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Digitale Lektüren

Digitalmuffel aufgepasst – Mit diesen Büchern wappnen Sie sich für die Digitalisierung

Digitale Lektüren

Bild: Bleiben Sie mit diesen aktuellen Büchern zum Thema Digitalisierung über alle digitalen Fortschritte informiert!

Die digitale Revolution verändert das Anlitz unserer Welt in einer Geschwindigkeit, die es in der gesamten Entwicklung der Menschheit noch nicht gegeben hat. Technologische Neuheiten sind mittlerweile nicht mehr allein in den Softwareunternehmen des Silicon Valleys und in IT-Unternehmen das Thema Nr. 1. Digitale Welten durchdringen unseren gesamten Alltag. Auch vor Digitalmuffeln machen die technischen Innovationen nicht halt. Das fängt bei der Frühstückslektüre auf dem Lieblings-Onlinemedium an, hört beim Shopping im Netz  noch lange nicht auf, zieht sich über die Speicherung unserer Daten in Clouds-Systemem, digitalen Helfern im Haushalt bis zum Internet der Dinge hin, also die durch Information und Kommunikation vernetzte Infrastruktur der Dinge, die uns im Alltag bei unseren Tätigkeiten unterstützen soll. Die Möglichkeiten, welche die Digitalisierung mit sich bringt, sind enorm – für Unternehmen, aber auch für jeden Einzelnen von uns. Gleichzeitig schüren die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen auch Ängste, da der liebgewonnene Status Quo nicht bewahrt werden kann, Arbeitsprozesse sich in Windeseile ändern, Tätigkeiten automatisiert oder von Robotern übernommen werden und sich ganz neue Arbeitsfelder auftun. Jeder einzelne von uns muss sich mit diesen täglichen Fortschritten und Innovationen auseinandersetzen.  Informationsortierung, ständige Erreichbarkeit, soziale Medien oder die Bedienung und das Verständnis von (digitaler) Software werden zu einem täglichen Muss. Schnell verliert man im digitalen Dschungel den Überblick.

Grund genug für uns, Ihnen passend zu Beginn des Bücherherbstes alle wichtigen Lektüren zum Thema Digitalisierung vorzustellen. Bleiben Sie mit diesen Büchern up-to-date und erfahren Sie, wie Sie Ihren Alltag oder Ihre berufliche Tätigkeit mit digitalen Errungenschaften erleichtern und verbessern!

Unsere Lesetipps rund um die Digitalisierung

Big Data, Cloud-Lösungen, Internet der Dinge. Was ist das eigentlich alles? Gehen Sie digital und informieren sich mit diesen neuen Titeln zu den wichtigsten Themengebieten im Bereich technische Innovationen.

Damit Sie nicht von den Entwicklungen abgehängt werden, sich selbst eine kritische Meinung bilden können und die Nase bei der Digitalisierung vorn haben, zeigen Ihnen diese Titel die Hintergründe der digitalen Revolution und ihrer neuen Anwendungsbereiche im Alltag, im Unternehmen und im Globalen auf.

Digitale Lektüren

Bild: Auch im neuen EDELWEISS+-Katalog finden Sie alle Bücher zum Thema Digitalisierung und neue Technologien.

 

Finden Sie alle vorgestellten Titel und noch viele mehr im dazu passenden Spitzenkatalog bei EDELWEISS+: „Digitale Lektüren“. Dieser Katalog ermöglicht Ihnen, aber auch Buchhändlern oder professionellen Lesern, die sich nach dem Themenbereich „Digital“ umschauen, die passenden Bücher für Kaufempfehlungen, Büchertische, Lesungen etc. zu finden. Sichten auch Sie alle aktuelle Titel zu diesem Thema in der digitalen Vorschau von EDELWEISS+! Viel Freude beim Stöbern!

Zum Spitzenkatalog

 

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen eine Auswahl an Toptiteln zum Thema Digitalisierung. Diese setzen sich auf informative oder herausstechende Weise mit dem Thema digitale Revolution auseinander. Darunter finden Sie nicht nur einen Unternehmensratgeber für die digitale Transformation im Betrieb, sondern auch eine Anleitung zum Wissen in der Zukunft, eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der Digitalisierung und einen Lyrikband, der sich in dystopischem Ton mit künstlicher Intelligenz und den Auswirkungen der Technologie auf unsere Welt auseinandersetzt – auf in’s digitale Zeitalter! Viel Freude bei der Lektüre!

Digitale Lektüren

Bild: Diese „digitalen“ Lektüren versprechen Ihnen aktuelle Informationen und Inspirationen zur Bewältigung des digitalen Zeitalters!

 

Der Unternehmensratgeber

„Digitales Dilemma“ – Bert F. Hölscher

– Unternehmen zwischen Existenzsicherung und Zukunftsfähigkeit –

Digitales Dilemma

Die Digitalisierung und ihre Folgen verändern die Spielregeln der Wirtschaft grundlegend. Die digitale Revolution hat seit Jahren einschneidende Auswirkungen auf Unternehmen und deren Geschäftsprozesse. Viele Prozesse sind mittlerweile virtualisiert und auch der Kontakt zu Kunden findet immer seltener in der realen Welt statt. Virtuelle Produkte und Dienstleistungen werden immer beliebter – und zu einem Muss für Unternehmen, die in der digitalisierten Wirtschaft überleben wollen. Wer den Anschluss verpasst, der verliert Kunden und geht im schlimmsten Fall unter. Das grundsätzliche Dilemma besteht vor allem darin, dass die etablierten Unternehmen, obwohl sie mit ihrem bisherigen Geschäftsmodell erfolgreich am Markt agieren, dieses von Grund auf in Frage stellen müssen. Für Unternehmen bedeutet dies, den riskanten Spagat zwischen Existenzsicherung im Hier und Jetzt als auch die Vorbereitung einer Zukunftsfähigkeit zu bewerkstelligen. Bert F. Hölschers Werk „Digitales Dilemma“ gibt eine Antwort darauf, wie vor allem die etablierten Unternehmen, aber auch Privatmenschen die Herausforderungen der Digitalen Transformation angehen und das Digitale Dilemma erfolgreich meistern können.

 

Intelligenter Lernen nach der Digitalen Revolution

„Morgen weiß ich mehr“ – Markus Klug und Michael Lindner

– Der Entgrenzung des Menschen durch Algorithmen und Digitalisierung setzen die Autoren einen positiven Perspektivwechsel entgegen –


Morgen weiß ich mehr - Buch des Monats

Bild: „Morgen weiß ich mehr“ von Marcus Klug und Michael Lindner

Haben Sie auch das Gefühl, dass sich unsere Arbeitswelt in einem fundamentalen Umbruch befindet? Dass sich unser Verständnis vom Lernen nur noch historisch begründen lässt? Dass es gerade jetzt darauf ankommt, die Welt wieder mit einem Funkeln in den Augen zu betrachten, mit mehr Begeisterung und Leichtigkeit? Sicherlich. Wir können auch resignieren. Digitale Diktatur. Fremdbestimmung durch Algorithmen. Entgrenzung des Menschen und der Organisationen. Aufmarsch der Roboter. Und wir können die alte Platte von der Industrialisierung einfach auf Highspeed setzen. Noch mehr Beschleunigung, noch mehr Leistungsdruck, noch mehr Hamsterrad. Die Autoren Marcus Klug und Michael Lindner stellen der Existenzangst, die aus digitalem Wandel und den daraus erwachsenden Umbrüchen entsteht, einen positiven Perspektivwechsel entgegen. In ihrem intelligenten Sachbuch „Morgen weiß ich mehr“ motivieren die Autoren Sie, zum Gestalter dieses Wandels zu werden und einen wertvollen Beitrag zur Veränderung zu leisten.

 

Gesellschaftskritik 4.0

„Die Diktatur der Algorithmen“ – Ulrich Kübler

– Wenn der Computer die Herrschaft übernimmt –

Dikatur der Algorithmen

Algorithmen schleichen sich immer tiefer und intensiver in unser Leben, in die Zellen und die Gehirne ein. Die Digitalisierung stellt eine mögliche Technologiefalle dar. Der Mensch kann bei der Interaktion mit Computern gezwungen werden, neue Identitäten anzunehmen. Mit Zellen wird dies schon praktiziert. Erst wird die Zelle gezwungen, neue Identitäten anzunehmen, dann der ganze Mensch. Die Reparatur von Zellen gilt jetzt als einklagbar, ein entsprechender Nichteingriff als Straftatbestand: Dies ist die Diktatur des »Rechts«. In einem totalitären Staat könnte die Ausrichtung der Bürger zu einem standardisierten Personentyp erlaubt oder sogar angeordnet werden.

Der spannende und beunruhigende Essay „Die Diktatur der Algorithmen“ von Ulrich Kübler versucht darzulegen, womit die Leser angesichts fortschreitender Digitalisierung rechnen müssen. Komplexe Hintergründe erklärt Kübler auf gut verständliche Weise und vermittelt Lesern ein besseres und aufgeklärteres Bild über Themen wie Big Brother, die künstliche Intelligenz, Computerherrschaft und Technologiefallen.

 

„Eine Anleitung zum Glücklichsein“

„Vom Yin und Yang der der digitalen Revolution“ – Jens Thaele

– Neues Buch präsentiert die virtuose Kunst der Lösungsfindung –

Vom Yin und Yang der digitalen Revolution

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution

Die digitale Revolution verändert unsere Welt in einer Geschwindigkeit und Dimension, die es in der gesamten Entwicklung der Menschheit zuvor noch nicht gegeben hat. Lesen Sie in Jens Thaeles Publikation „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“, welche ungeahnten Möglichkeiten sich daraus für Sie ergeben. Thaeles Buch vermittelt die wichtigsten Grundbegriffe und Regeln des Marktes und eine Methodik, wie Sie Ihre ganz persönlichen Anforderungen gewinnbringend umsetzen können. Lernen Sie die Vor- und Nachteile der wesentlichen Marktteilnehmer kennen und umschiffen Sie souverän die auftretenden Fallen und Denkfehler. Begeben Sie sich in den Fahrersitz und bestimmen Sie selbst über Ihre Zukunft, anstatt diese anderen zu überlassen.

„Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ ist eine praktische, schnelle und einfache Orientierungshilfe sowohl für Unternehmen, die den Einsatz neuer Kommunikationstechnik planen, als auch für alle Menschen, die sich über moderne ICT-Technologien und deren Anwendung, Nutzen und Auswirkungen für den Menschen informieren möchten. Das vorliegende Werk ist gleichzeitig Fachbuch, Sachbuch, Ratgeber und Publikumsbuch und vermittelt das notwendige Rüstzeug für ein erfolgreiches Handeln im Umgang mit Technologie.

 

„Dystopische Lyrik“

„Endzeit“ – Betty Quast

– Erzählt von künstlicher Intelligenz, Weltzerstörung durch Technik, riesigen Stadtlandschaften und Überwachung.

Endzeit

Betty Quasts erster Lyrikband „Endzeit“ ist ein episches Werk über unsere Zivilisation. Allegorisch immer wiederkehrend sind Untergangsszenarien, wobei die Autorin Motive dystopischer Literatur aufgreift: Künstliche Intelligenz, Weltzerstörung durch Technik, strikte Trennung von Arbeitern und einer hedonistischen Oberschicht, riesige Stadtlandschaften, Überwachung. Hierbei sind die Gedichte, zusammengefasst in verschiedene Untersammlungen, so aneinandergereiht, dass sie, ganz im epischen Sinne, eine Geschichte erzählen. Von der Kindheit in einer Hochhausstadt der 1970er Jahre, über das Leben in der globalisierten, ausbeuterischen Konsumgesellschaft, bis hin zur modernen Völkerwanderung samt Klimawandel. So entsteht eine archetypische Metageschichte, von einem Helden, der vom Hineingeboren- und Ausgesetz-Sein schließlich zum Handelnden wird.

 

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre !

 

 

Jens Thaele auf indie-publishing

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

indie-publishingtredition-Autor Jens Thaele befasst sich in seinem Handbuch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ praxisnah mit der richtigen Strategie im Umgang mit Technologie und der Digitalisierung. Auf Indie-Publishing erklärt der Berater und Autor, warum die Buchmesse in Leipzig aktuell ein so voller Erfolg ist und wie dies mit der Digitalisierung zusammenhängt. In einem ausführlichen Artikel stellt er die Messe vor und erläutert, warum man als Besucher von der Messe profitieren kann.

„Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ auf indie-publishing

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

indie-publishingDie Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Unternehmenskommunikation

Digitale Revolution – was ist das eigentlich? Was müssen Unternehmensentscheider in Sachen Digitalisierung beachten? Jens Thaele erklärt in seinem Handbuch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ praxisnah die richtige Strategie im Umgang mit Technologie. Im funkschau-Expertenkommentar erklärt Jens Thaele, Consultant und Autor des Buches „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ den digitalen Wandel und fasst die wichtigsten Grundbegriffe und Regeln des Marktes und eine Methodik, wie Sie Ihre ganz persönlichen Anforderungen gewinnbringend umsetzen können, zusammen. Das Self-Publishing-Portal vom buchreport, indie-publishing, widmet dem Autor ein ausführliches Autoreninterview!

Jens Thaele leger

Jens Thaele: Einmal Cyberspace und zurück – eine Anleitung zum Glücklichsein

Consultant und Autor erklärt digitale Strategien

Consultant und Autor erklärt digitale Strategien

Die digitale Revolution verändert unsere Welt in einer Geschwindigkeit und Dimension, die es in der gesamten Entwicklung der Menschheit noch nicht gegeben hat. Entdecken Sie mit Technologieexperte Jens Thaele ungeahnte Möglichkeiten in diesen stürmischen Zeiten! In seinem Buch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ zeigt er die richtige Strategie im Umgang mit den modernen Kommunikationstechnologien. Im Gespräch mit unserer Verlagsredaktion erzählt er, wie wir den digitalen Wandel souverän meistern können, was die Buchbranche von der Technologiewelt noch lernen kann, gibt Insider- und Marketingtipps und offenbart die Gründe, warum er sich bei seiner Buchpublikation für Self-Publishing entschieden hat.

 

tredition: Sie sind als Berater und Autor in der digitalen Branche tätig, die sich nahezu täglich ändert. Wie beeinflusst das Ihre Arbeit?

Jens Thaele: Sie müssen neuen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen sein und bereit, die Entwicklungen der Märkte möglichst vorurteilsfrei zu beurteilen. Viel Informationssichtung, Auswertung sowie Networking in (sozialen) Medien ist ebenfalls ein absolutes Muss und nimmt daher regelmäßig einen Teil des Tages ein.

 

„Die virtuose Kunst der Lösungsfindung“

 

tredition: Und wie sind Sie dazu gekommen, Ihre Erkenntnisse in Buchform festzuhalten?

Jens Thaele: Viele Fragen von Kunden, Bekannten und Freunden haben mir sehr klar vor Augen geführt, wie groß bereits die Wissenskluft zwischen den Insidern der New Economy und allen anderen Menschen geworden ist! Der Wandel in die digitale Gesellschaft vollzieht sich in einer so rasanten Geschwindigkeit, dass große Teile der Gesellschaft hilflos zurück bleiben.

Um dieser gesellschaftlichen Spaltung entgegen zu wirken, habe ich dieses Buch geschrieben, das die wichtigsten Grundlagen und Hintergründe zu der Entwicklung liefert und Menschen einen einfachen und praktischen Leitfaden bietet, wie sie mit dieser Art von Technologie umgehen sollten.

tredition: Sie eröffnen Lesern in Ihrem Buch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ die richtige Strategie im Umgang mit Technologie. Was sind kurz zusammengefasst die wichtigsten Erkenntnisse aus Ihrem Buch?

Jens Thaele: Wer nicht handelt wird behandelt – und meist nicht zu seinem Vorteil. Mit den Erkenntnissen aus meinem Buch wird der Leser selbstbewusster handeln, kann Technik zu seinem Vorteil nutzen und stärker selbst über seine (digitale) Zukunft bestimmen können.

 

„Eine Anleitung zum Glücklichsein“

Vom Yin und Yang der digitalen Revolution

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

 

tredition: Sie nennen Ihr Buch auch eine „Anleitung zum Glücklichsein“. Was ist damit genau gemeint?

Jens Thaele: Jeder kennt doch den Ärger mit „modernen“ Kommunikationsmitteln, wenn unsere schöne neue, vernetzte Welt plötzlich merkwürdige Dinge tut – jedenfalls nicht das, was wir möchten. Wir gehen in Fachgeschäfte und bekommen etwas über neueste Techniktrends erzählt, verlassen das Geschäft in Siegerpose und im Bewusstsein, die ergatterte Zukunftstechnik würde nun alles einfacher und besser machen. Spätestens, wenn beim Installieren der Geräte erste Fehlermeldungen auftauchen und eventuell auch noch zum Austausch nicht kompatibler, veralterter Hard- und Software geraten wird, bemerken wir den Trugschluss – zu spät.

Und genau da setze ich in meinen Erzählungen im Buch an. Ich drehe den Spieß um und stelle niemals eine spezielle Technologie in den Vordergrund, sondern die Menschen mit ihren unterschiedlichen Anforderungen und beurteile danach dann verschiedene Technologien auf deren Tauglichkeit. Der Held in meinem Buch ist der Leser mit seinen individuellen Wünschen, nicht irgendeine Technologie. Technik hat sich unseren Bedürfnissen anzupassen. Wir dürfen keinesfalls Sklaven der Technik werden. Nur dann sind wir tatsächlich zufrieden mit neuen Technologien. Daher rührt meine Aussage „Eine Anleitung zum Glücklichsein“.

tredition: Angenommen, Sie treffen jemanden, der den digitalen Wandel pessimistisch gegenübersteht. Was würden Sie dieser Person raten?

Jens Thaele: Zunächst kann ich derartige Haltungen sehr gut nachvollziehen, da sie durchaus einen sehr ernsten Hintergrund haben. Meist ist das hervorgerufen von den vielen Skandalen im Zusammenhang mit Abhöraffären, also der ganzen NSA-Snowden Thematik und natürlich auch eigenen negativen Erfahrungen, sowie düsteren Science-Fiction Abenteuern, die das Schlimmste erwarten lassen. Selbst der neueste James Bond thematisiert genau diesen Zeitgeist – ein mächtiges Netzwerk, nicht greifbar und die Frage, was tatsächlich noch richtig und falsch ist, wer ist gut und wer böse, die Fronten verschwimmen.

Und gerade deshalb ist die Beschäftigung mit dem Thema so immens wichtig! Mein Rat daher, sich eingehend zu informieren (z.B. mit meinem Buch, lacht) und sich damit persönlich ein sicheres Fundament in der Beurteilung von Technologietrends zu schaffen. Neben den negativen Begleiterscheinungen gibt es auch jede Menge positive Zukunftschancen, die wir unbedingt nutzen sollten. Aufhalten kann die Entwicklung niemand – jedoch – am Ende entscheiden wir Menschen selbst darüber, ob die Digitalisierung aller Lebensbereiche Fluch oder Segen wird. Und ich habe mich eindeutig auf die Seite des Segens geschlagen, wofür ich arbeite und schreibe.

 

„Der Autor ist mit seinem Input der wichtigste Treibstoff des Verlages!“

 

tredition: Sie blicken von der ICT-Branche als Insider auf den digitalen Wandel, von dem auch die Buchbranche ergriffen ist. Was ist Ihre Prognose für die Entwicklungen in der Bücherwelt und welche Maßnahmen oder Ideen könnte sich die Buchbranche von der ICT-Branche abgucken?

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

Bestimmen Sie selbst über Ihre (digitale) Zukunft!

Jens Thaele: Zum besseren Verständnis kurz der Blick zurück: In der ICT-Branche regierten einst mächtige, traditionsreiche Unternehmen mit langer Geschichte. Für die schnelllebige Zeit, die rasante Entwicklung des Internets, erwiesen sich viele der Dinos jedoch als viel zu träge. Auf notwendige Marktentwicklungen wurde mit Arroganz und Abwehrstrategien reagiert – mit fatalen Folgen. Viele sind heute vom Markt verschwunden oder fristen noch ein jämmerliches Nischen-Dasein.

Was ist passiert? Die Marktgesetze haben sich verändert: Nicht der Große schlägt den Kleinen, sondern der Schnelle, Quirlige schlägt den Langsamen. Und noch etwas war signifikant. Die „Game-Changer“ waren die Erfolgreichsten. Nicht nachmachen, sondern völlig neue Ansätze wählen.

Kein Wunder also, dass für Amazon, ein Unternehmen aus der New Economy, die Buchbranche mit ihrem Anachronismus ein gefundenes Fressen war und ist. Nicht nur die Vertriebswege revolutionierten sich durch den Onlinehandel, sondern Amazon war auch als einer der Ersten so clever, E-Books samt Reader anzubieten. Und damit nicht genug: Statt potentielle Autoren vor den Kopf zu stoßen, bietet man eine kostenlose Plattform zur Veröffentlichung von E-Books an. Man nutzt gnadenlos alle Chancen moderner Kommunikationstechnik, die zu einer notwendigen Demokratisierung im Buchhandel führt. Jeder kann mitmachen, wenn er möchte.

Und wie reagiert (ein Teil) der Verlagswelt? Fast identisch wie damals die Dinos der ICT-Branche. Abwehrstrategien, Arroganz und >das haben wir schon immer so gemacht< geben den Ton an. „Senden Sie Ihr Manuskript bitte nur in ausgedruckter Form zu“. Ein Satz, über den ich ganz zu Anfang meiner Verlagsrecherche stolpern durfte. Im Jahr 2015 soll ein Autor also allen Ernstes einen riesigen Stapel Papier erzeugen und den dann per Post auf nimmer Wiedersehen zu einer Adresse senden, wo sein mit Herzblut entstandenes Werk irgendwann und ungelesen von einem pickligen Studenten im Schredder entsorgt wird? Hier ein zweites Beispiel: „Wir bringen nur im Frühjahr und Herbst neue Bücher auf den Markt!“ „Warum denn das?“, war meine reflexhafte Frage, auf die ich fast unisono deftig abgewascht wurde. „Es seien alle Prozesse im Buchhandel darauf eingeschworen, nur Anfänger (und Trottel) fragen so etwas!“ Aha, dachte ich, eine Art Brauchtum, wie niedlich – bislang kannte ich nur Lemminge, die sehenden Auges in den Abgrund springen. Die Frage ist doch nicht (mehr) was das Verlagswesen möchte, sondern muss doch lauten: Was möchten die Kunden und wie komme ich an die Autoren heran? Der Autor ist mit seinem Input der wichtigste Treibstoff des Verlages! Auch wenn zu viele Bewerber da sind, sollte Respekt gerade in einer Branche mit so hohen eigenen Wertvorstellungen doch selbstverständlich sein!

Spätestens die letzte Buchmesse in Frankfurt müsste alle „Traditionalisten“ alarmiert haben. Das Self-Publishing in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen ist stark im Kommen, hat längst das einstige Schmuddelimage verlassen und professionalisiert sich. Wer hier Genaueres erfahren möchte und besser könnte ich es hier nicht beschreiben, sollte die Keynote von Ralph Möllers zur Frankfurter Buchmesse 2015 nachlesen. Einfach wunderbar, wie da ein Verleger die Situation ziemlich perfekt und äußerst humorvoll auf den Punkt bringt.

Verlage, und damit meine ich auch Selbstverlage, sollten nun keinesfalls versuchen dem Trend durch einfaches Nachmachen hinterher zu laufen, z.B. den hundertsten Reader mit eigener Plattform aufzubauen. Me-too Produkte sind selten erfolgreich und das Original ist bei deren Markteinführung schon wieder einen Schritt voraus, setzt den nächsten Standard und lässt sich feiern. Aber was macht Amazon denn beispielsweise nicht so gut? Statt sich mit dem Handelsprofi in seiner Kernkompetenz anzulegen, gilt es, die eigenen Stärken auszuspielen. Autoren und Kunden möchten verstanden, individuell beraten und respektvoll behandelt werden. Autoren benötigen eine Plattform um ihren Content möglichst zielgerichtet an die richtigen Lesergruppen zu bringen und sich möglichst auch noch mit dieser zu vernetzen. Denn Kunden möchten etwas über den Autor, das Buch, das Thema erfahren und das möglichst authentisch, ehrlich und möglicherweise persönlich. Ja, wir nutzen moderne Technologie, um Produktion und Handel zu vereinfachen und können damit die freiwerdende Energie viel mehr in der direkten Kundenkommunikation einsetzen. Und die wird auch künftig in Buchhandlungen stattfinden, die sich immer mehr von Bücherständern in eine Art Erlebniswelt rund um Schreiben, Bücher und Literatur wandeln. Die Ansätze sind in einigen pfiffigen Buchhandlungen ja bereits zu sehen. Das Buch als Produkt wird dann in naher Zukunft ggf. innerhalb weniger Minuten vom 3D-Drucker bereitgestellt. E-Books sind sicher toll, aber nach der Übertreibungsphase kommt die Retrophase – gedruckte Bücher sind doch auch sehr schön … In unserer digitalen Zukunft werden Menschen danach dürsten mit Menschen und nicht mit Maschinen zu sprechen. Und Sie haben es vielleicht schon bemerkt: Amazon als Händler würde in meiner kleinen Zukunftsvision plötzlich ersatzlos gestrichen sein! In meinem skizzierten Eco-System aus Verlagen, Autoren, Kunden und „Buchhandlungen“ benötigen wir dank moderner Technik keinen Postversand von Büchern.

Solche Szenarien hat der Handelsriese, der zwar groß aber auch schnell/innovativ ist, natürlich längst erkannt und bastelt selbst an neuen Ideen, um anderen hier zuvor zu kommen. Die erste eigene stationäre Buchhandlung mit neuem Konzept wurde bereits eröffnet. Warum wohl nur…?

Der Erfolg liegt daher im Erfinden und Umsetzen neuer Marketingideen unter Nutzung aller technologischen Möglichkeiten, nicht im Nachahmen und/oder Schlechtreden anderer Marktteilnehmer. Das macht momentan einen Teil des Erfolges der Self-Publisher Branche (und einigen innovativen Verlagen) aus.

tredition: Könnten Sie beispielhaft ein paar Marketingmaßnahmen schildern, die Sie für Ihre Bücher unternehmen? Haben Sie da aufgrund der Kenntnisse aus Ihrer Branche besondere Tipps für angehende Autoren/innen?

Jens Thaele: Eine Autorenhomepage, wo sie etwas über sich als Autor berichten können, gehört heute ebenso dazu, wie ein Autorenportrait bei Amazon. Damit alleine wird sich als Self-Publisher jedoch noch sehr wenig bewegen lassen, es sei denn, sie sind bereits bekannt. Für Sachbuchautoren sind Beiträge in den jeweiligen Fachmedien sinnvoll, ergänzt durch Aktivitäten in verschiedenen sozialen Medien. Aktuelle, interessante Tipps auf ihrer Webseite schaffen bei Lesern vertrauen, gerade wenn diese nützlich sind und zum Buchthema passen. Video gewinnt ständig an Bedeutung in der Vermarktungsstrategie, ich selbst arbeite gerade an einem Buchtrailer, der in Kürze live geht. Jeder muss für sich bzw. sein Buchgenre den eigenen Weg der Vermarktung finden. Auf der Seite von tredition sind so ziemlich alle wichtigen Tipps zur Selbstvermarktung aufgeführt. Weiterhin kann ich die „Self-Publishing“ Facebook Seite als Informationsquelle und zum Austausch untereinander sehr empfehlen, auf der auch der Branchenexperte Matthias Matting viele seiner Beiträge aus seiner Self-Publisher-Bibel einstellt. Damit ist man bestens informiert.

 

„Schluss mit lustig war dann immer beim Vertrieb, denn der gibt heute in der Regel die Richtung im Verlag vor und die suchen den Mainstream und wollen kein Risiko.“

 

tredition: Weshalb haben Sie sich bei Ihrem Buch für Self-Publishing und tredition entschieden?

Jens Thaele: Das klingt oben im Blick auf die Buchbranche bereits an. Meine Verlagssuche war recht kurz und äußerst lehrreich für mich. Ich kaufte mir kurz nach Fertigstellung meines Manuskriptes ein „Autorenhandbuch“ und befolgte die Ratschläge darin; schrieb ein gutes Exposé, suchte Verlage, die zu meinem Buch passen etc. und dann ging es hoffnungsvoll los, etliche Verlagslektoren bekundeten Interesse. Mit den Lektoren/innen kam ich in der Regel gut klar, die suchten meist wirklich neue Ideen und kreative Texte. Schluss mit lustig war dann immer beim Vertrieb, denn der gibt heute in der Regel die Richtung im Verlag vor und die suchen den Mainstream und wollen kein Risiko. Dieser Umstand und die Erkenntnis, dass ich auch nach einem Verlagsvertrag noch sehr lange auf eine Veröffentlichung warten müsste, ließen mich nach Alternativen suchen. Ich wollte ein Buch in Verlagsqualität, gedruckt und als E-Book, zu einem angemessenen Preis, mit ISBN-Nummer und über alle gängigen (Web-) Shops kostenlos bestellbar. tredition war für mich an der Stelle daher nahezu perfekt! Ein Lektorat hatte mein Buch eh schon genossen, das Coverdesign nach eigenen Ideen und den Satz kaufte ich mir vom treditions-Expertennetzwerk dann noch entsprechend dazu. Das Ergebnis ist wirklich ausgezeichnet; selbst meine eingefleischte (freie) Verlagslektorin, die bis dato nichts vom Self-Publishing hielt, war sehr positiv überrascht und könnte sich mittlerweile vorstellen, ihre eigenen Bücher auf diese Weise auf den Markt zu bringen.

tredition: Die wichtigste Frage zum Schluss! (Wann) wird es ein weiteres Buch von Ihnen geben?

Jens Thaele: Das hängt entscheidend auch vom Erfolg des vorliegenden Werkes ab. Mein vorliegendes Buch hat sehr viel Zeit gekostet. Dabei war die reine Schreibarbeit mit ca. 3-4 Monaten inklusive sehr vieler Nachtschichten nur ein kleiner Teil. Sachbücher erfordern meist viel Recherchearbeit, die auch, trotz langjähriger Erfahrung in einem Themengebiet, immer notwendig ist. Jetzt kümmere ich mich als „Verleger“ intensiv um die Vermarktung und dann sehen wir weiter …

tredition: Lieber Herr Thaele, wir danken für ein informatives und fesselndes Gespräch!

„Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ auf funkschau online

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

FunkschauDie Auswirkungen der digitalen Revolution auf die Unternehmenskommunikation

Digitale Revolution – was ist das eigentlich? Was müssen Unternehmensentscheider in Sachen Digitalisierung beachten? Jens Thaele erklärt in seinem Handbuch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ praxisnah die richtige Strategie im Umgang mit Technologie. Im funkschau-Expertenkommentar erklärt Jens Thaele, Consultant und Autor des Buches „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ den digitalen Wandel und fasst die wichtigsten Grundbegriffe und Regeln des Marktes und eine Methodik, wie Sie Ihre ganz persönlichen Anforderungen gewinnbringend umsetzen können, zusammen.

 

„Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ in der funkschau

Vom Yin und Yang von Jens Thaele

Bild: Cover „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“

FunkschauEin jeder kennt es aus dem privaten und beruflichen Umfeld: Die rasante digitale Entwicklung stellt immer wieder neuen und große Anforderungen an den Alltag. Jens Thaele widmet sich in seinem bei tredition erschienenen Buch „Vom Yin und Yang der digitalen Revolution“ den Strategien und Konzepten, die Privatpersonen und Unternehmer dienlich sind, um die digitale Revolution zu meistern. Im Rahmen eines Expertenkommentars in der Sonderausgabe „Made in Germany“ der Funkschau schildert Thaele einige seiner Empfehlungen.