Schriftsteller werden

Sie sind kreativ und schreiben leidenschaftlich gern? Dann sind das die besten Voraussetzungen, um Schriftsteller zu werden. Wir erklären Ihnen, welche Voraussetzungen ein Schriftsteller erfüllen muss und wie Sie Ihr Buch unkompliziert veröffentlichen können.

Schriftsteller werden

Inhaltsverzeichnis

  1. Schriftsteller – Beruf oder Hobby? Über den Verdienst von Schreiberlingen
  2. Als Schriftsteller sind Sie Urheber – Rechtliche Besonderheiten des Schreibens
  3. Freiberufler oder Gewerbe? – Alles, was Sie in Sachen Steuer wissen müssen
  4. Einen Verlag finden – So schwer oder so einfach?
  5. Das Schreiben – Talent oder Handwerk? – Eine Frage, an der sich die Geister scheiden
1. Schriftsteller - Beruf oder Hobby?
2. Als Schriftsteller sind Sie Urheber
3. Freiberufler oder Gewerbe?
4. Wie finde ich einen Verlag?
5. Das Schreiben - Talent oder Handwerk?

1. Schriftsteller – Beruf oder Hobby?

Über Verdienstmythen und Handelsmargen

Als Schriftsteller wird heute ganz allgemein jeder bezeichnet, der Literatur in der einen oder anderen Form produziert. Obwohl es keine trennscharfe und offizielle Abgrenzung zum Begriff „Autor“ gibt, so schwingt beim Begriff „Schriftsteller“ eine gewisse künstlerische Note mit –  es wird dabei also meist an den Verfasser eines Romans gedacht, wohingegen der Begriff Autor auch jene einschließt, die Sachbücher oder Fachbeiträge geschrieben haben.

Der Begriff „Schriftsteller“ entstand etwa Ende des 17. Jahrhunderts aus dem Begriff „eine Schrift stellen“, der im Kontext von Bitt- und Rechtsschriften verwendet wurde. Erst im Laufe des 19- Jahrhunderts entwickelte sich der Schriftstellerberuf dahingehend, dass zunehmend mehr Unterhaltungsliteratur entstand.

Gedichte schreiben

Buch-schreiben_Sachbuch-Stilfehler-vermeiden

Kann man vom Schreiben leben?

Schreiben – das wissen Sie selbst nur zu gut, wenn Sie es gerne tun – hat viel mit Leidenschaft zu tun. Die Ambitionen, ein Buch zu schreiben, sind dabei vielfältiger Natur. Vielleicht lieben Sie es, sich hochspannende Kriminalgeschichten auszudenken? Oder aber Sie begeistern sich dafür, fantastische und magische Welten zu erschaffen, in denen Elfen und Trolle die Hauptrolle spielen?

Ganz gleich, um welches Thema oder Genre es sich handelt – die meisten Schreiberlinge eint doch das Ziel und der Wunsch, auf Anerkennung in der Leserschaft zu treffen und auch das eigene Buch erfolgreich zu verkaufen. Denn mal ehrlich: Motivierend ist es wohl kaum, wenn sich keiner für das eigene Werk interessiert, an dem man Monate oder womöglich Jahre gearbeitet hat.

Gleichzeitig ist auch in der Gesellschaft durchaus die Annahme verbreitet, dass jene Autoren, die als erfolgreich wahrgenommen werden, da sie bei namhaften Verlagen veröffentlichen, ein stattliches Einkommen aus ihren Büchern haben.

Fakt ist allerdings: Vom Schreiben leben können die wenigsten Schriftsteller. Kaum ein Leser – und auch längst nicht jeder Autor – macht sich Gedanken darüber, dass zahlreiche Parteien daran beteiligt sind, ein Buch an den Leser zu bringen. All diese Parteien – Verlage, Verlagsauslieferungen, Druckereien und Händler müssen für ihre Leistungen entsprechend vergütet werden.

Allein der Handel erhält ca. 50 % des Nettoverkaufspreises als Marge. Der verbleibende Betrag muss die Vergütungen der übrigen Partner und die Provision des Schriftstellers decken. Hohe Vorschüsse sind in den meisten Fällen nur äußerst prominenten Autoren (beispielsweise Politiker, Schauspieler etc.) vorbehalten. Nahezu kein Schriftsteller verdient seinen Lebensunterhalt also mit dem Schreiben, sondern mit einer anderen hauptberuflichen Tätigkeit, die gar nichts mit dem Schreiben von Büchern zu tun haben muss.

Für all jene, die das Schreiben fasziniert und insbesondere für alle, die ihr erstes Buch herausgeben möchten, ist Self-Publishing der ideale Weg zur Veröffentlichung: Self-Publishing-Dienstleister wie tredition arbeiten nach dem Print on Demand-Verfahren. Das heißt: Es werden immer nur so viele Bücher gedruckt, wie auch bestellt wurden. Für Schriftsteller ergibt sich damit kein finanzielles Risiko, es muss nicht etwa eine Startauflage vorfinanziert werden wie es in manchen Verlagen üblich ist. Zudem können Self-Publisher bei tredition ihre Provision selbst beeinflussen, indem sie den Verkaufspreis des eigenen Buches selbst festlegen.

Wer ist am Verkauf eines Buches beteiligt?

Druckereien

Druck, Versand an die Verlagsauslieferung

Verlagsauslieferung

Lagerung, Bestellmanagement, Versand an Händler

Verlag

Veröffentlichung, Listung, Marketing, Vertrieb

Händler

Belieferung von Buchhandlungen, Verkauf an Endkunden

2. Als Schriftsteller sind Sie Urheber

Rechtliche Besonderheiten des Schreibens

Spätestens, wenn Sie die ersten Zeilen zu Ihrer Buchidee zu Papier bringen – seien es nun die ersten Worte eines Romans oder das thematische Konzept für ein Fachbuch – hat nicht nur Ihr Buch seinen Anfang genommen, sondern Sie haben auch einen gewichtigen Schritt in rechtlicher Hinsicht unternommen. Sie sind in diesem Moment Urheber bzw. Urheberin geworden! Und damit ist eine Reihe an Rechten verbunden.

So können Sie als Urheber selbst entscheiden, ob und zu welchem Zeitpunkt Ihr Werk überhaupt veröffentlicht wird und Ihr Werk gegebenenfalls auch zu ändern. Der Rechtsanwalt und begeisterte Selbstverleger René Jorde, der bei tredition den Ratgeber „Recht für Selbstverleger und Autoren“ veröffentlicht hat, erklärt die Bedeutung des Urheberrechtes sehr anschaulich: „Stellen Sie sich das Urheberrecht als »Produkt« vor. Egal, ob Sie es einem Verlag als Großabnehmer oder einzelnen Kunden im Selbstverlag anbieten – je besser Sie Ihr Produkt kennen, desto erfolgreicher können Sie es verkaufen“ (vgl. René Jorde. Recht für Selbstverleger und Autoren, S. 15). Diese Erläuterung von René Jorde verweist auf die wirtschaftliche Seite des Urheberrechtes: Die sogenannten Verwertungsrechte. Die Verwertungsrechte umfassen u.a. das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung (d.h. also den Vertrieb) Ihres Werkes sowie das Recht, dieses öffentlich vorzutragen, was beispielsweise bei einer Lesung aus Ihrem Buch der Fall ist. Will ein Verlag Ihr Buch veröffentlichen, erwirbt er die Nutzungsrechte an Ihren Verwertungsrechten. Einem Verlag oder Self-Publishing-Dienstleister räumen Sie diese Nutzungsrechte ein, indem Sie mit diesem einen Buchvertrag abschließen. Genauso ist der Ablauf auch bei tredition. Sie möchten gern vorab einen Blick in unseren Buchvertrag werfen? Tun Sie dies gern über den folgenden Link!

Ein Autor behält das Urheberrecht an seinem Titel und überträgt das Verwertungsrecht auf andere Partner.

3. Freiberufler oder Gewerbe?

Steuerliche Besonderheiten des Schreibens

Selbst wenn ein Schriftsteller nicht vom Schreiben lebt, ist wichtig zu wissen: Die Einkünfte, die ein Schriftsteller mit dem Schreiben erzielt, müssen steuerlich korrekt ausgewiesen werden. Darüber sollten Sie sich idealerweise bereits Gedanken machen, wenn Sie die Entscheidung getroffen haben, ein Buch zu veröffentlichen. Seien Sie allerdings unbesorgt, das Ganze klingt zunächst aufwändiger als es tatsächlich ist.

Als Schriftsteller/Autor sind Sie laut Paragraph 18 des Einkommenssteuergesetzes freiberuflich tätig. Bei ihrem Finanzamt müssen Sie diese freiberufliche Tätigkeit spätestens vier Wochen nach der Aufnahme dieser Tätigkeit anmelden. Wenn Sie Ihr Buch über einen Self-Publishing-Dienstleister wie tredition vertreiben und verkaufen, versteuern Sie ihre Einnahmen aus den Buchverkäufen als Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit in der Einkommenssteuererklärung.

Anders und komplizierter verhält es sich, wenn Sie Ihre Bücher zu einem großen Teil selbst verkaufen. Dann liegt eine gewerbliche Tätigkeit vor. Als Autor sind Sie zwar nach wie vor Freiberufler, doch zusätzlich müssten Sie für den Verkauf ein Gewerbe anmelden. Im Einzelfall ist es nicht immer ganz einfach, die Trennlinie zwischen freiberuflicher Tätigkeit und Gewerbe zu erkennen. Zur Vereinfachung sollten Sie sich vor Augen führen: Freiberuflich sind Sie dann tätig, wenn Sie etwas künstlerisch erschaffen. Gewerblich sind Sie tätig, wenn Sie tatsächlich ein Produkt selbst verkaufen.

Buchverkäufe versteuern

4. Einen Verlag finden

So schwer oder so einfach?

Zu beschließen, schriftstellerisch tätig zu werden, ist das Eine. Einen Verlag zu finden, der das eigene Buch auch an den Leser bringt, das Andere. Große und bekannte Verlage erhalten jedes Jahr eine unglaubliche Vielzahl an Manuskripten. Diese alle zu sichten, ist unmöglich. So bleiben zehntausende Manuskripte ungelesen und manche Perle unentdeckt.

Dies ist allerdings kein Grund zu verzagen. Self-Publishing ist eine optimale Alternative zur Veröffentlichung im Verlag. Eine steigende Anzahl an Schriftstellern, die bereits in klassischen Verlagen Bücher veröffentlicht haben, entscheidet sich inzwischen auch für das Self-Publishing aufgrund der zahlreichen Vorteile, die damit für den Autor/die Autorin verbunden sind. So kann ein Buch im Self-Publishing nicht nur sehr schnell veröffentlicht werden, sondern der Autor/die Autorin verfügt auch über ein größtmögliches Maß an kreativer Freiheit. Bei tredition stehen Ihnen beispielsweise zahlreiche Umschlagvorlagen zur Gestaltung Ihres Covers zur Verfügung. Ebenso können Sie Ihren Umschlag komplett selbst gestalten, wenn Sie das wünschen. Außerdem können Sie Ihr Manuskript komplett inhaltlich und grafisch nach eigenen Wünschen gestalten, ohne dass Ihnen ein Lektorat dabei reinredet.

Lange Wartezeiten bis zur Veröffentlichung eines Buches, wie es in klassischen Verlagen oft unvermeidbar ist, gelten im Self-Publishing ebensowenig. Bei tredition können Bücher sofort veröffentlicht werden. Wie das genau abläuft, lesen Sie hier:

Buchmarketing Tipps Herbst

So viele Verlage kontaktiert? Self-Publishing ist die Alternative!

5. Das Schreiben – Talent oder Handwerk?

Ein bisschen von beidem!

An der Frage, wie viel Talent einerseits und wie viel Training und Übung andererseits das Schriftstellerdasein erfordert, scheiden sich die Geister. Fakt ist: Nur, wer sich für das Schreiben wirklich begeistert, es liebt, fiktive Welten für Leser entstehen zu lassen, wird auch die Ausdauer haben, ein Buch bis zum letzten Satz fertigzustellen.

Wer diese Voraussetzung mitbringt, ist auch gewillt und motiviert, die eigene Schreibfertigkeit zu trainieren. Und dies ist nicht nur äußerst wichtig, sondern auch harte Arbeit, wie zahlreiche berühmte Schriftsteller selbst bestätigen. Die eigene Kritikfähigkeit zu trainieren und nie zu verlieren gehört dazu genauso wie das Lesen selbst. So empfiehlt etwa die Harry Potter-Schöpferin J.K. Rowling, selbst so viel zu lesen wie möglich. Denn auf diese Weise, so Rowling, bekommt man selbst ein Gefühl dafür, was gute Schreibe ausmacht und erweitert nebenbei auch seinen eigenen Wortschatz.

Eine Ausbildung als Schriftsteller existiert zwar im engeren Sinne nicht, doch werden von vielen Instituten oder Privatschulen Schreibkurse und -trainings angeboten. Diese sind wertvoll, um sich beispielsweise mit bestimmten Schreibtechniken vertraut zu machen oder zu erlernen, was einen spannenden Roman ausmacht.

Auch formale Standards spielen beim Schreiben eine Rolle. Wer Schriftsteller werden möchte, sollte sich auch mit den Prinzipien des Buch- und Textaufbaus vertraut machen. So gehört in jedes Buch eine sogenannte Titelei und ein Impressum ebenso wie Seitenzahlen oder ein Inhaltsverzeichnis.

Paul Menzel Schreiben Jungautor