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Dagmar Cassier Sex-Pass Portrait

Lassen Sie sich aufklären – Dagmar Cassiers hilft Paaren, die sexuelle Passgenauigkeit zu bestimmen!

Dagmar Cassier Sex-Pass Portrait

Bild: Dagmar Cassiers veröffentlicht mit ihrem Werk „Sex-Pass“ ein außergewöhnliches Werk, das mit vielen Fragen die Möglichkeit bietet, das eigene Sexual-Profil zu konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzustimmen.

Dagmar Cassiers ist als Diplompädagogin und Heilpraktikerin, Beraterin und Coach in Berlin tätig. In ihrer langjährigen Tätigkeit als Paartherapeutin kommt sie immer wieder mit Menschen in Kontakt, bei denen die Beziehung einfach nicht rund läuft. Oftmmals ist das Liebesleben, das vor sich hin dümpelt, Schuld. Dagmar Cassiers hat einen unorthodoxen Weg gefunden, diesen Paaren zu helfen. Denn die entscheidende Frage ist nicht, ob der Sex „gut“ oder „schlecht“ ist, sondern ob zwei Menschen sexuell zueinander passen. Und die Antwort hält Cassiers außergewöhnliche Veröffentlichung „Sex-Pass“ bereit. Das Buch kommt nicht als normales Fach- oder Sachbuch, als Ratgeber oder Selbsthilfebuch im herkömmlichen Sinn daher. Mit 423 Fragen bietet das Buch die Möglichkeit, das eigene Sexual-Profil zu konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzustimmen und eine Gesprächsgrundlage zu bieten. Mit dieser Hilfe werden ein aufgeklärter und offener Umgang mit Sexualität und als Konsequenz eine harmonische Beziehung mit dem Partner möglich.

Wir haben mit Dagmar Cassiers über Ihr Buch, das Tabuthema Sexualität und die Lösung von Beziehungsproblemen gesprochen.

Mein Buch versteht sich als Impulsgeber und roter Faden für sexuelle Zwiegespräche und hilft die Worte zu finden, die für ein Paar bisher vielleicht unaussprechlich schienen.

tredition: Liebe Frau Cassiers, Sie sind Paar-Therapeutin in Berlin. Jetzt haben Sie einen Ratgeber zum Thema Sexualität herausgegeben. Wie ist die Idee entstanden?

Dagmar Cassiers

Bild: Dagmar Cassiers ist der Ansicht, dass unglückliche Paare oft dasselbe Problem vereint: die sexuelle Unzufriedenheit. In ihrem aktuellen Buch schafft sie Abhilfe.

Dagmar Cassiers: In meiner Praxis sehe ich die unglücklichen Paare, die bereits viele erfolglose Beziehungs-Reparatur-Versuche hinter sich haben. Dann kann es ja nur sinnvoll sein, die Beziehungs-Probleme mal auf einer anderen Ebene zu beleuchten. Wird das Kriegsbeil tatsächlich wegen der Unverträglichkeiten im Alltag, Haare im Waschbecken, schief ausgequetschte Zahnpastatube, falsch aufgehängtes Klo-Papier, unterschiedliche Vorstellungen von Ordnung im Haushalt oder von Kindererziehung, ausgegraben? Oder sind das letztendlich Stellvertreter für sexuelle Frustration, über die nicht geredet wird.

Um diese Sprachlosigkeit zu überwinden, gibt es jetzt den Sex-Pass mit dem Fragen-Katalog. Mein Buch versteht sich als Impulsgeber und roter Faden für sexuelle Zwiegespräche und hilft die Worte zu finden, die für ein Paar bisher vielleicht unaussprechlich schienen. Nur das präzise Ansprechen und Benennen sexueller Bedürfnisse bringt Klarheit.

Sexualität ist überall präsent!

tredition: Öffentlich möchten die wenigsten über Probleme in diesem Bereich sprechen, es gibt aber scheinbar viel Gesprächsbedarf?

Dagmar Cassiers:  Öffentlich wird über das Thema Sexualität sehr wohl gesprochen, ganz oft polarisierend, entweder zensierend mit erhobenem moralischem Zeigefinger oder pornographisierend auf eindeutig zweideutige Art und Weise. Sexualität ist überall präsent: Dessouswerbung auf Plakaten, halbnackte Menschen im Sommer, fast Nackte am Strand, sexy Gekleidete, Fotos und Homestories von Prominenten, die uns an ihrem Sexualleben teilnehmen lassen, Filme und Berichte über das, was angeblich Frauen wünschen, was angeblich Männer wünschen, Ratschläge, die uns garantiert glücklich und sexuell zufrieden machen. All das hat Vorbildwirkung, und wir versuchen diesen Vorbildern und Sex-Idolen nachzueifern. Und das geschieht meistens stillschweigend ohne große Worte nach dem Motto wenn die das können, dann können wir das auch. Verwundert stellen wir fest, die Realität im eigenen Schlafzimmer sieht ganz anders aus. Die Folge davon: Frust, Enttäuschung, das Gefühl zu versagen, zu scheitern. Aus meiner Sicht gibt es nur einen Weg aus diesem Dilemma: weg von den vermeintlichen Vorbildern, hin zur eigenen individuellen Sexualität. Und das geht eben nur, wenn ich mit meinem/r Partner/in offen und ehrlich rede. Nur das präzise Ansprechen, Aussprechen und Benennen eigener, individueller sexueller Wünsche und Bedürfnisse bringt Klarheit.

tredition: In Ihrem Buch  vertreten Sie die These auf, dass unglückliche Paare oft dasselbe Problem vereint: die sexuelle Unzufriedenheit. Können Sie das genauer erklären?

 

Sex-Pass

Bild: Cover „Sex-Pass“ von Dagmar Cassiers

Dagmar Cassiers: Selbst Paare, die im Alltag viele Gemeinsamkeiten verbindet, dieselben Vorlieben beim Essen, der selbe Musikgeschmack, das gleiche Hobby, ähnliche Wertvorstellungen, ähnliche Lebensphilosophie und Interessen, geraten regelmäßig in Streit über Kleinigkeiten und Banalitäten. Sie vermitteln nach außen das Bild einer glücklichen Beziehung und können sich selbst nicht erklären, woher die negativen Gefühle und Unzufriedenheiten kommen, die sich peu à peu in die Beziehung eingeschlichen haben, warum die Liebe auf der Strecke geblieben ist. In den seltensten Fällen erkennen diese Paare  den Zusammenhang zwischen ihrer Beziehungsunzufriedenheit und ihrer unausgesprochenen sexuellen Unzufriedenheit, die auf extrem unterschiedlichen sexuellen Bedürfnissen beruht. Als Folge entwickeln mehr und mehr Sex-Vermeidungs-Strategien: Migräne, Kopfschmerzen, müde von einem anstrengenden Arbeitstag, Stress mit den Kindern, am nächsten Morgen früh aufstehen müssen, ich glaube ich brüte eine Erkältung aus, geh Du schon mal schlafen, ich hab noch zu tun und komme später nach, die Kinder sind noch wach und könnten uns hören, ich habe mich über Dich geärgert, weil Du wieder vergessen hast worum ich Dich gebeten habe, jetzt bin ich nicht in Stimmung, Du willst immer nur das Eine, und und und …..die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Das Paar dreht sich im Teufels-Kreis: Der eine fühlt sich abgelehnt, gekränkt, als abgewiesener Bittsteller, der andere fühlt sich unverstanden, bedrängt, in die Defensive, Rechtfertigung und Flucht gedrängt. Beide haben keine Chance auf Bedürfnis-Befriedigung innerhalb der Beziehung. Je nach Temperament bewegen sich die Partner zwischen Resignation, Frustration, Rückzug, innerer Kündigung,, Fremdgehen, Kriegserklärung, Trennung.

Beim Thema Sex herrscht zwischen vielen Paaren offensichtlich große Sprachlosigkeit.

tredition: Können Sie uns und den Lesern die Kernaussagen des Buches vorstellen?

Dagmar Cassiers: Wer fragt gewinnt………

In meiner langjährigen Tätigkeit als Paartherapeutin komme ich regelmäßig mit Menschen in Kontakt, die trotz viel guten Willens einfach keine echte Befriedigung mit einander erleben.

Dagmar Cassier Sex-Pass Portrait

Bild: Eine offene und konstruktive Kommunikation ist das A und O einer funktionierenden Beziehung!

Sexualität verträgt keine Normierungen, es gibt nicht den guten oder den schlechten Sex per se. Partner lassen sich viel zu oft auf eine Sexualität ein, die sich an vermeintlichen klischeehaften sexuellen Standards oder überwiegend an den sexuellen Erwartungen des Partners orientiert. Sie erbringen fremdbestimmte Anpassungsleistungen und vernachlässigen dabei die eigenen sexuellen Wünsche und Bedürfnisse. Das ist ein perfekter Nährboden für ausgesprochene und unausgesprochene Konflikte und Beziehungsstress, mit negativen Auswirkungen auf die Beziehungsdynamik insgesamt und damit auch in erheblichem Maß auf die partnerschaftliche sexuelle Interaktion.

Diese Schieflage lässt sich umschiffen, wenn Menschen sich ihre eigenen sexuellen Bedürfnisse bewusst machen und gleichzeitig akzeptieren, dass der Partner möglicherweise etwas ganz anderes will und braucht, um sexuell befriedigt zu sein. Beim Thema Sex herrscht zwischen vielen Paaren offensichtlich große Sprachlosigkeit. Wenn Paare lernen miteinander auch darüber ehrlich und offen zu kommunizieren, dann eröffnen sich Möglichkeiten, Verbindendes und Trennendes in der partnerschaftlichen Sexualität zu entdecken. Es lohnt gemeinsam darüber nachzudenken oder auszuprobieren, wie das sexuell Verbindende gestärkt werden kann,  welche Kompromisse beim sexuell Trennenden für beide authentisch vorstellbar und realisierbar sind, und wo die Grenzen der Kompromissbereitschaft sind. Der Fragenkatalog mit den 423 Original-Fragen aus dem Sex-Pass versteht sich als Impulsgeber für so ein sexuelles Zwiegespräch, als roter Faden und hilft die Worte zu finden, die für ein Paar bisher vielleicht unaussprechlich schienen. Das ebnet den Weg zum sexuellen Ich und zum sexuellen Du und im Idealfall zum sexuellen Wir.

tredition: Was unterscheidet Ihr Buch von anderen Ratgebern in diesem Bereich?

Dagmar Cassiers: Die Ratgeber, die ich kenne, versuchen passend zu machen, was oftmals nicht zusammen passt. Sexualität ist ein Trieb und ein menschliches Grundbedürfnis. Wissenschaftliche Forschungen gehen davon aus, dass die Gene überwiegenden Anteil an der Libido-Entwicklung haben. Nachrangig tragen soziale, familiäre, kulturelle, religiöse, lebensgeschichtliche Einflüsse zur Ausformung und Ausprägung der individuellen Sexualität bei. Deshalb habe ich keinen Ratgeber im klassischen Sinn geschrieben. Mein Rat ist es: Zuerst kommt die Bestandsaufnahme, dann müssen daraus die, für die Beziehung entsprechenden sinnvollen Konsequenzen gezogen werden. Nach dem Motto: Erkenne dich selbst und deinen sexuellen Fingerabdruck, lebe danach und rede darüber. Kommunikation ist alles, ohne Kommunikation gibt es eine hohe Irrtumswahrscheinlichkeit.. Die Ausführlichkeit und Präzision der Fragen und das Skalierungssystem der Antwortmöglichkeiten ist ein Alleinstellungsmerkmal meines Buches: Je konkreter und detaillierter sexuelle Themen in Frageform und ohne Peinlichkeit angesprochen werden, um so aussagekräftiger sind die Antworten, vor allem wenn sie die Möglichkeit der Abstufung bieten. Gängige Ratgeber stellen meist oberflächliche, pauschalisierende Fragen, die in der Regel nur mit ja oder nein zu beantworten sind. So bringen sie kein Licht ins Dunkel, erhellen nicht das individuelle sexuelle Profil

tredition: Mit einem Fragenkatalog kann man in Ihrem Buch das eigene Sexual-Profil konkretisieren und mit dem des Partners oder potenziellen Partners abzugleichen. Muss man sich von einem Lebenspartner verabschieden, wenn dieses Profil nicht übereinstimmen sollte oder kann man auch zusammen lernen?

Cover Arbeitsheft Sex-Pass

Bild: Zum Ratgeber „Sex-Pass“ liegt im tredition-Verlag auch das passende Arbeitsheft von Dagmar Cassiers vor.

Dagmar Cassiers: Es kommt darauf an, wie groß die Unterschiede sind. Wenn die Antworten beider sich immer noch im Bereich der green flags bewegen, dann gibt es eine große Schnittmenge  von Gemeinsamkeiten und ein hohes Maß an sexueller Zufriedenheit. Bei dieser hohen Passgenauigkeit sollte das Paar den gemeinsamen Sex bewusst genießen und vielleicht neugierig sein, ob es noch mehr Gemeinsamkeiten zu entdecken gibt.

Antworten im Bereich der yellow flags haben immer noch Potenzial für ein Kür-Programm zur sexuellen Zufriedenheit in der Beziehung. Bei dieser ausreichenden Passgenauigkeit  sollte sich das Paar auf die Gemeinsamkeiten fokussieren, um miteinander die individuelle Kompromissbereitschaft bei kleineren, weniger gravierenden Unverträglichkeiten auszuloten. Partner, deren Antworten überwiegend im red flags Bereich liegen, sollten dringend miteinander reden. Hier stoßen sexuelle Gegensätze, Unverträglichkeiten und Unzufriedenheiten aufeinander. Bei diesen gravierenden Pass-Ungenauigkeiten  kommt es darauf an, dass sich das Paar in seiner Individualität gegenseitig akzeptiert und zu gemeinsamen Vereinbarungen kommt. Es ist zumindest eine Überlegung wert, ob der Mangel an sexueller Befriedigung partiell akzeptabel ist und ob elementare sexuelle Bedürfnisse unbedingt innerhalb der Beziehung befriedigt werden müssen. Das kann z.B. bedeuten, dass die Sexualität einvernehmlich aus der Beziehung ausgelagert wird. Wenn die Grenzen der Kompromissbereitschaft überschritten sind, dann kann auch Trennung eine gute Lösung sein.

tredition: Liegt das Problem generell weniger bei unerfüllten Wünschen als bei der Kommunikation? Kann man durch Reden weiterkommen?


Dagmar Cassiers: Kommt darauf an, welche Erwartungen an das Reden geknüpft werden, welche Ziele das Reden verfolgt. Wenn das Reden aus Vorwürfen besteht oder das Ziel verfolgt, den Anderen unter allen Umständen verändern oder anpassen zu wollen, dann wird das Reden im Konflikt enden. Aus meiner Sicht sind unerfüllte unbefriedigte sexuelle Wünsche der Kern partnerschaftlicher Probleme. Grundsätzlich ist Kommunikation das A und O in einer Beziehung. Schweigen, rumdrucksen, um den heißen Brei herumschleichen löst keine Probleme. Sexuelle Vorlieben, die ich dem Partner verheimliche, töten die Intimität und sind ein Türöffner für Untreue. Reden sollte Offenheit, Ehrlichkeit und Wertschätzung sich selbst und dem Partner gegenüber bedeuten, um Klarheit und Verbindlichkeit für die Beziehung und den Umgang mit einander zu schaffen.

tredition: Was wäre denn eigentlich der Idealfall einer Beziehung?

Dagmar Cassiers: Im Idealfall zeichnet sich eine Beziehung durch eine hohe sexuelle Passgenauigkeit aus. Voraussetzung, um sich ein klares Bild über das Maß der partnerschaftlichen sexuellen Passgenauigkeit zu verschaffen, ist die Bereitschaft des Paares, sich offen, ehrlich und vorurteilsfrei über das eigene sexuelle Profil auszutauschen.  Eine sexuell stimmige Beziehung schafft Harmonie, die in den Alltag, in alle Lebensbereiche ausstrahlt.  Paare, die sexuell gut zu einander passen, haben eine starke, stützende und tragfähige Basis für ihre Beziehung. Auf dieser Basis lassen sich Meinungsverschiedenheiten in unterschiedlichen Kontexten sozialverträglich aushalten oder lösen und es gibt keine Veranlassung für heimliches Fremdgehen oder für alltäglichen frustrierenden Kleinkrieg. Diese Paare gehen achtsam und liebevoll mit einander um, weil sie sich bewusst sind, dass ihre Beziehung ein außergewöhnlicher Glücksfall ist.

tredition: Was sind Ihre wichtigsten Tipps für eine gut funktionierende Partnerschaft?

Dagmar Cassiers: Allgemeingültige Pass-Partout-Tipps gibt es aus meiner Sicht nicht. Was eine gut funktionierende Partnerschaft ist, muss jedes Paar für sich individuell definieren, und damit auch Prioritäten setzen, was wichtig, weniger wichtig oder am wichtigsten ist. Es gibt keine Norm für Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen in Partnerschaften, und eben so wenig gibt es Normen für den Umgang mit ihnen. Entscheidend ist, dass ein Paar gemeinsam Beziehungs-Verantwortung übernimmt, statt stillschweigend zu hoffen, dass sich alles auf wundersame Weise irgendwie von alleine regelt. Wichtig ist es, zu diesen Themen ins Gespräch kommt, sich auszutauschen und die Spielregeln für die Partnerschaft zu vereinbaren.

  Das schöne und wertvolle an diesem Buch ist, dass es nicht nur eine Bestandsaufnahme ermöglicht, sondern dass uns die Autorin auch zeigt, wie denn Gespräche und Übungen in der Sexualberatung gelingen können.

tredition: Welche Rückmeldungen haben Sie bisher von Lesern auf Ihr Buch erhalten?

Dagmar Cassiers: 

Sex-Pass Portrait Cassiers

Bild: Das Gleichgewicht in der Partnerschaft ist zentral für eine harmonische Beziehung

Das schreiben Leser meines Buches:

      Das Buch ist sehr informativ. Ich kann es Personen empfehlen, die mehr über ihre Sexualität erfahren möchten oder in deren Partnerschaft es Schwierigkeiten gibt. Denn die Autorin möchte Hilfen bei sexuellen Problemen in einer Ehe oder Partnerschaft anbieten.
Zum Inhalt: Als erstes werden acht Probleme allgemeiner Art besprochen, die zu Schwierigkeiten führen können, z.B. das Alter, Machtstrukturen, Sprachlosigkeit. Dann folgen vierzehn Beispiele aus der Beratungspraxis, in denen die unterschiedlichsten Schwierigkeiten angesprochen werden. Auf homo- und bisexuelle Beziehungen geht die Autorin nicht ein, da dies den Rahmen des Buches sprengen würde. Aber viele Aussagen das Buches lassen sich auch auf diese Beziehungen übertragen.
Es folgt der wichtigste Teil des Buches: Die Autorin geht davon aus, dass jede Person andere sexuelle Vorlieben, Strukturen und Abneigungen hat. Um diese genauer zu betrachten, enthält das Buch 423 Aussagen aufgeteilt auf 28 unterschiedliche Aspekte des sexuellen Zusammenseins. Bei jeder Aussage kann man ankreuzen, wie wichtig bestimmte Verhaltensweisen oder Wünsche für mich sind: 1. Ist mir sehr wichtig, 2. Mag ich, 3. Egal, bin ich leidenschaftslos, 4. Mag ich nicht so sehr, 5. Geht überhaupt nicht. Außerdem ist bei jeder Aussage Raum für eine kurze Bemerkung. In einer Paarbeziehung ist es sinnvoll, wenn die Partner zu allen Aussagen unabhängig von einander Stellung nehmen. Dazu wäre jedoch eine weitere Liste notwendig. Diese fehlt. Dies kritisiere ich. Ich wünsche mir, dass die Liste für den Partner im Buch enthalten ist oder dass man die Liste der Aussagen im Internet für den Partner abrufen kann.
Beim Vergleich der markierten Wünsche und Vorlieben in einer Partnerschaft ergeben sich mehrere Möglichkeiten: Wenn die Ansichten im wesentlichen übereinstimmen, ist alles in Ordnung. Bestehen größere Unterschiede, dann besteht Gesprächsbedarf. Die Autorin gibt keine Ratschläge, sondern geht von einvernehmlichen Absprachen aus. Wenn die Einstellungen total gegensätzlich sind (z.B.: Ist mir sehr wichtig, dagegen: Geht überhaupt nicht), dann ist eine für beide Partner annehmbare Verständigung langfristig so schwer erreichbar, dass eine Trennung in der Regel besser ist.
Ausführlich wird die Frage besprochen, wie man eine Partner findet, der zu den eigenen sexuellen Vorstellungen und Wünschen passt. Diese kennt man aus den Bewertungen der 423 Aussagen. Abschließend werden noch weitere Probleme betrachtet, die das sexuelle Zusammensein erschweren können: der Erziehungsstil im Elternhaus (ungünstige Bindungsstile) und unterschiedliche Charaktere (unterschiedliche Persönlichkeitsstrukturen). Dies zeigt, dass es offenbar weitere Faktoren im sexuellen Zusammensein gibt, über die man im Zweifelsfall nachdenken sollte. D.h. aber auch, das Buch besitzt Grenzen bei der Hilfe für sexuelle Schwierigkeiten.
Im ganzen ist das Buch sehr informativ, u.U. auch hilfreich und daher empfehlenswert. Die einzelnen Teile betrachten die Probleme bei der Sexualität aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ich bin erstaunt und überrascht, wie viele Ursachen es für sexuelle Schwierigkeiten gibt.

      Schön, dass es endlich ein Buch gibt, das Paarprobleme so beleuchtet. Der Fragenkatalog eignet sich hervorragend, um mit Paaren an dem Thema sexuelle Übereinstimmung zu arbeiten. Der theoretische Teil ist gut verständlich. Absolut empfehlenswert

      Das schöne und wertvolle an diesem Buch ist, dass es nicht nur eine Bestandsaufnahme ermöglicht, sondern dass uns die Autorin auch zeigt, wie denn Gespräche und Übungen in der Sexualberatung gelingen können. Dabei enthält sie sich persönlicher Wertungen und geht absolut klientenzentriert vor, was in manchen Fällen dann auch in eine Trennungsberatung münden kann. Ich empfehle allen Kolleginnen und Kollegen deshalb dieses Buch ausdrücklich. Dr. Werner Weishaupt Dozent und VFP-Supervisor (Verband freier Psychologen

      Stimmt! Ein sachliches, aber durchaus nicht trockenes oder langweiliges Buch. Interessant die Darstellung von „Sexuellen Beziehungsfallen“. die das partnerschaftliche Zusammenleben verändern. Die Darstellung von sexuellen Unterschieden in der deutschen „Sexuellen Nachkriegsgeschichte“ ist gerade hier in Berlin sehr interessant. Die Fallbeispiele von sexuellen „Partnerschaftskonflikten“ verdeutlichen und verbildlichen das Anliegen des Buches. Das Kernstück sind die 423 Fragen zur sexuellen Passgenauigkeit. Nicht schwammige, offene Fragen, sondern ganz konkrete, detaillierte Aussagen zu sexuellen Wünschen kann man alleine oder mit dem Partner ankreuzen.
Die Fragen sind in 28 Kategorien eingeteilt. Ich verwende manchmal in der hausärztlichen Praxis bei sexuellen Partnerproblemen einzelne Kategorien. Die Patienten können sich dann den Sex-Pass kaufen und die Fragen gemeinsam besprechen.
Ein solches Buch zur Klärung sexueller Paarprobleme gab es bisher noch nicht auf dem Markt.

      Um es vorweg zu nehmen, dies ist kein Schmuddelbuch!
Im Gegenteil. Hier erfährt der geneigte Leser und Durchschnittssextreibende viel über sich und mögliche Spielarten der Sexualität.
Mit ihren 423 Fragen schafft es Dagmar Cassiers die geheimsten sexuellen Wünsche und Fantasien an die Oberfläche zu holen und deren Bedeutung in ein Werteschema zu bringen. Speziell bei jungen Beziehungen stellen Mann und Frau ja oft fest, dass „es“ nicht wie gewünscht passt. Mit ihren drei Ampelfarben grün (passt), gelb (Redebedarf) und rot (passt nicht) zwingt sie (bei ehrlichen Antworten der beiden Partner) den Leser sich und seine sexuellen Wünsche und Vorlieben zu benennen und zu bewerten.
Im Prinzip sollten alle Paare, die auf Sexualität Wert legen, diesen Fragebogen VOR der festen Beziehung/Ehe/Partnerschaft getrennt ausfüllen.
Sehr empfehlenswert

Bild: Lassen Sie sich mit Dagmar Cassiers Ratgeber aufklären! 423 Fragen warten auf Sie und Ihren Partner!

tredition: Wie geht es mit Ihnen und Ihrem Buch nun weiter? Was sind Ihre Pläne?

Dagmar Cassiers: In erster Linie hoffe ich auf flächendeckende Verbreitung meines Buches „Sex-Pass“ und des dazu passenden „Arbeitsheftes“, damit viele LeserInnen von meinem innovativen Ansatz der Paarberatung profitieren, damit es zukünftig viel mehr nachhaltig glückliche Beziehungen, glückliche Paare gibt. Ich träume davon, dass mein Sach-Buch irgendwann in aller Munde ist und es in die Hitliste der Standardwerke zum Thema Beziehungs- Paar- und Sexual-Therapie schafft. Mittlerweile arbeiten bereits einige Therapie- und Coaching-KollegenInnen mit meinem Buch, und ich arbeite daran, dass es noch mehr werden. Dem entsprechend wünsche ich mir steigende Verkaufszahlen als sichtbares Zeichen für den Verkaufserfolg. Ich selber  stelle immer wieder in der Arbeit mit meinen KlientenInnen fest, dass der Sex-Pass ein äußerst effektives Instrument in den Sitzungen ist, und dass das Arbeitsheft  zuhause sehr gerne für die individuelle Bearbeitung von Beziehungs-Themen genutzt wird.

Besonders für Autoren-Neulinge ist Self-Publishing eine Möglichkeit, das eigene Buch schnell und unkompliziert zu veröffentlichen.

tredition: Was ist Ihre Meinung zum Self-Publishing?

Dagmar Cassiers: Besonders für Autoren-Neulinge ist Self-Publishing eine Möglichkeit, das eigene Buch schnell und unkompliziert zu veröffentlichen. Man hat schnell ein Erfolgserlebnis, wenn man das eigene Buch, in das man so viel Herzblut, know how, Zeit und Energie investiert hat, endlich in den Händen hält, ohne das endlose und meist erfolglose Klinken-Putzen bei Agenturen, Lektoren  und Verlagen. Um einen Fuß in die Tür eines Verlages zu bekommen, braucht man einen langen Atem und sehr viel Selbstbewusstsein, um das eigene Manuskript zu verteidigen, gegenüber den vielfältigen und teilweise sehr unterschiedlichen Veränderungs-Forderungen der Entscheidungsträger in den Agenturen und Verlagen

tredition: Wie kam es zu Ihrer Entscheidung für eine Veröffentlichung im Self-Publishing-Verlag / und warum gerade für tredition?

Dagmar Cassiers: Fast 3 Jahre bin ich mit meinem Buch schwanger gegangen – von der ersten Idee bis zum letzten Punkt hinter dem letzten Satz. Ich habe endlos recherchiert, formuliert und umformuliert bis ich von dem Ergebnis überzeugt war. Bis dahin hatte ich alles selber in der Hand, und es war mir wichtig, auch den Rest in der Hand zu behalten: also das Cover-Layout, das Format, die Papierqualität. Ich wollte mir von niemandem reinreden lassen und die Veröffentlichung als krönenden Abschluss so schnell wie möglich über die Bühne bringen. Und das ist mit tredition sehr zufriedenstellend gelungen: das Prozedere ist auch für Ungeübte gut zu handeln, das Druckergebnis (sofern bei tredition in Auftrag gegeben) ist qualitativ hochwertig, die Unterstützung ist professionell, kompetent und servicefreundlich. Die sehr ansprechende Website und das Konzept der Zwitterstellung zwischen Selfpublishing- und Verlags-Welt haben mir die Entscheidung für tredition leicht gemacht. Außerdem habe ich immer, von Anfang an, sehr nette und hilfsbereite Ansprechpartnerinnen, wenn ich mich mit einem Anliegen an tredition wende, egal ob telefonisch oder per Mail.

Dagmar Cassiers

Bild: Dagmar Cassiers betrachtet das Thema Beziehung, Paare und Sexualität aus einem anderen Blickwinkel als bislang allgemein üblich.

tredition: Haben Sie im Bereich Veröffentlichung besondere Tipps an andere Autoren?

Dagmar Cassiers: Ich kann kurz beschreiben, wie ich vorgegangen bin. Eigene berufsbezogene und auch private Erfahrungen haben mich zu der Überlegung gebracht, das Thema Beziehung, Paare und Sexualität mal aus einem anderen Blickwinkel zu beleuchten mit einem anderen Fokus zu betrachten, als bislang allgemein üblich. Damit stand der Themenschwerpunkt schon mal fest und auch der Personenkreis, den ich ansprechen möchte. Und auch das Genre, dem ich mein Buch zuordnen möchte, stand damit fest: Es soll ein Sach-Buch sein. Die Expertise für das Thema hatte ich bereits, was ich schreiben will und kann war klar, nur das Wie war noch ein Fragezeichen. Ich hab mir dann viele Sachbücher in meinen Bücherregalen angeschaut, um ein Gespür dafür entwickeln, was mich – unabhängig vom Thema – besonders anspricht, mich zum Lesen eines Sach-Buches motiviert: geachtet hab ich dabei auf Struktur, Aufbau, Format, verwendete Stilmittel, Schrift, Grafik etc. Daraus hab ich dann den roten Faden für Aufbau und Struktur meines Buches entwickelt. Mir hat diese Vorgehensweise sehr geholfen.

Bloß nicht darauf hoffen oder vertrauen, dass sich ein Buch ganz von alleine verkauft, jedenfalls nicht so lange ich als blutiger Autoren-Newcomer den Markt betrete. Dann braucht es viel Zeit und Geduld und gute Strategien, bis der Verkauf an Fahrt gewinnt.

tredition: Welche Marketingmaßnahmen haben Sie für Ihr Buch bereits vorgenommen? Hatten Sie von Anfang an einen Marketingplan?

Dagmar Cassiers: Im Wesentlichen habe ich die Werbetrommel in meinem beruflichen, privaten und sozialen Umfeld gerührt, sowohl im persönlichen Kontakt, als auch über Facebook &  Co. Dabei habe ich vor allem auf den Schneeball oder besser noch auf den Lawineneffekt gesetzt. Zusätzlich habe ich Rezensionsexemplare vom Sex-Pass an Experten, Fachzeitschriften und Institutionen aus den relevanten Fachgebieten verschickt. Anfänglich bin ich davon ausgegangen, bzw. habe ich mich darauf verlassen, dass tredition mit seinen vielfältigen, umfangreichen, aktiven Vermarktungs-Strategien und Möglichkeiten für ausreichend hohe Sichtbarkeit und Auffindbarkeit meines Buches sorgt. Deshalb hatte ich erst einmal keinen eigenen Marketingplan auf dem Schirm. Da sehe ich für mich natürlich dringenden Nachholbedarf in Bezug auf vermarktungstechnische Eigeninitiative, vielleicht ist ja dieses Interview ein erster Schritt in die richtige Richtung.

tredition: Was können Sie in Bezug auf das Marketing anderen AutorInnen empfehlen?

Dagmar Cassiers: Ganz ehrlich, ich könnte selber eine Empfehlung, einen Tipp gebrauchen. Bevor ich mein Buch geschrieben habe, kannte ich Bücher ja nur aus der Sicht der Käuferin und Leserin. Mit Marketing hatte ich noch nie etwas am Hut und ich merke, dass das bis heute nicht meine Kernkompetenz ist. Ich war und bin zutiefst überzeugt, dass ich ein sehr wertvolles und sehr innovatives Buch geschrieben habe zu einem Thema, das jeden Menschen betrifft. Deshalb bin ich davon ausgegangen, dass sich das Erscheinen vom Sex-Pass wie ein Lauffeuer verbreiten müsste, dass mir das Buch quasi aus den Händen gerissen wird, dass die Druckerei den Ansturm der Druckaufträge kaum bewältigen kann. Das war natürlich extrem naiv und blauäugig. Deshalb kann meine Empfehlung nur lauten: bloß nicht darauf hoffen oder vertrauen, dass sich ein Buch ganz von alleine verkauft, jedenfalls nicht so lange ich als blutiger Autoren-Newcomer und No-Name-Autor den Markt betrete. Dann braucht es viel Zeit und Geduld und gute Strategien, bis der Verkauf an Fahrt gewinnt.

tredition: Haben Sie weitere Projekte geplant?

Dagmar Cassiers: Ich bin immer offen für Neues. Aber jetzt warte ich erst einmal ab und sammle ich Erfahrungen mit den praktischen Anwendungen vom Sex-Pass und vom Arbeitsheft. Welche Rückmeldungen geben mir Therapie-KollegenInnen und KlientenInnen, aber auch die LeserInnen, die sich ohne professionelle Unterstützung mit dem Buch beschäftigen? Vielleicht entwickelt sich aus den Rückmeldungen eine Anregung, ein Bedarf, eine Idee, ein Konzept für ein neues Projekt. Schaun wir mal.

tredition: Liebe Frau Cassiers, wir danken Ihnen für das informative und spannende Gespräch.

 

Über die Autorin

Dagmar Cassiers
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arbeitet seit fast 20 Jahren als Therapeutin, psychologische Beraterin und Coach in Berlin. Daneben ist Dagmar Cassiers etwa als freie Kolumnistin für die freundin für den Bereich Sexualität tätig.