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Maria Almana_Texthandwerkerin

Unterstützung beim Schreiben, Lektorat oder PR gesucht? Texthandwerkerin Maria Al-Mana führt Sie durch den Schreibdschungel

Maria Almana_Texthandwerkerin

Bild: „Die Texthandwerkerin“ Maria Al-Mana hilft AutorInnen durch den Dschungel des Schreibens und Veröffentlichens.

Haben Sie sich im Dschungel des Buchschreibens verirrt? Scheitern Sie an der Textkorrektur Ihres Manuskripts oder bräuchten Sie jemanden, der Ihr Manuskript einmal von vorne bis hinten richtig auf Inkonsistenzen oder Rechtschreibfehler kontrolliert, um es inhaltlich, konzeptionell und stilistisch in Topform zu bringen? Oder brauchen Sie Unterstützung in Sachen PR? Nach Monaten oder gar Jahren des Schreibens ist die Distanz zum eigenen Text naturgemäß gering. tredition arbeitet seit jeher mit vielen Experten für Bücher zusammen – allesamt Profis in ihrem Metier, die in den vergangenen Jahren bereits für zahlreiche Autoren von tredition gearbeitet haben und deren Buchprojekte erfolgreich auf der Zielgeraden begleiteten – ob im Bereich Korrektorat oder Lektorat, Illustration oder wenn es um die Hilfestellung beim Veröffentlichen oder im Marketing geht. Wir freuen uns, heute eine dieser Expertinnen als Interviewgast zu präsentieren: Maria Al-Mana. Die „Texthandwerkerin“ kann auf jahrelange Erfahrung in PR und als Redakteurin für Print und online zurückgreifen. Als Autorencoach, Lektorin und Ghostwriterin legt sie ihren Fokus auf  Bücher und Online-Redaktion.

Ich habe schon viele Listen zum Pro und Contra Self-Publishing versus „klassischer Verlag“ geschrieben, am Ende gewinnt immer das Self-Publishing. Das ist ein Prozess, den zur Zeit nicht wenige Autor/innen durchleben, manchmal mit großem Erstaunen: Self-Publishing ist eben KEIN Trostpflaster – ganz im Gegenteil!

 

Erfahren Sie im Interview alles über:

  • Maria Al-Manas Hilfeleistungen für Ihr Buch
  • Alles über Al-Manas Autorencoaching
  • Wie Sie mit der Texthandwerkerin Kontakt aufnehmen
  • Die Bedeutung von Self-Publishing
  • Die Vorgaben für Ihr Buch bei Abgabe an die Expertin
  • Guerilla-Marketing
  • Tipps für Ihre Buchveröffentlichung

Das Interview

Von der Redakteurin zur Full-Service-Dienstleisterin für Autoren

Wer es einmal gewagt hat, will die Freiheit des Self-Publishing oft nicht mehr missen.

tredition: Liebe Frau Al-Mana, Sie nennen sich Texthandwerkerin. Erzählen Sie uns etwas zu sich, wie kam es zu diesem schönen Titel?

Homepage Maria Al-Mana

Bild: Auf Ihrer Homepage bietet Maria Al-Mana Autorenleistungen von Coaching über Lektorat bis zum Marketing an.

Maria Al-Mana: Das ist letzten Endes der Umwälzung unserer Arbeitswelt zu verdanken: Wo immer mehr Menschen sich als Lektor/innen selbstständig machen, es in „klassischen Verlagen“ immer weniger feste Stellen gibt, in (journalistischen) Redaktionen Algorithmen das Texten von Meldungen übernehmen können und gute Buch-PR ein immer breiteres Wissens-Spektrum braucht, da musste für mich eine kreative Lösung her. Ich denke, was in dieser Umbruchszeit als Selbstständige noch richtig gut funktioniert, sind höchst individuelle Lösungen und Dienstleistungen – das liegt mir ohnehin sehr. Und so war es eine Sache der Eigen-PR, mich „Texthandwerkerin“ zu nennen – für mich beinhaltet dieses Kunstwort Dienstleistung und Individualität. Aber es ist auch ein Akt effizienter Kommunikation, denn so erspare ich Interessierten die immens lange Antwort auf die Frage, was ich denn beruflich mache … Ja: Ich bin Autorencoach, Lektorin, Ghostwriterin, Texterin, biete individuelles Buchmarketing und Schreibberatung sowie die Begleitung bei allen Schritten des Selfpublishing an. Das mag ich aber nicht immer alles aufzählen. „Texthandwerkerin“ verkürzt die Sache – und macht hoffentlich auch ein bisschen neugierig …

Soll ich eher eine ‚Aufsichtsperson‘ sein, die zum Beispiel auf die Einhaltung – auch zeitlicher – Vorgaben achtet, oder betrachten wir das Buchprojekt als ein ‚organisches Ganzes‘, das erst mal wachsen muss?

tredition: Wo liegt Ihr Schwerpunkt, was ist bei der Zusammenarbeit mit Autoren am meisten gefordert?

Maria Al-Mana: Am wichtigsten ist wohl der Beratungsprozess, für den ich mir immer sehr viel Zeit nehme. Da spüre ich oft schon die leise Verzweiflung angehender Autorinnen und Autoren: „Hilfe! Woran kann ich mich orientieren, wer begleitet mich durch diesen Dschungel?“ Denn so toll es ist, dass wir von Ton über Bild und Schrift virtuell und auf E-Book-Readern, im gedruckten Buch und in den sich immer weiter verzweigenden, „klassischen Buchgenres“ eine sich ständig potenzierende Zahl an Möglichkeiten haben, um präsent zu sein, zu publizieren und uns zu positionieren, so sehr verwirrt das auch viele Menschen, die „einfach nur schreiben“ und veröffentlichen wollen. Das verstehe ich gut – geht es mir trotz aller Fachkompetenz doch manchmal selbst so … Darum ist meine „natürliche Zielgruppe“ größtenteils der Mensch, der zum ersten Mal publizieren will – und oft auch nicht mehr ganz jung ist. Hier sind meine Empathie, Weitsicht, Geduld und Kreativität gefragt – von alledem habe ich ziemlich viel. Aber es gab auch mal einen beruflichen Masterplan, den ich mir selbst verordnet hatte: Ich will alles lernen, was man wissen muss, um ein Buch von A bis Z selbst machen zu können. Hab ich geschafft. Und darum ist meine größte Stärke wohl die Begleitung von Prozessen: Konzeption, Schreibprozess, Veröffentlichung – und als „Blaupause“ dahinter am besten von Anfang an das Marketing schon mitgedacht. Nicht zu vergessen der individuelle Schreibprozess: Was macht das Schreiben eigentlich mit mir? Und wie „guckt“ mich der Text an, wenn er dann endlich fertig geschrieben ist? Hier beginnt das, was ich gern das „erweiterte Lektorat“ nenne. Und das bildet zusammen mit Beratung und Coaching meine Schwerpunkte.

tredition: Sie bieten Autoren ein individuelles Autorencoaching? Was beinhaltet dieses Coaching?

Maria Al-Mana: Die Antwort steckt hier schon in der Frage: Es ist so individuell wie die Fragen und Probleme der Menschen, die sich an mich wenden. Vielleicht genügt es an dieser Stelle, wenn ich sage, dass ich allein für das Schreiben meiner Angebote im Schnitt zwei Stunden brauche … Und keines gleicht dem anderen. Trotzdem gibt es immer eine Gemeinsamkeit: Es geht darum, den schreibenden Menschen, seine „Stimme“ und das Buch, das er schreiben will – und manchmal auch schon ansatzweise geschrieben hat – in Einklang zu bringen. Das ist immer mein Ziel: „Schreibe so, dass du dich jederzeit auf eine große Bühne stellen und aus deinem Buch vorlesen könntest, ohne dass du ein Gefühl der Fremdheit dir und deinem Buch gegenüber empfindest.“ Lampenfieber und Co. natürlich mal außen vorgelassen …

Meine größte Stärke ist die Begleitung von Prozessen: Konzeption, Schreibprozess, Veröffentlichung – und als „Blaupause“ dahinter am besten von Anfang an das Marketing schon mitgedacht.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie Ihre Dienste in Anspruch nehmen wollen?

Maria Almana

Bild: Maria Al-Mana berät zunehmend Self-Publishing-Autoren.

Maria Al-Mana: Kommt darauf an, was sie planen … Der Idealfall ist, wenn jemand seine Buch-Idee zwar schon gründlich durchdacht, aber noch nicht umgesetzt oder allenfalls ein paar erste „Bausteine“ geschrieben hat. Dann können wir gemeinsam überlegen: „Was für ein Schreibtyp sind Sie eigentlich? Wie wollen wir vorgehen? Welche Haltung haben Sie Ihrem Thema/Buch gegenüber? Wie können wir das auf die Struktur des Buches übertragen? Wollen Sie, dass ich jedes Kapitel lese, sobald es geschrieben ist – oder lieber warten, bis Sie mit der „ersten Runde“ durch sind? Soll ich eher eine „Aufsichtsperson“sein, die zum Beispiel auf die Einhaltung – auch zeitlicher – Vorgaben achtet, oder betrachten wir das Buchprojekt als ein „organisches Ganzes“, das erst mal wachsen muss?“ Solche Fragen stellen sich natürlich auch, wenn der Text schon in einer ersten Fassung mehr oder weniger fertig ist. Doch dann geht es meistens darum, zu kürzen, zu überarbeiten, neu zu schreiben. Das kann schmerzhaft sein. Darum ist mir so viel daran gelegen, Autor/innen auch durch Coaching begleiten zu können. Da würden wir dann beispielsweise den Fokus auf das „wohin?“ und „warum?“ legen – denn mit einem guten, klaren Ziel ist auch das Überarbeiten erfahrungsgemäß nicht mehr ganz so schmerzhaft. Also auch hier: Alles ist extrem individuell!

tredition: Sie beraten sowohl Verlagsautoren als auch Self-Publisher, was sind die markantesten Unterschiede?

Maria Al-Mana: Um ehrlich zu sein: Bislang sind noch alle, die sich vorgenommen hatten, als Verlagsautor/in unterzukommen, am Ende doch Self-Publisher geworden. Und ich glaube, da sind sie bei mir dann auch gut aufgehoben. Denn ich komme zwar (unter anderem) auch aus der „klassischen Verlagswelt“, liebe sie und ihre Produkte, bin außerdem eine treue Seele. Aber so sehr ich mich auch bemühe … Ich habe schon viele Listen zum Pro und Contra Self-Publishing versus „klassischer Verlag“ geschrieben, am Ende gewinnt immer das Self-Publishing. Das ist ein Prozess, den zur Zeit nicht wenige Autor/innen durchleben, manchmal mit großem Erstaunen: Self-Publishing ist eben KEIN Trostpflaster – ganz im Gegenteil! Wer es einmal gewagt hat, will die Freiheit des Self-Publishing oft nicht mehr missen. Auch wenn diese Freiheit natürlich ihren Preis hat. Wenn Sie so wollen, liegt wohl genau hier der markanteste Unterschied: Die „richtig große Freiheit“ muss man sich erst mal selber zutrauen. Unter dem Dach eines großen Verlagsnamens ist es einfach kuscheliger … Auch da kann übrigens mein Autorencoaching ansetzen: Self-Publisher brauchen schlicht ein gutes Selbstbewusstsein – da kann Coaching eine große Hilfe sein.

tredition: In welcher Form können Autoren Ihnen ihr Manuskript zur Verfügung stellen und was müssen sie dabei beachten?

Maria Al-Mana: Danke für diese Frage! Es ist scheinbar so einfach – und für viele Autor/innen doch ganz schwierig: Bitte IMMER komplett unformatiert! Ich verstehe ja, dass alle Autor/innen sich wünschen, dass ihr Buch „hübsch“ aussieht. Aber das kommt immer, immer erst ganz zum Schluss! Selbst Zeilennummern oder eine bestimmte Schriftart brauche ich nicht – und ganz sicher keine von Hand gesetzten Trennungen mitten im Wort. Also am besten und einfachsten: ein word-, OpenOffice- oder *.rtf-Dokument. Überschriften sollten irgendwie erkennbar sein, das ist dann aber auch schon alles.

Ansonsten gibt es keine Vorgaben: Schubladen-Chaos-Teilchen, fertig Formuliertes, Halbfertiges, ganz egal. Nur: Handschriften entziffern kann und mag ich wirklich nicht!

Es ist ein bisschen so wie mit Champagner: Immer wieder rütteln, schütteln, gegen das Licht halten, gründlich betrachten und Bodensätze lösen … das alles tut dem Produkt gut.

tredition: Wie nehmen Sie Autoren die Sorge, dass ihr Text durch eine „externe“ Bearbeitung verfremdet werden könnte?

Maria Almana

Bild: Bei Maria Al-Mana müssen Sie als AutorIn keine Angst haben, dass Ihre Texte am Ende verfremdet sind.

Maria Al-Mana: Auch für diese Frage bin ich sehr dankbar … Und antworte jetzt mal ganz unverblümt: So eine Sorge wäre in meinem Fall absolut unbegründet. Ich glaube, das beweise ich mit meiner ganzen Person. Wer sich an mich wendet, hat sich in aller Regel vorher im Netz schlau gemacht. Und da wird er oder sie sehen, dass ich den allergrößten Wert auf Vielfalt, die Entwicklung dessen, was ich „die eigene Stimme“ nenne und ein netzwerkendes Nebeneinander von Menschen lege, die sich etwas zu erzählen haben – und das funktioniert umso besser, je selbstbestimmter und selbstbewusster sie nebeneinander stehen können. Ich kann jede Art von Gleichmacherei nur schwer ertragen und eines meiner Ziele ist immer die größtmögliche Unabhängigkeit (was übrigens einer der Gründe war, warum ich mir tredition als Kooperationspartner ausgesucht habe …). Wenn es nicht so pathetisch klänge, würde ich jetzt sogar sagen: Respekt bedeutet mir sehr viel. Und dazu gehört in meinem beruflichen Alltag absolut, dass ich jeden Menschen in seiner Haltung, mit seiner Stimme ohne Wenn und Aber respektiere. Natürlich immer nur, wenn es nicht meinen eigenen Werten zuwiderläuft. Sollte das der Fall sein, kann und werde ich Interessenten als Kunden schlicht nicht annehmen.
Ich kenne und liebe außerdem so viele Beispiele literarischen Eigensinns, sprachliche Experimente, die zum Teil schon wieder lang vergessen sind, dass ich mich nie sklavisch an Sprachvorschriften halten muss, weil „man“ das eben so macht – und genau da würde meiner Ansicht nach die „Verfremdung“ eines Textes beginnen. Wenn ein Text in sich Sinn macht, einen schlüssigen Buchinhalt ergibt, für den sich ein paar Menschen interessieren könnten – dann ist meiner Ansicht sehr vieles machbar. Darum finde ich Sprache ja so unglaublich toll: weil sie uns immer alle Möglichkeiten offenlässt. Und ich bin sehr dafür, diese Möglichkeiten auch zu nutzen.

tredition: Kann sich ein Autor eigentlich auch mit einer bloßen Themenidee und lediglich Textbausteinen an Sie wenden?

Maria Al-Mana: O ja, unbedingt – siehe oben, Stichwort: „Idealfall“

tredition: Wie lange dauert es im Schnitt, bis ein Auftrag für einen Autoren abgeschlossen ist?

Maria Al-Mana: Es dauert so lang, wie es dauert … Das kann auch schon mal ein gutes Jahr werden. Da gebe ich allenfalls dann Grenzen vor, wenn ich selbst aus Zeitnot nicht mehr ein noch aus weiß, dann muss ich sagen: „Geht grad gar nicht!“ Da hat mich der Autor/die Autorin leider schlicht zum falschen Zeitpunkt kontaktiert … Das sage ich dann aber auch gleich zu Beginn unseres Gesprächs. Schwierig finde ich, von Anfang an starre Zeitvorgaben zu machen … Denn ich bin ein großer Fan davon, einem Buch immer auch die Zeit zum jeweils nötigen „Reifungsprozess“ zu geben – davon können am Ende nur alle Beteiligten profitieren, nicht zuletzt das Buch selbst. DASS wir uns diese Zeit nehmen können, ist ja einer der großen Pluspunkte von Self-Publishing. Und keine Sorge: Abgerechnet wird immer nur die Zeit, die ICH investiere. Damit die Kosten nicht explodieren, versuche ich in aller Regel, die Schreibenden so oft wie möglich an ihren Schreibtisch zu lotsen – gern mit sehr konkreten „Hausaufgaben“.

Es ist ein bisschen so wie mit Champagner: Immer wieder rütteln, schütteln, gegen das Licht halten, gründlich betrachten und Bodensätze lösen … das alles tut dem Produkt gut.

Klar: Irgendwann kommt der Punkt, an dem das Projekt auch mal abgeschlossen werden muss – dann auch gern mit klaren Zeitvorgaben.

tredition: Sie beraten Autoren auch im Bereich PR und Marketing? Wenn ein Autor also noch Nachhilfe in Sachen Verkäufen braucht, kann er sich bei Ihnen melden?

Maria Al-Mana

Bild: Maria Al-Mana ist es am Liebsten, wenn der Kontakt zum Autor oder zur Autorin so früh wie möglich ansetzt.

Maria Al-Mana: Ja. Und auch da ist es mir am liebsten, wenn der Kontakt so früh wie möglich beginnt. Denn manche Marketingmaßnahme kann und sollte schon während des Schreibens „implementiert“ werden. Für ganz klassische Werbestrategien bin ich eher nicht zuständig – da gibt es Agenturen, die können das besser. Auch hier wieder gilt: Ich fühle mich da zuständig, wo es individuell wird … also eher Guerillamarketing als große Sales-Kampagne. Was natürlich immer geht, ist das Texten und Überarbeiten schriftlicher Werbematerialien. Allerdings könnten auch da manche Kolleginnen und Kollegen preiswerter und eher geeignet sein … Ich bin immer dort am stärksten, wo ich größere Prozesse des Buchkonzipierens, -schreibens, -überarbeitens, -machens und -verkaufens begleiten darf. Dazu kann das Buch aber auch bereits publiziert sein – und wir überlegen, wie wir nachträglich PR-Anlässe und/oder Social-Media-Begleitung schaffen können … Auch hier am liebsten immer ein bisschen abseits der breiten Pfade des „Mainstream“.

tredition: Welche Tipps würden Sie Autoren für die Buchveröffentlichung an die Hand geben?

Maria Al-Mana: Meine allererste Frage ist ja immer: „Erwarten Sie, eines Tages vom Bücherschreiben leben zu können?“ Ist die Antwort „nein“, können wir weiterreden. Denn dann kommt das, was für mich das Spannendste am Bücherschreiben überhaupt ist: Welchen Wert – außer Geld – kann ein Buch haben? Da gibt es so ungeheuer viele Aspekte … Und sie alle tragen dazu bei, die Motivation zu stärken, ein Buch überhaupt veröffentlichen zu wollen. Sie können auch mal Durst- und Ärgerstrecken überwinden helfen, geben Autorinnen und Autoren das nötige Selbstbewusstsein, helfen beim „Durchhalten“ und beflügeln im besten Fall so stark, dass sie bis in alle Stationen der Öffentlichkeitsarbeit hineinreichen. Genau da wirkt dann auch die vielbeschworene „Authentizität“ – die ja niemals geplant werden kann noch im luftleeren Raum entsteht. Das wäre also mein allerwichtigster Tipp: Sich sehr gründlich zu fragen: Warum will ich ein Buch veröffentlichen? Warum genau dieses? Und was will ich damit erreichen? Dabei bitte nie vergessen, dieses „ich“ gründlich unter die Lupe zu nehmen. Denn das Bücherschreiben macht ja auch was mit uns. Immer. Und am Ende all der Arbeit wollen wir mit dem Geschriebenen auch noch ÖFFENTLICH werden – da darf ich ruhig im Vorfeld schon mal den ein oder anderen Gedanken investieren.

Und sollte die Antwort doch lauten: „Ich will mit der Buchveröffentlichung so viel Geld verdienen, dass ich jede andere Arbeit an den Nagel hängen kann“, dann befinden wir uns im Modus des Wünschens und Träumens … Und auch daraus lassen sich ja bekanntermaßen hervorragende Geschichten und Bücher machen …

tredition: Liebe Frau Al-Mana, wir danken für das spannende Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg in der Zusammenarbeit mit unseren AutorInnen. 

Amazon alles, was ich als Autor wissen muss

Der große Amazon Autorenratgeber – 10 Tipps für Autoren rund um Amazon

Amazon Autorenratgeber

Bild: Autoren stehen, wenn es um Amazon geht, vor vielen Fragen. In unserem großen Amazon Autorenratgeber geben wir Autoren 10 Tipps rund um Amazon.

Jüngst ging ein Raunen durch die Verlagswelt. Amazon-Chef Jeff Bezos hat laut „Forbes“ nicht nur erstmals Microsoft-Chef Bill Gates als reichsten Menschen der Welt abgelöst. Sein Unternehmen Amazon hat dazu noch Google-Giganten Alphabet beim Börsenwert überholt. Der Online-Versandhändler Amazon ist schon länger in aller Munde – von Buchhändlern gefürchtet, bei Kunden für sein breites Angebot beliebt. Autoren stehen, wenn es um Amazon geht, vor vielen Fragen. Ist Amazon wichtiger als der restliche Buchhandel? Reicht eine E-Book-Veröffentlichung bei Amazon, um im Buchhandel Erfolg zu haben? Wie funktioniert die Amazon Rangliste? Und wie platziere ich mein Buch idealerweise bei Amazon? „E-Book, E-Book, E-Book“, ließe sich als gedankliche Spitzmarke über zahlreiche Presseartikel setzen, die zum Thema Self-Publishing erscheinen. Schnell erwächst daraus ein falscher Eindruck des Gesamtmarktes. Bis dato hat Amazon im deutschen Buchmarkt einen Marktanteil von etwa 15 Prozent. Die übrigen 85 Prozent des Umsatzes werden also über andere buchhändlerische Vertriebswege erwirtschaftet. Gerade unbekannte Autoren sollten nicht auf die Chance verzichten, sämtliche im Buchmarkt verfügbaren Verkaufskanäle auszuschöpfen. Was zudem nicht jeder weiß: Das Buchangebot von Amazon, ebenso wie das anderer Onlineshops, basiert auf den Großhandelskatalogen. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist es unabdingbar für Self-Publisher, die eigenen Titel über den Buchgroßhandel verfügbar zu machen. Gleichzeitig ist es wichtig, bei Themen wie Rangliste oder Metadaten informiert zu sein, um eine optimale Sichtbarkeit für das eigene Buch zu generieren. Denn Sichtbarkeit (Visibility) und Auffindbarkeit (Discoverability) garantieren Ihren Bucherfolg!

Gern stellen wir Ihnen in unserem Amazon Autorenratgeber die wichtigsten Fakten, aber auch die Mythen zum Onlinegiganten Amazon vor und zeigen Ihnen auf, was Sie in Punkto Amazon für Ihre eigene Buchveröffentlichung bedenken müssen.

 

Der große Amazon Autorenratgeber: Alle Fakten zum Thema Amazon auf einen Blick:

  1. Kurzüberblick Amazon
  2. Amazon = Buchhandel?
  3. Amazons Eintritt in den stationären Buchhandel – Fluch oder Bedrohung?
  4. Wie kommt ihr Buch zu Amazon?
  5. Besonderheiten in der Zusammenarbeit zwischen einem Self-Publishing-Anbieter und Amazon
  6. Amazon Marketplace
  7. Die Amazon-Rangliste
  8. Worauf es bei der Platzierung auf Amazon ankommt Metadaten! So beeinflussen Sie Ihre Platzierung bei Amazon 
  9. Author Central – Ihre Autorenseite auf Amazon
  10. Ausblick

 

1. Kurzüberblick Amazon

Amazon Ratgeber

Bild: Mittlerweile kennt jeder den Schriftzug des bekannten Onlinehändlers Amazon, der 1994 von Jeff Bezos gegründet wurde.

Amazon ist der bis dato wichtigste Online-Versandhändler. Dieser verfügt über ein breit aufgestelltes Warenangebot, von Kleidung über Haushaltsgeräte bis zu Büchern. Gegründet wurde das börsennotierte Unternehmen von Jeff Bezos 1994 in einer Garage in Seattle als kleiner Online-Versandhandel für Bücher. Über 20 Jahre später hat das Unternehmen rund 25 Millionen Kunden in 160 Ländern der Erde. Der Gründer, Jeff Bezos, wurde im Jahr 1999 vom Nachrichtenmagazin „Time“ zum „Mann des Jahres“ gewählt und hat laut Forbes im März 2018 den reichsten Mann der Welt, den Microsoft-Gründer Bill Gates überflügelt. 1997 folgte der Gang an die Börse. In das deutsche Geschäft stieg Amazon 1998 mit der Übernahme der ABC-Bücherdienst GmbH ein, damals tätig als führender Online-Buchhändler in Deutschland. Um die Jahrtausendewende sorgte das Platzen der Dotcom-Blase auch bei Amazon für Unruhe. Der heutige Marktgigant stand kurz vor der Pleite. Durch diese Situation gerieten neue Felder in den Blickwinkel und die Entscheidung fiel, Amazon von einer reinen Verkaufsplattform für Bücher auch für andere Online-Händler und Produkte zu öffnen.

So entwickelte sich Amazon im Lauf der Jahre durch die Zunahme zahlreicher weiterer Sparten zum vielseitigen Onlinehändler für diverse Produktbereiche. Gewinnbringend waren vor allem auch Services abseits der Produktpalette eines Onlinehändlers, die Amazons Erfolg vorantrieben: Online-Filmleihe, Amazon Music und Amazon Prime. 2007 wurde in den USA der erste E-Book-Reader, der sogenannte Kindle-Reader, verkauft – 2009 dann auch in Deutschland. Der Amazon-eigene Verlag Amazon Publishing wurde im selben Jahr in Seattle gegründet. Die Self-Publishing-Dienste Amazon KDP und CreateSpace und weitere Dienste wie der Amazon App Store und Amazon Prime Instant Video folgen. Neben den zahlreichen Erfolgsgeschichten mehren sich auch vermehrt Negativ-Schlagzeilen, die Themen wie Leiharbeit, schlechte Bezahlung und Arbeitszeiten auf die Agenda von Jeff Bezos rücken. 2013 kommt es auch in Deutschland nach einer Streikwelle in den USA zum ersten Streik. Ständiges Thema, wenn es um Amazon geht, sind sicherlich auch die (steuerlichen) Wettbewerbsvorteile gegenüber kleinen Buchhandlungen, die vom Buchhandel regelmäßig angeprangert werden. Jüngste Nachricht 2018 zu Amazon war der Donnerschlag an der Börse. Amazon ist an Google-Mutter Alphabet vorbeigezogen und hat sich hinter Apple als zweitwichtigstes Unternehmen an der Börse platziert.

 

2. Amazon = Buchhandel?

Amazon Lieferung

Bild: Der Online-Buchhandel stellt bis dato einen Anteil von 18,2 Prozent am Buchhandel mit Amazon. Der restliche Buchhandel macht weiterhin den Löwenanteil aus.

Die Süddeutsche Zeitungtagesschau.de, das Handelsblatt, selbst ein flüchtiger Streifzug durch die Tagespresse der vergangenen Wochen zeigt: der Onlinehändler Amazon ist das zentrale Gesprächsthema der nationalen und internationalen Medien. Self-Publishing-Autoren indes wissen sehr wohl die Chance zu schätzen, ihre Werke über Amazon einer breiten Leserschaft zugänglich machen zu können. Amazon ist unverzichtbar, reicht aber für eine flächendeckende Verfügbarkeit im Buchmarkt nicht aus. Wer hier veröffentlicht, ist mit seinem Buch exklusiv an Amazon gebunden. Je breiter die Verfügbarkeit eines Buches im Markt, desto größer die Verkaufschancen. Und damit verbunden: Je höher die Anzahl der verfügbaren Ausgabeformate eines Buches (Paperback, Hardcover, E-Book in allen Formaten für die gängigen Lesegeräte), desto größer die Chance, dass Leser auf ein Buch aufmerksam werden. Dabei sehen die Fakten wie folgt aus: Der Online-Buchhandel stellt bis dato einen Anteil von 18,2 Prozent am Buchhandel, das ist nicht allein Amazon, auch wenn dieser den größten Anteil ausmacht. Der stationäre Buchhandel bleibt weiterhin wichtigstes Segment im Buchmarkt und beziffert den restlichen Löwenanteil.  Trotz aller Unkenrufe und Shopschließungen ändert sich daran vorerst nichts.

Ganz unabhängig von den gegenwärtigen Debatten rund um Amazon gilt: Autoren, die ihr Werk ausschließlich bei Amazon publizieren – und dies womöglich auch nur im elektronischen Format – verzichten auf die Möglichkeit, Käufer in der Buchhandlung und bei anderen Onlineshops zu erreichen. Ohne Frage ist es für Indie-und Self-Publishing-Autoren weiterhin schwer, einen Platz in den Regalen der Buchhandlungen zu ergattern. Dennoch zeigen viele Erfolgsbeispiele, wie eine solche Präsenz auch für unbekannte Autoren klappen kann. Wohl kaum ein Self-Publisher würde freiwillig auf den Vertriebskanal stationärer Buchhandel verzichten wollen, wenn sein Werk dort nachgefragt wird. Zudem wird die Umsatzbedeutung von E-Books weiterhin überschätzt. Im Jahr 2017 gab es laut dem GfK Consumer Panel Media*Scope Buch rund 3,5 Millionen E-Book-Käufer in Deutschland, die im gleichen Zeitraum durchschnittlich 8,3 elektronische Ausgaben erwarben. Der Umsatzanteil von E-Books im Publikumsmarkt stagniert weiter bei 4.6 Prozent (Quelle Statista). Die Leser bevorzugen weiterhin das Printbuch als Objekt auch zum Anfassen. Für unsere Autoren empfehlen wir daher weiterhin: Der Leser soll sich aussuchen, wo er sein Buch bestellen möchte und in welchem Format er es haben will – wir sorgen dafür, dass es in diesen Vertriebskanälen auch verfügbar ist.

3. Amazons Eintritt in den stationären Buchhandel – Fluch oder Bedrohung?

Amazon vs. stationärer Buchhandel - Amazon Ratgeber

Bild: Welche Strategie plant Amazon mit der Eröffnung von Buchhandelsketten und birgt dies eine Gefahr für den deutschen Buchhandel?

Für viele war es 2015 eine Überraschung: Der weltgrößte Online-Händler eröffnet seinen ersten Buchladen, „Amazon Books“, in Seattle, der Stadt also, in der das Unternehmen 1994 gegründet wurde. Bis zum Jahresende hat Amazon weitere Buchläden in den USA eröffnet. Wie aber ist dieser Schritt in den stationären Buchhandel zu werten? Sieben Tage die Woche können die Kunden dort nun nicht nur Bücher online bestellen, sondern auch vor Ort kaufen. Amazon selbst bezeichnet den Shop als „Buchladen ohne Wände“, tausende von Büchern werden vor Ort präsentiert, weitere Millionen Titel sind online verfügbar. Zu jedem Buchtitel, der in der Buchhandlung präsentiert wird, gibt es eine Rezension, die online zu dem Buch verfasst wurde. Die ausgestellten Bücher sind entweder besonders gut bewertet oder werden aufgrund der hohen Beliebtheit, bspw. berechnet nach der Anzahl an Wunschlisten auf denen ein Buch steht, herausgefiltert. Laut der Seattle Times, die im Interview mit Jennifer Cast, der stellv. Präsidentin von Amazon Books, sprach, sind die Beweggründe vor allem darin zu sehen, dass Amazon durch seinen Zugriff auf Millionen von Verkaufsdaten davon ausgeht, keine Ladenhüter im Shop stehen zu haben, sondern aufgrund der positiven Bewertungen oder der Beliebtheit eines Artikels nur gut verkäufliche Bücher für den Offline-Verkauf ausgewählt werden. Computerbild nannte zudem den Punkt, dass vor allem die Kombination aus Online- und Offline-Handel als vielversprechend erscheint und demnach der Shop diesem Aspekt Rechnung trägt. Die Erkenntnisse basieren auf der Marktforschung, die Amazon umfassend betrieben hat.

Ironischerweise mussten dank Amazon bereits viele kleine Buchhandlungen schließen und selbst eine Branchen-Größe im amerikanischen Buchmarkt wie Barnes & Noble musste in Seattle 2011 die Filiale im University Village aufgeben – genau dort, wo Amazon Books die Türen geöffnet hat. 2017 eröffnet in New York ein weiterer Buchladen, den die FAZ als „langweiligste Buchhandlung New Yorks“ bezeichnet. Denn schwarze Sperrholzregale, neongrelles Licht, Schilder mit den Aufschriften „Bücher mit mehr als 10.000 Kritiken auf Amazon.com“ , das Sortiment basierend auf tausenden von Datensätzen aus dem Amazondatenpool regt Besucher laut Redakteur Lars Jensen wenig zum Stöbern und Lesen an. Viele weitere Buchläden folgten. Was sagen die deutschen Medien bzw. der deutschen Buchhandel zu dieser Entwicklung? Das Handelsblatt sieht in der Öffnung des Amazon-Shops eine weitere Bedrohung für den Buchhandel – doch was impliziert dieses Vorgehen von Amazon darüber hinaus noch? Man kann wohl zunächst von einem Experiment ausgehen, mit dem Amazon weitere Daten und Informationen über das Kaufverhalten der Kunden gewinnen kann.  Zum anderen ist Amazon durch einen stationären Shop und eine umfassende Auswertung des Kundenverhaltens imstande, das Angebot exakt auf die Nachfrage auszurichten, die vorab ermittelt wurde. Ob der Schritt in den stationären Buchhandel ein dauerhaftes Projekt für Amazon ist, bleibt abzuwarten.  Mit weiteren Buchläden in deutschen Städten wird Amazon sich laut Einschätzung des Handelsblatt zurückhalten, da die Buchpreisbindung Amazon hier einen Strich durch die Rechnung macht. Eine weitere aktuelle Entwicklung war die Nachricht, dass Amazon mit Koch, Neff & Volckmar GmbH zusammenarbeitet und für die Titel seines Verlages Amazon Publishing die Listung im stationären Buchhandel anstrebt. Von Seiten der großen deutschen Buchhandelsketten Thalia, Osiander, Mayersche wurde dieser Schritt des Buchgroßhändlers KNV stark kritisiert.

 

4. Wie kommt ihr Buch zu Amazon?

Amazon Ratgeber

Bild: Unser tredition Amazon Ratgeber zeigt (Self-Publishing)-Autoren, wie sie mit dem eigenen Buch zu Amazon kommen.

Amazon ist Onlinehändler und zugleich Self-Publishing-Anbieter: Welche Dienstleistungen bietet Amazon (Self-Publishing)-Autoren, beziehungsweise wie kommen Sie mit Ihrem Buch zu Amazon? 2009 hat Amazon den eigenen Verlag Amazon Publishing in Seattle gegründet. Neben dem hauseigenen Verlag bietet Amazon Selbstverlegern die Möglichkeit über die eigenen Self-Publishing-Dienste Amazon CreateSpace und KindleDirect Publishing, eigene Bücher zu veröffentlichen. Bei CreateSpace handelt es sich um einen klassischen Print-on-Demand-Service. Demgegenüber ist Kindle Direct Publishing (KDP) von Amazon zunächst als Self-Publishing-Plattform für E-Books installliert worden, seit Kurzem ist über KPD aber auch die Veröffentlichung von Taschenbüchern möglich. Als AutorIn sollte man hier beachten, dass diese mit ihrem Buch exklusiv an Amazon gebunden sind. Eine reine Buchveröffentlichung bei Amazon bedeutet, dass der Autor auf maximale Verkaufschancen verzichtet und dass keine Hardcover-Veröffentlichung möglich ist.

Im gesamten Buchhandel verfügbar wird ein Buch hingegen dann, wenn ein Autor sein Buch bei einem entsprechenden Self-Publishing-Dienstleister herausgibt – so bietet etwa tredition eine flächendeckende Erhältlichkeit im gesamten Buchmarkt und natürlich auch bei Amazon an. Der Ablauf wäre dann wie folgt: AutorInnen veröffentlichen bei einem Self-Publishing-Dienstleister das eigene Buch, der Dienstleister übermittelt elektronisch alle Daten zu Ihrem Buch an Amazon. Innerhalb weniger Tage ist Ihr Buch auf Amazon.de sowie auf den internationalen Seiten von Amazon gelistet und bestellbar. Das eigene Buch kommt somit einfach und schnell in den nationalen und internationalen Handel. Bücher von tredition sind deshalb bei dem größten deutschen Onlinehändler Amazon sowie bei tausend weiteren Onlineshops erhältlich. Nahezu alle Titel sind bei Amazon „auf Lager“ und deshalb sofort verfügbar. Denken Sie daran, jedes Buch als PB, HC und E-Book angeboten wird. Denn der Kunde soll entscheiden, welches Format er oder sie lesen möchte. Nehmen Sie das Angebot des Dienstleisters an: tredition konvertiert Ihr Buch in die in den Shops gängigen Formate. Zudem gibt es die Möglichkeit, das eigene E-Book nur bei Amazon zu veröffentlichen und die restlichen Printformate (Hardcover und Paperback) bei einem Self-Publishing-Dienstleister ohne exklusiven Vertrieb.

 

5. Besonderheiten in der Zusammenarbeit zwischen einem Self-Publishing-Anbieter und Amazon

Amazon Zusammarbeit SP-Dienstleister

Es gibt in der Zusammenarbeit zwischen SP-Dienstleister und Amazon einiges zu bedenken.

Jedes Buch ist bei Veröffentlichung über den SP-Dienstleister tredition bei Amazon national und international verfügbar. Bei Bestellungen übernimmt Amazon Versand und Verkauf. Lieferungen erfolgen innerhalb von wenigen Tagen. Ein Verkauf Ihres Buches über Amazon wird auf Ihrem Provisionskonto bei tredition gutgeschrieben. Amazon reagiert auf Nachfragetrends: Wenn ein Buch stark nachgefragt wird, legt sich Amazon den Titel auf Lager, so dass eine schnelle Lieferung garantiert ist. Was gibt es sonst noch bei einer Veröffentlichung über einen Self-Publishing-Dienstleister in der Zusammenarbeit mit Amazon zu bedenken? Wird Ihr Buch über den tredition-Shop verkauft, ist Ihre Provision deutlich höher als bei einem Verkauf über den Buchhandel, denn ein Buchhändler (wie Amazon oder andere Shops)  behält im Schnitt 45% des Nettoladenpreises ein. Die Übermittlung von Provisionen läuft wie folgt: Die Übermittlung von Verkaufsdaten funktioniert bei gedruckten Büchern meist tagesaktuell, dauert jedoch bei E-Books oft einige Wochen, da Amazon diese den Partnern mitunter mit einer Verzögerung einspielt. Self-Publishing-Dienstleister können Autoren somit die Umsätze auch erst mit Verzögerung anzeigen und die entsprechenden Provisionen auszahlen. Sie wollen die Darstellung Ihres Buches auf Amazon ändern? Dann kontaktieren Sie am besten Amazon oder bitten Sie Ihren Verlag oder Dienstleister, dies zu tun.

6. Amazon Marketplace

Amazon Marketplace

Der Amazon Shop ist der Hauptumschlagplatz von Amazon, der Amazon Marketplace ist eine Art Second Hand Buchshop für Händler und Reseller.

Als Autor beachten sollte man, dass es auf der Seite von Amazon zwei verschiedene Angebote gibt, was den Verkauf der eigenen Titel betrifft. Amazons Hautpumschlagplatz ist der Amazon Shop. Das ist die eigentliche Anlaufstelle, wenn Kunden oder Leser Produkte suchen. tredition als Dienstleister etwa veröffentlicht direkt bei Amazon. Leser finden Ihr Buch nach Veröffentlichung innerhalb weniger Tage im Amazon Shop. Ein weiteres Angebot von Amazon neben dem regulären Handel ist der Amazon Marketplace. Das ist eine Art Second Hand-Shop für Bücher. Dort handeln vom Verlag unabhängige Händler und Reseller und verkaufen neue und gebrauchte Bücher. Dies ist unabhängig vom Verlag. Jeder Reseller kann dort erworbene Bücher wieder verkaufen. Auch Sie selber könnten als Reseller Bücher verkaufen. Das funktioniert dort wie bei einem Second-Hand-Buchhandel, genauso gut kann der Reseller dort aber auch neue Bücher, die von ihm erworben wurden, weiterverkaufen. Die Anzahl der Reseller oder Market Place-Händler variiert ständig, denn jeder kann dort Bücher verkaufen. Für Kunden sind Bestellungen über den Marketplace grundsätzlich weniger attraktiv, da dort, im Gegensatz zu Direktbestellungen über Amazon, Versandkosten in Höhe von drei Euro anfallen.

7. Die Amazon Rangliste – Wie kommt der Amazon-Verkaufsrang zustande?

Bestseller Liste Amazon

Bild: Amazon hält sich sehr bedeckt, was die Transparenz der Rangliste angeht. Dennoch gibt es viele Tricks und Hinweise, was es zu bedenken gilt, um sich gut zu platzieren.

Diese Frage sorgt bei Autoren oftmals für Verwirrung, vor allem da Amazon nicht nur eine einzige Rangliste führt. Dennoch lohnt sich zunächst ein Blick auf die allgemeine Rangliste, die sogenannte Amazon Bestsellerliste. Diese basiert auf dem Verkaufsrang eines Buches. Als Autor wundert man sich oft, warum das eigene Buch in dieser Rangliste Schwankungen ausgesetzt ist, ohne dass sich an den Verkaufszahlen merklich etwas getan hat.  Wichtig zu wissen ist: Die auf Amazon dargestellten Verkaufszahlen basieren auf Errechnungen über einen bestimmten Zeitraum. Das bedeutet, dass aktuellste Verkäufe eine höhere Priorität in der Darstellung haben als die Anzahl der Verkäufe. Das ist keine Schikane, sondern vielmehr die Voraussetzung für einen hohen Aktualitätswert der Darstellung. Angezeigt wird, was Kunden aktuell kaufen oder suchen. Hierauf sollten auch Ihre Marketingstrategien fußen. Für Autoren bedeutet das: Sie sollten den Amazon-Verkaufsrang keinesfalls als Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg eines Buches ansetzen bzw. als Spiegelbild ihrer tatsächlichen Verkäufe interpretieren. Aufgrund der vielen Millionen Bücher, die Amazon im Sortiment hat und der Unberechenbarkeit von Kaufzeitpunkten kommt es gerade bei selten verkauften Büchern zu vermeintlich willkürlichen Sprüngen im Ranking.

Auf dem Portal „surfpoeten.de“ wird sehr anschaulich und detailliert erklärt, wie diese Schwankungen zustande kommen. Das Ranking basiert generell auf Berechnungen über einen längeren Zeitraum. Wer sein Buch möglichst weit vorne platziert sehen will, bedarf vieler Verkäufer über einen möglichst langen Zeitraum. Zugleich legt Amazon viel Wert auf eine unmittelbare Relevanz von Produkten für die Kunden. Was zudem wichtig ist: Amazon hat neben der allgemeinen Top 100-Bestsellerliste auch Ranglisten in allen Buchkategorien, Bestseller-Listen für jede Unterkategorie. Zählt eine Kategorie „nur“ etwa 2.000 Titel, so ist es wesentlich einfacher, dort etwas höher platziert zu werden als in einer über 10.000 oder 20.000 Titel zählenden Kategorie. Es ist also wesentlich einfacher und effizienter, sich bei der Planung für das eigenen Buch auf eine Unterkategorie zu konzentrieren und zu platzieren. Was man bei der Veröffentlichung und der Ausrichtung der eigenen Metadaten für sein Buch bedenken sollte und wie man diese Platzierung beeinflussen kann, erfahren Sie im folgenden Punkt unseres großen Amazon Autorenratgebers.

8. So beeinflussen Sie Ihre Platzierung bei Amazon!

Platzierung Till Hood Abschlußarbeit

Bild: Amazon-Autor Till Hood hat sich mit seinem Buch „Abschlußarbeiten für Strategen“ zielgerichtet unter dem Stichwort Abschlussarbeit/Abschlussarbeiten platziert und rangiert dort als zweites Suchergebnis.

Wie kann ich meine Sichtbarkeit und mein Ranking verbessern? Als erste Regel gilt: wer oben steht, gewinnt. Das heißt, es ist ähnlich wichtig wie bei Google, auf den oberen Plätzen in der Amazon Suche aufzutauchen. Amazon möchte seinen Kunden die relevantesten Produkte anbieten, damit diese angeklickt und gekauft werden. Daher sucht Amazon unter den oberen Platzierungen die Produkte heraus, die am Besten auf die Suchbeschreibung passen. Die Anzeige dieser Produkte wird durch den Amazon-Ranking-Alghoritmus entschieden.

Wichtige Stellschrauben, um das eigene Ranking zu verbessern, sind etwa:

  • die Metadaten (Buchtitel, Kurzbeschreibung etc.) optimal aufbereiten,
  • ein professionelles Coverfoto mit prägnantem Inhalt und Titel,
  • passende Keywords definieren, die vom Kunden gesucht werden,
  • das richtige Genre/die richtige Kategorie auswählen,
  • viele positive Rezensionen.

Fragen Sie sich zunächst einmal selbst, worauf Sie bei einer Suche auf Amazon achten würden? Ja, richtig, der Titel, der Buchumschlag, die Kurzbeschreibung und Ihre Autorenbeschreibung sind das erste Aushängeschild, das Kunden sehen, wenn Sie Ihr Buch bei Amazon oder in einem anderen Shop entdecken. Sie können hier viel tun, um diese Darstellung optimal zu gestalten, so dass Ihr Buch relevant für den Kunden, und damit für Amazon wird, und im Anschluss auch gekauft wird. Ein prägnanter Titel, ein professionelles Cover, gute platzierte Stich- und Suchwörter in den Metadaten, eine aussagekräftige Kurzbeschreibung etc. tun das ihre für eine optimale Darstellung Ihres Titels. Und am Ende zählen dann letztlich die Verkaufszahlen. Wenn ein Buch sich nicht verkauft, hat es wenig Chance, auf den oberen Plätzen der Ranglisten geführt zu werden. Optimale Auffindbarkeit und Sichtbarkeit ist deswegen so zentral. Ihr Buch sollte daher auch unbedingt in der richtigen Kategorie gelistet sein. Ein Ratgeber für den Erfolg im Beruf etwa hat nichts in der Kategorie Roman zu suchen und würde dort auf wenig Kundeninteresse stoßen. Bei einer Vielzahl neuer Bücher haben oft nur die oberen Platzierungen eine Chance, von Kunden wahrgenommen zu werden. Warum also nur auf die allgemeine Bestsellerliste der Top 100 konzentrieren, bei der es einem Lottogewinn gleicht, wenn man dort gelistet wird? Schließlich gibt es es auch noch andere Möglichkeiten! Es ist nämlich wesentlich einfacher und effizienter, sich in einer Unterkategorie zu platzieren, auch weil Leser hier ganz konkret mit Suchwörtern nach konkreten Themen und Bücher suchen. Sie sollten dies bei der Planung Ihres Buchprojekts und der Veröffentlichung im Hinterkopf haben und Ihr Buch zielgerichtet in diesen Unterkategorien unterbringen und sichtbar machen.

 

9. Author Central – Ihre Autorenseite auf Amazon

Amazon Autorenseite Birte Stährmann

Bild: Die Amazon-Autorenseite von Birte Stährmann ist ein gutes Beispiel für eine gut aufgesetzte Amazon-Autorenseite.

Sie haben Ihr Buch veröffentlicht und es ist bereits überall im Handel verfügbar? Denken Sie jetzt auch an die  Überarbeitung Ihrer Autorenseite auf Amazon! Oft wird dieses zentrale „Aushängeschild“ zum Buch vernachlässigt. Wenige Sekunden können im Onlineshop dazu verleiten, auf Ihren Titel zu klicken oder den Kunden dazu zu bringen, zum nächsten Titel zu klicken. Die Aufmerksamkeitspanne der Kunden, die Ihre Seite und Ihr Autorenprofil bei Kunden auf Amazon haben, sind gering. Unterschätzen Sie daher nie die Wirkung der optimalen Präsentation dieser digitalen „Verkaufstische“! Es ist ein oft gemachter Anfängerfehler, alle Arbeit in das eigene Buch zu stecken, aber nicht auf die Außenwirkung des Buches auf den Verkaufsplattformen zu achten. So entgeht Ihnen eine gute Chance, Leser beim Stöbern von Büchern abzufangen und auf Ihre Bücher aufmerksam zu machen. Ein attraktives Autorenportrait zeigt Lesern nicht nur, wer sich hinter einem Buch versteckt, sondern lädt an dieser Stelle auch zum weiteren Schmökern in Ihren Bücher ein. Nutzen Sie daher diese Chance, denn Amazon bietet Ihnen mit Author Central die Möglichkeit, diese Onlinepräsenz von Ihnen auf Amazon optimal darzustellen.

 

10. Ausblick

Bild: Wie geht es mit Amazon und dem Buchmarkt weiter? Wir können gespannt bleiben, ob Amazon hier neue Impulse setzten kann oder das große Sterben der Buchhandelsketten weitergeht.

Die Frage, wie es mit Amazon weitergeht, ist eng verbunden mit der Frage nach der Entwicklung des Buchmarkts. Leider gibt es keine Glaskugel, mit der man in die Zukunft schauen kann, aber spannend bleibt es sicherlich. Wichtig ist, nicht nur Schwarzmalereien ein Ohr zu leihen, sondern den Buchmarkt objektiv zu betrachten. Der Onlinehandel bleibt weiter ein Schwergewicht im Markt und wird mit Sicherheit auch noch an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig wird der stationäre Buchhandel ebenfalls immer seine Berechtigung behalten. Dies gilt vor allem in Hochfrequenzlagen, nämlich dort, wo Menschen Muße und Zeit zum Lesen haben. Das umfasst etwa den Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel. Denn, wer reist, hat Zeit und Lust zu lesen und die Menschen reisen und pendeln immer mehr! Gerade deutsche Leser beziffern weiterhin den Wunsch, ein physisches Buch in die Hand zu nehmen, wenn gelesen wird, auch wenn die Anzahl der E-Book-Leser sicherlich ebenfalls noch steigen wird. Gleichzeitig stagniert der Buchhandel zurzeit schon seit einigen Jahren. Daher wird es interessant werden, ob Amazon hier neue Impulse setzten kann oder das große Sterben der Buchhandelsketten weitergeht.  Leser können von neuen Ideen und Impulsen im Buchhandel nur profitieren. Für Autoren ist es stets sinnvoll, die gesamte Bandbreite an möglichen Vertriebskanälen im Blick zu behalten und – wie oben erläutert – möglichst nicht eingleisig zu fahren. Gleichzeitig sollte die Präsenz bei Amazon von Autoren möglichst optimal vorbereitet werden. Das heißt, bereits vor Veröffentlichung sollten Sie als Autor Ihren Buchhandelsauftritt optimal vorbereiten, mit gut durchdachten Metadaten, einem professionellen Cover, den richtigen Stichworten etc.. Aber auch nach der Veröffentlichung gibt es weiterhin viel tun, mit einer gut aufgebauten und gut gefüllten Autorenseite und und und. Bleiben Sie neugierig und gestalten Sie die (Literatur)-Zukunft mit Ihrem Buch mit!

 

Ghostwriter Till Hood

Vom Ghostwriter zum Self-Publisher – tredition-Autor Till Hood im Rampenlicht

Das Schreiben einer Abschlussarbeit wird für die meisten StudentInnen zum herausfordernden Unterfangen. Graue Haare sind dabei oft vorprogrammiert. Dabei gilt es, Nachforschungen anzustellen, die eigenen Thesen so zu formulieren, dass sie verstanden werden. Hat man die Schreibarbeit einmal geschafft, muss […]

Stephanie Arndt – Vollblut-Self-Publisherin von Verlagen umworben

Bild: Stephanie Arndt und ihr Hauspferd Nasar Foto: Holde Schneider

Bild: Stephanie Arndt und ihr freches Hauspferd Nasar werden von namhaften Verlagen umworben.
Foto: Holde Schneider

Die Stürme „Christian“ und „Xaver“ haben das Leben von Stephanie Arndt aus Schleswig-Holstein und des jungen Araberpferdes Nasar schlagartig verändert. Aus Angst vor dem Orkan ließ Stephanie Arndt ihr Pferd Nasar Ende 2013  in ihr Haus. Seitdem leben beide, Stephanie Arndt, die Pippi Langstrumpf des 21. Jahrhunderts, und das Araberpferd Nasar unter einem Dach. Ihr Erstlingswerk über die Abenteuer mit „Nasar“ hat sich zum wahren Bucherfolg gemausert, der auch einige namhafte Verlage auf die Self-Publisherin Stephanie Arndt gelenkt hat – ohne Erfolg. Die Vollblut-Self-Publisherin schätzt ihre Freiheit und die Eigenbestimmung bei der Veröffentlichung ihrer tierisch unterhaltsamen Bücher. Inzwischen sind Autorin und Pferd nach Spanien umgezogen – und leben auch dort unter einem Dach.

In einem packenden Interview mit der von Verlagen umworbenen Self-Publisherin mit Herz erfahren wir, wie es ihr und Nasar nach dem umwerfenden Bucherfolg ergangen ist, was sie am Self-Publishing schätzt – und alles über den aktuellen zweiten Teil von „Nasar“.

 

„Nach der Veröffentlichung bekam ich Angebote von Verlagen! Aber ich habe keinen Mehrwert gesehen! Ich liebe meine Freiheit!“

tredition: Frau Arndt, Sie haben gerade den Folgeband von „Nasar“ vorgelegt. Wie kam es zum zweiten Teil?

Stephanie Arndt: Bei uns ereignen sich kuriose Dinge ja quasi im Sekundentakt, da war ein zweiter Teil der „Nasar-Story“ die logische Konsequenz. Die Menschen haben so viel Freude an Nasar, das war die Motivation zum zweiten Band.

 

Nasar von Dr. Stephanie Arndt

Bild: Die Neuerscheinung „Hauspferd Nasar – Glück ist selbstgebacken“ von Dr. Stephanie Arndt. Foto: Holde Schneider

tredition: Das erste Buch war bereits ein Riesenerfolg. Nasar hat schon einen richtigen Fanclub oder?

Stephanie Arndt

Bild: Stephanie Arndt und Nasar haben wegen bei ihrer wahren Erfolgsstory gut lachen. Foto: Holde Schneider

Stephanie Arndt: Ja, das stimmt. Wir bekommen viel (elektronische) Post, auch aus dem Ausland. Sehr, sehr nette Zuschriften. Ich versuche auch immer alles zu beantworten. Aber ich brauche schon in letzter Zeit immer 1-2 Stunden am Tag dazu. Weil wir Nasar’s neuen LKW eigentlich hier in Spanien gar nicht gebrauchen können, habe ich ihn zum Verkauf angeboten. Ich bekam sofort ganz viele Anfragen. Erst war ich verwundert, dass so viele Menschen den LKW kaufen wollten. Es stellte sich heraus: Es war alles Fan-Post …

 

tredition: Auf dem Coverbild kochen Sie beide zusammen, was ist das Lieblingsgericht von Nasar?

Stephanie Arndt: Backen mag Nasar sehr gerne, obwohl es ihm dort primär um das Teignaschen geht. Aber auch die Plätzchen isst er gerne. Nasar isst eigentlich alles. Die Restmülltonne hätte ich abbestellen können. Hier in Spanien hat Nasar für sich die Paella entdeckt und er trinkt gerne morgens nach dem Frühstück ein Glas frischen Aprikosensaft. Und natürlich Olivenöl. Wir haben hier unser eigenes Olivenöl, das kann man nicht vergleichen mit den Ölen aus dem Supermarkt in Deutschland. Nasar schleckert hier jeden Tag Olivenöl, manchmal mit einer Priese Meersalz. Hauspferd eben …

Wer aber auch mal gerne für sein Pferd backen möchte, für den haben Nasar und ich eine Backmischung entworfen, Näheres auch bei uns auf der Homepage.

 

tredition: Sie wurden schon von großen Verlagsnamen angeworben. Wie sind die Verlage an Sie herangetreten und was raten Sie anderen Autoren?

Nasar mit Keks

Bild: Nasar hat bei Stephanie Arndt gut lachen! Foto: Holde Schneider

Stephanie Arndt: Der Kontakt kam über so eine Art Talent-Scouts zustande. Ich wurde dann angeschrieben über Email oder direkt angerufen. Es ist sicherlich immer sinnvoll, sich die Angebote einmal vorstellen zu lassen. Wenn es dann zum Vertrag kommt, sollte man für sich prüfen und abwägen, wo die Chancen und Risiken liegen. Es hängt sicherlich auch immer davon ab, welche Ziele man hat. Einen Vertrag bei einem renommierten Verlag zu bekommen, kann schon ein Sprungbrett für einen Autor darstellen. Kann.

Bei mir ist es so, dass ich konkrete Vorstellung habe über mein Buch, z. B. auch ob Bilder erscheinen, wie viele und wo die platziert werden. Bei dem Nasarbuch gibt es natürlich auch Text, aber die Bilder bereichern das Buch eben auch. Mir war es auch wichtig, die Rechte an Nasar nicht zu verlieren. Auch die Präsentation der „Marke Nasar“ ist mir wichtig und das lasse ich mir ungern komplett aus der Hand nehmen. Auch möchte ich keine Verpflichtungen eingehen, solange Nasar dazu Lust hat, machen wir das. Wenn er keine Lust mehr hat, würde ich sofort damit aufhören. Unterstützung bei dem Lektorat hatte ich natürlich auch und war sehr zufrieden. Dafür müsste ich auch nicht bei einem großen Verlag unterschreiben, das kann man selber organisieren und bei der Gelegenheit auch gleich auswählen, mit wem man zusammenarbeiten möchte. Ideen und Inspiration finde ich bei Nasar, auch hier hilft mir ein großer Verlag nicht weiter.

 

tredition: Warum habe Sie sich für die Veröffentlichung über tredition entschieden?

Bei meinem ersten Buch hatte ich den Tipp von einer Druckerei erhalten. Ich recherchierte daraufhin im Internet und entschied mich für tredtion. An dieser Stelle muss ich betonen, dass ich gar keine Vorkenntnisse hatte, mich nicht mit anderen Autoren ausgetauscht hatte, sondern mich zu dem ersten Buch habe überreden lassen und auch vom Selfpublishing keine Ahnung hatte. Ich bin zum tredition-Verlag also mehr zufällig gekommen. Gleich nach der Veröffentlichung von dem ersten Buch bekam ich Angebote von anderen Verlagen, die mich als Autorin unter Vertrag nehmen wollten. Ich hielt das zunächst für einen Scherz. Dann begriff ich, dass das tatsächlich ernst gemeint war.

Nasar auf Freiersfüßen

Bild: Stephanie Arndt mit zwei Prachtexemplaren. Foto: Holde Schneider

Ich entschied mich für den Ullstein-Verlag und unterschrieb einen Autorenvertrag. Nachdem alles etwas „gesackt“ war, fragte ich mich nach dem Mehrwert für die Leser und auch für mich. Ich konnte ihn nicht finden. Beim trediton-Verlag fühle ich mich sehr wohl, ich kann jederzeit anrufen und finde immer ein offenes Ohr, bekomme tolle Unterstützung bei der Medienarbeit und ich kann als Autor das Buch so schreiben, wie ich das will. Volle Freiheiten und trotzdem nie allein. Das ist für mich perfekt. Mir macht es auch Spaß, alle Prozessschritte der Buchentstehung (und das sind viele!) gestalten zu können. Man lernt sehr viel und ist dann auch gesamtverantwortlich. Ich bat den Ullstein-Verlag dann um eine Vertragsauflösung und bekam darauf hin erst einmal ein neues, verbessertes Vertragsangebot. Aber ich entschied mich dagegen und veröffentliche wieder bei tredition. Ich möchte aber an dieser Stelle betonen, dass der Ullstein-Verlag ein sehr seriöser Verlag ist und absolut korrekt mir gegenüber war. Ich sah aber irgendwie nicht den Vorteil und ich liebe meine Freiheit.

tredition: In Ihrem Buch beschreiben Sie auch Nasars Suche nach einer Pferdepartnerin – eine herrlich unterhaltsame Geschichte, bei der wir Tränen gelacht haben. Sind beide noch zusammen?

Stephanie Arndt: Nein, die Flitterwochen dauerten drei Tage, dann war es aus. Nasar wollte wieder ins Haus. Es war nichts zu machen. Ich habe es mir monatelang angeschaut. Nasar interessiert sich einfach nicht ernsthaft für andere Pferde. Egal ob männlich oder weiblich. Seine Ex-Frau lebt jetzt auf einem anderen Hof mit richtigen Pferden zusammen.

 

tredition: Sie leben inzwischen beide in Spanien. Haben Sie die Entscheidung nie bereut? Geht es irgendwann zurück in die Heimat?

Nasar in Spanien

Bild: Stephanie Arndt und Nasar unter der Sonne Spaniens. Foto: Patrick Lux

Stephanie Arndt: Wir haben offiziell unseren ersten Wohnsitz noch in Deutschland. Ich bin in Deutschland u. a. auch Landwirt und habe hier in Spanien rund 50 ha Oliven, Mandeln und Wein-Produktion, die ich gerne noch ausbauen möchte. Alles voll ökologisch. Insofern bin ich eine Art EU-Landwirt, derzeit verstärkt in Spanien tätig. Sicherlich war die Spanien-Reise schon ein Schritt. Ich habe es aber nicht bereut. Man lernt so viel. Über Land, Menschen, Kultur. Natürlich auch sprachlich. Die meisten Spanier sprechen nur Spanisch und hier in Katalonien noch Katalan. Zuweilen sollte man unbedingt reisen, um den Horizont zu erweitern. Ich hinterfragen gerne, ob meine Referenzpunkte noch aktuell sind. Das halte ich für immens wichtig. Man selber verändert sich und die Welt um einen herum allemal. Atemberaubend schnell. Wie lange ich das Experiment Spanien lebe, weiß ich noch nicht, das wird die Zeit zeigen. Ob es dann zurück geht in die Heimat? Vielleicht definiere ich nach der Spanienzeit Heimat anders? Oft denke ich, dass man das nicht so streng trennen sollte. Man kann an vielen Stellen zu Hause sein. Genau so, wie man viele Berufe haben kann. Das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß. Gerade das „Grau“ macht für mich den Reiz aus. Den Tieren gefällt es in jedem Falle hier in Spanien super. Immer Sonne, keine nassen Hufe bzw. Pfoten und Freiheit pur. Keine Leine, kein Halsband bzw. Halfter und keine Einzäunung. Es wird schwer werden, für die Tiere etwas adäquates Neues zu finden.

 

tredition: Wie geht Ihr Umfeld mit Ihrem Erfolg um? Gibt es Neider?

Nasar im Haus

Bild: Nasar fühlt sich bei Stephanie Arndt zuhause pudel- oder „pferde“-wohl. Foto: Patrick Lux

Stephanie Arndt: Das ist eine interessante Frage, die habe ich mir eigentlich noch nie gestellt. Bei mir ist das Umfeld eigentlich auch geteilt, das liegt an meinen verschiedenen beruflichen Aktivitäten. In meinem beruflichen Umfeld wissen einige gar nichts von Nasar, die kennen mich nur von der beruflichen Arbeit, dort werden manchmal sämtliche private Sachen außen vor gelassen. In dem beruflichen Umfeld, wo Nasar bekannt ist, wäre es sicherlich nicht passend von Neid zu sprechen. Es ist eher eine nette Anekdote am Rand. In meinem ganz privaten Umfeld kennen natürlich alle Nasar „live und in Farbe“ wie er durch das Haus streift und habe Freude an ihm und seinen Geschichten. Hier gibt es auch keine Neider.

 

tredition: Wie gehen Sie bei Ihrem neuen Buch an das Marketing heran?

Stephanie Arndt: Ich habe beim tedition-Verlag angerufen. :-)

Einige Journalisten hatten mich im Vorfelde darauf angesprochen und gebeten, Ihnen ein Exemplar zu schicken, weil sie eine Buchvorstellung planen. In der Vergangenheit haben sich die Medienvertreter eigentlich immer bei uns gemeldet, möglicherweise ist es jetzt auch wieder so. Außerdem würde ich gerne wieder einige Lesungen machen. Auf der Lesung präsentiere ich dann auch immer private Bilder von uns und „plaudere aus dem Nähkästchen“ über Nasar. Gerne würde ich auch mal so eine richtige Tour machen, natürlich mit Nasar, um möglichst viele Menschen direkt zu erreichen.

 

tredition: Natürlich wird es hoffentlich für alle Nasar-Fans einen dritten Teil geben, oder?

Stephanie Arndt und Nasar

Bild: Unter der Sonne Spaniens lässt sich ein Drink auch zu zweit gut schmecken. Foto: Marianne Lins, Flensburg

Stephanie Arndt: Ja klar! Ich habe schon mit der Photographin gesprochen, die auch das Titelbild von Band II gemacht hat (Holde Schneider) und habe den Oktober/November als ersten Termin für Photos für Band III ins Auge gefasst.

 

tredition: Gibt es einen essentiellen Tipp, den Sie gerne zukünftigen Schriftstellern weitergeben möchten?

Stephanie Arndt: Ich denke, es ist wie in jedem Bereich im Leben: Man sollte die Sache gerne machen, dann macht man sie auch gut. Am Anfang wäre es bestimmt hilfreich, über Themen zu schreiben, zu denen man eine Beziehung hat oder schon viel erlebt hat. Beispielsweise bot es sich bei mir an, über Nasar im Haus zu schreiben, weil er dort ja seit dem Orkan jeden Tag steht und soviel Inhalt liefert, dass man wahrscheinlich auch 24 Stunden am Tag eine Kamera laufen lassen und ungeschnitten senden kann … Weiterhin vielleicht auch ratsam, erste Texte Freunden und Bekannten zu präsentieren und um ehrliches Feedback zu bitten. Auch der Schreibstil entwickelt sich mit der Zeit. Ich erinnere mich noch gut als ich bei meinem ersten Studiengang meine Promotion schrieb. Ganz stolz gab ich die ersten Seiten ab. Mein Doktorvater hat aus vier Seiten nicht mal eine Seite gemacht. Alle Füllwörter und Sätze, die Inhalt nur wiederholten, rigoros weggestrichen. Seitdem schreibe ich kurze Sätze und meide Füllwörter.

 

tredition: Liebe Frau Arndt, wir danken Ihnen herzlich für das „tierisch“ unterhaltsame Gespräch und wünschen Ihnen und Nasar weiterhin alles Gute!

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Blickwinkel Autoren

Aus dem Blickwinkel unserer Autoren – „Was schreiben und lesen Sie gerade?“

Aus dem Blickwinkel unserer Autoren - "Was schreiben und lesen Sie gerade?"

Aus dem Blickwinkel unserer Autoren – „Was schreiben und lesen Sie gerade?“

Viele erfolgreiche tredition-Autoren und Autorinnen haben unserer Redaktion bereits Rede und Antwort gestanden und mit uns über die eigene Buchveröffentlichung, über Self-Publishing oder eigene Marketingaktionen gesprochen. Meist stellen wir dabei die Fragen. Gern möchten wir den Spieß jetzt einmal herumdrehen und die Autoren aus der eigenen Perspektive berichten lassen.

Dazu haben wir einige unserer Autoren/innen gebeten, über sich, die eigenen Bücher und die aktuelle Lieblingslektüre zu sprechen, frei nach dem Motto: „Was schreiben und lesen Sie gerade?“ Denn das, was wir lesen, bestimmt auch unser Denken und Schreiben …

Wir hoffen, dass diese unterhaltsamen (Selbst-)Portraits Sie dazu anregen, den einen oder anderen Autoren oder ein Buch für sich zu entdecken – oder uns Ihre Lieblingslektüre mitzuteilen!

 

Die Autorin

Bild: Autorin Natalie Wintermantel

„1978 erblickte ich in einem kleinen Dorf Engels (Kasachstan) das Licht der Welt. Die Kindheit verbrachte ich in Zentralasien – im warmen Land Usbekistan. Im Alter von 13 Jahren zog ich mit meiner Familie nach Deutschland um. Heute berate ich psychologisch und coache systemisch sowohl selbständige und angestellte Berufstätige als auch Privatpersonen. Darüber hinaus schreibe ich gerne Kolumnen zu den psychologischen Alltags-Themen. Ich liebe Yoga und joggen, kochen, Musik-Konzerte und Reisen. Seit neun Jahren lebe ich glücklich in der multikulturellen Stadt Frankfurt mit meinem Mann und Kater Garfield.“

Das Buch

SCHNECKEN SIND NICHT LANGSAM,

 

„Mein Buch ‚Schnecken sind nicht langsam‘ ist ein Sachbuch für die an Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung interessierten Laien, das in den Bereich ‚Ratgeber‘ eingeordnet werden kann. Das Buch bietet Hilfestellung auf dem spannenden Weg zu sich selbst. Es ist eine Art Lebenshilfe-Ratgeber. In jeder Buchhandlung wird man eine unzählige Menge an Büchern dieser Art finden. Dennoch verspürte ich einen inneren Ruf, ein eigenes Buch zu schreiben und meine Erfahrungen und Wissen zu teilen.

Ich beschreibe darin zum einen meine persönlichen Sichtweisen auf die wichtigen Themen des Lebens, in der Hoffnung, dass sie anderen Menschen als Impulse dienen mögen, falls sie gerade auf der Suche nach „Antworten“ sind, um das eigene Leben entspannter, freudvoller und interessanter zu gestalten. Weiterhin wünsche ich mir, dass Menschen sich beim Lesen und durch das Beantworten der im Buch enthaltenen zahlreichen Fragen auf die Entdeckungsreise zu sich selbst begeben, sich dadurch eventuell selbst ein wenig näher kommen. Warum ist es so wichtig, dass wir uns selbst mit allen Stärken und Schwächen mögen und lieben lernen? Wenn Menschen sich selbst kennen und lieben, dann sind sie eher bereit, andere so wie sie sind, zu akzeptieren und dadurch tragen sie in ihrer kleinen Welt zum Frieden bei.

Mein Buch ist dabei eigenwillig dargestellt: Es beinhaltet Gedichte, Zitate, Landschafts-Tuschzeichnungen, Fragen, kleine Geschichten aus dem Coaching- und Beratungsalltag, persönliche Berichte und viele Inhalte, die zwischen den Zeilen vom Leser erspürt werden können. Ich habe versucht, die ernsten Lebensthemen in sehr einfacher und gut verständlicher Sprache zu behandeln und einige praktische Impulse an die Hand zu geben.“

Die Lieblingslektüre

„Aktuell lese ich das Buch von Eckhart TolleEine neue Erde‘ Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung. Ansonsten lese ich gerne Biografien, Bücher aus den Bereichen ‚Gesund leben und essen‘, ‚Persönlichkeitsentwicklung‘ und ‚Beziehungen‘, aber auch Reiseberichte. Auch lese ich regelmäßig aus den Zitate-Sammlungen positive Gedanken für den Tag.“

 

 

Der Autor

 

Terence Horn

Bild: Autor Terence Horn

„Ich wurde in Marktheidenfeld, Unterfranken, geboren und lebe heute mit meiner Familie in Stuttgart. Neben meinem Debütroman schreibe ich Kurzgeschichten, Zitate und Gedichte, die ihr auf meiner Homepage finden könnt. Nach der Lektüre von ‚Betty Blue‘ stand für mich fest, dass ich selbst zur Feder greife, doch es dauerte noch einige Zeit, bis Ende Dezember 2015 dann endlich der große Augenblick kam. Mein erster Roman ‚Lucia – Mein liebster Wahnsinn‘ war im Buchhandel erhältlich. Nach meiner heutigen Situation befragt: Ich mach so das Übliche: Design, Werbung, Marketing … und abends schreib ich an meinen Sachen. Mein Leben ist unorganisiert und unlogisch, aber das heißt ja nicht, dass es nicht funktioniert.“

Das Buch

Lucia - Mein liebster Wahnsinn

Bild: Cover „Lucia – Mein liebster Wahnsinn“

„Mein Debütroman handelt vom Erwachsenwerden und dem schwierigen Weg dahin. Genauer gesagt, von Jugendlichen, die Blödsinn machen, unendlich viel Blödsinn. Und natürlich auch von der Liebe zu Lucia. Dieses verrückte, unendlich gutaussehende Mädchen … Auf dem Blog zum Buch ‚Lucia – Mein liebster Wahnsinn‘ findet ihr alle News zu meinem Debüt.“

Die Lieblingslektüre

„Mit ‚Betty Blue‘ von Philippe Djian fing alles an“, erklärt Terence Horn. „Dieses Buch war endlich mal was Neues. Ein tragisch schöner Roman, den ich glaubte, der eben nicht so abgehoben daher kam und deren Sprache leicht zu verstehen war. Betty Blue ist die Geschichte eines verkappten Schriftstellers und eben dieser Betty. Ein verrücktes Mädchen, das den Ärger geradezu magisch anzieht. Traurig aber auch heiter und mit einer nervösen Spannung verbindet Philippe Djian französische Leichtigkeit mit jeder Menge Unverschämtheit.“

 

Die Autorin

Kirstin Höfer

Bild: Autorin Kirstin Höfer © Sascha Ditscher, Pressefotograph

Ich wurde 1964 in Ludwigshafen am Rhein geboren. Schon als kleines Kind, liebte ich Tiere und ganz besonders Hunde. Als 12-Jährige fing ich nach der Schule an bei unserem Tierarzt zu jobben. Dort absolvierte ich später auch eine Lehre als Tierarzthelferin, machte dann ein Praktikum in einem Zoo und fing schließlich als Tierpflegerin im Darmstädter Tierheim an, das ich auch viele Jahre leitete. Mittlerweile leite ich das Tierheim Koblenz. Mein Beruf ist meine Berufung. Zwar gibt es viele Momente bei meiner Arbeit, die mich wütend und unsagbar traurig machen, aber in der Summe überwiegen die vielen kleinen und großen Glücksmomente, die mir immer wieder bestätigen: Ja! Es lohnt sich. Das kann für manchen, der dies hört einen Kleinigkeit sein; etwa wenn ein „bissiger“ Hund plötzlich, nach einer langsamen Annäherung mich endlich zutraulich mit der Schnauze anstupst, oder aber wenn für einen alten, kranken Hund die richtige Familie gefunden wird, in der er seine letzten Jahre zufrieden und geborgen verleben kann, oder aber, wenn wir im Tierheim eine größere Spende bekommen, die unser Überleben sichert.

Viele Tierheim stehen heute finanziell mit dem Rücken an der Wand und wir sind jeden Tag gefordert, durch Ideen und Öffentlichkeitsarbeit unsere Betriebskosten für Gehälter, Unterbringung der Tiere, Tierarztkosten, Instandhaltungsarbeiten, größere Anschaffungen usw aufzubringen. Über unsere Tiere schreibe ich schon immer: ich muss schließlich jedes Tier beurteilen und sein Profil auf unserer Website einstellen. Eine zeitlang „schrieb“ auch ein Hund auf unserer Website eine Kolumne…bis ich schließlich Rico traf und von ihm handelt mein erstes Buch.

Das Buch

Chefsachen

Bild: Cover „Chefsachen“

In dem Buch kommt der Hund Rico zu Wort. Ein sogenannter Schattenhund und „schwerer Junge“, der schon viele Jahre im Tierheim „saß“. Ein grimmiger Kerl, unverstanden, abgeschoben – vergessen, nur notdürftig versorgt mit chronischem Ohrleiden (jeder der einmal eine Mittelohrentzündung hatte, weiß wie verzweifelt und auch aggressiv einen diese permanenten Schmerzen machen können.) Und da gab es diesen magischen Moment, als mir dieser alte Grantler sein Vertrauen und seine Freundschaft schenkte. Obwohl ich schon sehr viele Hunde in meinem Leben getroffen habe, muss ich sagen, dass mich kaum ein anderer Hund so nachhaltig beeindruckt hat, wie Rico. Jeden Abend bin ich zu Rico gegangen und für mich war dieses Feierabendgespräch so etwas wie ein „Runterkommen“, den Tag Revue passieren lassen mit all seinen Höhen und Tiefen. Ricos Ruhe und Gelassenheit zu spüren, war für mich wie eine Art Seelenyoga. Ich habe von diesem Hund so ungeheuer viel gelernt, was ich gerne weitergeben wollte und so habe ich abends zu Hause bei Facebook Ricos Tag erzählt. Dieser Blog wurde in der Facebook-Gemeinde „Ricos Sandmännchen Geschichten“ genannt. Hatte ich einmal keine Zeit, wurden die Geschichten angemahnt. Was macht die Geschichten nun so besonders, dass die Fans unbedingt dieses Buch wollten? Ich bin kein Literaturprofessor, meine Sprache ist einfach, manchmal schnoddrig, aber es kommt von Herzen und das ist es, was die Menschen gemerkt haben.

Gleichzeitig ist mir Humor sehr wichtig und ich habe mich oft gefragt, was ein Hund wohl von diesen seltsamen Dingen hält, die Menschen so machen. Was denkt ein Hund, wenn er einen Bagger in einer matschigen Baugrube herumfahren sieht? Was empfindet er, wenn er beim Gassigehen die unterschiedlichsten Gerüche aufnimmt? Klar! „Synapsenfasching!“, sagt Rico, wenn es aus einem Loch nach Maus oder an der Mosel nach totem Fisch riecht.

Humor und Gedanken, die von Herzen kommen, das ist es was die Facebook-Leser berührt. Rico war immer noch Rico. Dem konnte niemand zu nahe treten, aber seinen Zauber und seine Einzigartigkeit, die konnte ich den Menschen nahe bringen. Rico lebt nicht mehr und er wird nicht nur von mir schmerzlich vermisst, sondern auch von allen seinen Fans bei Facebook. Für Rico und für alle anderen unverstandenen Schattenhunde in den deutschen Tierheimen habe ich dieses Buch geschrieben. Mein Autorenhonorar kommt in voller Höhe dem Tierheim Koblenz zugute.

Die Lieblingslektüre

Ich habe einige Lieblingsautoren, wie Susanne Fröhlich, Ildiko von Kürty, Hera Lind … Schriftsteller, die einen humorvollen Schreibstil und eine witzige und originelle Ausdrucksweise, haben lese ich am Liebsten. Ganz besonders sprechen mich aber auch die Liedtexte von Reinhard Mey an, die manchmal bissig, ironisch aber auch ungemein berührend sein können. Er ist für mich einer der ganz großen Balladenschreiber, der den Zeitgeist trifft und kein Blatt vor den Mund nimmt.

Die Autorin

Bild: Autorin Sandra Diepenbrock

„Ich – Sandra Diepenbrock – wuchs auf im herrlich platten Westfalen zwischen vielen Kühen und noch mehr Windrädern. Inspiriert von meiner eigenen Zeit in New York und motiviert durch eine Lernblockade im Studium schrieb ich meinen ersten Roman: ‚Knalleffekt‘. Frei nach dem Motto ‚Pro Krise ein Buch‘ folgten dann ‚Storys‘ und weitere Ideen für eine Fortsetzung der Geschichte von Lara Wagenfeld. Heute lebe ich mein Leben seit über 15 Jahren im Frankfurter Raum, freue mich an meiner kleinen Familie und genieße jeden Tag, an dem ich Schreiben darf.“

Die Bücher

Storys von Sandra Diepenbrock

Bild: Cover „STORYS“

„‚STORYS‘ erzählt wahre Märchen über Pretty Women oder Rocky Balboa von Nebenan. Lesen und erfreuen sie sich daran, wie oftmals eben doch alles wieder gut werden kann – und das nicht nur in Hollywood. Mein Buch enthält 12 Geschichten über echte Menschen, die echt so passiert sind. Es sind echte Krisen und es gibt immer ein echtes Happy End, weil das Leben selbst eben doch immer noch die schönsten Geschichten schreibt …“

Knalleffekt

Bild: Cover „KNALLEFFEKT“

„In meinem Buch „KNALLEFFEKT“ reisen wir mit meiner sympathischen Protagonistin von Borghorst nach New York und erleben dort Sightseeing einmal ganz anders. Ich erzähle darin eine Geschichte à la ‚Arme Millionäre‘, die beschreibt, wie man, wenn man alles verliert doch irgendwie alles gewinnen kann. ‚KNALLEFFEKT‘ ist ein herrlich kurzweiliger Wellness-Roman mit viel Liebe, Sex-and-the-city-Flair und einem wundervollen Happy End :).“

Die Lieblingslektüre

„Das ist der ‚Der halbe Mann‘ von Florian Sitzmann. Ich liebe einfach Geschichten von Menschen, die ihr Leben anpacken, die etwas tun und dem Schicksal mutig entgegenstapfen. Florian Sitzmann ist so Jemand! Seinen 16. Geburtstag erlebte er im Krankenhaus mit der Nachricht: ‚Ihre Beine waren leider nicht mehr zu retten, tut uns sehr leid!‘ Ein schwerer Motorradunfall und ein Junge, der sich davon einfach nicht unterkriegen lässt. Ein Cabrio und viele Rennwettbewerbe später, an denen er gemeinsam mit seinem Freund teilnimmt, ist aus ihm ein starker und charismatischer Mann geworden. Es macht einfach Spaß, seine Bücher zu lesen oder ihn in einer Talkshow zu sehen und zu hören. Inspiriert, dankbar und froh ist man nach dieser locker flockig geschriebenen Lektüre!“

 

 

Der Autor

Nathan C. Marus

Bild: Autor Nathan C. Marus

„Im Jahr 1978 durfte ich im ländlichen Schleswig-Holstein damit beginnen unsere Welt zu erkunden, um schnell festzustellen, dass sie ganz schön langweilig sein kann. Nachdem ich auch noch erkennen musste, dass Nekromantie und Schwertkampf keine möglichen Studienfächer sind, entschied ich mich wegen der offensichtlichen Nähe zur Alchemie für die Biochemie, um ein paar Jahre später in organischer Chemie zu promovieren. Zwischendurch überbrückte ich die Überdosis Realität mit sich wiederholenden Eskapismen in das klassische Rollenspiel, entwickelte sogar ein eigenes System bzw. Universum und widmete mich schließlich gänzlich dem Storytelling … Jetzt ist er da mein Debütroman ‚Die Träne des Fressers‘!“

Das Buch

Bild: Cover „Die Träne des Fressers“

“ In “Die Träne des Fressers‘ präsentiere ich packende Unterhaltungslektüre für erwachsene Leser über eine fantastische Welt voller Feen, Zauberei, düsterer Wesen und gewaltiger Schlachten. Das Buch ist eigentlich aus mehreren Negativerlebnissen geboren. Ich habe Fantasy-Romane gelesen und dachte oft ‚Warum macht es der Autor nicht so! Das wäre viel besser!‘. Also habe ich die Tastatur selbst in die Hand genommen, denn nur Meckern ohne eigenen Gegenvorschlag geht nicht. Dabei war für mich von Bedeutung, etwas weniger Vorhersehbares aus einer Kombination von klassischer Fantasy gemischt mit neuen Ideen zu erschaffen. Ich gebe großen Einblick in die Gedanken meiner Hauptfiguren und versuche Füller, überbordende Beschreibungen von Lokalitäten und Trivialitäten so gering wie möglich zu halten.“

Die Lieblingslektüre

„Ich gebe es zu … ich mag es düster! Im Moment lese und liebe ich die Artus-Chroniken von Bernard Cornwell. Ich mag seinen realistischen, aber nicht sadistischen Schreibstil. Es ist eine dunkle, mittelalterliche Welt voller Grausamkeiten, Verrat und einem Schuss Magie, die manchmal Scharlatanerie, dann aber plötzlich wieder echt ist. Der Protagonist sehnt sich in dieser desillusionierenden Welt nach dem gerechten Weltbild seines Königs und versucht es zusammen mit ihm zur neuen Realität Englands zu machen. Vom ersten Satz an ist klar, dass dieses Unterfangen scheitern muss, aber trotzdem ist das Buch deswegen nicht langweilig, sondern man leidet mit und freut sich über jeden unwahrscheinlichen Sieg und Lichtblick, den der Autor zulässt. Drei tolle Bücher und alle auf dem gleichen hohen Niveau!“

 

Die Autorin

Nathalie Berude-Scott

Bild: Autorin Nathalie Berude-Scott

„Wer bin ich?

Ich habe den leidenschaftlichen Glauben daran, dass das, was uns als Menschen wirklich ausmacht, das Menschliche ist: die Fähigkeit, uns selbst und andere zu lieben. Das große Glück, Fehler machen zu können und uns und anderen verzeihen zu können. Starke Gefühle aller Art haben zu können. Und individuell zu sein.

Als Heilpraktikerin für Psychotherapie unterstütze ich in meiner Praxis und in Workshops/Seminarreihen Menschen dabei, wieder den Weg zu sich [SELBST] zu beschreiten und Stolz auf ihre Individualität und Menschlichkeit zu entwickeln. Das Ziel dabei ist niemals, massenkonform zu funktionieren. Das Ziel ist, sich selbst kennenzulernen und sich anzunehmen.“

Das Buch

Betriebsgeheimnis Kind

Bild: Cover „Betriebsgeheimnis Kind“

„Damit wären wir bei: was ist mein Buch?

Es ist ein als Ratgeber gelistetes Sachbuch, das aber kein Ratgeber sein will, sondern sich als Denkanstoß versteht.
Mein Buch gibt keine Erziehungsempfehlungen, sondern es liefert Informationen, die Leser in die Lage versetzen, sich ein eigenes Bild von der Wirkung des eigenen Verhaltens auf die kindliche Psyche zu machen. Ganz nebenbei ermöglicht es ihm einen Blick in den Spiegel, auf sein eigenes [SELBST], und der Leser beginnt plötzlich, sich zu reflektieren. Das passiert übrigens auch, wenn Menschen ohne Nachwuchs im Buch lesen, denn auch diese waren mal Kind und erkennen möglicherweise die Folgen der eigenen Erziehung plötzlich an sich wieder. Oft ist das der Beginn eines besseren [SELBST]Verständnis.“

Die Lieblingslektüre

„Und welche Literatur empfehle ich?

Überwiegend leicht verständlich, unterhaltsam und mit sehr großem Denkanstoß-Potential ist der Klassiker ‚Anleitung zum Unglücklichsein‘ von Paul Watzlawick, einem bedeutenden Psychologen, der zudem auch noch ein guter Autor war. Ein guter Einstieg in die Reflexionsarbeit.

Noch immer aktuell ist Aldous HuxleysSchöne neue Welt‘. Dieses Buch, das ich erstmals in der Schule gelesen habe, hat meine Wertschätzung des Menschlichen verstärkt, denn die darin beschriebene Gesellschaft ist überwiegend frei von typischen, menschlichen Attributen. Die zeitgenössische Wiedergeburt des Klassikers ist dann der aktuelle Bestseller ‚Der Circle‘. Beide Romane sollten uns eine Warnung sein und uns die Wichtigkeit der Individualität vor Augen führen!“

 

 

Der Autor

Thomas Diener

Bild: Autor Thomas Diener

„Ich bin Coach, Supervisor und Laufbahnberater mit über 20 Jahren Beratungserfahrung. Mein Kernthema ist die (co-kreative) Gestaltung von Zukunft. Folgerichtig bin ich auch als Moderator von Zukunftswerkstätten, Future – Search – Konferenzen, Strategieworkshops und als Social Entrepreneur tätig. 1995 gewann ich den Förderpreis für innovative Ideen im Sozialbereich der Stadt Zürich und mehrere Preise mit Projekten gegen die Arbeitslosigkeit. Speziell für die individuelle Zielfindung entwickelte ich den Methodenmix ‚Berufs- und Lebensnavigation‘ den ich seit über 5 Jahren in verschiedenen Ländern und Hochschulen unterrichte.“

Das Buch

Tu, was du wirklich, wirklich willst

Bild: Cover „Tu, was du wirklich, wirklich willst“

„Als Coach und Laufbahnberater mache ich täglich die Erfahrung, dass Zeiten der Neuorientierung verunsichern. Viele Menschen fühlen sich als Spielball wirtschaftlicher Entwicklungen. Ihre echten Gefühle, Träume und Visionen bleiben so in den Entscheidungen ihres Berufslebens unberücksichtigt. Begeben wir uns jedoch auf die Suche nach dem, was wir wirklich, wirklich wollen, werden wir Phasen der Hoffnungslosigkeit erleben, wir werden mit Ahnungen, Bildern und Sehnsüchten konfrontiert. Wir werden in Auseinandersetzungen verstrickt und stehen Hindernissen gegenüber.

Auf diesem schwierigen Weg brauchen wir Navigationshilfe. Bilder und Parabeln haben in vielen Kulturen die Funktion, eine Richtung zu weisen und in schwierigen Phasen Trost zu spenden. Aber welche Geschichten passen zum Thema der beruflichen Veränderung? Eine Metapher, die sehr gut auf den Prozess der Berufs- und Lebensnavigation passt, ist der alchemistische Prozess, wie er aus vielen Schriften und Parabeln des Mittelalters überliefert wird. Mein Wunsch war es, in einem Buch diesen Prozess in literarischer Form zu beschreiben und dabei die Leserinnen und Leser Schritt für Schritt auf ihrem Weg zu einer befriedigenden beruflichen Zukunft zu begleiten.“

Die Lieblingslektüre

„Von Lieblingslektüre zu reden finde ich schwierig. Zu breit sind meine Interessen und zu verschieden die Stimmungen und Gelegenheiten, die mich zum Lesen bringen. Wen ich Zeit habe, vertiefe ich mich gerne in Fachbücher, die in einem meiner Interessegebiet in die Tiefe gehen, die langsam gelesen und mit viel Nachdenken zwischen den Kapiteln verdaut werden müssen. Im Moment meist soziologische Klassiker wie Michel Foucault, Alain Ehrenberg oder Bruno Latour.

Zum Ausspannen liebe ich absurde unterhaltsame und lustige Geschichten von Autoren wie Jonas Jonasson (Die Analphabetin, die rechnen konnte / Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand) oder auch älteren wie Marc Twain (The Humorous Short Stories). Wenn sie vom Autor gesprochen werden, auch sehr gerne als Hörbücher (Wladimir Kaminer: Es gab keinen Sex im Sozialismus, Marc-Uwe Kling: Die Känguru-Chroniken)

Zur Entspannungsliteratur gehören für mich auch poetische Geschichten, sowie echte oder fiktive Reiseliteratur wie Alex Capus (Reisen im Licht der Sterne) Blaise Cendrars (Der neue Schutzpatron der Flieger) oder Nicolas Bouvier (Die Erfahrung der Welt).

Dann liebe ich berührende authentische Geschichten aus dem Alltag von Menschen am Rande. Wie zum Beispiel das Buch des Züricher Geriaters Christoph Held (Wird heute ein guter Tag sein? Erzählungen aus dem Pflegeheim).“

 

Der Autor

ingoamericano

Bild: Autor ingoamericano

 

ingoamericano. Der Name steht für ein Kind der frühen 70-er mit saarländischer Schulbildung, das bereits in der dritten Klasse die Karte beim Luftballonwettbewerb fast korrekt mit seinem Namen ausfüllte. Schriftstellerische Ambitionen beschränkten sich danach auf das Teenie gemäße Verfassen depressiver Tagebuchgedichte. Als desorientierter Kommunikationswissenschaftler der GHS Essen erlernte ich die Kunst des Fakirs und Feuerspuckens. Nachdem diese Kleinkunstkarriere verpuffte, verdingte ich mich als abgebrannter ingoamericano in Werbeagenturen und Marketingabteilungen. Besser spät als nie ‑ hier wurde mein Schreibtalent entdeckt. Und mit Anfang 30 in München begann meine Karriere als Journalist, Autor und Texter für Werbung und Unternehmen. Durch- statt ausbrennen ist meine jetzige Lebensphilosophie: Zwischen 2011 und 2016 habe ich ausführlich Südamerika mit Bus und Rucksack bereist. Die traum-artigen Erlebnisse habe ich in meinem ersten Buch „Buenos Días Südamerika!“ aufgearbeit. Das nächste Buchprojekt ist ein Reisewerk und danach möchte ich mich an die Fiktion heranwagen. Alles mit dem Ziel, noch reicher im Geist und Säckel zu werden.

 

Das Buch

Buenosdias Südamerika

Bild: Cover „Buenos Diás, Südamerika!“

„Friedhöfe statt Foodporn“. Meine Grundeinstellung zum Reisen kann ich kaum besser auf den Punkt bringen. Ich toure in Südamerika im und abseits des Mainstream und erzähle davon in meinem Reiselesebuch „Buenos Días, Südamerika!“. Es ist eine Art Touri-Kreuzzug quer durch den Teilkontinent in sieben Länder: Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Peru und als Zugabe ein paar Grenzorte in Uruguay, Venezuela und Paraguay. Was die meisten meiner Leser schätzen ist meine leichte (Selbst)Ironie verbunden mit erlebten Informationen. Humor ist Geschmackssache, aber ich habe nun mal meine eigene Sicht auf Reisekollegen, Einheimische und Sehenswürdigkeiten. Pointierte Kurzgeschichten sind mein Metier. Seitenabhandlungen über Alltagsvorgänge findet man im Buch ebenso wenig wie marktschreierisch-künstliche erfundene Spannungsbögen zu Südamerika. Ganz im Gegenteil: Ich verfolge das ernsthafte Anliegen, gegen die europäische und deutsche Überheblichkeit und das Medienklischeedenken – Strand, Inkas, Seuchen, Gewalt – bezüglich des Kontinents anzuschreiben.

Die Welt ist schön. Ich will, dass der Leser in meinem Buch Freude spürt. Eine amerikanische Reisefreundin sagte mal zu mir: „Du erinnerst mich an einen Freund. Nicht, weil Du auch eine Glatze hast. Du strahlst Glück aus.“ Dieses Glück verursachende Erlebnisse schildere ich natürlich auch in meinem Buch: Im Wasser tanzende Pinguine vor Galapagos, das Wandern auf den Tafelbergen der brasilianischen Chapada Diamantina. Das Mountainbiken an Ecuadors höchstem Berg Chimborazo. Der Moped-Ritt durch die kolumbianische Tatacoa-Wüste. Und ja: auch auf dem Machu Picchu war es beeindruckend und die Lebenslust und mein Sambakostüm in Rio unvergesslich. Und doch weiß ich: Die glücklichsten Reisemomente sind gar nicht die weltberühmten Orte zum Angeben – sie finden oft an unbekannten Orten statt und gehören einem allein.

Reisetipps. Im Buch besuche ich über 50 bekannte und unbekannte Orte. Der Leser kann sich eine Reiseroute zusammenstellen, präsentiert anhand Hunderter Sehenswürdigkeiten und Touren. 36 Farbbilder schmücken die Seiten – leider nicht immer direkt beim jeweiligen Reisebericht. Das war einfach eine Kostenfrage. Deshalb gibt es weitere Fotogalerien zu den Stationen auf meiner Webseite www.ingoamericano.com Ich wollte keinen klassischen Reiseführer erstellen, da ist Lonely Planet ohnehin unschlagbar. Ich würde sagen, ich verfasse Porträts von Land und Leuten wie Kurzgeschichten, mit populärwissenschaftlichen Anspruch und Tourentipps. Gute Reise!

 

Die Lieblingslektüre

Louise Erdrichs ‚Der Club der singenden Metzger‘. Man könnte mir vorwerfen, das ganze große Risiko bin ich mit dem Lesen des Romans der US-Amerikanerin Louise Erdrich nicht eingegangen. Denn ich liebe Auswanderergeschichten um die Jahrhundertwende – ab nach Amerika –, ich liebe Familienchroniken und der deutsche Historienanklang macht die Story für mich noch interessanter. Das rund 35 Jahre umfassende Geschichts- und Familienpanorama rund um die Metzgerei Waldvogel gefällt mir vor allem aufgrund des Aufbruchthemas und der ausgefeilten Charaktere. Von denen hat jeder gute und schlechte Seiten, Macken und viele davon sind liebenswert.

Worum geht es im Buch? Nach Durchleben der Schrecken des 1. Weltkrieges heiratet Metzgermeister Fidelis Waldvogel seine Eva, die schwangere Braut eines gefallenen Kriegskameraden. Zu Dritt, Sohn Markus ist geboren, und mit einem Koffer voller Würste wandert die junge Familie nach Amerika aus. Dort gründet Waldvogel in der Kleinstadt Argus, North Dakota, ein Metzgergeschäft, eine größere Familie und einen Gesangverein – so wie er es aus Deutschland kannte. Als die Artistin Delphine auftaucht und Evas beste Freundin wird, startet das Kleinstadt-Abenteuer richtig. Delphine, in einen unerreichbaren Seelenverwandten Künstler verliebt, ist die Protagonistin zum mitfreuen und mitleiden. Eine gute Seele, die auch Fehler begeht und nach und nach zum Mittelpunkt in Fidelis Leben wird.

Alkoholsucht, unglückliche Liebe, ein paar Tote, die böse Tante, ein skurriles Bestattungsunternehmen, etwas nordamerikanische Indianerkultur, eine überraschenden Mörderin – es ist thematisch ziemlich viel los und klingt fast nach Soap. Davon merke ich beim Lesen jedoch nichts. Der Schreibstil von Erdrich ist sehr harmonisch, fast unspektakulär, mal elegische Landschaften, dann wieder handfeste Dialoge. Mich holt die Sprache ab. Ich fühle mich als Leser den Personen sehr nahe und voll in die Gesellschaft von Argus integriert. Sehr gefallen mir die Rückblenden in vergangene Zeiten, wenn überraschende Familiengeheimnisse gelüftet werden, die heutiges Verhalten erklären und neue Beziehungsgeflechte aufleben lassen. Vom Titel sollte man ich übrigens nicht täuschen lassen: Um singende Metzger geht es in diesem Wohlfühlbuch kaum.

 

 

Der Autor

Bild: Autor Mike Mettke

Bild: Autor Mike Mettke

„Ich bin 1964 in Dresden geboren und in der Lausitz (Brandenburg) aufgewachsen, wo ich auch mein Studium der Pädagogik (Deutsch/Englisch) und Philosophie an der Humboldt-Universität in Berlin absolviert habe. Nach dem Fall der Mauer ging ich auf Reisen und Expeditionen in mehr als 80 Länder auf 5 Kontinenten. In den 1990er Jahren habe ich Multivisions-Shows gemeinsam mit Kai-Uwe-Küchler produziert und aufgeführt, u.a. über Patagonien, Feuerland, Osterinsel, Ecuador/Galapagos, Nepal und das südliche Afrika. Das Konzept: Gesamtkunstwerke aus Bildern, Musik und poetischen Texten. Gegenwärtig lebe, arbeite und schreibe ich in Berlin und Drahendorf (Brandenburg). Im Brotberuf bin ich derzeit in Teilzeit als Lehrer tätig.“

Das Buch

Bis alles Schatten wird

Bild: Cover „Bis alles Schatten wird“

„Mein Buch ist Familien- und Liebesgeschichte und zugleich ein Abenteuerroman, dessen Hauptschauplätze die sorbisch geprägte Niederlausitz und das südliche Afrika sind. Ein Kriegsfotograf kehrt in seine alte Heimat zurück, wo sein Vater im Sterben liegt. Den alten Mann bedrückt eine alte Schuld, die er als Wehrmachtsoffizier in den letzten Kriegstagen zu verantworten hatte. Zugleich belastet ihn das ungeklärte Verhältnis zu seinem Sohn. In gemeinsamen Gesprächen versuchen sie, sich der Vergangenheit zu stellen, um Frieden zu finden. Auf dem Hof des Vaters lernt der Sohn eine ebenso rätselhafte wie faszinierende Frau kennen, in die er sich verliebt. Der Vater stirbt. Der Sohn plant einen Neubeginn und nimmt einen ungefährlich scheinenden Reportage-Auftrag ins südliche Afrika an. Die Liebe seines Lebens soll ihn begleiten. Doch was als friedliche Reise gedacht ist, wird zu einer Reise ins ‚Herz der Finsternis‘, in der sich die Frage der Schuld mit umgekehrten Vorzeichen neu stellt …“

Die Lieblingslektüre

„Mein literarischer Geschmack ist sehr von der amerikanischen Literatur geprägt. Ihre über alle Moden hinweg realistische Erzählweise hat es mir angetan. Show, don’t tell. Zeigen, nicht behaupten. Dem Leser überlassen, was er denken will, und nicht moralisieren. Den Leser ernstnehmen. Die literarischen Stilmittel dem Stoff und der Geschichte unterordnen und nicht die eigene angenommene Kunstfertigkeit zu einem ‚intellektuellen Hindernisparcours‘ aufbauen. Einfach versuchen, eine gute Geschichte in einer klaren und ‚abgespeckten‘ Sprache zu erzählen … Am Anfang begeisterte mich vor allem Ernest Hemingway mit seiner gewiss mythisch überhöhten Verbindung von Leben und Schreiben. Das hatte durchaus tragische Züge. Erst schrieb er über das, was er erlebte. Dann versuchte er ’nachzuleben‘, was er geschrieben hatte … Ich bin in jugendlicher Begeisterung oft den Handlungsschauplätzen seiner Geschichten ’nachgereist‘. Von ‚oben in Michigan‘ bis nach Afrika oder Kuba. Oder sein Lieblingscafé La Closerie des Lilas in Paris … So ein Schriftstellerleben wollte ich auch führen, was ich heute natürlich sehr selbstironisch beurteile. Außerdem veränderten meine zahlreichen eigenen Reisen mein Selbstbild erheblich … Andere Autoren schoben sich in den Fokus meines literarischen Interesses: Raymond Carver, Richard Ford, Tobias Wolff, Cormac McCarthy, Craig Nova, Tim O’Brien, Stewart O’Nan, James Salter

Und dann spielten für mich natürlich die literarischen Reiseschriftsteller eine herausragende Rolle. Wobei ich in freiwilliger Selbstbeschränkung nur einen hervorheben möchte: Paul Theroux. Dessen letztes Buch Tief im Süden. Reise durch ein anderes Amerika habe ich just in diesen Tagen ausgelesen. Vielleicht ist Paul Theroux, der u.a. mit seinem gemeinsam mit Bruce Chatwin verfassten Reisebuch über Patagonien bekannt wurde, der beste Reiseschriftsteller unserer Zeit. Ein Vorbild allemal. In Die Andere Bibliothek ist gerade Basar auf Schienen. Eine Reise um die halbe Welt wieder neu auf Deutsch zu lesen. Es liegt auf meinem Nachttisch …

Ich selbst arbeite derweil an einem neuen Buchprojekt, das ich bei tredition zu veröffentlichen beabsichtige, übrigens auch an einem literarischen Reisebuch, einer poetischen Spurensuche. Arbeitstitel: Von Träumen und Reisen. Notizen von unterwegs …“

 

 

Der Autor

Wolfgang-Kofler

Bild: Autor Wolfgang-Kofler

„Mein Name ist Wolfgang Kofler, ich bin 44 Jahre und wohne in Villach (Kärnten), verheiratet, eine Tochter (18). Als studierter Politologe bin ich seit mehr als 20 Jahren beruflich als Lohnschreiber für diverse Medien im Einsatz. Die bekanntesten: NEWS (größtes Ösi-Nachrichtenmagazin), Kleine Zeitung (2-größte Kauftageszeitung des Landes). Einmal wurde ich von einem Fachmagazin zu Österreichs Magazin-Chefredakteur des Jahres gewählt. Meine Hobbys: Motorradfahren und -fallen (die Sturzhäufigkeit ist Teil meines Buches), Eishockeyspielen (aua!).“

Das Buch

Früher war ich jünger

Bild: Cover „Früher war ich jünger“

„In ‚Früher war ich jünger‘ erzähle ich 41 Geschichten aus dem Leben eines einfachen Mannes. Wichtig war mir, echte Erlebnisse niederzuschreiben, und zwar schnörkellos und, wenn möglich, humorvoll. Ich möchte Menschen zum Lachen bringen. Es gibt ohnehin zu wenig zum Lachen. Und: es gibt in meinem Buch keine höhere Moral – außer dem vorangestellten Motto: ‚Wir sind die Summe unserer Fehler – na und?‘ Wenn man so will: ein Plädoyer gegen die überall spürbaren Tendenzen zur erwarteten Fehlerlosigkeit. Aus dem Buch sind ein paar Lesungen (die nächste im April in einem Luxushotel) und eine Kolumne in Kärntens reichweitenstärkster Wochenzeitung entstanden. Das freut mich ungemein!“

Die Lieblingslektüre

„Ich bin derzeit bei Tommy Jauds ‚Einen Scheiß muss ich‘, um zu sehen und vielleicht auch zu verstehen, wie massentauglicher Humor funktionieren kann. Und ich habe gerade FAZ-Redakteur Rainer Hermanns ‚Endstation Islamischer Staat?‘ ausgelesen, weil es gesellschaftliche Herausforderungen gibt, für die ein wenig Wissen nicht schaden kann. Am liebsten lese ich aber das Spiel beim selber ‚Eishackeln‘, wie wir in Kärnten sagen.“

 

 

Die Autorin

Gudrun Niemeyer

Bild: Autorin Gudrun Niemeyer

„Ich wurde 1951 in Seesen am Harz geboren und bin dort auch aufgewachsen. Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann Alexander in Goslar. Meine Vorliebe für die Ostsee scheint in den Genen zu liegen. Mein Mann Alexander hat mir Mut gemacht, die Geschichten überhaupt zu Papier zu bringen und mich immer wieder an den Schreibtisch getrieben. (Wenn Goethe so lange gebraucht hätte …).  Mein Debüt ‚Weichseltöchter‘ ist sowohl den Vorfahren der Familie gewidmet, als auch den zukünftigen Generationen. Mit Geduld und Spucke habe ich die Erzählungen der Altvorderen aufgesaugt und daraus diese Lebensläufe romanhaft wiedergegeben.“

Das Buch

Weichseltöchter

Bild: Cover „Weichseltöchter“

„Mein Erstlingswerk schildert das Leben von vier Frauen aus meiner Ahnentafel. Gedacht sind diese romanhaften Biographien für die nachfolgenden Töchtergenerationen, damit nichts vergessen wird. Hier geht es nicht um schwierige Mutter-Tochter-Beziehungen, es geht um Mut, Tatkraft, vermeintlich falsche Entscheidungen und Sehnsüchte in Zeiten von weltumspannenden Umbrüchen. Die Frauen lebten seit Generationen im Land an der Weichselmündung und in der Stadt Danzig. Ihr alltägliches Leben wurde durch Kriege, Flucht und Heimatverlust zu großen Herausforderungen. Die Aktualität von Flucht und Vertreibung hört scheinbar nicht auf. Diese Chronik zeigt nicht nur den Wandel Deutschlands über einen Zeitraum von mehr als 150 Jahren, die Geschichten sind zudem so spannend wie ein Krimi.“

Die Lieblingslektüre

„Logische Konsequenz bei der Entstehung des Buches ‚Weichseltöchter‘ war und ist das Lesen von Biografien. Zurzeit lese ich eine Neuauflage von Hans Werner Richter ‚Spuren im Sand‘ und von Clara von Arnim ‚Der grüne Baum des Lebens‘. Bei meinen Recherchen zum Buch Weichseltöchter hat mir auch sehr das Buch ‚Nebenbei Erlebtes‘ von Hannelore Giesecke, einer Goslarer Autorin, geholfen. Meine besondere Vorliebe gilt aber dem Skurrilen und Witzigen, nicht so sehr dem Krimi.“

 

 

Der Autor

Marc

Bild: Autor Marc B. Rey

„Ich lebe in Berlin und bin Online-Redakteur und freier Autor für Zeitungen und Drehbücher. Ich liebe Berlin. Ich bin fasziniert von den vielen Nationen, die in dieser Metropole leben, mit ihren vielen Geschichten, die einen an jeder Ecke erwarten. Man muss sich nur darauf einlassen. Viele Gespräche in Bars, Cafés und auf Partys oder mit dem Therapeuten haben mich bestärkt, die Geschichte rund um Beziehungsphobien, Großstädter und Geheimnisse innerhalb von Beziehungen aufzuschreiben.“

Das Buch

Hardback - Secrets - Transparent

Bild: Cover „Secrets“

„Bereits bevor ich das erste Wort meines Romans geschrieben hatte, habe ich mir die Frage gestellt, warum es immer mehr On/OFF-Beziehungen bei den 20 bis 50-Jährigen gibt. Schließlich hat uns das Internet mit seiner immer stärkeren Vernetzung doch beschert, dass wir jederzeit mit jedem stets verbunden sind. Eine der möglichen Antworten habe ich in „Secrets“ verarbeitet und wer ihn gelesen hat, kann daraus sicher auch für sich und seine Beziehung(en) wertvolle Schlüsse ziehen und verstehen, warum es heutzutage immer mehr Menschen mit Beziehungsphobien gibt.“

Die Lieblingslektüre

„Colin Harrison ‚Havana Room‘! Ein Thriller par excellence: schnell und gnadenlos. Ein absoluter Page Turner … Harrison ist ein Meister maximaler Spannung und starker Charaktere. New York spielt eine große Rolle, einerseits taghell wie wir die Metropole kennen , dann wieder der schwarze Albtraum.“

 

Autor Maik Jungfleisch im Interview: Auf das richtige Gefühl kommt es an

Maik-Jungfleisch

tredition-Autor Maik Jungfleisch

Wenn ein junger Debütautor Fanpost per Instagram bekommt und Buchhandlungen sein Buch auslegen, um junge Leser zu begeistern, dann kann das nur eins heißen: Es dreht sich um ein Buch, das seine Leserschaft fesselt und fasziniert, verfasst von einem sympathischen Autor, der das richtige Gespür für seine Zielgruppe hat. tredition-Autor Maik Jungfleisch über seinen Jugendroman „Das hölzerne Sonnengelb“ – das BUCH DES MONATS Oktober – , die Leidenschaft fürs Schreiben und die Vorzüge des Self-Publishing.

 

tredition: Lieber Herr Jungfleisch, Ihr bei tredition erschienener Roman „Das hölzerne Sonnengelb“ wurde erst vor einem Monat veröffentlicht und hat es bereits in den örtlichen Buchhandel geschafft! Wie kam es dazu?

Maik Jungfleisch: Ja, darüber freue ich mich in der Tat sehr! In dem besagten Buchshop wurde mein Roman binnen kurzer Zeit vielfach bestellt. Daher lag die Entscheidung nahe, das Buch auch auszulegen, um dem Kundenwunsch insbesondere jüngerer Leser zu entsprechen. Ich nenne das einfach Glück und bedanke mich dafür.

tredition: „Das hölzerne Sonnengelb“ ist Ihr Debütroman. Wie ist bisher die Resonanz aus dem Bekanntenkreis und weiterer Leser?

Cover: Das hölzerne Sonnengelb

Bild: Cover „Das hölzerne Sonnengelb“

Maik Jungfleisch: Viele Bekannte und Freunde waren anfangs überrascht, da ich es bis zur Veröffentlichung geheim hielt. Aber wirklich gewundert hat es keinen, da ich mich seit meiner Kindheit für das Schreiben fasziniere. Die Resonanz ist daher allseits sehr positiv. Von einer 12-Jährigen Leserin beispielsweise bekam ich auf Instagram eine private Nachricht, dass sie sich unbedingt mein Buch kaufen möchte. Das freute mich ungemein.

 

„Wenn ich schreibe, tauche ich in eine andere Welt.“

 

tredition: Was sind Sie für eine Art von Autor? Wie kam ein Leser sich den Schreibprozess bei Ihnen an einem gewöhnlichen Arbeitstag vorstellen?

Maik Jungfleisch: Ich lege sehr viel Wert auf Details. Denn gerade diese machen den Unterschied. Wenn ich schreibe – für gewöhnlich abends und nachts – tauche ich in eine andere Welt. Die Rollläden sind geschlossen, ich sitze auf meinem Schreibtischstuhl und schließe die Augen. Die Geschichte wird zuerst im Kopf gelebt, zumindest Szene für Szene. Habe ich ein gutes Gefühl, so schreibe ich das Erdachte nieder.

tredition: Wann wurde in Ihnen der Wunsch wach, Ihre Texte auch einem breitem Lesepublikum zugänglich machen zu wollen?

Maik Jungfleisch: Der Wunsch wurde vor drei Jahren wacher denn je, jedoch ließ damals die Zeit das Schreiben nicht zu. Bedingt durch ein Studium blieb oftmals wenig bis gar keine Zeit. Da sich dies nun änderte, widme ich mich vollends der Schreiberei.

tredition: Mit „Das hölzerne Sonnengelb“ haben Sie einen packenden Kinder- und Jugendroman über das Schicksal und Freundschaft vorgelegt. Wie sind Sie zu Ihrem Thema gekommen; warum gerade die Zielgruppe junge Leser?

Maik Jungfleisch: Dass mein erster Roman ein Kinder-und Jugendroman wird, stand jederzeit außer Frage. Auch die Thematik war von Beginn an klar. Die Kindheit bestimmt oftmals das weitere Leben. Da werden wir geprägt. Ein jeder Mensch hat eine Kindheit verdient, an die man sich gerne erinnert. Leider hat das Schicksal da ein Wörtchen mitzureden. Die Protagonistin in meinem Buch hat es nicht einfach. Sie wird mit der Ungerechtigkeit und vermeintlicher Freundschaft konfrontiert. Sie gibt jedoch nicht auf und wird die wahre Bedeutung von Freundschaft und Gerechtigkeit zu spüren bekommen. Zwei Eigenschaften, die im weiteren Leben von Bedeutung sind.

tredition: Wie lange hat es von der Idee bis zur Veröffentlichung gedauert?

Maik Jungfleisch: Ziemlich genau ein halbes Jahr. Auch als die Geschichte schon stand und geschrieben wurde, änderte ich Etliches wieder und fügte etwas hinzu. Es sind eben die Details, die über die Wirkkraft einer Geschichte entscheiden.

 

„Self-Publishing bedeutet Freiheit und Flexibilität.“

 

tredition: Weshalb haben Sie sich für Self-Publishing und speziell tredition entschieden? Was sind für Sie die Vorteile von Self-Publishing?

Maik Jungfleisch: Self-Publishing bedeutet Freiheit und Flexibilität. Zwei Bedingungen, die maßgebend für mich sind. Ich konnte meine Ideen verwirklichen, ohne dass ein Verlag seinen Rotstift ansetzt. Sämtliche Entscheidungen lagen bei mir, es wurde so umgesetzt, wie ich mir das vorstellte. tredition bekam von mir den Zuschlag, da sich Qualität letztlich immer durchsetzt. Ein seriöses Unternehmen, das kompetent, freundlich und kundenorientiert geführt wird. An dieser Stelle bedanke ich mich nochmals für die Zusammenarbeit.

Das hoelzerne Sonnengelb im Buchhandel

Prominent auf dem Stapel platziert: „Das hölzerne Sonnengelb“ liegt beispielsweise im Buchshop des Globus Warenhauses im saarländischen Völklingen aus

tredition: Wie werben Sie für Ihr Buch?

Maik Jungfleisch: Als ich die Nachricht erhielt, dass das Buch nun veröffentlicht wurde, schaltete ich sofort meine zuvor bereits erschaffene Homepage (www.maikjungfleisch.com) und die Profile in diversen sozialen Netzwerken frei. Dort betreibe ich aktiv Marketing für das Buch. Beispielsweise habe ich auf Twitter ein Foto gepostet, sobald es im Buchhandel auslag. Glücklicherweise gibt es auch noch die klassische Mundpropaganda, deren Wirkkraft ebenfalls nicht zu unterschätzen ist.

tredition: Darf sich die Leserschaft auf weitere Romane von Ihnen freuen?

Maik Jungfleisch: Definitiv. Mein zweiter Roman ist bereits in Arbeit. Nächstes Jahr wird es soweit sein.

tredition: Für die ganz Neugierigen: Können Sie bereits etwas zum Thema verraten?

Maik Jungfleisch: Ich möchte nicht zu viel verraten, aber so viel sei gesagt: ein Mädchen schwärmt und liebt. Ob sie tatsächlich den Jungen ihrer Träume für sich gewinnt, ist fraglich. Das Mädchen erlebt eine Achterbahn der Gefühle, schwebt auf Wolke Sieben und wird einen Moment später wieder auf den Boden der Tatsachen geholt. Inmitten der Schwärmerei erfährt sie beiläufig, dass ihr Schwarm sie nicht lieben kann. Wieso? Abwarten und lesen!

tredition: Welche Tipps können Sie anderen Self-Publishern geben, z.B. für das Schreiben oder das Marketing?

Maik Jungfleisch: Der meiner Meinung nach wichtigste Tipp ist das Gefühl. Wenn man schreibt, muss man die Geschichte fühlen und gedanklich mehrfach durchleben. Spürt man nichts, wird die Geschichte auch den Leser nicht faszinieren. Im Marketing ist es unverzichtbar, sich ins Gespräch zu bringen und Präsenz zu zeigen. Gerade heute sind dafür soziale Medien wichtiger denn je.

Indie Publishing: Neue Plattform präsentiert Autoren von tredition

Nasar Pierre Sommet Anika Limbach_buchreport

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Indie Publishing“ – unter diesem Namen hat das Branchenmagazin buchreport diese Woche eine neue Onlineplattform gelauncht, die künftig rund um den Self-Publishing-Markt berichtet: Daten und Fakten rund um Self-Publishing sind dort ebenso zu lesen wie Autorenporträts und Rezensionen von Neuerscheinungen. Das Angebot soll laut buchreport „Brücken bauen zwischen den Indies und Buchhandlungen, Verlagen und sonstigen Multiplikatoren.“

Wir bei tredition freuen uns sehr darüber, dass zahlreiche unserer Autorinnen und Autoren mit ihren Büchern auf indie-publishing.de präsentiert werden! Stephanie Arndt, die mit „Nasar“ einen Besteller mit Geschichten über ihr gleichnamiges Hauspferd gelandet hat, ist direkt auf dem Foto des Aufmacherartikels auf der Homepage zu sehen. Und obendrein gibt es jede Menge Artikel zu weiteren Autoren von tredition, die ihre Titel erfolgreich im Buchhandel platziert haben. Hier ein Überblick:

Anika Limbach – die richtigen Kanäle nutzen

Mit aktiver Pressearbeit bei lokalen Medien und Umweltmagazinen gelang es Anika Limbach, den Verkauf ihres Anti-Atom-Thrillers „Gefahr ohne Schatten“ kräftig ankurbeln. Inzwischen liegt ihr Buch in über 20 Buchhandlungen aus.

Pierre Sommet: Bei Thalia auf breiter Front

Frontalpräsentation bei Thalia – tredition Autor Pierre Sommet ist gelungen, wovon viele Self-Publisher träumen. Nebst einem Blog bewirbt Pierre Sommet seine Wortgeschichten indie-publishing„Madame Coquette und Monsieur Galant“ auch mit Flyern, Plakaten und Visitenkarten. In Krefeld ist er als ehemaliger Leiter des Fremdsprachenbereichs der dortigen Volkshochschule außerdem gut vernetzt.

Stephanie Arndt: Ein Hauspferd wird zum Medienstar

Eine Lesung, bei der ein Araberhengst über die Schulter schaut? Welche Buchhandlung würde sich über so eine Attraktion nicht freuen. Stephanie Arndt gelingt es, mit ihrer locker-spritzigen Art und Pferd Nasar im Anhänger die Massen und den Buchhandel zu begeistern.

Obendrein hat die Redaktion des buchreport einige Titel von tredition-Autoren rezensiert!

„Schattengeburt“ von Moritz Hirche

Eva Berberichs „Die Papstkatze“

„Geständnisse eines Mentalisten“ von Lars Ruth

Jetzt ein Self-Publisher-Profil anlegen!

Self-Publishing-Autorinnen und Autoren haben die Möglichkeit, sich und ihre Bücher kostenlos auf indie-publishing.de zu präsentieren. Die Profil-Daten sind dann für Buchhändler, Verlage und sonstige Multiplikatoren auffindbar.

Folgende Angaben können im Profil hinterlegt werden:

  • Name, Geburtsort, Wohnort, Mailadresse, Telefon
  • Webseite, Facebook, Twitter, Sonstige Social-Mediaseiten
  • Biografie, Genres, Veröffentlichungen,
  • Aktuelles, Termine

Hier geht’s direkt zur Anmeldung: http://www.indie-publishing.de/infobereich_rechts/indie_profile.htm

Blogs im Porträt: Bei „books & senses“ wird Lesegenuss rezensiert

Ein literarischer Leckerbissen sollte Ihr Buch schon sein, liebe Self-Publishing-Autorinnen und Autoren, wenn Sie sich eine Rezension auf dem Blog „books & senses“ wünschen. Denn Lisa, die den Blog seit 2011 betreibt, möchte Bücher nicht nur genießen, sondern bewertet diese origineller Weise mit kleinen Pfannkuchen als Symbolen. Was Autoren und Leseratten auf „books & senses“ erwartet und weshalb Self-Publishing für Blogger immer wichtiger wird, lesen Sie im folgenden Interview mit „books & senses“-Gründerin Lisa.

tredition: Liebe Lisa, der stimmungsvolle Name Deines Blogs – „books & senses“ – lässt vermuten, dass Bücherlesen ein echter Hochgenuss für Dich ist. Wie muss ein Buch sein, damit es Dich so richtig „vom Hocker reißt“?
Lisa: In der Tat ist Lesen ein besonderes Schmankerl für mich, das ich gerne genießen will. Ganz wichtig ist dabei der Protagonist, bzw. die Protagonistin. Hier muss die Chemie stimmen. Nicht unbedingt von Anfang an, da sich einige Charaktere ja auch noch entwickeln, aber ich muss ab einem gewissen Punkt mit ihnen fiebern können und merken, dass sie mir ans Herz gewachsen sind. Ich bin auch ein großer Fan von Abwechslung in Büchern, das heißt, es darf nicht immer wieder dasselbe oder kaum etwas passieren. Die Handlung muss spannend und interessant sein und darf auch gerne die ein paar Wendungen oder Überraschungen bereithalten. Ein gutes World-Building ist auch ganz wichtig, wenn sich der Autor für eine eigene Welt entscheidet. Je genauer ich mir diese Welt vorstellen kann, desto besser. Der Rest hängt auch so ein bisschen davon ab, welche Thematik das Buch behandelt oder aus welchem Genre es stammt. Was ich in dem einen vielleicht nicht mag, passt dafür umso besser in das andere.

tredition: Wann genau hast Du angefangen zu bloggen und hat sich seither Dein Leseverhalten geändert?
Lisa: Mit dem Bloggen habe ich im Juni 2011 angefangen und seither hat sich einiges verändert. Zum einen haben enorm viele neue Bücher den Weg in mein Regal gefunden und ich habe den Begriff des SuBs (Stapel ungelesener Bücher) zum ersten Mal gehört, verstanden und selbst erlebt. Das gab es vorher bei mir nicht. Gleichzeitig lese ich aber auch mehr und werde auf Bücher aufmerksam, die ich ohne das Bloggen vielleicht nicht kennen gelernt hätte. Vor allem meine Vorliebe für englische Bücher ist mit meinem Blog größer geworden. E-Books lese ich mittlerweile auch vermehrt, weil es für unterwegs einfach toll ist. Ob das allerdings mit dem Blog zusammenhängt oder ob ich mich früher oder später sowieso dafür entschieden hätte, kann ich allerdings nicht beurteilen. Was die Genres betrifft, so habe ich schon immer Bücher aus allen möglichen Bereichen gelesen und denke nicht, dass das Bloggen da etwas geändert hat.

„Bloggen ist mehr ein Miteinander als ein Ego-Ding.“

Lisa bloggt auf books & senses

Gute Bücher im Visier: Lisa rezensiert seit 2011 auf ihrem Blog books & senses

tredition: Du führst auf Deinem Blog auch Challenges durch. Macht es für Self-Publishing-Autoren Sinn, sich hier auch selbst ins Spiel zu bringen, z.B. ihr Buch für die Challenge vorzuschlagen, wenn es thematisch passt?
Lisa: Auf jeden Fall! Wenn es um Themen-Challenges geht, dann sind Vorschläge immer willkommen. Die Teilnehmer solcher Challenges sind immer auf der Suche nach neuen Büchern, die die Kriterien erfüllen und ob der Vorschlag da von einem anderen Blogger oder einem Autor kommt, macht keinen Unterschied. Die Leseratten freuen sich immer über Ideen für neues Lesefutter!

tredition: Tauschst Dich gern mit anderen Bloggern aus? Warst Du beispielsweise auf der Leipziger Buchmesse?
Lisa: Der Austausch mit anderen Bloggern ist eigentlich eine der tollsten „Nebenerscheinungen“ vom Bloggen. Ich entdecke auf anderen Blogs immer wieder neue Bücher, die dann auch den Weg in mein Regal finden. Manchmal werden mir auch Bücher vorgeschlagen, weil einige meinen Geschmack gut kennen und einen ähnlichen haben. Das Bloggen ist dahingehend mehr ein Miteinander als ein Ego-Ding. Mit einigen Bloggern schreibe ich auch privat regelmäßig und dann tauschen wir uns über alles aus, was mit Büchern zu tun hat. Auf der Leipziger Buchmesse war ich leider nicht, dafür bin ich aber immer auf der Frankfurter Buchmesse, wo ich mich mit anderen Bloggern treffe und beim Wuseln von Stand zu Stand auch über Bücher spreche. Sich persönlich auszutauschen ist ebenfalls eine tolle Erfahrung.

tredition: Self-Publishing ist ein wachsender Trend auf dem Buchmarkt. Inwiefern erachtest Du das aus Bloggersicht als spannend?
Lisa: Buchblogger wie ich sind immer auf der Suche nach aufregenden, neuen Geschichten. Gerne auch aus der Feder deutscher Autoren. Da mittlerweile aber viele englische Titel eingekauft werden und dafür weniger deutsche Bücher das Licht der Welt erblicken, ist es gar nicht so einfach, neue deutsche Autoren zu entdecken. Zumindest empfinde ich das so. Wenn ich durch die Jugendbuchabteilung in der Buchhandlung gehe, entdecke ich meist englische Namen, aber vergleichsweise wenige deutsche. Self-Publishing deutscher Autoren bietet daher die Möglichkeit, meine dahingehenden Lücken im Regal zu füllen. Man kann dabei verborgene Schätze finden, die aufgrund des fehlenden renommierten Logos auf dem Cover unentdeckt bleiben.

„Im Self-Publishing kann man verborgene Schätze finden.“

tredition: Wie kamst Du auf die sehr witzige Idee, Bücher mit Pancakes zu bewerten?
Lisa: Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich an dem Morgen, als ich mein Bewertungssystem konzipiert habe, Pancakes gegessen. Und da diese super lecker waren habe ich mich wohl dazu entschieden, sie als mein Bewertungssystem zu nutzen. Zudem hatte niemand anderes dieses System und ich wollte etwas Eigenes haben. Mittlerweile würde ich mich vielleicht für etwas anderes entscheiden, aber die Pancakes waren seit Tag 1 dabei und auch wenn sich das Design schon zig Mal verändert hat, so sind die Pancakes doch immer geblieben. Zum Glück bleiben virtuelle Pancakes auch immer schön frisch. ;)

tredition: Welche Projekte planst Du dieses Jahr für Deinen Blog?

Lisa: Wie oben schon erwähnt bin ich zwar einerseits Fan von englischen Büchern, andererseits würde ich gerne mehr deutsche Autoren entdecken. Das klingt widersprüchlich, aber das books_senseseine beeinflusst auch das andere. Deswegen würde ich neben meiner Englisch-Challenge gerne noch eine weitere Challenge starten, in der es um deutsche Autoren geht. Es gibt bestimmt schon ein paar Challenges in dieser Richtung, aber vielleicht kann ich mir ja noch etwas Neues einfallen lassen. Vielleicht ja auch etwas mit Self-Publishing als Thema? Denn soweit ich das mitbekommen habe, bekommen Blogger auch von Challenges nie genug. ;) Einfach lesen reicht uns nicht.

Des Weiteren will ich dieses Jahr wieder meinen Bloggeburtstag feiern, was letztes Jahr wegen Zeitmangel leider nicht geklappt hat. Außerdem nehme ich an der Blogger schenken Lesefreude Aktion zum Welttag des Buches teil. Ein paar andere Aktionen sind noch in Planung, aber ich brauche noch etwas Zeit für die Ausarbeitung. Momentan bin ich mit vielen Dingen parallel beschäftigt und komme deshalb nur im Schneckentempo voran.

tredition: Zu guter Letzt: Weshalb sollten Self-Publishing-Autoren und alle Bücherfans Deinen Blog keinesfalls aus den Augen lassen?
Lisa: Wie bei den Büchern, so bin ich auch bei meinem Blog ein Fan von Abwechslung. Wenn es um die Gestaltung von Posts, Bildern oder Aktionen geht, lasse ich mir immer gerne etwas Neues einfallen, damit es keinem Langweilig wird – weder mir noch meinen Lesern. Dazu gehört auch das Vorstellen neuer Bücher und allem, was dazugehört. Ich würde mal behaupten, es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und ich freue mich über jeden, der gemeinsam mit mir Suchen und Finden möchte.

 

Blogs im Porträt: Interview mit Booknerds.de

Christian Popp

Chris Popp, Gründer und Chefredakteur von booknerds.de

Rezensionen über Bücher, Filme, Serien, Dokumentationen oder Hörspiele – eigentlich gibt es nichts, was es auf booknerds.de nicht gibt. Die Bandbreite der besprochenen Medien und Themen ist nicht zuletzt deshalb so groß, da eine 16-köpfige Redaktion regelmäßig für neuen, spannenden Input sorgt. Wir sprachen mit Chris Popp, Gründer und Chefredakteur von booknerds.de,

tredition: Lieber Herr Popp. Sie haben vor knapp über zwei Jahren booknerds.de ins Leben gerufen. Was gab den Anlass dazu?

Chris Popp: Zuerst einmal vielen Dank für diese Interviewmöglichkeit – das war eine sehr schöne Überraschung am heutigen Tag.

Wie es zu booknerds.de kam? Da muss ich weit ausholen. Meine persönliche schreiberische Laufbahn reicht bis 2003 zurück. Alles begann eigentlich aus purer Langeweile. Arbeitslosigkeit, nichts zu tun, verkümmernde Kreativität. Ich konnte nicht einfach nur Medien konsumieren. Dann wagte ich den Sprung ins kalte Wasser. Los ging es mit Musikrezensionen für diverse Onlinemagazine, teilweise auch für etablierte. Mit der Zeit kamen auch Rezensionen zu Büchern und Filmen hinzu. All das übte ich bis Ende 2009 beim im selben Jahr eingestellten Scarred For Life-Onlinemagazin aus, welches sich stilistisch immer weiter öffnete. 2010 fing ich dann gleichzeitig bei Musikreviews.de (online) und beim booknerds.de in medialer Hinsicht gar nicht unähnlichen Printmagazin „noisyNeighbours – das magazin für musik, film, literatur und.“ an. Dort intensivierte sich dann die schreiberische Arbeit bezüglich Film und Literatur. Mir war der vierteljährliche Veröffentlichungsrhythmus allerdings zu langsam, und der begrenzte Platz, den Print mit sich bringt, war frustrierend. Ich wollte das Printmagazin zudem – mit Kollege Klaus Reckert als Rückenstärkung – auch online stärker präsent werden lassen, doch die Vorstellungen gingen dann trotz anfänglicher Begeisterung doch sehr auseinander, und die Online-Angelegenheit verlief wieder im Sande. Man war dort zufrieden mit dem, was man hatte, und das ist auch völlig in Ordnung so, da das Magazin seinen ganz eigenen Charme besitzt. Doch Herr Reckert und ich wollten mehr. Wir wollten es anders angehen, und wir wollten auch vorwärts kommen, mit der Zeit gehen – also entschlossen wir kurzerhand, doch einfach etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, bei dem wir nach unseren eigenen Vorstellungen agieren können. Und so entstand im November 2012 „booknerds.de – literatur und mehr“. Von Herrn Reckert kam auch die Namensidee booknerds.de. Im Grunde war die Gründung eine Kurzschlussreaktion. Zwischen Entschluss und Verwirklichung vergingen nur wenige Tage.

tredition: Könnten Sie kurz das Konzept der Plattform erläutern?

Chris Popp: booknerds.de zu charakterisieren ist gar nicht so einfach, auch das Konzept ist ein offenes. Denn wir sind weder ein klassisches (Literatur)Blog noch ein reines Onlinemagazin, sondern irgendetwas dazwischen. Ein Blog mit journalistischem Anspruch und Teamgedanken – oder ein Magazin mit Blogflair. Ein Hybrid aus Blog und Magazin eben. WirBooknerds wollten von Anfang an multimedial orientierte Inhalte anbieten und uns nicht ausschließlich auf Literatur begrenzen, und so sind wir auch diesbezüglich sehr offen und schreiben Rezensionen über Bücher, Hörbücher, Hörspiele, Filme, Serien, Dokumentationen – und in Zukunft vielleicht auch über Spiele oder weitere Medien. Auch Interviews, Kolumnen und Livebesprechungen kann der Leser bei uns finden.

„Wir möchten den Lesern aufzeigen, dass es jenseits der großen, mächtigen Konzerne wie amazon, Thalia und Co. auch noch andere Buchversandmöglichkeiten gibt.“

Hinzu gesellen sich noch zwei Rubriken, die uns sehr am Herzen liegen und uns vielleicht auch hinsichtlich Originalität etwas von der Masse abheben. Das wäre einmal die Rubrik „Klappe, Text!“, in welcher wir Autoren, Musiker oder sonst wie zu booknerds.de passenden Menschen (das dürfen auch Leser sein, nicht zwingend Künstler) nach dem „Carte blanche“-Prinzip einfach ein kleines Podest bieten. Hier kann man Gedichte, kleine Essays, Kurzgeschichten, Gedankengänge, Lobhudeleien, Meckereien, Nonsens oder wonach auch immer einem gerade ist,  niederschreiben. Außerdem gibt es die Reihe „Der Vinyl-Terrorist“, in welcher sich unser Redakteur Philipp Hoffmann auf originelle Weise über Exemplare aus seinem Plattenschrank des Grauens auslässt. Ebenso arbeiten wir an einer Alternativliste. Wir möchten den Lesern aufzeigen, dass es jenseits der großen, mächtigen Konzerne wie amazon, Thalia und Co. auch noch andere Buchversandmöglichkeiten gibt, zumal viele kleine Buchhandlungen mittlerweile ja auch Versand und Onlinebestellmöglichkeiten anbieten – oftmals schneller als die „Großen“.

Wichtig ist für uns die Unabhängigkeit, und auch Werbung wollen wir vermeiden. Auch möchten wir uns als eigenständige Plattform etablieren, weswegen man von uns Rezensionen bis auf ganz, ganz wenige Ausnahmen auch nicht parallel bei amazon, Lovelybooks etc. finden wird.

Alternativliste booknerds

Anregung zum Bucheinkauf jenseits der Filialisten: booknerds listet lokale Buchhändler und deren Onlineshops auf.

„Hinsichtlich Themen und Genres sind wir völlig offen. Wir sind die absoluten Freischwimmer.“

tredition: Setzt booknerds.de einen Schwerpunkt auf bestimmte Genres und Themen?

Chris Popp: Bezüglich Medien wird die Literatur in Schrift und Ton wohl auch in Zukunft dominieren. Hinsichtlich Themen und Genres sind wir völlig offen. Wir sind die absoluten Freischwimmer. Ob Kinderbuch, Horrorfilm, Lovestory, Comedyserie, Hochintellektuelles, Nonsens, Sachbuch, Fantasy, Science-Fiction oder Experimentalliteratur – es ist völlig egal. Wichtig ist uns nicht, was es ist, sondern wie es ist. Es gibt so viel Spannendes da draußen zu entdecken, da wäre es doch schade, sich durch selbstauferlegte Limitierungen vermeintlich Nichtpassendem zu versperren. Auch beschränken wir uns nicht auf Neuerscheinungen. Wenn jemand ein 15 Jahre altes Buch daliegen hat und unbedingt etwas dazu schreiben möchte: Nur zu. Ein Film aus dem vorletzten Jahr? Gern.

tredition: Wie sollten Autoren vorgehen, wenn sie dem Team von booknerds.de Ihr Buch vorstellen möchten?

Chris Popp: Der beste Weg ist immer der über unser Kontaktformular, wodurch die entsprechende E-Mail direkt bei mir ankommt. Diese E-Mail, in der etwas über das Buch und dessen Autor/in zu lesen sein sollte, leite ich dann an meine Mitschreiber weiter, damit diese auch davon Notiz nehmen können. Anschließend entscheiden wir demokratisch, wer genau was machen möchte (und ob überhaupt). Natürlich kann man uns auch via Facebook, Twitter oder Google+ schreiben, aber letztendlich erweist sich das als umständlich.

tredition: Booknerds.de zählt ganze 16 Redakteure. Wie konnte dieses beachtlich große Team geschaffen werden und wie organisiert Ihr Euch?

Chris Popp: Das Team wuchs von ganz alleine kontinuierlich an. Am Anfang musste durchaus noch die Werbetrommel gerührt werden, doch so langsam sprach sich booknerds.de herum und die Schreiber kamen zu einem großen Teil von selbst oder durch Mundpropaganda seitens der Kollegen. Einige von uns sind Vielschreiber und liefern wöchentlich mehrere Artikel ab, andere wiederum schreiben nur sporadisch – jeder wie er kann und möchte.

Die Organisation ist eigentlich recht simpel, wenn auch zeitaufwändig. Ich bekomme regelmäßig von Verlagen und Labels sowie diversen Promotionagenturen E-Mails. Die meisten davon weisen auf anstehende Veröffentlichungen hin oder beinhalten Vorschauen. Diese leite ich dann an alle weiter. In einer geschlossenen Facebookgruppe, sozusagen unserem Redaktionsbereich, melden wir dann kalenderwochenweise wöchentlich unsere Wünsche, einigen uns bei eventuellen Überschneidungen, und am Anfang der darauf folgenden Woche bestelle ich dann die Besprechungsexemplare. Auch Titel aus dem eigenen Fundus der Redakteure werden so angemeldet. Und eine Woche später geht das Spielchen dann wieder von vorne los.

Anschließend pflegen die Schreiber nach getaner Lektüre/getanem Hör- oder Sehgenuss überwiegend selbstständig durch ein von mir erstelltes Redaktionshandbuch ihre Artikel ein, laden Cover (und bei Filmen Szenenbilder) hoch und speichern das Ganze ab. Die Korrektur und das finale Layout übernehme ich dann selbst und veröffentliche danach die Artikel. Und selbstverständlich erhalten die uns die Rezensionsexemplare zur Verfügung stellenden Kooperationspartner nach online gestelltem Artikel den Beleglink. Obendrein teile ich unsere Artikel dann auch auf unseren Social-Network-Seiten bei Facebook, Twitter und Google+. In vielen Fällen posten wir auch auf die jeweiligen Verlags- und Künstlerpinnwände. Die Film- und Serienrezensionen werden zusätzlich noch auf ofdb.de verlinkt.

„Es gibt zahlreiche integre Selfpublisher, die ihre Arbeit ehrlich und unaufdringlich promoten.“

tredition: Der Self-Publishing-Markt in Deutschland wächst rasant. Wie seid Ihr unabhängigen Autoren gegenüber eingestellt?

Chris Popp: Grundsätzlich offen. Allerdings veröffentlichen zahlreiche Selfpublisher ihre Bücher ausschließlich als eBook, und viele unserer Schreiber (inklusive mir) sind eher Verfechter des papiernen Buches. Wer uns ein gedrucktes Buch anbietet, hat grundsätzlich bessere Chancen auf eine Rezension im Interessefall als jemand, der lediglich ein eBook anzubieten hat. Da scheinen wir im Team als Leser überwiegend konservativ veranlagt zu sein.

Wie meine Kollegen unabhängigen Autoren bzw. Selfpublishern gegenüber eingestellt sind, kann ich nicht kollektiv in deren Namen beantworten, denn da hat jeder seine eigene Einstellung und seine eigenen Erfahrungen – und unsere Redakteurin Juliane Vogler ist ja selbst Autorin und Selfpublisherin.

Ich für meinen Teil sehe in der SP-Szene mehr oder minder „solche und solche“. Es gibt zahlreiche integre Selfpublisher, die ihre Arbeit ehrlich und unaufdringlich promoten. Allerdings gibt es auch jene, die beinahe täglich ihre eBooks promoten. Da schwindet zumindest von meiner Seite aus sehr schnell das Interesse. Die individuelle Qualität, auf welche die Leseproben, die ich mir so zu Gemüte führe, schließen lassen, variiert erheblich. Da sind wirklich talentierte Vertreter unterwegs, aber auch solche, bei denen man die Hände über dem Kopf nur zusammenschlagen kann. Selbiges gilt auch für die Cover, die von billig, klischeehaft über nichtssagend bis interessant und verlockend alles zu bieten haben.

Als wirklich negativ empfinde ich allerdings zwei Dinge: Zum einen scheint es zahlreiche Autoren zu geben, die geistigen Diebstahl begehen, fremde eBooks kopieren/plagiieren, diese dann als ihre eigenen ausgeben und sie auch verkaufen. Noch schlimmer finde ich es allerdings, dass es diverse Selfpublisher gibt, die sich gegenseitig „hochrezensieren“: Gibst du mir eine 5-Sterne-Rezension, gebe ich dir auch eine. Gerade wenn dieselben Rezensentennamen immer wieder auftauchen und sich die meist kurzen, absolut nichtssagenden Rezensionen (ausnahmslos 5 Sterne) doch sehr ähneln, ist da doch etwas faul…

Gerade letztere zwei Vertreter der Spezies Selfpublisher ruinieren den Ruf all jener Selfpublisher/Indie-Autoren, die ehrlich unterwegs sind.

„Viele unserer Schreiber sind eher Verfechter des papiernen Buches.“

tredition: Was muss ein Buch auszeichnen, das Euch begeistert und zu einer Rezension veranlasst?

Chris Popp: Es muss auf irgendeine Weise interessant wirken. Das kann eine Werbeanzeige, ein Klappentext, das Cover, ein YouTube-Trailer, Mundpropaganda, ja manchmal sogar eine Rezension auf anderen Blogs oder in anderen Magazinen sein. Irgendetwas eben, das den Impuls auslöst, sich damit auseinandersetzen zu wollen.

tredition: Welche Pläne gibt es 2015, booknerds.de weiterzuentwickeln?

Chris Popp: Sagen wir es mal so: Wir möchten niemals aufhören, uns weiterzuentwickeln. Der nächste Schritt ist, den Lesern noch regelmäßiger Artikel bieten zu können, natürlich noch mehr Leser auf unsere Seite zu ziehen und irgendwann vielleicht – ohne Werbung – wenigstens ein paar Euro zur Deckung der zum Glück noch geringen Kosten für booknerds.de reinzuholen. Außerdem möchten wir versuchen, die Leser zu mehr Diskussionen anzuregen. Wir haben zwar ein Forum, doch dieses ist leider sehr, sehr ruhig. Auch wird nicht allzu viel bei uns kommentiert, was irgendwie schade ist. Also werden wir zusehen, dass die Interaktivität künftig benutzerfreundlicher ausfällt.

In nicht allzu ferner Zukunft wird booknerds.de optisch und funktionell eine deutlich erkennbare Frischzellenkur erhalten. Das Layout wird magazinlastiger und weniger „bloggy“ sein, damit der Leser auf der Hauptseite nicht nur die letzten x Artikel aus allen Genres und Medienbereichen untereinander mit angeteaserten Texten zu sehen bekommt, sondern nach Medien gegliedert: Die x neuesten Buchrezensionen, die x neuesten Filmrezensionen, die x neuesten Hörbuchrezensionen und so weiter und so fort. Auch wird die neue Seite „responsive“ sein, sprich, sie wird sich automatisch an das benutzte Endgerät anpassen. Tablet, Smartphone, PC, Phablet – überall soll booknerds.de intuitiv zu bedienen sein. Auch sind wir darum bemüht, dass unsere Smartphone- und Tablet-App auf möglichst vielen Systemen und auch langfristig verfügbar ist.

Wir schreiben, um auch gelesen zu werden. Nur möchten wir möglichst unaufdringlich auf uns aufmerksam machen. Und so schließt sich der Kreis zum Anfang unseres Interviews, für das ich nochmals danken möchte – denn es ist eine großartige Möglichkeit, den Leserkreis noch ein wenig zu erweitern.

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