Die Idee zu dem Thema hatten Frau Falkenstein und ich gleichermaßen. Als ich angefangen habe, den Text zu schreiben, gingen mir natürlich schon einige Bilder durch den Kopf. Durch meine Arbeit als Schauspieler bin ich ein durch und durch visueller Mensch und so haben wir uns Kapitel für Kapitel voran gearbeitet. Wenn ein Kapitel fertig war, habe ich Frau Falkenstein meine Ideen mitgeteilt und sie hat sie umgesetzt, verworfen, neu umgesetzt. Beides ging also parallel vonstatten.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Marco Mehring: „Max & Fine“ ist nicht mein erstes Buch.
Ich habe schon vorher eines geschrieben und weiß, wie hart es ist, einen Verlag zu finden. Es braucht enorm viel Zeit, Geduld und Warterei.
Man ist abhängig von „Gatekeepern“, die einen hinein oder vor der Tür stehen lassen.  „Max & Fine“ aber war reif im September 2014 herauszukommen, und zwar dann, wenn wir es für richtig hielten und vor allem, wie wir es für richtig hielten. Wir wollten alles selbst in der Hand halten: Die Veröffentlichung, das Marketing…
Wir haben das Manuskript zwar einigen kleinen Verlagen angeboten, die nicht abgeneigt waren, es zu veröffentlichen, aber wir hätten Änderungen vornehmen sollen, was wir nicht wollten.
So haben wir uns über „Selfpublishing“ kundig gemacht und tredition hat uns einfach am besten gefallen: Preis-Leistungsverhältnis, Kundenfreundlichkeit, ich hatte nicht den Eindruck, ich wäre nur eine Nummer unter vielen, eine große Reichweite (national und international) nach der Veröffentlichung, klare Richtlinien, ein tolles, freundliches Team. Eine gute Entscheidung.

Vom Buch zum Kuh-Universum

tredition: Einmal abgesehen vom Lesevergnügen: Was wünschen Sie sich, welche kleine „Lehre“ es für Kinder durch die Lektüre gibt?
Marco Mehring: Ich will mit einer spannenden Geschichte aufklären, den Kindern (aber auch den Erwachsenen) aufzeigen, dass es wichtig ist, nicht aufzugeben, für eine gute Sache zu Max und Finekämpfen, für eine eigene Haltung, eine eigene empathische Einstellung zum Leben, darüber nachzudenken, was eigentlich als „normal“ gilt, hinter den Vorhang zu blicken, kritisch zu sein, nachzufragen. Das Leben auch mal wieder durch die Augen eines Kindes wahrzunehmen, weil wir Erwachsene doch oft vergessen, wie wunderbar das Leben doch sein kann.
Ich habe bewusst ein mutiges Mädchen als Hauptfigur gewählt, um dieses Mädchenbild zu stärken, das in den letzten Jahren in der klassischen Literatur doch eher in die andere Richtung ging. Ein weiterer Aspekt ist, dass viele Kinder und auch Erwachsene durch die Werbung und die klassischen Bauernhofbücher den Blick für die Realität verloren haben und bei „Max & Fine“ erfahren sie, wie die Realität auf dem Bauernhof aussieht. Mit „Max & Fine“ kommt der Leser zum Nachdenken und trifft danach seine Entscheidungen bewusst, denn er kennt die Hintergründe.

tredition: Zum Buch haben Sie eine umfassende Webseite aufgesetzt mit weiterführenden Inhalten zum Buch und Informationen zur Milchwirtschaft. Welchen Effekt hat das bisher für die Bekanntheit Ihres Buches?
Marco Mehring: Einen sehr großen. Unser Ansatz war von Anfang an, dass das Buch nicht zwischen zwei Buchdeckeln enden, sondern ein ganzes, wir nennen es „Kuhuniversum“ umfassen soll.  Auf unserer Webseite haben wir, neben einem Buchtrailer und einer Leseprobe auch Hörproben, die ich, da ich auch Sprecher bin, im Studio eingesprochen habe.
Dazu gibt es einen umfassenden Blog: „Fine´s Welt“:
Wir haben die kleine Fine zum Leben erweckt, eine Freundin von uns (danke Maike!) hat ein kleines Püppchen, das exakt so aussieht wie die Fine im Buch, gehäkelt und diese Fine backt und kocht und erlebt allerhand Abenteuerliches.
Fine ist da wie eine kleine Pippi Langstrumpf, denn auch das Motto des Buches ist: „Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar!“
Neben meinem Job als Autor habe ich auch das gesamte multimediale Marketing in der Hand. Unabhängig zu sein ist mir hier sehr wichtig, weil ich gerne meine Kreativität nicht von anderen abhängig machen will.  Wir haben guten Traffic auf der Webseite und täglich wird es mehr. Wichtig war natürlich auch, dass wir hier große Organisationen, wie z.B. die Albert – Schweitzer-Stiftung, ARIWA oder andere mit an Bord hatten, die gute Verteiler sind, wenn es um Werbung geht. Ganz wichtig ist uns, die Wahrheit aufzuzeigen, denn wie ich oben schon sagte: Es ist nicht alles rosig und wir legen den Finger schon mal in die Wunde und zeigen auf, was nicht so gut in der Landwirtschaft läuft.
Dabei geht es bei uns aber sehr um Empathie und Mitgefühl dem Tier gegenüber und darum, es auch mal anders zu probieren.

tredition: Welche weiteren Werbemaßnahmen ergreifen Sie für Ihr Buch?
Marco Mehring: Ganz viel läuft bei „Max & Fine“ über die sozialen Netzwerke, sprich Facebook. Durch unsere regelmäßigen Artikel auf dieser Seite bzw. auch die Blogartikel von Fine auf der Homepage wird unsere Reichweite kontinuierlich wachsen. Einige Organisationen haben uns in ihren sozialen Netzwerken vorgestellt oder werden das Buch noch vorstellen, es stehen Verlosungen an, sowie einige Rezensionen in Zeitschriften mit hoher Auflage.

tredition: Welche Resonanz haben Sie bisher von Lesern auf Ihr Buch erhalten?
Marco Mehring: Eine durch und durch positive Resonanz. Auch von Menschen, die bei Lesungen waren, und bisher noch keinen Kontakt mit dem Thema hatten, waren von der kleinen Fine sehr angetan und berührt. Auf unserer Webseite kann man alle Rezensionen und Pressestimmen nachlesen: Hier & Hier

tredition: Wird es eine Fortsetzung Ihres Buches geben?
Marco Mehring:
Ja, Fines Abenteuer gehen natürlich weiter: Ich bin gerade dabei, den zweiten Teil zu schreiben, der Weihnachten 2015 erscheinen soll. Außerdem wird „Max & Fine“ im Herbst auf Englisch herauskommen, da wir einige Nachfragen aus dem englischsprachigen Ausland haben und wir außerdem der Meinung sind, dass es da draußen noch viele interessierte Leser gibt. Darauf freuen wir uns besonders. Der Titel: „Max & Fiona“ :-)

 

„Dem Blues auf den Fersen“ in Akustik Gitarre

"Dem Blues auf den Fersen" in Akustik GitarreDem Blues auf den Fersen von Richard Koechli„Der Swiss-Blues-Award-Gewinner Richard Koechli legt mit ‚Dem Blues auf den Fersen‘ eine packend-eigenwillige Gedankenreise zu den Tempeln der afroamerikanischen Musikseele vor“, urteilt die Fachzeitschrift „Akustik Gitarre“ über das bei tredition als Paperback, Hardcover und e-Book erschienene Werk.

 

Im Gespräch mit tredition-Autor Daniel Hoch

Buchpräsentation von Daniel Hoch

Daniel Hoch arbeitet als Autor, Berater und Speaker. Jährlch besuchen über 10.000 Teilnehmer seine Seminare und Vorträge über Erfolgsrezepte für Beruf und Privatleben.

„Es gibt keinen inneren Schweinehund, das ist Ihre persönliche Lüge, denn wen sehen Sie morgens im Spiegel?“, schreibt Daniel Hoch in seinem Ratgeber „Aufschieberitis“. Klar, ohne Umschweife und –im besten Sinne – schonungslos ehrlich veranschaulicht er in seinem 220-seitigen Werk eine „Volkskrankheit“, die wohl jeden in verschiedensten Lebenslagen erwischt: Ungeliebte Aufgaben werden aufgeschoben, sei es die Steuererklärung, ein Job-Projekt oder das abendliche Joggen. Daniel Hoch geht den Symptomen der „Aufschieberitis“ auf den Grund und gibt Lesern Erfolgsrezepte an die Hand, um die Krankheit zu besiegen. Im Interview mit tredition erläutert Daniel Hoch, wie das Buch entstand und welche Werbemaßnahmen er für sein Werk unternimmt. Zudem gibt er Autoren Tipps zur Umsetzung eines Buchprojektes an die Hand.

tredition: Lieber Herr Hoch, in Ihrem dieses Jahr erschienenen Buch Aufschieberitis geht es dem „inneren Schweinehund“ so richtig an den Kragen. Ist das Phänomen, Aufgaben aufzuschieben, wirklich eine Volkskrankheit?
Daniel Hoch: Auf jeden Fall! Jeder kennt das: Dinge, die man schon längst gern vom Tisch hätte, werden aufgeschoben. Steuererklärung? Mehr Sport? Später, wenn man mal Zeit hat … Unerledigtes nagt und erzeugt Schuldgefühle. Zum Jahreswechsel nehmen sich immer weniger Menschen etwas fürs neue Jahr vor und nur 8% erreichen ihre Wünsche wirklich.

tredition: Wie entstand die Idee zu dem Buch? Und wie würden Sie Ihre Zielgruppe definieren?
Daniel Hoch: Als Berater und Speaker bin ich viel unterwegs und coache Firmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dank meiner Seminare und Vorträge merke ich immer wieder: Gegen die „Aufschieberitis“ ist niemand immun. Ganz klar: Meine Zielgruppe liegt bei Frauen und Männern jeden Alters – das Problem ist das gleiche, nur die Ausprägung variiert. Und das Beste: Allen kann geholfen werden.

tredition: Welches Marketing unternehmen Sie für das Werk? Welche Maßnahmen haben Sie bisher als am effektivsten empfunden?
Daniel Hoch: Ich gehe auf Lese-Tour! Seit der Buchpremiere im September in Leipzig konnte ich das Buch in Kooperation mit dem BVMW und den Wirtschaftsjunioren auch in anderen Städten Deutschlands präsentieren. Selbst Mallorca und Hongkong sind auf Anfrage. Darüber hinaus ist es natürlich toll, den Teilnehmenden meiner Seminare direkt im Anschluss meine Tipps im Buchformat an die Hand zu geben.

tredition: Als Speaker und Berater widmen Sie sich unterschiedlichen Themen der Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung usw. Inwiefern kommt Ihnen dieser berufliche Hintergrund beim Bücherschreiben bzw. auch bei der Vermarktung zugute?Aufschieberitis von Daniel Hoch
Daniel Hoch: Einerseits half mir das natürlich bei der Recherche: Meine Erfahrungen als Berater und Coach zeigen mir, welche Problemstellungen immer wiederkehren und welche Lösungsansätze sich bewähren. Andererseits orientiert sich mein Buch auch an der Struktur meiner Vorträge: Eine klare Gliederung und leicht zugänglicher Inhalt waren meine Orientierungspunkte. Schließlich will ich Zuhörer und Leser wirklich erreichen!

tredition: Welche Tipps würden Sie anderen Autoren geben, die ein Buchprojekt vor sich haben? „Aufschieberitis“ ist beim Schreiben ja durchaus auch ein Knackpunkt…
Daniel Hoch: Nach der Recherche eine klare Gliederung entwerfen und sich Zeitvorgaben beim Schreiben setzen. Und dann einfach mit den Entwürfen beginnen – nichts ist schlimmer als ein leeres Blatt! Step by step. Reden Sie darüber und holen Sie sich Unterstützung gerade beim Lektorat.

tredition: Könnten Sie drei Gründe nennen, weshalb Leser zu Ihrem Buch greifen sollten?
Daniel Hoch:
1) Ich erkläre: „Aufschieberitis“ – wo liegt ihr Ursprung und wieso betrifft mich das?

2) Ich gebe den Lesern konkrete Erfolgsrezepte mit an die Hand.

3) Mein Buch animiert zu Veränderungen und ich rede Tacheles.

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und tredition entschieden?
Daniel Hoch: Ich bin gern unabhängig und nehme Dinge selbst in die Hand. Self-Publishing ist eine unkomplizierte Möglichkeit, seine eigene Botschaft professionell zu veröffentlichen.

tredition: Haben Sie bereits ein weiteres Buchprojekt in der Pipeline?
Daniel Hoch: Ideen habe ich viele! Mich interessieren Themen rund um die Wirtschaft des Mittelstands. Als Leiter der Servicestelle für die Region Leipzig bin ich ebenfalls für die Oskar-Patzelt-Stiftung aktiv, die jährlich den „Großen Preis des Mittelstandes“ ausruft. Vielleicht geht mein nächster Ratgeber in diese Richtung. Am meisten interessieren mich die Denk- und Handlungsfehler von Menschen, auch dieses Thema verfolge ich für die nächsten Jahre.

Das rockt: tredition-Autor Götz Hintze im Interview

Mit dem „Rocklexikon der DDR“ hat Musikdokumentar Götz Hintze dieses Jahr ein wahres Kultbuch bei tredition neu aufgelegt. Im Interview erzählt er, wie es zu dem Buchprojekt kam. Eines ist klar: Musik ist seine große Leidenschaft, was sich auch im Buch spüren lässt!

tredition-Autor Götz Hintze

Im Umfeld von Musik-Events fühlt sich Götz Hintze wohl: Sein Rocklexikon der DDR ist eine Schatztruhe für alle Musikfans

tredition: Lieber Götz, Dein Rocklexikon der DDR hat ganze 404 Seiten. Auch wenn es sich um die dritte Auflage des Werks handelt – über 500 Interpreten und Bands darzustellen und dafür zu recherchieren, dürfte einem den Schweiß auf die Stirn treiben oder?

Götz Hintze: Das ist richtig, aber da die Fertigstellung des Buches ein ziemlich langer Prozess war, hat sich das mit dem Schweiß auf der Stirn relativiert. Bei dritten Neuauflage war es so, dass ich von einem Großteil der Protagonisten Unterstützung erhalten habe, also mit Informationen gut gefüttert wurde. Der größte Aufwand war die Erstellung des 3.500 Begriffe umfassenden Indexes. Das hat viele Wochen gedauert.

tredition: Die erste Auflage erschien 1999. Wie kam es seinerzeit zu der Idee, die Rockmusik der DDR zu dokumentieren und wie lange dauerte es, bis Du alle Infos beisammen hattest, um daraus ein Buch zu machen?

Götz Hintze: Den Gedanken hatte ich schon lange Zeit vorher. Ich habe seit Anfang der 80er Jahre im DDR-Rundfunk als Musikdokumentar hauptsächlich DDR-Interpreten bearbeitet, also auch die komplette Rockszene. Als nach der Wende unser erfasster Datenbestand nicht in die ARD/ZDF-Datenbanken integriert wurde, war ich der Ansicht, dass die Interpreten nicht in Vergessenheit geraten sollten, und die Gefahr bestand. Ich hatte bereits 1990 in der Musikkartei des DDR-Rundfunks sämtliche Interpreten, die bei Platte, Fernsehen oder Rundfunk produziert hatten, mit rausgeschrieben. Das war die Grundlage für die Arbeit am Buch, die so richtig dann Anfang 1998 begann. Die erste Auflage erschien dann am 7. Oktober 1999.

tredition: Wie bist Du auf tredition als Dienstleister aufmerksam geworden?

Götz Hintze: Ich wollte die dritte Auflage ohnehin bei einem Self-Publishing-Dienstleister veröffentlichen. Nach den Recherchen und Nachfragen bei den Anbietern in Deutschland war tredition für mich die optimale Lösung. Und ich habe es bis jetzt nicht bereut.

tredition: Als Musikdokumentar beschäftigst Du Dich auch beruflich mit den „schönen Künsten“. Kannst Du kurz beschreiben, was Du genau machst und was Deinen Beruf auszeichnet?

Götz Hintze: Ich arbeite beim Deutschlandradio in Berlin und bin dort verantwortlich für das Dokumentieren von Eigenproduktionen und Konzerten im gesamten Bereich der Unterhaltungsmusik – Schwerpunkt Jazz. Außerdem dokumentiere ich die Sendereihe ‚Tonart‘. In meinem Fall ist es wirklich so, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Man kann sich den ganzen Tag mit Musik beschäftigen. Und das ist für mich optimal.

tredition: Wie bist Du beim Marketing für die dritte Auflage des Rocklexikons vorgegangen?

Götz Hintze: Meine große Tochter Josefine hat Kommunikationswissenschaften studiert. Das hat den Vorteil, dass sie PR-mäßig sehr fit ist. Sie hat sich mit Zeitungen, Funk und TV in Verbindung gesetzt, die dann auch recht reges Interesse zeigten. Außerdem pflegt sie unsere Facebook-Seite ‚Rocklexikon der DDR‘. Im Herbst stehen dann ein paar Lesungen an und in der Vorweihnachtszeit wird nochmal kräftig geworben.

tredition: Du schreibst nicht nur über Musik, sondern machst auch selbst welche! Kannst Du uns etwas über Deine Band erzählen?

Götz Hintze: Unsere Band Desohr (facebook.com/desohr) gibt es schon seit 1978. Wir sind eine klassische Schülerband. Allerdings haben wir von 1980 bis 1997 pausiert. Dann wollten wir eigentlich nur einmal im Jahr was machen. Aber mit der Zeit kamen immer mehr Anfragen, sodass wir uns pro Jahr eine begrenzte Anzahl an Auftritten auferlegt haben. Der Spaß soll im Vordergrund stehen.

tredition: Steht in nächster Zeit ein Konzert an, bei dem Ihr zu hören seid?

Götz Hintze: Wir hatten jetzt einen großen Auftritt beim Herbstfest unserer Heimatstadt Hohen Neuendorf vor ein paar tausend Zuschauern. Das war für uns ‚alten Säcke‘ schon ziemlich cool (lacht). In diesem Jahr werden wir im Oktober wohl noch einmal spielen und dann Anfang Dezember eine kleine Vorweihnachtssession in einem kleinen Club, dem ‚Collins‘, ebenfalls in Hohen Neuendorf, veranstalten.

buchreport: tredition vertieft Kooperation mit PaperC

Kooperation von PaperC und tredition im buchreportFach- und Lehrbücher einer breiten Leserschaft zugänglich zu machen, ist das Konzept der Online-Plattform PaperC. tredition geht mit dem Portal eine engere Kooperation ein. Fachtitel, die bei tredition publiziert werden, gelangen direkt in das PaperC-Sortiment, das durch seine rund 100.000 Nutzer und ca. 12 000 hochwertige Fach- und Lehrbücher aus renommierten Verlagshäusern eine ideales Umfeld für eine neue Veröffentlichung darstellt.