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Der Indie-Katalog

Indie-Katalog 02/2016 – die aktuellen Bestseller von tredition

Der Indie-Katalog

Bild: Die aktuelle Herbstausgabe 2016 des Indie-Katalogs ist erschienen!

Auch im Juli gibt das Branchenmagazin buchreport den Selbstverlegern mit der aktuellen Herbstausgabe 02/2016 des Indie-Katalogs wieder eine eigene Plattform. Der gedruckte Katalog wird als Beilage des buchreport.magazins an tausende Buchhändler, Verlage und andere Multiplikatoren der Branche verbreitet. Zudem ist der Indie-Katalog online als PDF abrufbar. In der aktuellen Ausgabe stellt das Magazin wieder aktuelle Themen, die den Buchmarkt und die Self-Publishing-Szene beschäftigen, vor. Gleichzeitig präsentiert der Indie-Katalog die aktuellen Self-Publishing-Bestseller-Listen von Dezember 2015 bis Mai 2016 sowie aktuelle Titel unabhängiger Verlage und Self-Publishing-Dienstleister. In der aktuellen Herbstausgabe stellt auch  tredition wieder seine hauseigenen Bestseller im Bereich Belletristik und Sachbuch sowie viele interessante Neuerscheinungen vor.

Eine Stimme für Self-Publisher

Der Indie-Katalog ist aus der Notwendigkeit heraus entstanden, der wachsenden Anzahl von Indie-Autoren und Self-Publishern eine Plattform zu geben, auf der diese über die zentralen Entwicklungen innerhalb der Branche informiert werden und zudem viele Titel von Self-Publishern präsentiert werden.

Der Indie-Katalog fungiert daher als  Bühne für unabhängige Verlage und Selfpublisher, im Print und digital. Der Katalog gibt zudem Multiplikatoren der Branche, wie Buchhändlern, Verlagen und Lesern, einen kompakten Überblick über wichtige Neuerscheinungen.

Indies im Aufwind

„Indies segeln im Aufwind“, statiert buchreport im Editorial des Indie-Katalogs und führt dazu eine kürzlich in der englischsprachigen Buchwelt vom Marktforscher Enders Analysis publizierte Studie an, laut der Selfpublisher in den USA aktuell bei den digitalen Versionen mehr als doppelt so viele Bestsellererfolge wie die fünf größten Publikumsverlage zusammen aufweisen können. Im deutschsprachigen Raum gibt es eine ähnliche Erfolgsstory der Self-Publishing-Titel zu vermelden – diese spielt sich aber besonders im Bereich der Printbücher ab. Dieser Erfolg geht auch am Buchhandel nicht vorbei. Immer mehr Buchändler öffnen sich diesem Phänomen und stellen Titel von Self-Publishern in ihre Bücherregale. Oft gehören dazu nur Mut zum direkten Kontakt und zu eigenen, kreativen Wegen, das richtige Gespür für das eigene Werk und eine professionelle Präsentation des Buches im Buchhandel.

tredition unterstützt natürlich alle Autorinnen und Autoren in ihrem Bestreben, den Buchhandel für sich zu gewinnen, beispielsweise durch unterstützende Werbemaßnahmen auf unseren sozialen Netzwerken und Berichterstattung in unserem Blog. Einige Beispiele, wie Self-Publisher in den Buchhandel gekommen sind, können Sie in unserem Blog unter der Rubrik Marketing-Tipps nachlesen.

Hier geht’s direkt zum Indie-Katalog, der wieder über aktuelle Erfolgsgeschichten und Herausforderungen für Self-Publishing-Autoren/innen berichtet.

Die tredition-Bestsellerlisten Herbst 2016 – Belletristik und Sachbuch

Bestsellerliste Indie-Katalog

 

Die Top Ten Belletristik bei tredition

Bestsellerliste tredition Belletristik 022016

Bild: Die Top 10 Bestseller von tredition Belletristik im aktuellen Indie-Katalog 02/2016

 

Regelmäßig verbreitet der Indie-Katalog imstationären Buchhandel die Bestsellerlisten deutscher Self-Publishing-Titel. Wie in den vorigen Ausgaben ist tredition auch in der Herbstausgabe 02/2016 mit einer Bestsellerliste für Belletristik sowie Sachbuch für den Zeitraum Dezember 2015 bis Mai 2016 vertreten. In den Top 10 der Belletristik rangiert mit „Tobias – das unerwünschte Buch“ ein Wirtschaftsroman, der die aktuelle Wirtschafts- und Sozialpolitik und ihre Folgen hinterfragt, ganz oben. Fantasyromane zeigen sich weiterhin beliebt. Nathan C. Marus kann in diesem Genre mit seinem Roman „Die Träne des Fressers“, Hans-Dieter Kreuzhoff mit seinem Werk „Karpatensaga“ überzeugen. Ebenfalls in der Bestsellerliste sehr präsent zeigt sich das Genre Kinderbuch, das zwar seit 2015 kein Umsatzwachstum verbuchen konnte, aber nach wie vor im Trend liegt. Hervorzuheben ist hier „Kenny der kleine Kämpfer“ von Laura Wunsch, das sich auf rührende Weise mit dem Thema Sterben und Tod auseinandersetzt. Auch Reisebücher kommen bei Lesern äußerst gut an. „Seetage“, eine unterhaltsame Hommage an das Kreuzfahren, „3 … 2 … 1 und das Leben ist deins!“, eine irrwitzige Reiseodyssee mit dem Backpack, oder „Kanada ist bärenstark“, eine Auswanderungsgeschichte nach Kanada, haben bei den Lesern zu Lesegenuss und Strapazierung der Lachmuskeln geführt.

 

Die Top Ten der tredition Sachbücher

Bestsellerliste tredition Sachbuch 022016

Bild: Die Top 10 Bestseller von tredition Sachbuch im aktuellen Indie-Katalog 02/2016

zeigt ein reges Interesse an aktuellen Problemem und Fragestellungen unserer Gesellschaft, wie das Thema Flüchtlinge, das Simone A. Alexander in „Was tun mit Migranten aus Nahost“ analysiert. Das Lesepublikum zeigt ein Interesse an Bücher zum Thema Gesundheit und Wellness, wie „Auszeit aus dem Hamsterrad“ zeigt, das die Volkskrankheit Depression und Burnout, in den Mittelpunkt stellt. Nahezu jede zweite Ehe wird heutzutage geschieden. An dieser Stelle setzt der Erfolgsratgeber „Liebe lernen für Paare und Singles“ an. Dipl. Psychologe Markus Klepper vermittelt darin psychologische Hintergründe und wichtige Zusammenhänge sowie praktisches Wissen, um „Liebe lernen“ zu können. Ein Thema, das unter den bestverkauftesten Sachbüchern zudem besonders heraussticht, ist der Themenbereich Ernährung und veganes Koches, der gleich bei einer Vielzahl von Bestsellern zu diesem Stoff ein wahres Trendthema widerzuspiegeln scheint. Unter den Kochbüchern besonders erfolgreich: „Mirjam’s Fitness-Rezepte“ von M. Rodrigues da Silva und „Vegan und Glutenfrei“ von Beatrice Schmidt.

Blättern Sie hier durch die Bestseller-Listen von tredition

Bestnoten für Self-Publishing-Titel

Achim Graf im Indie-KatalogDie Herbstausgabe des Indie-Katalogs 2016 widmet sich aber auch vielen weiteren tredition-Autoren und ihren Bücher, die darin mit äußerst guten Kritiken bedacht worden sind. So präsentiert das Magazin etwa den Journalisten und Autoren Achim Graf, der mit seinem informativen Buch „Zwei Deutschland“ zwei gegensätzliche Landstriche gegenüberstellt und ein ambivalentes Portrait zweier Regionen offenbart. Ebenfalls für Aufmerksamkeit gesorgt haben Ralf Göhrigs Regionalkrimi „Der Cornwall-Ripper oder Veilchen von Mutters Grab“ um den vierten Fall des sympathischen Detective Chief Superintendent Bob Hamilton oder die Kurzgeschichtenanthologie Mordsdelikatessen. 25 Krimihäppchen“ von Bianca Heidelberg und Björn Sünder, die preisgekrönte Kurzgeschichten enthält.

Indies segeln im Aufwind? Segel setzen – und volle Kraft voraus!

Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe des Indie-Katalogs vom buchreport.

 

5 Fakten über Self-Publishing und den Buchmarkt auf indie-publishing.de

indie publishingHätten Sie es gewusst? Ausschlafen und Emails lesen sind dem Durchschnittsdeutschen wichtiger als das Lesen eines Buches. Über diese und weitere kuriose Fakten des Buchmarktes klärt tredition-Geschäftsführer Sönke Schulz auf www.indie-publishing.de auf. Lesen Sie hier den kompletten Gastbeitrag.

 

 

Indie Publishing: Neue Plattform präsentiert Autoren von tredition

Nasar Pierre Sommet Anika Limbach_buchreport

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Indie Publishing“ – unter diesem Namen hat das Branchenmagazin buchreport diese Woche eine neue Onlineplattform gelauncht, die künftig rund um den Self-Publishing-Markt berichtet: Daten und Fakten rund um Self-Publishing sind dort ebenso zu lesen wie Autorenporträts und Rezensionen von Neuerscheinungen. Das Angebot soll laut buchreport „Brücken bauen zwischen den Indies und Buchhandlungen, Verlagen und sonstigen Multiplikatoren.“

Wir bei tredition freuen uns sehr darüber, dass zahlreiche unserer Autorinnen und Autoren mit ihren Büchern auf indie-publishing.de präsentiert werden! Stephanie Arndt, die mit „Nasar“ einen Besteller mit Geschichten über ihr gleichnamiges Hauspferd gelandet hat, ist direkt auf dem Foto des Aufmacherartikels auf der Homepage zu sehen. Und obendrein gibt es jede Menge Artikel zu weiteren Autoren von tredition, die ihre Titel erfolgreich im Buchhandel platziert haben. Hier ein Überblick:

Anika Limbach – die richtigen Kanäle nutzen

Mit aktiver Pressearbeit bei lokalen Medien und Umweltmagazinen gelang es Anika Limbach, den Verkauf ihres Anti-Atom-Thrillers „Gefahr ohne Schatten“ kräftig ankurbeln. Inzwischen liegt ihr Buch in über 20 Buchhandlungen aus.

Pierre Sommet: Bei Thalia auf breiter Front

Frontalpräsentation bei Thalia – tredition Autor Pierre Sommet ist gelungen, wovon viele Self-Publisher träumen. Nebst einem Blog bewirbt Pierre Sommet seine Wortgeschichten indie-publishing„Madame Coquette und Monsieur Galant“ auch mit Flyern, Plakaten und Visitenkarten. In Krefeld ist er als ehemaliger Leiter des Fremdsprachenbereichs der dortigen Volkshochschule außerdem gut vernetzt.

Stephanie Arndt: Ein Hauspferd wird zum Medienstar

Eine Lesung, bei der ein Araberhengst über die Schulter schaut? Welche Buchhandlung würde sich über so eine Attraktion nicht freuen. Stephanie Arndt gelingt es, mit ihrer locker-spritzigen Art und Pferd Nasar im Anhänger die Massen und den Buchhandel zu begeistern.

Obendrein hat die Redaktion des buchreport einige Titel von tredition-Autoren rezensiert!

„Schattengeburt“ von Moritz Hirche

Eva Berberichs „Die Papstkatze“

„Geständnisse eines Mentalisten“ von Lars Ruth

Jetzt ein Self-Publisher-Profil anlegen!

Self-Publishing-Autorinnen und Autoren haben die Möglichkeit, sich und ihre Bücher kostenlos auf indie-publishing.de zu präsentieren. Die Profil-Daten sind dann für Buchhändler, Verlage und sonstige Multiplikatoren auffindbar.

Folgende Angaben können im Profil hinterlegt werden:

  • Name, Geburtsort, Wohnort, Mailadresse, Telefon
  • Webseite, Facebook, Twitter, Sonstige Social-Mediaseiten
  • Biografie, Genres, Veröffentlichungen,
  • Aktuelles, Termine

Hier geht’s direkt zur Anmeldung: http://www.indie-publishing.de/infobereich_rechts/indie_profile.htm

Experten-Interview: Holger Ehling gibt Tipps für Self-Publisher

Holger EhlingVielen Self-Publishern ist Holger Ehling als Begründer der Self-Publishing-Gruppe auf Facebook bekannt. Um so mehr freuen uns, Herrn Ehling zum Interview im tredition-Blog begrüßen zu können! Der Branchenkenner war lange Jahre Leiter der Unternehmenskommunikation sowie stv. Direktor der Frankfurter Buchmesse. Darüber hinaus ist er als Autor und Herausgeber aktiv und gründete 2006 eine Kommunikationsagentur für Kunden aus der Medienbranche. Im folgenden Gespräch erklärt er u.a., welche Entwicklung der Self-Publisihng-Markt seiner Einschätzung nach nehmen wird und weshalb Professionalität mit einer gesunden Selbsteinschätzung einhergehen sollte.

 

tredition: Lieber Herr Ehling, auf welches Ereignis oder welche Marktentwicklung der Buchbranche sind Sie 2015 besonders gespannt?
Holger Ehling: Ich bin nach wie vor gespannt, wie es mit dem elektronischen Publizieren weitergeht. Bisher sind die Publikums-Marktanteile in Deutschland – wie in allen anderen nicht-englischsprachigen Ländern – ja noch im homöopathischen Bereich angesiedelt. Es wird interessant sein, wie Lübbe mit seiner sehr konsequenten Strategie abschneiden wird. Ich wünsche dem Verlag jedenfalls, dass man die Sache durchhalten kann. Im Bereich der Genre-Fiction, den Lübbe ja beackert, sollten die Erfolgschancen gut sein. Anspruchsvollere Belletristik sehe ich noch nicht als wirklich chancenreich an – da sind Verlage und Leser wohl noch sehr zurückhaltend.
Ich bin auch gespannt darauf, wie sich die Buchbranche entwickelt, nachdem es im Jahr 2014 deutliche Austrittsbewegungen aus dem Börsenverein gegeben hat. Der Verband müht sich mächtig um Reformen – möglicherweise verstört das aber auch viele Mitglieder. Gleichzeitig ist es wichtig, noch sehr viel mehr Mühe auf den Buchhandel zu verwenden. Initiativen wie genialokal von der eBuch könnten dort viel bewirken, wenn alle an einem Strang ziehen.

tredition: Welche Entwicklung erwarten Sie mittelfristig auf dem deutschen Self-Publishing-Markt?
Holger Ehling: Ich sehe die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Auf der einen Seite wird es weiterhin ein Wachstum bei den publizierten Titeln geben, echte Verkaufserfolge dürften sich aber an den Fingern einer Hand abzählen lassen. Kindle Unlimited scheint mir zu einem echten Problem für die Selbstverleger zu werden – die Umsatzrückgänge, von denen man aus den USA hört, sind dramatisch.

 

„Social Media und Videoclips allein reichen nicht, um nachhaltig Aufmerksamkeit zu erzielen.“

 

tredition: Sie beraten Vertreter der Buchbranche im Bereich Kommunikation und PR. Welche Ratschläge würden Sie einem Self-Publisher für die Eigenvermarktung an die Hand geben?
Holger Ehling: Nichts verschenken! Viele Selfpublisher meinen, mit billigen Angeboten „Masse machen“ zu können. Das halte ich in Hinsicht auf den Aufbau einer Autorenmarke für fatal. Außerdem: Social Media und Videoclips allein reichen nicht, um nachhaltig Aufmerksamkeit zu erzielen. Vielen Selfpublishern täte es gut, bevor sie an Werbung denken, ordentlich in die professionelle Aufbereitung ihrer Texte zu investieren – Korrektorat, Lektorat, Herstellung (Druck und elektronisch), Cover-Design etc. Die vielen kostenlosen Tools, die es im Internet gibt, können das nicht leisten.

tredition: Ihre Agentur betreut zahlreiche Kunden aus der Buchbranche. Wo liegen Ihrer Erfahrung nach die wesentlichen Hürden und „Schwachpunkte“ für Verlage, Verbände angesichts der aktuellen Marktherausforderungen?
Holger Ehling: Ich sehe, dass Verbände und Verlage zum großen Teil sehr aufmerksam verfolgen, was passiert. Allerdings gibt es – vielleicht mit Ausnahme von Lübbe im Publikumsbereich und Ulmer bei den Ratgebern – keine echten Innovationstreiber. Das hat allerdings auch gute Gründe: Solange ein Verlag 80 bis 90 Prozent seiner Umsätze mit traditionellen Formaten in den klassischen Handelskanälen erzielt, MUSS der Verlag seine Investitionen dort konzentrieren. Alles andere wäre fatal – zumal die Buchverlage allesamt mit eher dünnen Kapitalausstattungen agieren müssen.

tredition: Welche Stärken und Schwächen von Self-Publishern haben Sie in den vergangenen Jahren beobachtet?
Holger Ehling: Stärken: Mut zum Risiko und zu innovativen Formaten und Vermarktungsideen.
Schwächen: Selbstüberschätzung, oft gepaart mit Arroganz, die man erfährt, wenn man als erfahrener Kollege vor eben dieser Selbstüberschätzung warnt. Da nehmen doch recht viele Leute eine innere Genialität für sich in Anspruch, die der Herrgott leider nur sehr sparsam verteilt hat. Und weiter: Flächendeckende Ahnungslosigkeit bezüglich der Grundlagen des Geschäfts, angefangen von den ISBN-Regularien bis zu Fragen der Abrechnung und Steuern.

Self-Publishing-Gruppe auf Facebook

Meinungsaustausch erwünscht: Die von Holger Ehling gegründete Self-Publishing-Gruppe auf Facebook zählt über 5.500 Mitglieder

tredition: Wie hat sich aus Ihrer Wahrnehmung die Self-Publishing-Gruppe auf Facebook entwickelt? Wie haben sich z.B. die Themen verändert? Was bewegt die Autoren am meisten?
Holger Ehling: Sie ist enorm gewachsen, seit ich sie gegründet habe – derzeit tummeln sich dort mehr als 5.600 Mitglieder. Die Themen haben sich nicht sonderlich verändert, ein Großteil der Diskussionen dreht sich um Grundlagen des Geschäfts, denn es kommen ständig Leute hinzu, die mit der Sache noch am Anfang stehen. Dankenswerterweise sind die „alten Hasen“ in der Gruppe zum Großteil mit einer Engelsgeduld ausgestattet und erklären gerne auch zum zehnten Mal Probleme, die sich schon neun Mal vorher erklärt haben.

tredition: Sie sind bereits seit vielen Jahren in der Buchbranche aktiv, davon lange als Leiter der Unternehmenskommunikation sowie stv. Direktor der Frankfurter Buchmesse. Was waren prägende Erfahrungen dieser Zeit?
Holger Ehling: Sicherlich war das der Wechsel von den charismatischen Verlegerfiguren hin zu geschäftsführenden Funktionsträgern. Das sieht man auf der Buchmesse, wo an den meisten Ständen heute statt Rotwein Mineralwasser gereicht wird. Die Charismatiker waren allesamt spannende, aber auch häufig sehr schwierige Menschen – man musste sie zu nehmen wissen und ihnen vermitteln, dass man ganz und gar Dienstleister ist. Aber dann hat man oft auch unglaublich viel gelernt. Wenn man sich eine Stunde mit Leuten wie Klaus G. Saur, Gottfried Honnefelder, James Currey, Rex Collings, David und Marie Philip oder auch mit meinen Ex-Chefs Peter Weidhaas und Volker Neumann unterhalten hat, war das einfach inspirierend. Ich habe ja im Frankfurter Literaturhaus 25 „Frankfurter Verlegergespräche“ geführt, und dort haben mich auch Leute wie Klaus Kottmeyer, Thomas Schwoerer, Klaus Schöffling oder Joachim Unseld tief beeindruckt, auch das sind Verlegerpersönlichkeiten, vor denen ich größten Respekt habe. Heute halten sich viele Leute in der Branche für Hochleistungssportler, was sie in gewissem Sinne auch sind. Die Ergebnisse sind nicht schlecht, aber es war früher auch schon mal lustiger.

xtranews: Bei Auftrag drucken

tredition auf xtranewsTraditionelle Verlage erhalten tausende unverlangt eingereichte Manuskripte pro Jahr. Nur ein Bruchteil davon wird veröffentlicht. Self-Publishing ist aus vielerlei Gründen ein attraktiver Veröffnetlichungsweg, den immer mehr Autoren einschlagen, wie das Portal xtranews mit Bezug auf tredition berichtet.