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„Besser lügen (ertragen) mit Psychologie“ bei spubbles

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Bild: Cover

Bild: Cover „Besser lügen (ertragen) mit Psychologie“

Wie geht man mit Lügen um – egal, ob man selbst lügt oder angelogen wird? tredition-Autor Carl-Heinz Scharpegge macht die Psychologie hinter diesem Konstrukt in leicht verständlicher Weise zugänglich und unterhält den Leser gleichzeitig mit der Lektüre. Der Blog spubbles stellt den Autor und sein „außergewöhnliches Sachbuch“, das eigentlich mehr eine wirklich fesselnde Gesellschaftssatire ist, in einer ausführlichen Rezension vor.

In fünf Fragen werden die Autorin und ihr Buch auf dem Blog Lesetipp ausführlich vorgestellt.

„Ich sag dir, wann du stirbst“ auf spubbles

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Bild: Coverbild „Ich sage dir, wann du stirbst!“ von Anja M. Bönsch

Maria Groß befindet sich in einer schweren Lebenskrise. Nach einem gescheiterten Suizidversuch wurde sie einfach von ihrem Mann unbeachtet liegengelassen. Verzweifelt heuert sie einen Killer an, der sie umbringen soll … spubbles, die das Buch als Fundstück präsentierten, urteilen über das Anja Bönschs Buch „Ich sag dir, wann du stirbst“: „Ein Psychothriller, der sowohl die Perspektiven der Opfer als auch der Täter näherbringt. Dabei wird vor unschönen Details oder von der Beschreibung prekärer Situationen nicht zurückgeschreckt.“

tredition im Interview auf sPubbles

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Mit welchen Fragen treten Autoren eigentlich an tredition heran? Was sind die Herausforderungen im Self-Publishing? Und gibt es verschiedene Typen von Autoren? Dazu wurde das tredition-Team von Studenten des Instituts für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz befragt. Die angehenden Akademiker bloggen unter dem Namen „sPubbles“ zum Thema Self-Publishing.

 

tredition vorgestellt im sPubbles-Blog

tredition auf sPubbles„sPubbles“ – unter diesem Namen betreiben Studierende der Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einen Blog, der Self-Publishing in allen seinen Facetten und aus wissenschaftlicher Perspektive beleuchtet. Ein aktueller Beitrag widmet sich dem Self-Publishing-Angebot von tredition, das als „offen, innovativ, transparent“ bewertet wird. Lesen Sie hier die detaillierte Analyse!

 

Newsletter Februar 2015

Liebe Autorinnen, liebe Autoren und liebe Freunde von tredition,

die Buchbranche steht auch im frostigen Februar nicht still. Leipzig bereitet sich auf die Buchmesse vor, „50 Shades of Grey“ schlägt als erster Self-Publishing-Roman in den Kinos auf, der Buchhandel wird zunehmend auf Autoren aufmerksam, die selbst ihre Bücher veröffentlichen. Der Wandel von traditonellem Verlagsautor zum Hybridautor, der sowohl in herkömmlichen Verlagen als auch in Eigenregie veröffentlicht, schreitet unweigerlich voran – genau wie sich auch die Leserschaft im Wandel befindet. Welche Themen die Buchbranche zurzeit besonders beschäftigen und natürlich alle Neuheiten bei tredition, erfahren Sie in unserem aktuellen Newsletter.

Folgende Themen gibt es im Februar:

  • Herausforderungen für Self-Publisher – Was müssen Autoren 2015 bedenken
  • Ihre Meinung zählt – Aktuelle Autorenumfrage von tredition
  • Edition Octopus – tredition kooperiert mit Ruckzuckbuch
  • Köpfe aus der Buchbranche – Holger Ehling gibt Tipps für Self-Publisher
  • Eine Marketing-Erfolgsgeschichte – Von Südafrika in die Buchhandlung
  • „BUCH DES MONATS“ Februar 2015 – „Ara“ von Eduard Häfliger

Herzliche Grüße
Ihr Team von tredition

Was müssen Self-Publisher 2015 bedenken

Erfolgsfaktoren für Self-PublisherBITKOM-Studie lobt und fordert Self-Publisher

Bücher von Self-Publishing-Autoren sind bei den Lesern immer beliebter, zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie zum Self-Publishing im Auftrag des Digitalverbands BITKOM. Großes Manko der Studie: Befragt wurden lediglich e-Book-Leser. Interessante Fakten gibt es dennoch: Laut Studie liest ein Fünftel der e-Book-Nutzer von Autoren selbst publizierte Texte. 29 Prozent der Befragten sagen aus, dass der Buchmarkt durch Self-Publishing vielfältiger wird. Dennoch bleibt eine gewisse Skepsis gegenüber der Textqualität von Self-Publishing-Titeln.

Fazit: Self-Publishing etabliert sich zusehends im Buchmarkt. Gleichzeitig stehen Autoren Anfang 2015 vor der großen Aufgabe, sich zunehmend professionalisieren zu müssen, um sich gegen eine immer größere Titelzahl durchsetzen zu können.

Herausforderungen für Self-Publisher 2015

Was sind die Erfolgsfaktoren für die Planung und Umsetzung eigener Buchprojekte?

  • Textqualität steht im Vordergrund

Um Leser sowie den Buchhändler für das eigene Buch zu gewinnen, muss es inhaltlich höchsten Ansprüchen genügen. Zu einem inhaltlich gekonnt aufbereiteten Text gehört neben Korrektorat und Lektorat auch eine professionelle Präsentation: durch ein ansprechendes Coverdesign, einen überzeugenden Buchrückentext und eine verlockende Kurzbeschreibung – die zentralen Schaufenster des Buches zum Leser.

  • Thematisch hervorstechen

Bei über 90.000 Neuerscheinungen im Jahr gilt es, auch durch originelle Inhalte oder eine innovative Gestaltung zu punkten, oder ein Thema mit Aktualitätswert aufzugreifen. Der Text sollte nicht austauschbar sein. Besonders punkten konnten im letzten Jahr laut Branchen-Monitor Buch 2014 Sachbücher. Aber auch regionale Themen erfreuen sich hoher Beliebtheit.

  • Buchmarkt beobachten

Mittlerweile gibt es für Self-Publisher eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich über Themen wie Buchgestaltung, Veröffentlichtung oder Marketing zu informieren, aber auch sich mit anderen Autoren auszutauschen und gemeinsame Aktionen wie Lesungen zu organisieren. Zur Marktkenntnis gehört ebenso das Wissen, wo man sich bei eigenen Defiziten die richtige Unterstützung holt.

  • Für Auffindbarkeit sorgen: das richtige Marketinggespür

Aus der Masse herauszustechen ist die zentrale Herausforderung im Self-Publishing. Da Kaufentscheidungen sich vom Buchhandel und Feuilleton zunehmend ins Internet, in Blogs und Social Media-Plattformen, verlagern, sollte ein Autor sich heute auch in diesem Bereich auskennen. Dabei steht die Auffindbarkeit Ihres Titels (Discoverability) im Netz, in der Presse, Blogs und Social Media im Mittelpunkt. Gute Vernetzung ist hier das A und O.

Greifen Sie auf unsere Expertise zurück:

Spubbles: Self-Publishing aus Sicht der Wissenschaft

Interessante Erkenntnisse für Self-Publisher hält außerdem auch eine Studie von Studierenden des Bachelor-Studiengangs „Buchwissenschaft“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Thema Self-Publishing bereit. Die Studierenden haben u.a. Antworten auf folgende Fragen erarbeitet: Wie können Self-Publisher ihren Text in eine gut lesbare Form bringen? Welche Kriterien sind bei der Covergestaltung zu beachten?

Was Sie als Self-Publisher aus der Studie lernen können

Ihre Meinung zählt – Aktuelle Autorenumfrage

tredition_Autorenbefragungtredition befragt seine Autoren

Um unseren Service noch komfortabler zu gestalten, befragen wir unsere Autoren regelmäßig nach der Veröffentlichung zu unseren Leistungen. Weshalb entscheiden sich Autoren für Self-Publishing und speziell für tredition? Wie zufrieden sind Sie mit unseren Provisionen etc.? Diese und andere Fragen haben wir zum Jahresanfang ausgewertet.

Warum entscheiden sich Autoren für Self-Publishing?

An Self-Publishing generell schätzen unsere Autoren die sofortige Veröffentlichungsoption (43,7 %) und vor allem die kreative Freiheit bei der Gestaltung des eigenen Buches (35,2 %) sowie die Höhe der Provisionen (12,9%).

Das schätzen Autoren bei tredition

Bei tredition schätzen Autoren das faire Preis-Leistungsverhältnis (19%), den weitreichenden Vertrieb (12,7%) und das Buchmarketing (12,5). Weiterhin wichtig sind Autoren aber auch der einfache und komfortable Veröffentlichungsprozess und der persönliche Ansprechpartner. Besonders gefreut hat das ganze Team, dass 98,2 % mehr als zufrieden mit unseren Leistungen sind.

Unsere Self-Publishing-Erfolgsformel im Überblick

Sagen Sie uns Ihre Meinung. Wir freuen uns über Ihr Feedback

Meinungen unserer Autoren

tredition kooperiert mit Ruckzuckbuch

Edition OctopusEdition Octopus

Self-Publishing wird von immer mehr Autoren in Anspruch genommen. Das Verlagshaus Monsenstein und Vannerdat trägt dieser Entwicklung Rechnung. Als einer der Pioniere in puncto maßgeschneiderte Publikationsleistungen kooperiert Ruckzuckbuch ab sofort mit tredition. Für die Edition Octopus greift die Verlagsgruppe auf unsere Dienstleistungen zurück.

Starterpaket Print

Self-Publishing-Autoren können über das Starterpaket Print Bücher jeden Genres veröffentlichen. Die Buchveröffentlichung und den Vertrieb übernimmt tredition.

Wir freuen uns darüber, dass uns ein weiterer starker Partner aus der Buchbranche für unsere Kompetenzen im Bereich Self-Publishing sein Vertrauen schenkt.

Hier geht’s direkt zur Edition Octopus

Köpfe der Buchbranche – Holger Ehling gibt Tipps für Self-Publisher

Holger EhlingHolger Ehling, langjähriger stv. Direktor der Frankfurter Buchmesse, Journalist, Sachbuchautor sowie scharfsinniger Beobachter des Buchmarktes, ist vielen Autoren vor allem als Admin der Facebook-Gruppe SELF PUBLISHING bekannt.

Im Gespräch mit tredition gibt uns Holger Ehling einen ganz persönlichen Ausblick auf das Jahr 2015 in der Buchbranche. Autoren erhalten von ihm Ratschläge und Tipps zu eigenen Marketingaktivitäten. Ein geistreiches Gespräch über Self-Publishing, zukünftige Herausforderungen an Verlage und Autoren sowie aktuelle Entwicklungen im Buchmarkt.

Hier geht’s zum Interview

Eine Marketing-Erfolgsgeschichte: Von Südafrika in die Buchhandlung

Kott im Schaufenster„Das Buch muss etwas Spezielles sein. Nicht die üblichen Krimis, Romane oder Fantasy“.

Der Buchhandel scheint das Potenzial von Self-Publishing langsam zu ermessen. Immer öfter finden Self-Publishing-Autoren den Weg ins Schaufenster. tredition-Autorin Elizabeth Kott zeigt, wie es geht. Ihre Bücher „Acht Monate unseres Lebens im afrikanischen Busch“ und „Waterfalls“ präsentiert sie im Schaufenster der Neu-Isenburger Buchhandlung „Leanders Bücherwelt“ – aus der Präsentation entstand ein ganzes „Themenfenster Südafrika“, gemeinsam mit der Autobiographie „The Gardenvilla“ von tredition-Autorin Anna-Luise Liebgott. Die Auslage führte im Nachklang nicht nur zu einer Lesung , sondern machte auch die Frankfurter Neue Presse neugierig – ein Erfolg auf der ganzen Linie!
Im Gespräch mit tredition erörtert Elisabeth Kott welche Kriterien den Buchhandel überzeugen:

Erfolgsfaktoren für den Buchhandel:

  • Präsentieren Sie sich als regionaler Autor
  • Besonderheit des Themas in den Vordergrund stellen
  • Sach-/Fachbücher punkten im Buchmarkt
  • Professionelles Cover als Eyecatcher
  • Überzeugungskraft und positive Ausstrahlung
  • Bieten Sie Ausstellungsexemplare an
  • Weisen Sie deutlich darauf hin, dass alle tredition-Titel über die regulären buchhändlerischen Bestellwege geordert werden können!
  • Werbeeffekt für die Buchhandlung thematisieren: Erwähnung und Verlinkung durch tredition

Hier geht’s zum Bericht

„BUCH DES  MONATS“ Februar

Ara_CoverAra – neuer Erzählband beleuchtet in hintergründigen diabolischen Geschichten die ganze Palette des Menschseins

Nach seinem Kurzgeschichtenband „Soll ihn der Teufel holen“ schlägt der Meister der konzisen Beschreibung wieder zu. Eduard Häfligers neuer Erzählband „Ara“ bietet einen bunten Fächer fiktionaler Kurzgeschichten, die meist harmlos beginnen, um schlussendlich völlig überraschend ein geradezu dämonisches Ende zu finden.

Eduard Häfliger enthüllt mit seiner neuen Kurzgeschichtensammlung eine humorvolle und tiefblickende Sicht auf den Menschen. Bei den facettenreichen Erzählungen ist ein hintergründiger Geschichtenzauberer am Werk, der in präzisen Kurzerzählungen ein ganzes menschliches Leben in all seiner Tragik und Komik darzustellen weiß.

 

Buch (Hardcover) 19,00 €
Buch (Paperback) 10,00 €
Elektronischer Buchtext 5,00 €

Mehr zum Buch

Spubbles: Self-Publishing als Gegenstand der Wissenschaft

Wie können Self-Publisher ihren Text in eine gut lesbare Form bringen? Welche Kriterien sind bei der Covergestaltung zu beachten? Welche Rolle spielt Self-Publishing im wissenschaftlichen Bereich? Mit derlei Fragen befassten sich ein ganzes Semester lang 26 Studierende des Bachelor-Studiengangs „Buchwissenschaft“ an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Self-Publisher Michael Meisheit

In medias res: Self-Publisher Michael Meisheit zu Gast bei den Buchwissenschafts-Studenten an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Das mag im ersten Moment nach reichlich staubtrockener Theorie klingen – doch für (angehende) Self-Publisher und jene, die sich immer wieder gern selbstkritisch mit dem eigenen Wirken als Autor auseinandersetzen, sind so manche der Ergebnisse der Studenten lesenswert. Zurückzuführen ist das auf den praxisorientierten Ansatz der Studenten, die mit dem e-Book „Midori – Trug und Schein“ sogar einen eigenen Self-Publishing-Titel auf den Markt brachten und dabei feststellen mussten, wie herausfordernd es ist, trotz Werbemaßnahmen via Facebook, Leseempfehlungen und Blogs den Verkauf anzukurbeln. So stellten die Studenten fest, „dass nicht alles im Self-Publishing Bereich so schön und einfach ist, wie man gehört hatte“, wie es Tutorin und Kurs-Teilnehmern Nina Rubach im Interview mit tredition auf den Punkt brachte. Was, beispielsweise, macht einen Text wirklich lesefreundlich? Dazu erarbeiteten die Studenten eine Reihe von Erfolgsfaktoren bzw. Orientierungswerte, die sie in einem das Lehrprojekt begleitenden Blog darstellen. Hilfreich für alle Autoren, die vor der Publikation ihres ersten Buches stehen! Dasselbe gilt für die im Blog festgehaltenen Gestaltungskriterien für Buchcover. Schade allerdings, dass eine Frage im Rahmen des Lehrprojektes nicht näher betrachtet wurde: „Achten Leser von Self-Publising-Publikationen eigentlich mehr oder weniger auf das Cover als Leser, die gedruckte Verlagsexemplare bevorzugen?“. Eine Faustregel mag es hier vielleicht nicht geben. Wir bei tredition sind allerdings davon überzeugt, dass die Leseransprüche bei wachsender Anzahl von Self-Publishing-Titeln steigen werden. Ein originelles, außergewöhnliches Cover wird im Self-Publishing womöglich sogar mehr wertgeschätzt, ist dem Leser doch bewusst, dass kein großes Verlagshaus mit entsprechendem Grafikteam dahintersteht.

Insbesondere für Autoren aus Fachbuch und Wissenschaft ist ein Hinweis der Studenten von Bedeutung, der die im Netz verbreiteten Leseproben von Self-Publishing-Titeln betrifft. Mehr noch als bei Romanen kommt es darauf an, einen Textabschnitt für die Leseprobe auszuwählen, der eine klare Übersicht zu den Inhalten der Publikation vermittelt. Ohne ein in der Leseprobe dargestelltes Inhaltsverzeichnis kann sich der wissbegierige Leser kaum einen Eindruck davon verschaffen, ob das Werk seinem Informationsbedarf entspricht. Freilich sind hier auch die Onlinehändler in die Pflicht zu nehmen, deren ausgewählte Leseproben nicht in jedem Fall zielführend sind.

Im folgenden Interview steht Nina Rubach Rede und Antwort zum Lehrprojekt spubbles, dessen Ergebnisse übrigens auch auf der Leipziger Buchmesse (12.-15-3.) präsentiert werden.

tredition: Wie entstand die Idee für das Lehrprojekt und wie kam der Name spubbles zustande?

Nina Rubach

Nina Rubach

Nina Rubach: Die Idee zu unserem Lehrprojekt spubbles kam zu Beginn des Sommersemesters 2014 auf. Einige Studierende wünschten sich mehr Freiheiten innerhalb des Bachelorsystems und haben angeregt praxisorientierter und in Eigenregie zu Arbeiten.

Jun. Prof. Dr. David Oels nahm sich diesen Wünschen an und begann mit den späteren TutorInnen mit einem Umbau des Moduls „Buch im Medienkontext“, das normalerweise aus zwei getrennten Veranstaltungen besteht.

Das Oberthema Self-Publishing war schnell gefunden, besonders die Aktualität und auch unser eher geringes Vorwissen machte Self-Publishing so spannend für uns. Und auch die Form der Kleingruppenarbeit begeisterte von Beginn an.

Der Name spubbles ist ein Akronym für „Self-Publishing Blog Experiment Studies“. Spubbles vereinigte alles, was wir im Rahmen des Lehrprojekt anstrebten – Self-Publishing als Oberthema, ein begleitender Blog zum Verzeichnis unserer Lernerfolge und Experiment Studies als Ausdruck der neuen Form des selbstständigen Arbeitens der Studierenden. Außerdem war der „Begriff“ noch nicht anderweitig in Verwendung.

tredition: Wie viele Studenten haben an den Kursen teilgenommen?

Nina Rubach: Insgesamt nahmen an dem Kurs 26 Studierende teil. Die einzelnen Gruppen hatten dabei zwischen drei und fünf TeilnehmerInnen, einschließlich der TutorInnen.

tredition: Einzelne Themenbereiche des Self-Publishing sind in verschiedenen Projektgruppen bearbeitet worden. Könnten Sie einige Kernresultate aus den Projektgruppen darlegen?

Nina Rubach: Als Tutorin der Gruppe Self-Publishing Experiment kann ich vor allem für unsere Gruppe sprechen. Wir sind in die Rolle eines Self-Publishers geschlüpft und haben alle anfallenden Aufgaben selbst übernommen. Dadurch haben wir viel über die verschiedensten Bereiche wie Lektorat, Satz und Marketing, Mechanismen, Möglichkeiten aber auch Schwierigkeiten des Self-Publishings gelernt und können festhalten, dass reine Algorithmen und Verkaufszahlen lange nicht ausreichen, um erfolgreich zu sein – was man wirklich braucht sind Fans und Leser.

Zwei der Gruppen widmeten sich dem Thema Autorschaft und stellten eindrucksvoll die Weiterentwicklung dieses Begriffs dar und bezogen ihn konkret auf Self-Publishing. Das löste viele Diskussionen zu Themen wie Selbst-Inszenierung, Qualitätssicherung und Verlag vs. Self-Publishing aus.

Durch die Gruppen Fanfiction und Self-Publishing und Wissenschaft wurden Bereiche des Self-Publishings beleuchtet, die häufig unter den Tisch fallen. Dass eine kritische Auseinandersetzung auch hier notwendig ist, zeigten beide Gruppen in ihren Ausarbeitungen. So haben wir uns beispielsweise auch mit den rechtlichen Grundlagen beschäftigt oder Modelle wie Open Access näher beleuchtet. All unsere Ergebnisse gibt es ausführlich auf unserem Blog zum Nachlesen.

tredition: Wie sind die teilnehmenden Studenten generell gegenüber Self-Publishing eingestellt? Sind einige unter ihnen selbst Self-Publisher?

Nina Rubach: Self-Publishing war den meisten von uns ein Begriff, doch wirklich tief war noch niemand in das Gebiet eingedrungen. Wir stellten fest, dass es nur vereinzelt Studierende unter uns gab, die überhaupt schon mal ein Buch eines Self-Publishers gekauft oder gelesen hatten. Eine/n Self-PublisherIn gab es unter uns nicht – oder zumindest hat er/sie sich nicht geoutet. Das war ziemlich erstaunlich, denn wir interessierten uns alle sehr für das „neue“ Phänomen, das die Buchbranche derzeit so umtreibt.

Generell gingen wir eher kritisch mit dem Thema Self-Publishing um, das lag aber zu einem Großteil daran, dass wir wissenschaftlich und forschungsorientiert arbeiteten und versuchten eine objektive Einstellung zu wahren. Hitzige Diskussionen über Pros und Contras gab es dennoch.

Das Projekt führte auch dazu, dass sich neue Meinungen über Self-Publishing bildeten und einige, die vorher wenig davon hielten nun das ein oder andere Self-Publishing Buch zur Hand nehmen werden. Es musste jedoch auch festgestellt werden, dass nicht alles im Self-Publishing Bereich so schön und einfach ist, wie man gehört hatte. So wandelten sich die Meinungen und schlussendlich haben die Gruppen differenzierte Urteile gefällt und auf dem Blog dargestellt.

tredition: Während des Semesters empfingen Sie auch einige externe Gäste in den Seminaren, z.B. Autoren und Marketingexperten. Welche Erkenntnisse brachten diese „Expertengespräche“?

Nina Rubach: Die Arbeit mit unseren externen Gästen war für uns Studierende sehr spannend. Wir konnten Einblicke in verschiedene Berufsfelder erlangen und unser Wissen auf dem Gebiet des Self-Publishing weiter ausbauen.

Die große Bandbreite, die unsere Gäste abdeckten, ermöglichte uns theoretische und praktische Einblicke in die Tiefen des Self-Publishing. Wir kamen durch die gemeinsamen Sitzungen in direkten Kontakt und konnten Fragen stellen und diskutieren. Dabei wurden auch Themen angestoßen, über die wir noch nicht viel wussten oder die wir schlichtweg vergessen hatten. Dazu gehörten beispielsweise die vielen verschiedenen Teilaspekte der Covergestaltung, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Self-Publishing Dienstleister und Plattformen aber auch Spezielleres, wie die Frage nach dem Zusammenhang von Universitätsbibliotheken und Self-Publishing.

Als Ergebnis dieser Gastauftritte lässt sich festhalten, dass sie uns das Self-Publishing in seinen vielen Facetten näher brachten und zur kritischen Auseinandersetzung mit den Systemen der Buchbranche anregten.

tredition: Wie geht es nun weiter? Wird das Lehrprojekt fortgeführt bzw. werden Ergebnisse gesammelt publiziert o.ä.?

Nina Rubach: Zunächst stellen wir unser Projekt auf der Leipziger Buchmesse vor. Am Donnerstag, den 12. März, um 17 Uhr am Stand der Mainzer Buchwissenschaft Nr. C510 in Halle 5. Wir freuen uns über zahlreiche Besucher und werden dort unsere Ergebnisse und Lernerfolge präsentieren und den Mehrwert dieses innovativen Projekts sowohl für Studierende als auch für das universitäre System erläutern.

Der Blog diente uns als Sammlung und Archivierung unserer Ergebnisse. Und soll auch weitergeführt werden. In den kommenden Wochen werde die einzelnen Gruppen ihr Gesamtergebnis darstellen und ein Fazit ihres Self-Publishing-Schwerpunkts ziehen. Danach wird der Blog etwas umgestaltet – wie genau, steht noch nicht fest, Self-Publishing wird aber weiterhin im Fokus stehen.